Staatsaffäre Natascha Kampusch: NEUE VERTUSCHTE INDIZIEN – Wurde Entführer Wolfgang Priklopil DOCH ermordet? (3)


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Neue Indizien, ein Gutachten & Fotos widerlegen den mutmaßlichen Selbstmord des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil!

Ganz im Gegenteil weisen diese auf MORD hin!

Der Fall kippt mit der Erkenntnis, dass Priklopil wohl doch KEINEN Suizid begangen hat. Denn so würde feststehen, dass es einen oder mehrere Mörder geben muss. Und damit Mitwisser und mögliche Mittäter im Kampusch-Fall.

Siehe hier:

https://guidograndt.wordpress.com/2016/12/09/staatsaffaere-natascha-kampusch-neue-vertuschte-indizien-wurde-entfuehrer-wolfgang-priklopil-doch-ermordet-1/

https://guidograndt.wordpress.com/2016/12/10/staatsaffaere-natascha-kampusch-neue-vertuschte-indizien-wurde-entfuehrer-wolfgang-priklopil-doch-ermordet-2/

Einer der größten Kritiker der „offiziellen“ Geschichte des weltberühmtesten Entführungsfalls ist der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes in Wien, Johann Rzeszut.

Ich zitiere nachfolgend – und mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors – aus dem Manuskript

„Der Tod des Kampusch-Kidnappers: Wahrheitsfindung im Würgegriff“ (später als Buch erschienen bei Medusa Publishing, Juni 2016) von Johann Rzeszut:

das den scheinbaren „Selbstmord“ des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil ad absurdum führt. Rzeszuts Beweisführung ist akribisch genau und bislang offiziell nicht widerlegt:

Die Angaben des Triebwagenführers:

Die aus den dargelegten Fakten, somit aus zweifelsfrei objektivierten Gegebenheiten folgende krasse Unhaltbarkeit der gutächtlichen Bekräftigung der offiziellen  Selbstmordversion durch den mit der Obduktion des Priklopil-Leichnams befasst gewesenen Rechtsmediziner wurde bereits dargetan. Die damit verbundene Einsicht strahlt demzufolge zwangsläufig auf den Stellenwert anderer Ermittlungsergebnisse aus.   Dass aus den Angaben des Zugpersonals der Schnellbahngarnitur (Triebwagenführer und Zugbegleiter/Zugführer)  für die der  Einstellung des Ermittlungsverfahrens zugrunde liegende Selbstmordversion gleichfalls nichts zu gewinnen ist, ergibt sich schon daraus, dass die Angaben des Triebwagenführers E.M., die er am 23. August 2006 rund zwei Stunden nach dem Anlassgeschehen über seine Wahrnehmungen zur unmittelbaren Annäherung an die Kontaktstelle machte, erwiesenermaßen in wesentlichen Punkten den Tatsachen nicht entsprechen konnten und somit als teilweise objektiv wahrheitswidrig feststehen. Die entscheidenden Passagen hatten nachangeführten Wortlaut (Hervorhebungen durch Fettdruck zur Verdeutlichung hier eingefügt):


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„Ich fuhr vom Bahnhof Wien Nord mit dem Schnellbahnzug in Richtung Floridsdorf und benützte das Gleis 1. Ich fuhr mit sechs Minuten Verspätung um 20.50 Uhr von der Haltestelle Wien Nord aus. Vom Bahnhof weg beschleunigte ich auf eine Geschwindigkeit von etwa vierzig km/h. Ich hatte das Abblendlicht eingeschaltet und achtete auf meine Signale. Diese Signale zeigten „Freie Fahrt“. Ich hatte etwa fünfhundert Meter zurückgelegt. Links des Gleises befindet sich in diesem Bereich Buschwerk. Die Strecke ist nicht beleuchtet. Ich bemerkte eine Bewegung von etwas Hellem. Diese Bewegung kam von links und dieser helle Schatten legte sich in den Gleiskörper. Ich erkannte dann, dass diese helle Gestalt ruhig quer zu meiner Fahrtrichtung auf den Schienen lag. Das Ganze  geschah vielleicht fünf bis zehn Meter vor mir und ging recht rasch. Ich leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Diese ist mit einem eher lauten zischendem Geräusch im Führerstand verbunden und dauert fünf bis zehn  Sekunden. Noch während ich dieses Zischen hörte, hörte ich auch einen Anprall. Der Zug kam dann zum Stillstand und der Zugführer nach vor zu mir. Er ging auch dann zurück, um sich zu vergewissern, ob wir nun tatsächlich eine Person überrollten. Ich verständigte dann über Funk den Bahnhof und die Funkleitstelle. Der Zug ist dann auch nicht mehr verändert worden. Außer der hellen Gestalt habe ich während der Strecke vom Bahnhof bis zur Unglücksstelle keinerlei Personen wahrgenommen. Für mich sah es so aus, als hätte sich diese hell bekleidete Person vor den Zug gelegt. Ich bemerkte die Gestalt erst, als sich die Person vor den Zug legte. Ich konnte nicht sehen, wie sich diese Person den Gleisen näherte oder ob sie neben den Schienen hockte oder noch in aufrechter Position war. Den kurzen Moment, die ich dann die Person auf den Schienen liegen sah, konnte ich keine Bewegung des Körpers erkennen. Deshalb halte ich es für eine bewusste Handlung der  hellen Gestalt…..“

 Diese Angaben sind zunächst in sich widersprüchlich:

Die einleitende Wahrnehmung der angeblichen „Bewegung von etwas Hellem“, die „von links kam“, und die weitere Wahrnehmung, dass sich „dieser helle Schatten in den Gleiskörper legte“, worauf „diese helle Gestalt ruhig quer zur Fahrtrichtung auf den Schienen lag“, steht im Widerspruch dazu, dass der Triebwagenführer E.M. seinen fortgesetzten Angaben zufolge „nicht sehen konnte, wie sich diese Person den Gleisen näherte oder ob sie neben den Schienen hockte oder noch in aufrechter Position war.“ Abgesehen davon, dass der Zeuge das von ihm wahrgenommene Hindernis unterschiedlich mit „etwas Hellem“, „hellen Schatten“ , „heller Gestalt“ und schließlich „Person“ beschrieb und mit dem Hinweis darauf, dass der Zugbegleiter/Zugführer zurückging, um Gewissheit über die Kollision mit einer Person zu erlangen, eine zunächst noch aktuelle Unsicherheit über die Beschaffenheit des wahrgenommenen Hindernisses zum Ausdruck brachte, steht objektiv fest, dass Wolfgang Priklopil keineswegs quer zur Fahrtrichtung der Schnellbahn auf den Schienen lag, als er vom Zug erfasst wurde. Eine 1,68 m große Person, die (laut Obduktionsgutachten noch dazu in – zwangsläufig gestreckter – Bauchlage) quer zu den Schienen auf der Gleistrasse mit einer Spurweite von lediglich 1,435 m liegt, quert die Schienenlaufflächen einerseits mit der Kopfregion, andererseits am gegenüberliegenden Schienenstrang teilweise auch mit der (durch gestreckte Fußriste verlängerten) Fußregion. Eine derartige Kontaktausgangslage hätte demzufolge gravierende Verletzungsfolgen sowohl im Kopfbereich, als auch an den Füßen zur Folge. Der Leichnam Priklopils wies jedoch laut Sektionsprotokoll ausschließlich im Kopfbereich (Hinterkopf und Halsregion) schwerste Verletzungen auf, während der gesamte Unterkörper – von unwesentlichen Schürfungen abgesehen – so gut wie unverletzt blieb.

Ein derartiges Verletzungsbild wäre aber auch damit nicht in Einklang zu bringen, dass der Körper aus der angeblich schwellenparallelen Querlage kontaktbedingt in die annähernd  schienenparallele Endlage geschleudert worden sein soll. Ein von der Vorderfront des Triebwagens ausgehender Anprallimpuls, der geeignet gewesen wäre, auf reibungsintensivem Untergrund eine nahezu 90-grädige Drehung des schwellenparallel quer gelegenen Körpers des angeblichen Selbstmörders in  eine annähernd schienenparallele  Endlage zu bewirken, wäre im Hinblick auf die nicht unerhebliche Bremsausgangsgeschwindigkeit der Schnellbahngarnitur zwangsläufig mit Stauch- und Rotationsturbulenzen verbunden gewesen, deren diesfalls gravierenderen Verletzungsfolgen nicht auf die Kopfregion beschränkt geblieben wären. 

Die vom Triebwagenführer behauptete Querlage des Körpers findet demnach in den objektiv gesicherten Verletzungsfolgen keine Deckung.

Hinzu kommt: Wer nicht wahrgenommen hat, „ wie sich diese (zuvor wie erwähnt auch als etwas Helles, heller Schatten, helle Gestalt beschriebene) Person den Gleisen näherte oder ob sie neben den Schienen hockte oder noch in aufrechter Position war“, konnte  in Wahrheit – noch dazu bei Dunkelheit in einem unbeleuchteten Streckenabschnitt und aus dem Führerstand eines mit bloßem Abblendlicht fahrenden, somit seinerseits in Bewegung und damit in Unruhe befindlichen Schnellbahntriebwagens – zuverlässig nichts wahrgenommen haben, was über ein helles Hindernis im Gleisbereich hinausging.  Dazu der Triebwagenführer abschließend: “Den kurzen Moment, ‚die‘ ich dann die Person auf den Schienen liegen sah, konnte ich keine Bewegung des Körpers erkennen.“ Damit im Einklang steht die Aussage des Zugbegleiters/Zugführers, wonach ihm der Triebwagenführer mitgeteilt hätte, erst aus nächster  Nähe unmittelbar vor dem Anprall wahrgenommen zu haben, dass es sich bei dem Hindernis um eine menschliche Person handeln könnte.


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Wer erst aus ca. 5 bis 10 m Entfernung ein Hindernis wahrnimmt, dem er sich mit einer Fahrgeschwindigkeit von ca. 40 kmh nähert, und  dazu noch angibt, eine Bewegung des auf den Schienen gelegenen menschlichen Körpers nicht erkannt zu haben, konnte – noch dazu zur Nachtzeit und auf unbeleuchteter Strecke – schon aus zeitlichen Gründen so gut wie keine Möglichkeit zu  Beobachtungen einer angeblich vorausgegangenen Bewegungsphase  gehabt haben.

Die dargelegten Besonderheiten in den fallbezogenen Angaben des Zugpersonals sind schließlich auch im Zusammenhang mit der Problematik allfälliger Reaktionsverspätungen zu sehen, mit deren Prüfung Fahrzeuglenker welcher Art auch immer in Kollisionsfällen mit Todesfolgen regelmäßig zu rechnen haben. Es trifft zwar zu, dass die Reaktionsmöglichkeiten, die dem Führer eines Schienenfahrzeuges, speziell dem Triebwagenführer einer Bahn- oder Schnellbahngarnitur offen stehen, wegen der Schienenbindung und des mit dem hohen Fahrzeuggewicht verbundenen hohen Trägheitsmoments vorweg weitestgehend reduziert sind. Ein dennoch nicht auszuschließender Vorwurf einer allfälligen Reaktionsverspätung kommt allerdings  umso weniger in Betracht, je spontaner und unvorhergesehener der Reaktionsanlass aufgetreten war. Davon ausgehend kommt es den rechtlichen Interessen des für die Fahrzeugsteuerung Verantwortlichen  regelmäßig entgegen, kann er sich – wie in Fällen sogenannter Bahn- oder Schienenselbstmorde erfahrungsgemäß nicht selten – darauf berufen, dass der Selbstmörder unmittelbar vor dem herannahenden Zug auf die Gleistrasse gestürzt  oder gesprungen sei. Eine derartige Spontanversion wurde im vorliegenden Fall jedoch nicht  vorgebracht. Die vom Triebwagenführer E.M. angedeuteten Einzelheiten der Kontaktannäherung und die auffallend zurückhaltende Bezugnahme auf Bewegungen in seinem Wahrnehmungsbereich sprechen daher dafür, dass die von ihm gesteuerte Schnellbahngarnitur in Wahrheit ein bereits vor ihrer Annäherung an die Kollisionsstelle  auf der Gleistrasse ruhendes Hindernis, nämlich den (dort zuvor leblos abgelegten ) Körper des Wolfgang Priklopil gerammt hat.

Die hier zu Punkt I. zum weitaus überwiegenden Teil erstmals aufgezeigten Tatsachen und objektiv gesicherten faktischen Zusammenhänge, deren Relevierung ohne detaillierte Kenntnis sowohl des Obduktionsbefundes laut Sektionsprotokoll, als auch der konstruktiven Beschaffenheit der kollisionsbeteiligten Schnellbahngarnitur, insbesondere der Frontpartie ihres Triebwagens, nicht möglich gewesen war, eröffnet Beurteilungsgrundlagen, die auf eine vollinhaltliche Bestätigung der schon bisher geäußerten Kritik an der willkürlich gelenkten staatsanwaltschaftlichen Einstellung des Ermittlungsverfahrens hinauslaufen. Dies gilt nicht nur hinsichtlich des Ablebens des Wolfgang Priklopil, vielmehr in untrennbarem  Zusammenhang  auch hinsichtlich der Kampusch-Entführung und schließlich auch in Bezug auf das tragische Ableben des Polizeioffiziers Franz Kröll. Die neuen Aufschlüsse sind geeignet, die Tragweite der offiziellen – man kann es nicht anders nennen – Kollektivwillkür bei der bisherigen Fallbehandlung in vollem Umfang zu entlarven. Dies mit einem Ergebnis, das bei ausschließlicher Sachorientierung und bei gewissenhafter Ausschöpfung sämtlicher  nahe gelegener Ermittlungsansätze und -chancen ohne besonderen Mehraufwand wesentlich früher realisierbar gewesen wäre. Die  zu I. aufgezeigten  Tatsachengrundlagen, die die bisherigen Beurteilungsgrundlagen entscheidend erweitern, stehen mit den zahlreichen atypischen Auffälligkeiten und Widersprüchlichkeiten in den bereits zuvor bekannt gewesenen Ermittlungsergebnissen (dazu Punkt II.), wie auch mit dem Verdacht rechtsstaatlich untragbarer Tendenzen und Einflussnahmen im bisherigen behördlichen Umgang mit wesentlichen Ermittlungsergebnissen und -chancen (dazu Punkt III.) in  fugenlosem  Einklang. Sie bekräftigen sämtliche Vorbehalte, die seit Jahren von verschiedenen Seiten gegen  das behördliche, insbesondere das staatsanwaltschaftliche  Vorgehen im sog. Fall Kampusch und dessen oberbehördliche „Absegnung“ laut werden.   


Sie sehen: Aufgrund dieser Indizien und Fakten ist ein Selbstmord Wolfgang Priklopils NICHT LÄNGER haltbar! Damit kippt der Entführungsfall Natascha Kampusch, der neu ermittelt werden muss!


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Staatsaffäre Natascha Kampusch: NEUE VERTUSCHTE INDIZIEN – Wurde Entführer Wolfgang Priklopil DOCH ermordet? (2)


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Neue Indizien, ein Gutachten & Fotos widerlegen den mutmaßlichen Selbstmord des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil!

Ganz im Gegenteil weisen diese auf MORD hin!

Der Fall kippt mit der Erkenntnis, dass Priklopil wohl doch KEINEN Suizid begangen hat. Denn so würde feststehen, dass es einen oder mehrere Mörder geben muss. Und damit Mitwisser und mögliche Mittäter im Kampusch-Fall.

Siehe hier:

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Einer der größten Kritiker der „offiziellen“ Geschichte des weltberühmtesten Entführungsfalls ist der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes in Wien, Johann Rzeszut.

Ich zitiere nachfolgend – und mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors – aus dem Manuskript

„Der Tod des Kampusch-Kidnappers: Wahrheitsfindung im Würgegriff“ (später als Buch erschienen bei Medusa Publishing, Juni 2016) von Johann Rzeszut:

das den scheinbaren „Selbstmord“ des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil ad absurdum führt. Rzeszuts Beweisführung ist akribisch genau und bislang offiziell nicht widerlegt.

(Die „offizielle“ Obduktion Wolfgang Priklopils stellte sich – ich wiederhole aus dem 1. Teil – so dar):

Zusammenfassend ergab die Obduktion nachangeführte traumatisch bedingte Veränderungen am knöchernen Skelett der Leiche: einen multiplen Schädelbruch im Scheitel- und Hinterkopfbereich, eine vollständige Durchtrennung der Halswirbelsäule zwischen dem 5. und 6. Halswirbel und eine Zerreißung des rechten Handgelenks im Bereich der Elle  ohne jeden Knochenschaden.

Die abschließende Gesamtdiagnose enthält laut Sektionsprotokoll folgende Aufzählung: offenes Schädeltrauma, Kopfabtrennung, Brustkorbtrauma, Luftbrustfüllung rechts, Lungenprellung rechts, Nierenbeckenzerreißung rechts, Blutarmut der inneren Organe, mäßiggradige Herzerweiterung, mäßiggradige Verkalkung der Körperhauptschlagader.


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Von den dargelegten Obduktionsergebnissen ausgehend kam der mit der Obduktion befasst gewesene Rechtsmediziner letztlich zu jenen Schlussfolgerungen, die in dem elektronisch veröffentlichten Einstellungsbericht zum Ermittlungsverfahren gegen den damaligen Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien und andere staatsanwaltschaftliche Funktionsträger vom 24.November 2011 wie folgt wiedergegeben werden (Fettdruck und Unterstreichung hier zur Verdeutlichung hinzugefügt):

„In dem beim Landesgericht (zu ergänzen: für Strafsachen Wien ) am 11.9.2006 eingelangten Gutachten des gerichtsmedizinischen Sachverständigen ao. Univ.-Prof. Dr. D.U.R. vom 4.9.2006 wurde das Ergebnis der Obduktion des Leichnams des Wolfgang P. mitgeteilt (ON 207). Danach ist Wolfgang P. infolge eines ausgedehnten Schädelhirntraumas mit nahezu vollständiger Abtrennung des Kopfes an Hirnlähmung und daher eines gewaltsamen Todes gestorben. Das komplexe Verletzungsbild lasse sich durch eine Überrollung durch  ein Schienenfahrzeug im Halsbereich erklären, wobei – unter Bedachtnahme auf die Auffindungssituation und das Verletzungsmuster – davon ausgegangen werden könne, dass der Mann am ehesten in Bauchlage im Schienenbereich, mit dem Hals auf einer Schiene, von rechts überrollt worden sein dürfte. Konkrete Hinweise für eine Beeinträchtigung durch Alkohol bzw. diverse Medikamente und Suchtgifte seien nicht zu erheben gewesen. Das Untersuchungsergebnis spreche – unter Bedachtnahme auf die aktenkundige Vorgeschichte – für eine Selbsttötung.“

Doch diese Einschätzung kann stark angezweifelt werden. Denn ein neues Gutachten liegt dazu vor. Auch ich bekam es zugespielt.

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Johann Rzeszut weiter:

Zu dieser Expertise des nunmehrigen Leiters des Departments für gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Wien Univ. Prof. Dr. Daniele U. Risser haben die Fachärzte für Gerichtsmedizin a.o. Univ. Prof. Dr. Johann Missliwetz, gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger,  sowie Privatdozent DDr. Martin Grassberger schriftlich Stellung genommen und ihre Stellungnahme vom 23. März 2016 mit nachangeführter Zusammenfassung resümiert (Anhang 8, Seiten 17 und 18):

„Zusammenfassend ergibt sich  somit aus rechtsmedizinischer Sicht: 

  • Die vorgenommenen Untersuchungsschritte des untersuchenden Gerichtsmediziners entsprachen nicht den üblichen Standards und üblichen Vorgangsweisen, nicht einmal denen eines durchschnittlich sorgfältigen Facharztes für Rechtsmedizin

  • Wesentliche Untersuchungen (Todeszeitbestimmung, chemische Analyse, Rekonstruktion der Schädelverletzungen etc.) unterblieben, aus welchen Gründen auch immer

  • Das Gutachten enthält einen Zirkelschluss, nämlich dass „unter Bedachtnahme auf die aktenkundige Vorgeschichte“ ein Suizid vorgelegen sein soll. Das Gutachten ist somit „wertlos“

  • Bereits Medizinstudenten lernen im Fach gerichtliche Medizin und anhand einschlägiger (zitierter) Lehrbücher, dass die Aufgabe einer gerichtsmedizinischen Untersuchung bei Todesfällen im Bahnbereich nicht darin besteht, Vorinformationen als wesentlichste Beurteilungsgrundlage zu benützen, sondern die schwierige Differenzierung zwischen Suizid, Unfall und einem Verbrechen (das durch Vortäuschen eines Suizides oder Unfalles verschleiert werden soll) nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen

  • Es besteht die nicht unerhebliche Gefahr, dass durch die mangelhafte Fallbearbeitung durch den beauftragten Gerichtsmediziner, die nicht anders als ein „gerichtsmedizinischer Kunstfehler“ bezeichnet werden kann, wesentliche Befunde vernichtet wurden bzw. die Aufklärung in Richtung Verbrechen konkret für immer vereitelt wurde

  • Aus gerichtsmedizinischer Sicht ist der Todesfall Wolfgang Priklopil als höchst bedenklich zu bewerten und Fremdverschulden auf Basis der vorliegenden Befunde durchaus als möglich zu erachten

  • Die Ausführung im „Bericht der von der Bundesministerin für Inneres und der Bundesministerin für Justiz zur Evaluierung des Falles Natascha K. eingesetzten Kommission“ angeführt unter „Gesamtergebnis, Punkt III (Band I, Seite 32): Es bestehen keine Zweifel, dass Wolfgang P. Selbstmord begangen hat“ ist daher inhaltlich nicht nachvollziehbar. Die Ausführung kann dadurch erklärt werden, dass die Berichterstatter nicht über zureichende rechtsmedizinische Kenntnisse verfügten

  • Ob die in der hier verfassten Stellungnahme getätigten Ausführungen richtig und nachvollziehbar sind, kann überprüft werden.

Hierzu müssten die Gerichtsakte, insbesondere die vom beauftragten Gerichtsmediziner erhobenen Befunde und getätigten Aussagen, unabhängigen Experten aus dem Ausland zur Beurteilung über die getätigte Sorgfalt der rechtsmedizinischen Untersuchung und die daraus resultierende Wertigkeit der  gezogenen Schlussfolgerungen übergeben werden“. 

          (Zitatende)

Nach Maßgabe jener eindeutigen Fakten, die sich aus dem Sektionsprotokoll in Verbindung mit dem Lichtbildmaterial von der Beschaffenheit der Triebwagenfront und von den Details der Leichenauffindung  ergeben, hält die Expertise des gerichtlich beauftragten Rechtsmediziners Univ.-Prof. Dr. Risser  einer Überprüfung nicht stand:

Festzuhalten ist zunächst, dass die an der Unterseite des Frontrechens des Schnellbahn-Triebwagens jeweils exakt über den beiden Schienensträngen in einem Tiefenabstand von je 7 cm zu den Schienenlaufflächen angebrachten Metallplatten darauf ausgerichtet sind,  die Schienen von potentiellen Hindernissen wie etwa Gesteinsbrocken oder Fallholz freizuhalten.  Diese Metallplatten sind daher von ihrer Widmung her grundsätzlich geeignet,  den Hals einer erwachsenen Person, dessen Durchmesser 7 cm  regelmäßig erheblich übersteigt, umso mehr aber gegebenenfalls einen auf den Schienenstrang abgelegten menschlichen Kopf von der Schiene zu räumen, bevor ihn die dem Frontrechen nachfolgenden Triebwagenräder überhaupt erfassen könnten. Als in jedem Fall völlig undenkbar scheidet jedoch aus, dass die erwähnte Metallplatte die zum Schienenverlauf annähernd rechtwinkelige Ausgangslage des Halses bis zum unmittelbaren Kontakt mit dem vordersten Triebwagenrad  unverändert belassen konnte, wie dies im Hinblick auf den schulterparallelen Verlauf der Halsdurchtrennung konkret der Fall gewesen sein müsste.   Hinzukommt, dass ein (vom Rechtsmediziner – siehe oben – für wahrscheinlich gehaltenes) Überrollen eines auf der 6 cm breiten Schienenlauffläche gelagerten menschlichen Halses durch ein an seiner Lauffläche 12 cm breites Wagenrad (Abb. 5) eines 63 Tonnen schweren Schnellbahn-Triebwagens zwangsläufig zu einer partiellen Zermalmung der Halswirbelsäule führen müsste, wovon im konkreten Fall der bloßen Abtrennung der Halswirbelsäule „zwischen dem 5. und 6. Halswirbel“ keine Rede sein kann (Abb. 10 iVm. Sektionsprotokoll S. 4). Ein durch Räderung abgetrennter Leichenkopf müsste überdies (zwangsläufig ohne intakte quetschungsfreie Gewebebrücke im Nacken) in einer Endlage außerhalb des Schienenzwischenbereichs zu liegen kommen.

Die solcherart zweifelsfrei erwiesene Unhaltbarkeit der vom obduzierenden Rechtsmediziner behaupteten Überrollvariante legt die Prüfung der Frage nahe, ob nicht die denkmögliche Zweitvariante, wonach der Kopf kollisionsbedingt abgerissen worden sein könnte, in Betracht kommen kann. Bei der Beantwortung dieser Frage kommt der Zuordnung der Anstoßstelle der Triebwagenfront zu einer bestimmten Körperregion ausschlaggebende Bedeutung zu. Zerreißungen setzen regelmäßig im Umfeld der Gewalteinwirkung ein und folgen dann deren Richtung. Auf den menschlichen Hals bezogen bedeutet dies: eine von der Brustseite ausgehende Halszerreißung setzt eine Gewalteinwirkung voraus, die gegen die Vorderseite des Kopfes gerichtet ist. Eine gegen die Hinterkopfregion gerichtete Gewalteinwirkung hinwieder kann  geeignet sein, eine Halszerreißung auszulösen, die vom Nackenbereich ausgeht. Ein von der Brustseite ausgehender Halsabriss hingegen, umso mehr noch eine im Nackenbereich  intakt verbliebene Gewebebrücke, ist mit einer kollisionsbedingten Gewalteinwirkung gegen den Hinterkopf zwingend unvereinbar. Das oben detailliert wiedergegebene Verletzungsbild (multipler Schädelbruch in der behaarten hinteren Scheitel- und vor allem Hinterkopfzone) führt zu der Gewissheit, dass der Körper des Wolfgang Priklopil vom Frontrechen des Schnellbahn-Triebwagens primär am Hinterkopf,  keinesfalls jedoch im Gesichtsbereich gerammt wurde. Die im Nackenbereich intakt gebliebene Gewebebrücke hinwieder beweist, dass die Halsdurchtrennung tatsächlich von der Brustseite, nicht aber von der Hinterkopfseite ausging. Eine von der Brustseite ausgehende Kopfabtrennung hätte zwingend eine Anstoßstelle im Gesichtsbereich bzw. eine Gewalteinwirkung gegen die Kopfvorderseite zur Voraussetzung gehabt, die im konkreten Fall – wie dargelegt – eben so wenig indiziert ist, wie jeder plausible Hinweis auf einen Überrollvorgang mit einem räderungstypischen Verletzungsbild.


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Hinzukommt, dass schon im Bericht des polizeijuristischen Journaldienstes speziell auf die geringfügigen Blutspuren im Gleisabschnitt der Leichenauffindung hingewiesen wird und dieser Hinweis durch das polizeiliche farbfotografische Bildmaterial von der Kollisionsstelle voll bestätigt wird.

Aus den Lichtbildern von der Auffindung der Leiche, aus dem Sektionsprotokoll und aus dem Lichtbildmaterial von der Leichenobduktion in Verbindung mit der technischen Beschaffenheit der Schnellbahn-Zuggarnitur und der Triebwagenvorderfront   ergeben sich  zum Zustand der Leiche und zu den Details ihrer  Endlage unbestrittene Tatsachen, die sowohl einzeln, vor allem aber in ihrem Kontext in die Richtung eines bloß vorgetäuschten Selbstmords von Wolfgang Priklopil weisen und daher nachhaltigen, bisher vernachlässigten Ermittlungsbedarf verdeutlichen. Wegen ihrer besonderen Bedeutung dazu nochmals in Übersicht die wesentlichen Details :

        „Zum besseren Verständnis der wiedergegebenen Rzeszut-Argumentation ist auch hier auf die bereits wiederholt anderweitig veröffentlichten entsprechenden Fotos zu verweisen“ :

 

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         Johann Rzeszut weiter:

  1. a) Der Leichnam lag zur Gänze (sohin einschließlich des Kopfes) im Trassenbereich zwischen den beiden Schienensträngen. Der Kopf des Toten befand sich in Seitenlage auf dem linken Ohr und berührte mit dem Gesicht die Innenseite des in Zugfahrtrichtung gesehen rechten Schienenstranges .  Der Oberkörper, der  in Brustlage mit dem annähernd gesamten Schulterbereich gleichfalls die Innenseite des rechten Schienenstranges berührte, war mit dem Kopf  durch eine   5 cm breite Gewebebrücke im Nackenbereich verbunden. Ab etwa der Körpermitte (Hüftbereich) ging die Brust- bzw. Bauchlage des Toten in eine leichte bogenförmige Seitenlage auf der linken Hüfte über. Auf diese Weise lag die Leiche vom Hüftbereich abwärts annähernd schienenparallel.   Das im Bereich der Oberschenkel über dem linken Bein gelegene rechte Bein war im Gegensatz zu dem gestreckten linken Bein leicht angezogen, war diesem vorgelagert und bildete mit dem linken Bein eine Art liegende Schrittstellung. Der rechte Schuh lag vom rechten Fuß gelöst hinter der  Kniekehle des linken Beins so platziert, dass Kollisionskontakt mit dem Schnellbahnzug zur Erklärung dieser Endlage ausscheidet. Wie erwähnt müsste der Schuh nämlich durch den Kontakt mit dem Schnellbahn-Triebwagen  (noch dazu ohne jede Fuß- und Beinverletzung) vom rechten Fuß gelöst, zunächst ca. einen halben Meter in Fahrtrichtung des Zuges abgeschleudert und anschließend in die Gegenrichtung (!) unter die linke Kniekehle bewegt worden sein. Ein derartiger Ablauf des Körperkontakts mit einer fahrenden Zuggarnitur ist ausgeschlossen.         
  1. b) Auffallend ist weiters die Beschaffenheit der (bis auf eine Gewebebrücke im Nacken gänzlichen) Bei der auf eine Totalköpfung hinauslaufenden Halswunde handelt es sich um eine völlig glattrandige, schnitt- bzw. sägeartige Durchtrennung des Halses, deren äußeres Erscheinungsbild ohne jeden Substanzverlust im Halsverlauf keine wie immer gearteten räderungstypischen Besonderheiten wie Quetschungszonen oder Fransenbildungen erkennen lässt. Die Herbeiführung einer derartigen Verletzung (Abb. 10) ist mit einer Kontaktausgangslage des Halses auf dem rechten (an seiner Lauffläche ca. 6 – 7 cm breiten) Schienenstrang und mit einer Räderung durch (an ihrer Lauffläche jeweils ca. 12 cm breite) Triebwagenräder nicht zu erklären. Abgesehen davon, dass diesfalls zwingend nur eine Totalabtrennung des Kopfes (ohne quetschungsfreie Gewebebrücke im Nackenbereich) in Betracht käme (she. Pkt. c), wäre zusätzlich die Verlagerung des abgetrennten Leichenkopfes in den Schienenzwischenbereich ausgeschlossen (Pkt. d).         
  1. c) Der seitens des Rechtsmediziners trotz der Obduktionsergebnisse für wahrscheinlich gehaltenen Räderung des – seiner Vermutung nach noch dazu mit dem Nacken nach oben – auf dem Schienenstrang aufgelegenen Halses widersprechen die mit der Auffindung der Leiche verbundenen, gesichert objektivierten Besonderheiten. Beim  Überrollen eines mit dem Nacken nach oben schienenquer aufliegenden menschlichen Halses durch die Räder eines 63 Tonnen schweren Triebwagens ist es ausgeschlossen, dass zwischen Leichenkopf und Leichenrumpf eine quetschungsfrei intakte (ca. 5 cm breite) Gewebebrücke im Nackenbereich erhalten bleibt.

Weiters:

  1. d) Im Fall einer Halsauflage auf der Schienenlauffläche ist es ebenso ausgeschlossen, dass Kopf und Körper der geräderten  Leiche  in eine gemeinsame Endlage innerhalb der beiden Schienenstränge Ein vom Schienenzwischenbereich aus über einen Schienenstrang hinausragender Kopf, der im Fall seiner Abräderung  vom Rumpf getrennt wird, bleibt zwangsläufig in einer Endlage außerhalb des Schienenzwischenbereichs. Dies schon im Hinblick auf die Radfolge bis zum Zugstillstand, die eine Kopfverlagerung über den Schienenstrang hinweg (von außen nach innen) unmöglich macht.         
  1. e) Massive Bedenken gegen die offiziell als erwiesen angenommene Selbstmordversion resultieren ferner aus all jenen Aufschlüssen, die durch die Blutspuren an der Leiche wie auch am Ort der Leichenauffindung eröffnet werden:
  1. aa) Die (eine Durchtrennung der Halsschlagader einschließende) Köpfung eines lebenden Menschen ist zwingend mit massivem spontanem Blutverlust verbunden. Im Zusammenhang damit fällt entscheidend ins Gewicht, dass die Doppelmesserschnittuntersuchung von Lungengewebe laut Sektionsprotokoll (Seite 5 vorletzter Absatz) eine (wenn auch geringgradige) Einschwemmung von Fettgewebe (Fettembolie) ergab, deren Auslösung eine im Zeitpunkt der tödlichen Gewalteinwirkung noch funktionierende Blutzirkulation voraussetzt. Nur (gegebenenfalls auch bereits abnehmend) zirkulierendes Blut kann Einschwemmungen dieser Art bewirken. Wenn nun bei erwiesenermaßen (noch) wirksamem Blutkreislauf zwar einerseits eine Fetteinschwemmung stattfand, andererseits jedoch an der Auffindungsstelle des Leichnams Spuren eines für die Durchtrennung der Halsschlagader  typischen massiven Blutaustritts fehlen, dann spricht dies dafür, dass die jede für sich zwingend tödlichen Verletzungen, nämlich der multiple Schädelbruch und die Kopfabtrennung, nicht ein und demselben Ereignis zuzuordnen sind. Während das von Priklopil zuletzt getragene weiße Leibchen Spuren massiver Blutdurchtränkung erkennen lässt, finden sich im Trassenbereich der Leichenauffindung keine auch nur ansatzweise korrespondierenden Anhaltspunkte für massiven Blutaustritt. Dies spricht dafür, dass die zweifelsfrei für die Blutdurchtränkung des Leibchens ausschlaggebende Halsdurchtrennung bei noch aufrechter Blutzirkulation an einem von der Gleistrasse verschiedenen Ort stattfand und dabei auch die Fettembolie im Lungengewebe auslöste, während Wolfgang Priklopil bereits   tot war, als sein Körper   zur Vortäuschung seines Selbstmords auf die Gleistrasse der Schnellbahn abgelegt wurde. Dass dann trotz der multiplen Schädelzertrümmerung im Hinterkopfbereich kein nennenswerter Blutverlust mehr eintreten konnte, versteht sich von selbst.  Dementsprechend lassen die aktenkundigen Farbfotografien von jenem Gleisabschnitt, in dem die Leiche Priklopils gefunden wurde, auch keine Bodenspuren massiven Blutaustritts Die für die Rahmenbedingungen der Leichenauffindung auffallend geringfügigen Blutspuren wurden bereits im Bericht des polizeijuristischen Journaldienstes ausdrücklich festgehalten.
  2. bb) Spuren massiven Blutaustritts sind wie erwähnt lediglich auf dem hellen Leibchen des Toten sichtbar. Eines der Lichtbilder (Abb. 11) zeigt die Leiche Priklopils in Rückenlage im offenen Leichensack. Auf diesem Bild ist ersichtlich, dass das Leibchen unterhalb der klaren Randausbildung der starken Blutdurchtränkung im Brustbereich auch eine Mehrzahl von Blutspritzern Eine Leiche in Brustlage, aus deren unmittelbar zuvor durchtrenntem Hals massiv Blut austritt,  kann nicht im Bauchbereich außerhalb des blutdurchtränkten Teils der Oberbekleidung zusätzlich Blutspritzer abbekommen. Ein bei Bauchlage ausgeschlossenes  Zusammentreffen einer blutdurchtränkten Bekleidungszone mit außer- und unterhalb davon gesonderten Blutspritzern auf Bauchhöhe spricht dafür, dass die (ursprünglich mit Sicherheit stark) blutende Halsdurchtrennung auf Ursachen zurückgeht, die mit dem Ort der Leichenauffindung nichts zu tun hatten (Verdacht der Ablage der zuvor bereits anderswo getöteten, fast gänzlich enthaupteten Person auf der Schienentrasse).  
  3. cc) Die Leiche lag in Bauchlage mit der klaffenden Halswunde exakt auf einer der hölzernen Bahnschwellen, sohin an einer Stelle, an der massiv austretendes Blut erst in dem Ausmaß versickern konnte, in dem es über die Holzschwelle hinaus in den geschotterten Trassenbereich auslief. Die entsprechenden Abbildungen (Abb. 8 und 9) zeigen, dass der Oberkörper der Leiche in der zur Schwelle eingehaltenen Schräglage weitaus überwiegend mit dem linken Schulterbereich auf dem Schwellenholz zu liegen kam, während der rechte Schulterbereich darüber hinaus in den geschotterten Untergrund hinausragte, wo austretendes Blut zwangsläufig so versickern musste, dass es insoweit zu bloß reduzierter Durchtränkung des Leibchens hätte kommen können. Die massiv durchtränkte Brustzone des Leibchens hätte demnach der Schräglage auf dem Holzuntergrund folgend von rechts oben nach links unten verlaufen müssen. Die Brustaufnahme der Leiche in Rücklage im Leichensack (Abb. 11) zeigt jedoch gerade das Gegenteil: die blutdurchtränkte Leibchenzone reicht auf der rechten Brustseite tiefer als linksseitig. Sie ist daher mit  den geringfügigen Blutspuren auf der Schienentrasse, dem Fehlen massiven Blutaustritts im Schienenbereich und der Auffindungslage der Leiche mit dem linken Brust- und Schulterbereich auf der Holzschwelle objektiv gesichert nicht vereinbar.
  4. dd) Der Leichenkopf weist außerhalb der Haarzone (von der Halsdurchtrennung abgesehen) an seiner linken Seite erhebliche Verletzungen auf: das linke Ohr ist unter Ausbildung einer entsprechend gravierenden Rißquetschwunde und einer  hinter dem Ohr lappenförmig abgehobenen Hautzone in Richtung Scheitel nach oben verschoben (Sektionsprotokoll Seite 3 iVm. Abb. 10) . Tritt ein derartiger Verletzungserfolg an einer (noch) lebenden Person ein, so verursacht bereits diese Verletzung allein massiven Blutaustritt. Die Fotografien des Leichenkopfes lassen jedoch trotz der durch das Sektionsprotokoll belegten Kopfverletzungen keinen adäquaten Blutaustritt (mit entsprechenden Abflusszonen bzw. Rinnspuren im Kopfbereich) erkennen. Die Verletzungen im Bereich des linken Ohrs und dessen Verschiebung in Scheitelrichtung ohne Blutaus- und Blutabflussspuren sprechen dafür, dass der Körper Priklopils bereits in leblosem Zustand im Schienenbereich abgelegt wurde. Das Fehlen massiven Blutaustritts im Kopfbereich ist anders nicht zu erklären.

Hinzuzufügen ist, dass eine massiv traumatische Einwirkung  auf den Kopfbereich bei lebenden Personen nicht selten mit Blutaustritt aus Mund und Nase verbunden ist. Auch  insoweit fanden sich an der Priklopil-Leiche nicht ansatzweise Blutausritts- bzw. Abrinnspuren. 

  1. f) Im inhaltlich bereits detailliert wiedergegebenen Sektionsprotokoll vom 24.August 2006 wurde unter anderem zur linken Ohrregion eine 12 cm lange und bis 5 cm breit klaffende, vollständige Durchtrennung der Hautweichteile und hinter dem Ohr eine lappenförmige Abhebung der Hautzone festgehalten.

Aus dem Foto der linken Seite des Leichenkopfes (Abb. 10) ergibt sich, dass die gesamte linke Ohrregion ausgerissen und in Richtung Scheitel nach oben verschoben wurde.

Die so dokumentierten Schädelverletzungen mit dem äußeren  Verletzungsschwerpunkt im linken Hinterhauptsbereich (5 cm lange Trennwunde mit Austritt von Hirngewebe und Verschiebung der linken Ohrregion mit klaffender, 12 cm langer Trennungswunde nach oben in Scheitelrichtung) sind mit der vom obduzierenden Rechtsmediziner angenommenen Halsauflage auf der rechten Gleisschiene und mit der weiters gemutmaßten von rechts einsetzenden Überrollung der Halsregion des in Bauchlage quer zur Gleistrasse gelegenen angeblichen Selbstmörders zweifelsfrei nicht vereinbar. Der Verletzungsschwerpunkt im  Hinterkopfbereich und in der linken Ohrregion spricht vielmehr dafür, dass der Kopf im Kontaktzeitpunkt in Seitenlage auf der rechten Schläfe mit dem linken Ohr nach oben und mit dem Hinterkopf in Richtung des herannahenden Zuges auf dem (in Zugfahrtrichtung gesehen) rechten Schienenstrang abgelegt war, in dieser Ausgangslage von der rechten Front des Triebwagens (Frontrechen mit rechtsseitiger Metallplatte im Schienenabstand von 7 cm) erfasst, mit anschließender Halbdrehung in der Weise in die  Auffindungsendlage an der Schieneninnenseite verlagert wurde, dass die rechte Ohrregion letztlich nach oben wies. Eine kontaktbedingte Bodenreibung der linken Kopfseite in Fahrtrichtung des Zuges scheidet als Erklärung für 12 cm lange und bis 5 cm breit klaffende Hautdurchtrennung und lappenförmige Abhebung der Hautzone hinter dem Ohr jedenfalls aus. Sie  hätte nämlich zwangsläufig nur dazu führen können, dass die linke Ohrregion  in Richtung Kiefer bzw. Hals ausgerissen und so nach unten verschoben worden wäre.


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Schon das Fehlen von frischen Blutaustritts- und Blutabrinnspuren sowohl im Kopf- als auch im Halsbereich der Leiche legt nahe, dass  Wolfgang Priklopil im Kontaktzeitpunkt bereits tot war (Ablage seiner Leiche mit dem Ziel einer möglichst weitgehenden Zertrümmerung des Leichenkopfes zwecks vollständiger Vernichtung der Spuren seiner tatsächlichen Tötung). 

  1. g) Aus dem Inhalt des Sektionsprotokolls fällt weiters auf, dass sich „im Bereich des rechten Scheitelbeines ein ovaler, wie ausgestanzter Knochenbruch“ zeigte (S. 4) und überdies Beschädigungen mehrerer Zähne des Ober- und Unterkiefers, mehrere bis 2 cm lange Einreißungen im rechten Mundwinkel (S. 2) sowie eine vollständige Zerreißung des rechten Handgelenks bzw. Bandapparats im Bereich der Elle ohne Knochenbeschädigung (S. 5) festgestellt wurden. Diese Verletzungen, insbesondere der „ovale, wie ausgestanzte Knochenbruch“ und die Verletzungen im Mundbereich weisen in ihrem Zusammenhang in die Richtung einer Gewaltanwendung, die für einen körperlichen Angriff und (auf Grund der Handverletzung) auch für einen damit verbundenen Abwehrversuch, nicht aber für Folgen einer in Selbstmordabsicht gesuchten Zugkollision  typisch ist. 
  1. h) Dass Priklopil bereits als Leiche auf die Schnellbahngleise abgelegt wurde, folgt im Übrigen zusätzlich daraus, dass das Überrollen durch den Schnellbahnzug als gemeinsame Auslösungsursache sowohl für das ausgedehnte offene Schädelhirntrauma, als auch für die nahezu vollständige Halsdurchtrennung ausgeschlossen

Dass eine beiderseits glattrandige Durchtrennung der Halsorgane und eine Durchtrennung der Halswirbelsäule exakt zwischen zwei Wirbeln ohne entsprechenden Substanzverlust im Halsverlauf bzw ohne entsprechend breite Zermalmungs- oder Quetschzone nicht durch ein Überrollen mit an der Lauffläche ca. 12 cm breiten Zugrädern erfolgen kann, liegt auf der Hand. In gleicher Weise versteht es sich von selbst, dass der Primärkontakt des Triebwagenfrontrechens, der gegen den  Hinterkopf (!) des Wolfgang Priklopil gerichtet war und (dennoch !) in dessen Nackenbereich (!) eine quetschungsfrei intakte Gewebebrücke zurückgelassen haben soll, nicht so beschaffen sein konnte, dass er gleichzeitig eine völlige Durchtrennung der gesamten restlichen, noch dazu kontaktabgekehrten brustseitigen Halspartie zur Folge gehabt hätte. Das ausgedehnte offene Schädelhirntrauma und die  Durchtrennung der Halsregion sind nur durch zwei gesonderte, zeitlich getrennte Gewalteinwirkungen erklärbar. Die (unvollständig gebliebene) Durchtrennung der Halsregion kann nicht auf das Überrollen durch den Schnellbahnzug zurückzuführen sein. Eine im Nackenbereich intakt gebliebene Gewebebrücke schließt ein „Abreißen“ der Luft- und Speiseröhre durch eine allfällige  bloße Halsüberdehnung in Nackenrichtung bereits an sich aus, weil Luft- und Speiseröhre  sowie die Halsschlagader durch ein  bloßes, das Nackengewebe schonendes Zurückbiegen des Kopfes nicht abreißen können. Dies insbesondere  dann nicht, wenn die Gewalteinwirkung –  wie im konkreten Fall durch  den Triebwagenfrontrechen – aus der Richtung der Hinterkopfregion kommt.  Eine gegen die Hinterkopfregion gerichtete Gewalteinwirkung wäre nämlich zwangsläufig nur mit einer Kopfabtrennung bzw. einer Halszerreißung in Einklang zu bringen, die in umgekehrter Richtung vom Nackenbereich hätte ausgehen müssen und diesfalls lediglich brustseitig im Bereich der Halsvorderseite eine intakte Gewebebrücke hätte zurücklassen können.      

 1. i) Nach den bei der Obduktion angefertigten Leichenfotos wies das rechte Bein des Toten in Rückenlage auf dem Seziertisch dieselbe sinnfällige Kniebeugung auf, wie schon bei der Leichenauffindung auf der Schienentrasse. Die insoweit gleichbleibende Kniebeugung ist plausibel allein damit zu erklären, dass im Zeitpunkt der Leichenauffindung bereits partielle Totenstarre eingetreten war. Zur möglichst raschen  Beendigung der Betriebsstörung des Schnellbahnverkehrs wurde die Leiche Priklopils  bereits kurz nach ihrer Auffindung und annähernd  zwei  Stunden vor dem Eintreffen des Gerichtsmediziners von Organen der Feuerwehr in der Weise  in einen Leichensack transferiert, dass sie dort in Rückenlage zu liegen kam. Wäre dies vor Eintritt der Totenstarre geschehen, wäre es schwerkraftbedingt zwingend zu einer uneingeschränkten Strecklage beider Beine ohne jede Kniebeugung gekommen.

  1. j) Die Lichtbilder der für die Obduktion vorbereiteten, gewaschenen Leiche des Wolfgang Priklopil  lassen  kaum sinnfällige äußerliche Verletzungsspuren erkennen,   sieht man von der eher schnittartigen, schmalen Halsdurchtrennung und dem weitestgehend verdeckt in der Haarzone gelegenen offenen Schädelhirntrauma  in der Hinterkopfregion ab. Der im Übrigen bis auf oberflächliche Schürfungen äußerlich kaum verletzte Körper des Wolfgang Priklopil hat sich daher im Zeitpunkt  des Zugkontaktes in einer Ausgangslage befunden, in der auf Grund einer bis auf  den Kopf extremen Bodennähe der Kontakt mit der herannahenden Schnellbahngarnitur weitestgehend mit der Auswirkung minimiert wurde, dass die  Schnellbahngarnitur die Kollisionsstelle passierte, ohne dabei  eine kontaktbedingte Bewegungsturbulenz des flach liegenden Körpers auszulösen. Eine derartige  Ausgangslage, in der die Körperpartien mit dem (vom Leichenkopf abgesehen) größten Bodenabstand die Triebwagenunterseite nach den Verschmutzungsspuren auf der Bekleidung gerade noch touchierten, ist keine Position, die  Selbstmörder unmittelbar vor dem herannahenden Zug zu suchen pflegen. Mit einer unter Zeitdruck erfolgten Ablage eines bereits toten Körpers zwecks Vortäuschung von Selbstmord ist sie  jedoch zwanglos in Einklang zu bringen.

Lediglich zur illustrativen Verdeutlichung sei hinzugefügt:

„So eine Zugleiche ist mir noch nie untergekommen!“ ist ein Statement, das nicht allein der rund ein halbes Jahr nach Einstellung  des behördlichen Ermittlungsverfahrens  unter tragischen Begleitumständen aus dem Leben geschiedene Polizeioberst Franz Kröll angesichts jener aktenkundigen Abbildung, die   den bereits gereinigten, daher  auf dem ersten Blick vom Hals abwärts nahezu unverletzten Leichnam des Wolfgang Priklopil auf dem Seziertisch zeigt, geäußert hat.


Sie sehen: Aufgrund dieser Indizien und Fakten ist ein Selbstmord Wolfgang Priklopils NICHT LÄNGER haltbar! Damit kippt der Entführungsfall Natascha Kampusch, der neu ermittelt werden muss!

Fortsetzung folgt…


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Staatsaffäre Natascha Kampusch: NEUE VERTUSCHTE INDIZIEN – Wurde Entführer Wolfgang Priklopil DOCH ermordet? (1)


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Neue Indizien, ein Gutachten & Fotos widerlegen den mutmaßlichen Selbstmord des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil!

Ganz im Gegenteil weisen diese auf MORD hin!

Kippt nun endlich die seit Jahren offiziell verbreitete Geschichte des weltberühmtesten Entführungsfalls Natascha Kampusch, der mit Widersprüchen nur so gespickt ist?

Zur Erinnerung: 1998 wurde die damals zehnjährige Natascha Kampusch von Wolfgang Priklopil in Wien entführt und mehr als acht Jahre lang in seinem Haus gefangen gehalten. 2006 – im Alter von 18 – gelang Kampusch die Flucht. Der Entführer beging Selbstmord, indem er sich auf Bahngleise legte und von einem Zug überrollt wurde.

So die offizielle Geschichte in drei Sätzen.

Doch sie stimmt so nicht!

Fakt: Natascha Kampusch ist ein Opfer. Fakt ist aber auch, dass es in diesem Fall unglaublich viele Widersprüche, Fehlermittlungen, Vertuschungen etc. teils auf höchster Ebene gibt.

Der Fall kippt mit der Erkenntnis, dass Priklopil wohl doch KEINEN Selbstmord begangen hat. Denn so würde feststehen, dass es einen oder mehrere Mörder geben muss. Und damit Mitwisser und mögliche Mittäter im Kampusch-Fall.

Hatte der einstige Soko-Leiter Franz Kröll also doch recht? Steckt hinter der Entführung ein hochrangiger Pädophilenring? Musste er deshalb selbst auch sterben? Denn auch ihm wurde ein Selbstmord regelrecht „angedichtet“.


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Trotz all dieser drängenden Fragen, Belege und Fotos, die ich hier auf meinem Blog präsentieren werde, unterlassen es die allermeisten Mainstream-Medien nach wie vor, diesen Entführungsfall  überhaupt zu hinterfragen.

Seit ich vor fünf Jahren (zusammen mit einer Kollegin) für das RTL-Magazin „Explosiv“ einen Filmbeitrag über die „Staatsaffäre Natascha Kampusch“ produziert habe (ausgestrahlt am 29.10.2011), traut sich keine TV-Redaktion mehr an die NEUEN Erkenntnisse heran.

Unglaublich!

Ganz im Gegenteil wurde ich mit lapidaren Ausreden abgespeist.

Nachfolgend zwei Beispiele, die symptomatisch für den deutschen „Qualitätsjournalismus“ stehen:

Von Seiten einer großen TV-Redaktion, die sich ansonsten so „investigativ“ nennt, hieß es, dass …

… nachdem aufgrund immer wieder neu aufgekochter Spekulationen der Fall Kampusch mehrfach verhandelt wurde und jedes Mal die gleichen Ergebnisse heraus gekommen sind, sogar nachdem das FBI nochmal nachgelegt hat, sieht X (die Redaktion/GG) keinen Anlass, das Thema noch mal aufzugreifen …

Quelle: E-Mail (Archiv Grandt)

Und genau diese Aussage ist FALSCH! Denn das von mir vorgelegte Material WIDERSPRICHT gerade dem!

Der Geschäftsführer eines großen TV-Nachrichtensenders, dem ich persönlich meine Unterlagen nebst Fotos und einem neuen  Gutachten vorgelegt habe, war anfangs sehr begeistert; wollte einen investigativen Kollegen (der extra zu mir fliegen sollte) bitten, sich das Material einmal anzuschauen, um dann anzufangen. Doch kurz darauf legte er eine Kehrtwende ein. So hieß es in seiner Mail:

Ganz herzlichen Dank für Ihren Besuch in der vergangenen Woche. Ich habe heute leider schlechte Nachrichten. Wir werden, was den Fall Kampusch anbetrifft, zu keiner Zusammenarbeit kommen.

In so einem heiklen Fall scheint mir das vorhandene Material nicht aussagekräftig genug, zum anderen fehlt mir  auch aufgrund meiner Recherchen zu Ihren bisherigen Publikationen das Vertrauen, dass wir zu einem gemeinsamen Erfolg kommen.

Diese lapidare Absage des Nachrichtenchefs geht – wie man im letzten Abschnitt sieht – sogar ins Persönliche gegen mich.

Deshalb entgegne ich:

Ihre Antwort verwundert mich doch: Das vorhandene Material sei nicht aussagekräftig genug? Wie Ihnen gezeigt, handelt es sich um Unterlagen von Staatsanwaltschaften, Polizeibehörden, Anwälten, Politikern, Rechtsmedizinischen Instituten etc. sowie um Polizeifotos-, Tonbänder und Videos. Das ursprüngliche Material wurde damals auch von den Schweizer Kollegen (20.Min.online) auf seine Echtheit hin überprüft und bestätigt und so haben wir zusammen 15 Teile geschrieben. Dass das Material „nicht aussagekräftig genug“ sei ist daher für mich nicht nachvollziehbar. Zumindest, weil es auch neue Unterlagen und Fotos gibt, die so z.T. noch nie veröffentlicht worden sind. Besseres Material gibt es wohl selten in seinem so brisanten Fall. Könnten Sie das „nicht aussagekräftig genug“ noch etwas näher definieren?

Ihre zweite Aussage kann ich noch weniger verstehen: Aufgrund Ihrer eigenen Recherchen zu meinen bisherigen Publikationen fehle Ihnen das Vertrauen, „dass wir zu einem gemeinsamen Erfolg kommen!“ Wie ist das konkret gemeint? (…)

Im Übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass ich viele Jahre lang als freier Produzent für Ihren Sender X gearbeitet habe. U.a. erinnere ich daran, dass ich 2005 der erste Reporter war, der beim sogenannten Gammelfleisch-Skandal erstmals vor laufender Kamera belegen konnte, wie aus Gammelfleisch „Frischfleisch“ gemacht wurde. Die Maz lief bei X und auch bei Ihnen auf X als Sondersendung (…) Ein Kollege von Ihnen, der damals CvD war, dessen Namen ich gerade nicht mehr parat habe, rief mich sogar im Hotel an und gratulierte mir dazu. Außerdem: Der Film „Höllenleben – Eine multiple Persönlichkeit auf Spurensuche“, den ich recherchierte und der in der ARD (und in fast allen 3. Programmen) lief, wurde 2002 für den Adolf-Grimme-Preis nachnominiert. Nun kommt es mir aber so vor, als würden Sie meine Seriosität anzweifeln.

Ich bitte dahingehend um Ihre Meinung/Stellungnahme.

Wenig später kam die empörte Reaktion des Nachrichtenbosses:

Lassen Sie es mich kurz machen.

Ich denke, Sie verheben sich massiv im Ton, wenn Sie von mir eine Stellungnahme einfordern. Sie haben uns ein Thema angeboten, wir haben es abgelehnt.

Dafür muss ich mich nicht rechtfertigen.

Sie sehen selbst: Die „Selbstherrlichkeit“ der Mainstream-Medien ist wohl nicht mehr zu überbieten!

Ein letztes Mal schrieb ich zurück:

Auch ich mache es kurz:

Zum einen brauche ich mir wohl kaum vorwerfen lassen, ich „würde mich massiv im Ton vergreifen“, nur weil ich nachfrage, aus welchen Gründen Sie als Chef eines Nachrichtensenders absolut belegbare und überprüfte Faktenbelege als „nicht aussagekräftig genug“ abtun! Diese Frage müssen Sich sich gefallen lassen, weil dieser Sachverhalt selbstverständlich und gerade im Fall Kampusch ein öffentliches Interesse besitzt.

Wie immer werde ich in meiner Eigenschaft als Journalist und Publizist auch in dieser Hinsicht öffentlich über die Reaktionen der Redaktionen berichten. DESHALB meine Nachfrage, die eigentlich dazu gedacht war, Ihre Sicht der Dinge aufzuzeigen, um möglichen Gerüchten vorzugreifen!

Zum anderen:  Natürlich und selbstverständlich frage ich nach, wenn es zudem um meine Seriosität geht. Auch darüber wird noch zu berichten sein.

Quellen: E-Mails (Archiv Grandt)

So also läuft das Spiel: Wird eine Position kritisch hinterfragt (in dem Fall, WARUM das Material schließlich doch mit einer so fadenscheinigen Ausrede abgelehnt wurde) wird man auch noch „beschimpft“, man würde sich im Ton vergreifen.

Kein Wunder, dass die selbstherrlichen Medien immer mehr Zuschauer und Leser verlieren.


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Einer der größten Kritiker der „offiziellen“ Geschichte des weltberühmtesten Entführungsfalls ist der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes in Wien, Johann Rzeszut.

Ich zitiere nachfolgend aus seinem Buch, das den scheinbaren „Selbstmord“ des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil ad absurdum führt. Rzeszuts Beweisführung ist akribisch genau und bislang offiziell nicht widerlegt.

Aber lesen Sie selbst.

Auszug aus dem Manuskript „Der Tod des Kampusch-Kidnappers: Wahrheitsfindung im Würgegriff“ (später als Buch erschienen bei Medusa Publishing, Juni 2016) von Johann Rzeszut – mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors:

Der sogenannte „Fall Kampusch“ hat im Kern die Abgängigkeit der damals 10-jährigen Natascha Kampusch von den Morgenstunden des 2. März 1998 bis zum Frühnachmittag des 23. August 2006 und das von dem Kind bzw später von der jungen Frau während dieser Zeit  Erlebte, vor allem aber auch das nach gesicherten objektiven Anhaltspunkten hochproblematische Ableben des in den Abendstunden des 23. August 2006 auf der Gleistrasse der Wiener Schnellbahn tot aufgefundenen Kidnappers Wolfgang Priklopil zum Gegenstand. Dieser Kriminalfall ist von einer außergewöhnlichen Komplexität an Sachverhaltsdetails und Auffälligkeiten gekennzeichnet, die das (mit Unterbrechungen insgesamt) rund zwölfjährige behördliche Ermittlungsverfahren geprägt haben. Eine nähere Erörterung der  vielfältigen  Kontakt- bzw. Beziehungsverflechtungen, die sich dabei ergeben haben, wird zur Vermeidung jedweder Ablenkung von den führend bedeutungsschweren objektiven Einzelheiten zunächst zurückgestellt und späteren Ausführungen vorbehalten.

Die zuständige Staatsanwaltschaft  stellte das Ermittlungsverfahren zu der mehr als achtjährigen Abgängigkeit eines minderjährigen Entführungsopfers erstmals bereits am 15. November 2006, somit nicht einmal drei Monate nach der am 23. August 2006 beendeten Abgängigkeit  im Wesentlichen mit der Begründung ein, dass es sich bei dem tatverdächtigen Kidnapper Wolfgang Priklopil laut Opferangaben um einen Einzeltäter handelte, der als entlarvter Kindesentführer unter dem polizeilichen Fahndungsdruck Selbstmord verübt hätte, indem er sich in den Abendstunden des Tages, an dem er die Kontrolle über sein Opfer verloren hatte, vor einen herannahenden Schnellbahnzug auf die Gleistrasse legte. Mangels hinreichender Anhaltspunkte für die Tatbeteiligung von Komplizen sei davon auszugehen, dass der Einzeltäter aus dem Leben geschieden und das Ermittlungsverfahren demzufolge zu beenden sei.

Im Gegensatz dazu hatte die Staatsanwaltschaft noch im September 2006 – der damaligen strafprozessualen Rechtslage entsprechend – beim Untersuchungsrichter die Anordnung der Rufdatenrückerfassung zu insgesamt vier Telefonanschlüssen erwirkt, von denen ein Mobiltelefon für Wolfgang Priklopil, ein Festnetzanschluss für dessen Mutter zugelassen waren und zwei weitere Mobiltelefone von seinem langjährigen Freund und Geschäftspartner E.H. benützt wurden. Eine Auswertung der gesicherten Rufdaten, deren Rückerfassung aus damaliger Sicht nur bei aufrechtem Verdacht der Beteiligung eines oder mehrerer Komplizen an der Kindesentführung Sinn machte, wurde seitens der Staatsanwaltschaft in der Folge ebenso wenig veranlasst, wie die Ausschöpfung einer Reihe weiterer nahe gelegener Ermittlungsansätze, insbesondere eine  untersuchungsrichterliche Vernehmung und teilweise auch Gegenüberstellung einander widersprechender Zeugen. Sachlich nicht nachvollziehbar war dabei vor allem die staatsanwaltschaftliche Abstandnahme von der Antragstellung auf  untersuchungsrichterliche Vernehmung jener (mittlerweile bereits großjährigen) Zeugin, die am 2. März 1998 als damals zwölfjähriges Schulkind  den Kidnapperzugriff auf Natascha Kampusch unmittelbar beobachtet und bei wiederholten polizeilichen Befragungen im Widerspruch zur Opferaussage immer wieder angegeben hatte, dass außer dem Hand anlegenden Gewalttäter ein weiterer Entführer als Lenker des Tatfahrzeuges beteiligt gewesen sei (dazu ausführlicher  unten zu II.).

Dieser Widerspruch zwischen den Angaben der beiden unmittelbaren Zeuginnen des Entführungsablaufs betrifft eine in mehrfacher Hinsicht entscheidende Tatsache.  Ob Natascha Kampusch am 2. März 1998 von Wolfgang Priklopil allein oder aber unter Beteiligung eines Mittäters entführt wurde, ist nämlich nicht nur für die Tatsachengrundlagen der Kindesentführung selbst, sondern auch deshalb von wesentlicher Bedeutung, weil ein polizeilich noch nicht bekannter Tatbeteiligter – allgemein einsichtig –  ein massives Interesse daran hat, von einem Komplizen mit polizeilich bereits bekannter Identität nicht preisgegeben zu werden. Dass ein derartiges Interesse in Extremfällen geeignet sein kann, Handlungseskalationen bis hin zur verlässlichen Ausschaltung des Aufdeckungsrisikos auszulösen, ist naheliegend.

Davon ausgehend kommt objektiv gesicherten Detailfakten, die weder einzeln, noch in ihrem Zusammenhang damit in Einklang zu bringen sind, dass Wolfgang Priklopil noch am Leben gewesen sein soll, als sein Körper von dem Schnellbahn-Triebwagen erfasst wurde, dominierendes Gewicht zu. Jede unreflektierte Spontanerörterung der  Fülle an komplexen Einzelheiten und Zusammenhängen könnte dazu führen, dass die Bedeutung entscheidender Begleitumstände unerkannt im Hintergrund bleibt. So gesehen erweist es sich daher als zweckmäßig, die vorliegende Fallerörterung systematisch wie folgt nach sachlichen Bedeutungsprioritäten zu strukturieren:       

  1. Objektiv gesicherte Fakten mit spezifischem Aussage- und Beweiswert in Richtung Mordverdacht zum Ableben des Wolfgang Priklopil

 2. Atypische Auffälligkeiten und Widersprüchlichkeiten in wesentlichen Ermittlungsergebnissen, die dringenden Bedarf an weiterer Abklärung offen legten

3. Rechtsstaatlich untragbare Willkür im behördlichen Umgang mit sinnfällig wesentlichen Ermittlungsergebnissen und  Ermittlungsansätzen

 Es sind die Auffindungslage und die Verletzungen des Leichnams in Verbindung mit der Beschaffenheit der Triebwagenvorderfront und den Kollisionsspuren im Gleisabschnitt der Leichenauffindung, die zu der in Rede stehenden Ablebensproblematik  entsprechend objektivierten Nachweis ermöglichen können. Entsprechend ihrer dominierenden Bedeutung sind sie – vorzugsweise zu Punkt I erfasst –  an den Beginn der nachfolgenden Ausführungen zu stellen. Ihr Aussagewert ist schon für sich allein geeignet, jene offizielle Sachverhaltsversion, die der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungseinstellung, ihrer oberstaatsanwaltschaftlichen und ihrer ministeriellen Genehmigung und schließlich auch der abschließenden – sie verdient keine andere Bezeichnung – Reinwaschungsfarce durch die von den Bundesministerien für Justiz und für Inneres eingerichtete Evaluierungskommission mit angeblich internationaler Verstärkung (dazu später ausführlich  zu Punkt III) zugrunde liegt, ad absurdum zu führen.

  1. Objektiv gesicherte Fakten mit spezifischem Aussage- und Beweiswert in Richtung Mordverdacht
  1. Grundproblematik sogenannter „Bahn-“ oder „Schienenleichen“
  2. Beschaffenheit der Vorderfront des Schnellbahntriebwagens
  3. Die deutliche Sprache des Leichnams, von der niemand Notiz nahm
  4. Die Angaben des Triebwagenführers

Die Tatsachengrundlagen,  die entsprechend ihrer besonderen Bedeutung und ihres die gesamte Fallbeurteilung bestimmenden Aussagewerts hier  vorgezogen behandelt werden, fanden im sicherheitsbehördlichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren zum überwiegenden Teil überhaupt keinen Niederschlag. Dies gilt zunächst für all jene Details, die die Grundproblematik sogenannter „Bahn-“ oder „Schienenleichen“ betreffen.

 1. Grundproblematik sog. „Bahn-“ oder „Schienenleichen“

 Menschliche Körper, die von Schienenfahrzeugen erfasst und überrollt werden, weisen in der Regel schwerste Verletzungen und nicht selten  bis zur Unkenntlichkeit reichende Entstellungsfolgen, Zerstückelungen und Streulagen auf. Die in der Praxis häufigsten Fälle tödlichen Kollisionsausgangs (Fälle sogenannter „Bahn-“ oder „Schienenleichen“) lassen sich in der Regel entweder fahrlässig ausgelöstem Unfallsgeschehen oder aber gezieltem Selbstmord zuordnen. In Ausnahmefällen besonderer (schwerst-)krimineller Deliktsintensität und Tatraffinesse  kann das außergewöhnliche Zerstörungspotential von Zugkollisionen mit einem menschlichem Körper planmäßig auch dazu missbraucht werden, die vorausgegangene Ermordung einer Person durch Vortäuschung eines Unfallsgeschehens oder eines gezielten Selbstmords zu bemänteln. Eine zuverlässige Abklärung, ob in einem konkreten Fall ein derartiger Täuschungsverdacht in Betracht kommt oder jedoch mit Sicherheit auszuschließen ist, setzt regelmäßig, besonders aber unter entsprechend akzentuierten Rahmenbedingungen (z.B. Indikation einer schlüssig nachvollziehbaren Mordmotivation etc.) eine Reihe bestimmter Untersuchungsschritte voraus, die sich nach einschlägigem rechtsmedizinischem Standard (vgl. etwa Grassberger/Schmid, Todesermittlung, 2. Auflage S. 194)  im Wesentlichen  wie folgt zusammenfassen lassen:

  1. a) Ermittlung der Körperregion, die mit dem Schienenfahrzeug nach dessen Frontbeschaffenheit primären Kontakt hatte (Hauptanstoßstelle);
  2. b) Ermittlung allfälliger Verletzungen, die für einen Räderungs- bzw. Überrollvorgang atypisch sind, insbesondere im Bereich der Kopf- und Halsregion (Schlag- und Würgefolgen) sowie an Armen und Händen (allfällige Indikatoren von Gewaltabwehrversuchen);
  3. c) Untersuchung der Mundschleimhaut und des Gebisses auf schlagbedingte Verletzungen bzw. Beschädigungen;
  4. d) Detailermittlung sogenannter Vitalitätszeichen, d.h. von Verletzungsfolgen, die bei noch lebendem Körper ausgelöst wurden;
  5. e) Bestimmung des Ausprägungsgrades von Totenflecken;
  6. f) Toxikologisch-chemische Ermittlung in Richtung Sucht- und Arzneimittel;
  7. g) Todeszeitbestimmung, insbesondere auch durch Messung der Körpertemperatur;
  8. h) Prüfung der Bekleidung, insbesondere auch der Schuhe, auf tatrelevante Besonderheiten;
  9. i) Festhalten der Lage des Leichnams im Zeitpunkt seiner Auffindung;
  10. j) Festhalten tatrelevanter Spuren und Besonderheiten am Ort der Leichenauffindung, insbesondere von Blut- und Schleifspuren mit Augenmerk auf die Streuung allenfalls abgetrennter Körperteile und Bekleidungsstücke.

Im Anlassfall lag aufgrund der seit 3. März 1998 aktenkundigen Hinweise einer unbeteiligten Tatzeugin der konkrete Verdacht einer Beteiligung von zwei Komplizen an der Kindesentführung von Anbeginn des Ermittlungsverfahrens  nahe. Davon ausgehend war das allfällige Interesse eines noch nicht polizeibekannten Täters am dauerhaften Stillschweigen seines Komplizen, von dessen bereits laufender polizeilicher Fahndung er Kenntnis hatte, nicht von der Hand zu weisen. Es lag daher eine im oben erwähnten Sinn besonders akzentuierte Rahmenbedingung vor, die durchaus geeignet war, eine plausible  Drittmotivation in der Richtung zu indizieren, dass ein bereits polizeibekannter Komplize an der drohenden Preisgabe eines weiteren Tatbeteiligten gehindert werden sollte.   Dessen ungeachtet unterblieb bei der Obduktion der Leiche des Wolfgang Priklopil jedwede Plausibilitätsprüfung dahin, ob das bei der Obduktion der Leiche dokumentierte Gesamtbild der Verletzungen  mit der Beschaffenheit der den Körper rammenden Vorderfront des Schnellbahntriebwagens und mit den Details der Leichenendlage überhaupt in Einklang zu bringen war. Auf diese Vereinbarkeitsproblematik wird erstmals im Folgenden (insbesondere zu Punkt 3.) eingegangen. Dies – wie noch darzulegen sein wird – mit einem insgesamt alarmierenden Ergebnis.

2. Die Beschaffenheit der Vorderfront des Schnellbahntriebwagens

Bei der für den Anlassfall im Schnellbahnverkehr im Raum Wien maßgeblichen Zuggarnitur handelte es sich um einen  Schnellbahnzug, dessen dreiteiliges Grundmodell aus einem elektrischen Schnellbahn–Triebwagen der ÖBB Reihe ET 4020 mit einer Spurweite von 1,435 m und einem Eigengewicht von 63 t , ferner einem Zwischenwagen und einem Steuerwagen (Abb. 1) besteht.

Die Unterseite der Triebwagenvorderfront ist in ihrer Gesamtbreite von 2,872 m mit einem Eisenrechen bewehrt, dessen Unterkante zu den Gleisschwellen einen Tiefenabstand von durchschnittlich ca. 28 cm aufweist (Abb. 2) .

An der Unterkante des Frontrechens sind  exakt oberhalb der ca. 6 cm breiten Laufflächen der rechten und der linken Bahnschiene jeweils  ungefähr schienenbreite eiserne Plattenfortsätze angebracht, die ihrerseits zu den Schienenlaufflächen einen Tiefenabstand von ca. 7 cm aufweisen und ersichtlich darauf ausgerichtet sind, die Schienenlaufflächen im unmittelbaren Vorfeld der beiden Fronträder von allfälligen  Hindernissen wie Fallholz oder Gesteinsbrocken freizuhalten (Abb. 3 und 4).

Jedes Triebwagenrad hat (ohne Mitberücksichtigung des Spurkranzes) eine Lauffläche von 12 cm Breite (Großaufnahme Abb. 5).

Die Gesamtlänge der dreiteiligen Zuggarnitur beläuft sich auf  rund 70 m. Der frontseitige Radsatzabstand, d.i. der Abstand zwischen den beiden frontseitigen Räderachsen, beträgt 1,60 m.  Dies bedeutet, dass dem jeweils ersten Triebwagenrad  in  einem  Abstand von 1,60 m das jeweils zweite Rad nachfolgt.

Die dargelegte Beschaffenheit der Triebwagenvorderfront besteht aus unverrückbaren fahrzeugtechnischen Konstruktionsfakten, die keinen Interpretationsspielraum offen lassen. Ihre Kenntnis und Mitberücksichtigung ist eine unverzichtbare Basisvoraussetzung für die Prüfung und die Beantwortung der Frage, ob bzw. inwieweit die Verletzungen eines auf der Gleistrasse vorgefundenen menschlichen Leichnams ganz, teilweise oder überhaupt nicht mit dem Zugkontakt in Einklang zu bringen sind. Eine derartige Plausibilitätsprüfung ohne Gegenüberstellung der Einzelheiten der Kontaktfront des Zuges mit fallaktuellen Verletzungsfolgen ist unsachgemäß und daher in Wahrheit unbrauchbar. Zu dieser Einsicht braucht es keines speziellen rechtsmedizinischen Fachwissens.

Bereits an dieser Stelle ist festzuhalten, dass es der Alleininitiative einer Privatperson, nämlich dem Engagement von Karl Kröll, dem Bruder des unter ebenso tragischen wie im Kontext mit dem Anlassfall höchst fragwürdigen Begleitumständen aus dem Leben geschiedenen Polizeiobersts Franz Kröll (dazu ausführlicher weiter unten), zu danken ist, dass die technischen Details der in Rede stehenden Schnellbahn-Triebwagenreihe wenigstens nunmehr nach Einstellung des staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens die längst überfällige Beachtung finden können. Im Rahmen der gerichtsmedizinischen Obduktion des Leichnams von Wolfgang Priklopil wurde darauf nicht ansatzweise eingegangen. Der mit der Obduktion befasst gewesene Rechtsmediziner, der erst rund drei Stunden nach dem Kollisionsgeschehen am Auffindungsort der Leiche auf der Gleistrasse eingetroffen war und mit dem bereits in einen Leichensack verfrachteten Leichnam konfrontiert sowie dahingehend informiert worden  war, dass ein seit Jahren polizeilich gesuchter Kindesentführer nach gelungener Flucht seines Opfers auf den Bahngleisen Selbstmord verübt hätte, räumte bei einer seiner ersten Befragungen zum Sachverhalt ein, bei Vornahme der Obduktion von dieser ihm gegenüber eröffneten Vorgeschichte beeinflusst gewesen zu sein.

Die Aussagen des Bahnpersonals, nämlich die Angaben  des Triebwagenführers und des im Wageninneren der Schnellbahngarnitur mitfahrenden Zugbegleiters (funktionell auch als Zugführer bezeichnet) sind wegen erwiesener teilweiser Widersprüchlichkeit und vor allem wegen ihrer partiellen Unvereinbarkeit mit objektiv gesicherten Gegebenheiten entgegen der staatsanwaltschaftlichen Auffassung und der für deren Absegnung Verantwortlichen nicht geeignet , die offizielle Selbstmordversion zu stützen, geschweige denn sie zu tragen. Dies wird im Anschluss an die  Darstellung der vorrangig ins Bewusstsein zu rufenden Detailfakten zur Leichenauffindung auf der Gleistrasse (im Rahmen der abschließenden Ausführungen zu Punkt I) eingehend begründet werden .    

 3. Die deutliche Sprache des Leichnams, von der niemand Notiz nahm

Die Endlage, in der die Leiche des Wolfgang Priklopil am 23. August 2006 gegen 21 Uhr auf der Gleistrasse der Schnellbahn  zwischen den Stationen Praterstern und Traisengasse aufgefunden wurde, ist ein fotografisch gesichertes Faktum. Dazu am Rande bemerkt: Den spezifischen Aussage- und Beweiswert des Leichnams und seiner Endlage in Richtung konkreten Mordverdachts zu erkennen und dennoch (mit oder ohne funktionsbedingter Handlungspflicht)  untätig zu bleiben, wäre geeignet, den Vorwurf strafbarer Begünstigung zu rechtfertigen. Vor diesem Hintergrund hingegen gäbe es keine Rechtfertigung dafür, den Beweiswert des Leichnams und  seiner Auffindungslage weder bildlich, noch sonst zur Sprache zu bringen.

In wenigen Worten vorweg: Zeigt eine sogenannte Bahnleiche  – wie im konkreten Fall – eine nahezu gänzliche Halsdurchtrennung und damit eine nahezu gänzliche Kopfabtrennung, so müsste diese, vorausgesetzt diese tödliche Verletzungsfolge wäre tatsächlich kollisionsbedingt auf der Gleistrasse ausgelöst worden, entweder durch eine Räderung oder durch ein Abreißen des Kopfes (Durchreißen des Halses) bewirkt worden sein.

Beide denkmöglichen Varianten einer kollisionsbedingten Kopfabtrennung scheiden im konkreten Fall jedoch aus:

Eine Kopfabräderung (Überrollen des auf der Lauffläche eines Schienenstranges aufliegenden Halses durch Triebwagenräder) hätte nämlich zwingend eine partielle Zermalmung der Halswirbelsäule und weiters zur Folge haben müssen, dass  Kopf und Rumpf ohne intakte (quetschungsfreie) Gewebebrücke im Nackenbereich rechts und links von dem Schienenstrang der Halsauflage zu liegen gekommen wären (she. fallfremde Vergleichsfotos laut Abb. 6 und 7). Mag es vereinzelt auch schon vorgekommen sein, dass trotz Räderung eines menschlichen Halses Kopf und Rumpf durch eine geringfügige Hautbrücke verbunden blieben, die fachliterarisch dazu dokumentierten Ausnahmefälle unterscheiden sich jedoch in wesentlichen Punkten grundlegend vom konkreten Anlassfall. Die Gesamtheit jener Besonderheiten, von denen die Kopf- und Halsregion der Leiche des Wolfgang Priklopil  gekennzeichnet war, lassen tragfähige Parallelschlüsse aus anderen Fällen nicht zu. Abgesehen davon, dass der Priklopil-Leichnam im Halsverlauf keine massive Quetschzone mit korrespondierendem Substanzverlust und die Halswirbelsäule keine räderungstypische Zermalmung aufwies, fehlte es an  sinnfälligen Blutspuren in der Gleistrasse, wie sie bei einer kollisionsbedingten Durchtrennung (auch) der Halsschlagader zwangsläufig zurückbleiben müssten. Die (vor allem an der rechten Brustseite) satt-triefende Blutdurchtränkung des Leibchens war zweifelsfrei eine Folge der (auch die Halsschlagader erfassenden) Halsdurchtrennung. Es ist undenkbar, dass ein derartig massiver Blutverlust allein am (noch dazu dünnen und daher nur beschränkt saugfähigen) Sommerleibchen des Toten  Spuren intensivsten Blutaustritts hinterlassen haben sollte, während die Gleistrasse im Kollisionsbereich, insbesondere auch die hölzerne Bahnschwelle, auf der der Oberkörper des Leichnams größtenteils auflag, außer einigen geringfügigen Flecken keinen korrespondierenden Blutaustritt erkennen ließ. Dies spricht nachhaltigst dafür, dass die Halsdurchtrennung und die brustseitige Blutdurchtränkung bereits zu einem früheren Zeitpunkt schienenfern an einem anderen Ort geschehen war.    

Hinzu kamen die gemeinsame Endlage von Kopf und Rumpf innerhalb des Schienenzwischenbereichs und noch weitere Anhaltspunkte, die dagegen sprechen, dass die Halsdurchtrennung  durch Triebwagenräder herbeigeführt wurde.   Die weitreichende Zertrümmerung des Hinterkopfs mit teilweisem Austritt von Hirnmasse bestätigt nämlich die Annahme, dass der Haupt- und Primärkontakt der Triebwagenfront (des rechtsseitigen Plattenfortsatzes des Frontrechens) mit dem Körper des Wolfgang Priklopil gegen die Hinterkopfregion gerichtet war (Hauptanstoßstelle). Ein derartiger Kontakt- und Verletzungsablauf setzt voraus, dass der Kopf mit der rechten Schläfenregion (nicht jedoch mit dem Hals) auf der Lauffläche des rechten  Schienenstranges auflag, wobei der Hinterkopf gegen die Fahrtrichtung des Schnellbahnzuges wies. Wer mehrfache tödliche Kopfverletzungen (ovaler stanzartiger Knocheneinbruch im rechten Scheitelbereich, annähernde Totalköpfung) durch vorgetäuschten Selbstmord bemänteln will, muss an einer möglichst umfassenden Entstellung bzw. Zerstörung speziell des Leichenkopfes interessiert sein. Es ist nachvollziehbar, wenn ein derartiges Ergebnis – von wem auch immer – eher von der Ablage des Kopfes auf der Schienenlauffläche, als von einer entsprechenden Halsauflage erwartet wurde.    

Ein Halsabriss hinwieder, der wie hier von  der Brustseite ausgegangen sein und lediglich einen Gewebeanteil der Nackenregion intakt gelassen haben sollte, hätte einen von der Triebwagenvorderfront ausgehenden Gewaltimpuls vorausgesetzt, der den Kopf des Wolfgang Priklopil an der Stirnseite, nicht aber am  Hinterkopf  hätte treffen müssen. Der Gesichtsschädel wird im Bericht des kriminalpolizeilichen Journaldienstes als „fast völlig intakt“ und das Gesicht als gut erkennbar beschrieben.  Der im konkreten Fall erwiesene Verletzungsschwerpunkt in der Hinterkopfregion wäre lediglich mit einer dort auftreffenden Gewalteinwirkung in Einklang zu bringen, die vorliegend jedoch zweifelsfrei nicht geeignet ist, einen von der Brustseite ausgehenden Halsabriss mit einer im Nackenbereich intakten Gewebebrücke zu erklären. Eine Gewalteinwirkung gegen den Hinterkopf könnte eine partielle Halsdurch- oder Halsabtrennung nur dann schlüssig erklären, wenn sich die intakt gebliebene Gewebebrücke an der Halsvorderseite, somit brustseitig befände.  


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Dazu im Einzelnen:

Die  polizeilichen Lichtbilder vom damaligen Einsatzort dokumentieren nachangeführte wesentliche Details:

„Zum besseren Verständnis der wiedergegebenen Rzeszut-Argumentation ist auch hier auf die bereits wiederholt anderweitig veröffentlichten entsprechenden Fotos zu verweisen“ :

 

img_1054abb-11-2abb-11-1abb-10abb-9abb-8 Die Leiche liegt auf der Gleistrasse zur Gänze im Schienenzwischenbereich. Schon diese Beschränkung der Leichenendlage auf den Trassenbereich zwischen den beiden Schienensträngen spricht sinnfällig dagegen, dass irgendein über den Schienenzwischenbereich hinausragender Körperteil von einem Triebwagenrad überrollt worden sein könnte. Eine tonnenschwere Räderung eines Körperteils welcher Art auch immer zieht regelmäßig eine in rechts und links vom Schienenstrang gespaltene Endlage der geräderten Körperpartie nach sich. Die ab der Halsregion gegebene Brustlage des Oberkörpers geht gegen die Körpermitte zu allmählich in eine Seitenlage auf der linken Hüfte über (Abb. 8 und 9). Die von der linken Hüfte ausgehende Seitenlage ist mit einer leichten Schrittstellung der Beine verbunden, wobei das oben liegende rechte Bein eine leicht angezogene, das unten liegende linke Bein hingegen eine annähernd ausgestreckte Endstellung einnimmt. Die Längsachse des Oberkörpers (Wirbelsäule abwärts des Halsansatzes) bildet in ihrer Schräglage zur Schienenlängsachse mit der Innenseite des in Fahrtrichtung gesehen rechten Schienenstranges einen Winkel von ca. 60°. Der bis auf eine ca. 5 cm breite Gewebebrücke im Nackenbereich vom Rumpf getrennte Kopf berührt auf der linken Schläfe liegend mit der Kinnunterseite und der klaffend durchtrennten Halsregion ebenso die Innenseite des rechten Schienenstranges wie die rechte Schulterpartie und die Außenseite des rechten Oberarms. Während der Oberkörper – wie erwähnt – schräg zur Schienenlängsachse liegt, weisen die Beine annähernd achsenparallel gegen die verkehrsübliche Fahrtrichtung des Schnellbahnzuges (erneut Abb. 8 und 9).

Zum äußeren Erscheinungsbild der Auffindungslage der bekleideten Leiche fällt auf, dass der rechte Schuh  vom rechten Fuß gelöst (mit intakt gebundener Masche des Schuhbands) teils hinter, teils unter der linken Kniekehle liegt. Wäre diese Schuhendlage kollisionsbedingt zustande gekommen, hätte sie einen zweigeteilten Bewegungsablauf vorausgesetzt. Der Schuh müsste nämlich zunächst nach seiner durch Zugkontakt bewirkten Lösung vom rechten Fuß in Fahrtrichtung des Zuges über das linke Bein hinweg  bis zu dessen Kniehöhe abgeschleudert worden, dann jedoch in der Gegenrichtung (!) ca. eine halbe Schuhlänge  hinter bzw. unter die linke Kniekehle zurückgeschoben worden sein. Ein derartig gespaltener Bewegungsablauf ist mit der vom Zugkontakt linear allein in Fahrtrichtung ausgehenden Gewalteinwirkung  nicht erklärbar. Die beschriebene Schuhendlage zwingt vielmehr zu der Überzeugung, dass der vom rechten Fuß gelöste Schuh in seine vorgefundene Endlage im Schienenzwischenbereich gelangt sein muss, bevor (!) ihn das linke Leichenbein teilweise (in der Zehen- und Ristpartie) bedecken konnte. Eine unter Zeitdruck spontane und im Detail unüberlegte Ablage eines anderswo Getöteten erklärt diese Auffälligkeit der Leichenauffindung vor allem im Hinblick auf die  weitere Besonderheit uneingeschränkt schlüssig, dass die Gleistrasse trotz annähernd totaler Kopfabtrennung (Durchtrennung ua. auch der Halsschlagader !) im Kollisionsbereich lediglich atypisch geringfügige (!) Blutspuren aufwies. Speziell dazu eingehend später.

Dies ist weiters im Zusammenhang damit zu sehen, dass der Leichnam des Wolfgang Priklopil zwei gesonderte Verletzungen aufwies, die mit absoluter Sicherheit jede für sich allein tödlich waren, nämlich einerseits das ausgedehnte Schädelhirntrauma (Zertrümmerung der Hinterkopf- und Scheitelregion) und die annähernde Totalabtrennung des Kopfes, die u.a. auch eine Durchtrennung der Halsschlagader miteinschloss. Dazu ist vorwegzunehmen, dass eine gleichzeitige Verursachung dieser beiden tödlichen Verletzungen  – aus gleichfalls noch darzulegenden Gründen – zwingend auszuschließen, lediglich das Schädelhirntrauma der Kollision mit dem Schnellbahnzug zuzuordnen und folgerichtig davon auszugehen ist, dass Priklopil im Kollisionszeitpunkt  bereits tot  und mit  zuvor anderswo durchtrenntem Hals als Leiche auf der Gleistrasse abgelegt worden war. 

Hinzukommt eine weitere gesonderte Verletzung, die ebenfalls geeignet war, zumindest mit höchster Wahrscheinlichkeit  zum Tod zu führen. Es handelt sich dabei (laut Sektionsprotokoll Seite 4, fünfter Absatz) um einen „wie  ausgestanzten ovalen Knochenbruch im rechten Scheitelbereich“. Ein „wie ausgestanzter ovaler“ Bruch des Schädelknochens ist plausibel nur als Folge einer von einem entsprechenden Schlagwerkzeug ausgehenden senkrechten ovalen Gewalteinwirkung auf die Scheitelzone erklärbar. Im Kontext mit den im Sektionsprotokoll zusätzlich konstatierten, für eine vorangegangene tätliche Auseinandersetzung typischen Verletzungen, nämlich  Einreißungen im rechten Mundwinkel, Zahnbeschädigungen im Ober- und Unterkiefer sowie eine „vollständige Zerreißung des Bandapparates des rechten Handgelenks ohne Knochenschaden“, die die Annahme eines Abwehrversuchs nahe legt, ist der „wie ausgestanzte Knochenbruch im rechten Scheitelbereich“ als eine Verletzungfolge zu beurteilen, die für ein Schlagwerkzeug mit oval geformter Schlagfläche, nicht aber für eine Kollision mit einer Schnellbahngarnitur typisch ist. .

Zur Sondierung der sogenannten Anstoßstelle als jener Körperregion, die mit der Triebwagenvorderfront primären Kontakt hatte, sind die Verletzungen des Leichnams zu der Beschaffenheit der Triebwagenfront in Beziehung zu setzen. Dies ist im behördlichen Ermittlungsverfahren nicht geschehen und wird – wie erwähnt – erst durch den Vergleich mit den von Karl Kröll eigeninitiativ erwirkten technischen Zugunterlagen ermöglicht.

Im Sektionsprotokoll  über die gerichtliche Beschau und die Öffnung der Leiche des Wolfgang Priklopil vom 24. August 2006 sind dazu folgende wesentliche Obduktionsergebnisse dokumentiert (Fettdruck hier nur zur Hervorhebung besonderer Bedeutung):

Die Rückenregion wies „spärlich ausgebildete, dunkelblau-violett gefärbte Totenflecken im oberen und unteren Rückenbereich“ auf, die „auf kräftigen Fingerdruck gerade noch wegdrückbar waren“.

Im Vordergrund des Verletzungsbildes wurde ein ausgedehntes, offenes Schädelhirntrauma festgestellt, wobei „der gesamte Schädel abnorm beweglich“ und „ein deutliches Knochenreiben wahrnehmbar“ war. In der rechten oberen Schädelregion wurde eine „3 cm lange und 2 cm breit klaffende Kontinuitätstrennung“, in der rechten unteren hinteren Scheitelregion eine „schrägverlaufende 3 cm lange glattrandige Zerreißung“ beschrieben, „aus der Gehirngewebe und Knochenstücke hervorstehen“. Im linken Hinterhauptsbereich wurde eine „5 cm lange, unregelmäßig geformte Kontinuitätsdurchtrennung“ festgestellt, „aus der ebenfalls Gehirngewebe und Knochenstücke hervorstehen“.

In der Gesichtsregion erwies sich das Nasengerüst beim Betasten als stabil.

In der Jochbeinregion wurden rechtsseitig eine „halbmondförmige, 4 cm lange braun-rot vertrocknete Schürfung“ und linksseitig eine „streifenförmige, 6 cm lange, bis 1 cm breite, stellenweise etwas unterbrochene, braun-rot vertrocknete Schürfung“ festgestellt.

Im rechten Mundwinkel fanden sich mehrere bis 2 cm lange Einreißungen. Im Ober- und Unterkiefer waren mehrere Zähne beschädigt. Ober- und Unterkiefer erwiesen sich „im rechten Anteil“ als „ etwas abnorm beweglich“. Im linken  „Unterkieferwinkelbereich“ war eine „ schräggestellte, 5 cm lange , glattrandige Durchtrennung“ festzustellen, deren Wundränder „bis auf 6 cm braun-rot vertrocknete“ Schürfungen aufwiesen.

Hinter dem rechten Ohr fand sich eine „halbmondförmige 2 cm lange Kontinuitätsdurchtrennung“ mit Gewebebrücken in der Tiefe“.

An der linken Ohrvorderseite wurde eine „längsgestellte, 12 cm lange und bis zu 5 cm breit klaffende vollständige Durchtrennung der Hautweichteile“ in Verbindung mit einer Knochenfreilegung und einer „hinter dem Ohr lappenförmig abgehobenen Hautzone“ konstatiert.

Der Kopf der Leiche war lediglich im Nackenbereich über eine „schmale, 5 cm breite Hautbrücke mit dem Rumpf verbunden“, ansonsten vollständig abgetrennt. Stellenweise zeigten sich noch grau-schwarze Schmutzanhaftungen und „insbesondere an der Vorderseite des Halses und an der linken Halsseite eine bandförmige, bis 8 cm breite, braun-rot vertrocknete Schürfung.

Die Schulterregion wies eine „18 cm lange, nahezu glattrandige Durchtrennung der Haut“ mit Freilegung der Muskulatur auf, wobei „die Haut nach hinten Richtung Schulterblatt unterminiert bzw. geschoben“ war.

Die Halswirbelsäule war „zwischen dem 5. und 6. Halswirbel völlig durchtrennt“, das Halsmark „zerrissen“, die Speise- und Luftröhre wurden als „abgerissen“ beschrieben. Der Kehlkopf erwies sich als „nicht mehr beurteilbar, weil er „völlig zertrümmert, gequetscht“ war.

Im Bereich des rechten Nierenstieles wurden „mehrere bis 1 cm lange Einreißungen“ konstatiert. 

An sonstigen Auffälligkeiten ergab eine „Doppelmesserschnittuntersuchung von  Lungengewebe eine geringgradige Einschwemmung von Fettgewebsbestandteilen in die Lungenstrombahn im Sinne einer Fettembolie“.

Schließlich ergab sich im Bereich der rechten Elle eine „vollständige  Zerreißung des Gelenkes bzw. des Bandapparates“  ohne Beschädigung eines Knochens.

An den oberen und unteren Extremitäten waren diverse oberflächliche Schürfungen festzustellen.

Zusammenfassend ergab die Obduktion nachangeführte traumatisch bedingte Veränderungen am knöchernen Skelett der Leiche: einen multiplen Schädelbruch im Scheitel- und Hinterkopfbereich, eine vollständige Durchtrennung der Halswirbelsäule zwischen dem 5. und 6. Halswirbel und eine Zerreißung des rechten Handgelenks im Bereich der Elle  ohne jeden Knochenschaden.

Die abschließende Gesamtdiagnose enthält laut Sektionsprotokoll folgende Aufzählung: offenes Schädeltrauma, Kopfabtrennung, Brustkorbtrauma, Luftbrustfüllung rechts, Lungenprellung rechts, Nierenbeckenzerreißung rechts, Blutarmut der inneren Organe, mäßiggradige Herzerweiterung, mäßiggradige Verkalkung der Körperhauptschlagader.

Von den dargelegten Obduktionsergebnissen ausgehend kam der mit der Obduktion befasst gewesene Rechtsmediziner letztlich zu jenen Schlussfolgerungen, die in dem elektronisch veröffentlichten Einstellungsbericht zum Ermittlungsverfahren gegen den damaligen Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien und andere staatsanwaltschaftliche Funktionsträger vom 24.November 2011 wie folgt wiedergegeben werden (Fettdruck und Unterstreichung hier zur Verdeutlichung hinzugefügt):

„In dem beim Landesgericht (zu ergänzen: für Strafsachen Wien ) am 11.9.2006 eingelangten Gutachten des gerichtsmedizinischen Sachverständigen ao. Univ.-Prof. Dr. D.U.R. vom 4.9.2006 wurde das Ergebnis der Obduktion des Leichnams des Wolfgang P. mitgeteilt (ON 207). Danach ist Wolfgang P. infolge eines ausgedehnten Schädelhirntraumas mit nahezu vollständiger Abtrennung des Kopfes an Hirnlähmung und daher eines gewaltsamen Todes gestorben. Das komplexe Verletzungsbild lasse sich durch eine Überrollung durch  ein Schienenfahrzeug im Halsbereich erklären, wobei – unter Bedachtnahme auf die Auffindungssituation und das Verletzungsmuster – davon ausgegangen werden könne, dass der Mann am ehesten in Bauchlage im Schienenbereich, mit dem Hals auf einer Schiene, von rechts überrollt worden sein dürfte. Konkrete Hinweise für eine Beeinträchtigung durch Alkohol bzw. diverse Medikamente und Suchtgifte seien nicht zu erheben gewesen. Das Untersuchungsergebnis spreche – unter Bedachtnahme auf die aktenkundige Vorgeschichte – für eine Selbsttötung.“


Sie sehen: Aufgrund dieser Indizien und Fakten ist ein Selbstmord Wolfgang Priklopils NICHT LÄNGER haltbar! Damit kippt der Entführungsfall Natascha Kampusch, der neu ermittelt werden muss!

Fortsetzung folgt…


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Fall Natascha Kampusch: Die Lügen bröckeln – Mutter des mutmaßlichen Einzeltäters widerspricht der offiziellen Entführungsversion!


GuidosKolumneNeu

434 (95/2014)

 

Unglaublich für den Mainstream: Die offizielle Story vom Entführungsfall Natascha Kampusch und dem mutmaßlichen Einzeltäter bröckelt immer mehr!

Jetzt hat  die Mutter von Wolfgang Priklopil, der Natascha Kampusch als Einzeltäter entführt und acht Jahre lang in einem Verlies gefangen gehalten haben soll, in einem Interview mit der Zeitschrift „Die Aktuelle“ die Journaille in große Aufregung versetzt.

siehe: http://www.bild.de/news/vermischtes/jetzt-spricht-die-mutter-des-entfuehrers-4377470.bild.html#

Waltraud P., die heute unter einem anderen Namen lebt (Deckname und Wohnort sind mir bekannt) erklärte nämlich: „Ich glaube,  er (Wolfgang P.) hat sie geliebt, die Natascha. Und sie ihn auch.“

Was für eine Bombe für all diejenigen Mainstream-Journalisten und auch für die Polizei und die Justiz, die die Öffentlichkeit über all die Jahre hinweg für dumm verkauft, mehr noch: manipuliert haben. Wenn selbst die Mutter des mutmaßlichen Einzeltäters von einer „Liebesgeschichte“ spricht!

Und Waltraud P.: „Ich habe die Polizei immer wieder gefragt, ob mein Sohn Natascha gequält hat. Ob man Wunden an ihrem Körper gesehen hat. Nein, haben die gesagt. Mein Gott, wie habe ich aufgeatmet. Der Wolfgang konnte keiner Fliege etwas zuleide tun.“

Und die Mutter des Täters will Zeugen haben, Ernst H. (Name mir bekannt), der beste Freund des Sohnes, der schon längst im Fokus der Ermittlungen stand und immer wieder „davon kam“.

Waltraud P. weiter: „Der (Ernst H.) hat mir so viel von den beiden erzählt. Die haben zusammengelebt. Und die haben sich manchmal auch gestritten. Dann ist Natascha wütend aus dem Haus gerannt und ist weggelaufen. Sie ist nicht zur Polizei, sie ist nicht zu ihren Eltern geflüchtet. Sie ist in der Gegend herumgelaufen und dann irgendwann wieder zurückgekommen. Ist das nicht der Beweis, dass da mehr war zwischen den beiden?“

Und wie redet sich das größte Print-Medium Deutschlands heraus? So: „Es ist der Reflex einer Mutter, die seelischen Wunden zu ignorieren, ein brutales Verbrechen schönzureden, wenn der Täter der eigene Sohn ist.“

Ist das nicht lächerlich?

Vielmehr hätten die Kollegen die (Polizeidokumente etc.) veröffentlichen sollen, die eine „Liebesbeziehung“ mit dem Täter erhärten, die mir vorliegen.

Nachfolgend Auszüge aus dem Buch von Malko Hellmark:  Akte Natascha Kampusch – Die Geheimdokumente.

Akte Natascha Kampusch - Die Geheimdokumente_NEU2

http://www.alaria.de/home/2674-akte-natascha-kampusch.html

Hier sind alle Dokumente, die nachfolgend genannt werden abgebildet (sowie viele weitere mehr). Übrigens: Alle Dokumente liegen mir selbst vor, dazu Polizeivideos und Polizeitonbänder.

 

DOKUMENT 10:

 

Bericht der Polizeiinspektion Deutsch-Wagram betreff »Natascha Kampusch – Betreuung« vom 29.08.2006

 

Kurz nach Natascha Kampusch »Flucht« oder »Selbstbefreiung« oder wie auch immer, wird sie von einer Polizeistreife auf die Polizeiinspektion Deutsch-Wagram verbracht. Dort nimmt sich ihr die einzig weibliche Bedienstete an, die an diesem Tag anwesend ist.

Diese Beamtin gibt Details zu Protokoll, die – meines Erachtens – wichtige Aspekte des Entführungsfalles Kampusch in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen als die später verbreitete offizielle Version.

 

Seite 1: »Eine Erstuntersuchung von dem praktischen Arzt Dr. B. aus (…) ergab keine sichtbaren Verletzungen

 

Seite 2: »Von mir wurden im Anschluss daran nur (…) Fragen gestellt, ob sie mit dem Entführer Geschlechtsverkehr hatte (…) und ob es Komplizen gab. Sie (Kampusch/d.A.) gab dazu an, dass sie Geschlechtsverkehr hatten und sie diesen freiwillig mit ihm vollzog (…) Bezüglich Komplizen gab sie wörtlich an ‚ich weiß keine Namen’«.

 

DOKUMENT 11:

 

Amtsvermerk des Bundesministerium für Inneres (Bundeskriminalamt) betreff »Erkundigungen nach § 152 Strafprozessreformgesetz« vom 28.07.2009 (gezeichnet Oberst Kröll und Chefinspektor L.)

  

Das vorangegangene Dokument protokolliert, dass Natascha Kampusch kurz nach ihrer Flucht angab, dass sie mit dem Entführer Geschlechtsverkehr hatte und diesen »freiwillig mit ihm vollzog«.

Auch im nachfolgenden Dokument, das sich auf die Vernehmungsprotokolle bezieht, in die Kröll und ein Kollege Einblick bekommen hatten, erklärte der Oberst: »(…) zu einem sexuellen Kontakt mit ihm (Entführer Wolfgang Priklopil/d.A.) gab sie (Natascha Kampusch/d.A.) an: Es hat die ganze Zeit keine Vergewaltigung gegeben.«

 

ANMERKUNG zu den »Dokumenten 10 und 11«:

An dieser Stelle möchte ich noch einmal Natascha Kampuschs dokumentierte Aussagen betreffs Geschlechtsverkehrs mit ihrem Entführer Wolfgang Priklopil wiederholen:

»Dokument 10«: »Sie (Kampusch/d.A.) gab dazu an, dass sie Geschlechtsverkehr hatten und sie diesen freiwillig mit ihm vollzog (…)«.

»Dokument 11«: »(…) zu einem sexuellen Kontakt mit ihm (Entführer Wolfgang Priklopil/d.A.) gab sie an: Es hat die ganze Zeit keine Vergewaltigung gegeben.«

Demnach hat es also keine Vergewaltigungen, dafür aber »freiwilligen« Geschlechtsverkehr zwischen dem Entführungsopfer Natascha Kampusch und ihrem Entführer Wolfgang Priklopil gegeben. So jedenfalls die Protokolle und Niederschriften der Ermittlungsbehörden.

»Ganz andere Töne schlug Kampusch als Gast der TV-Sendung ‚Günther Jauch‘ am 17. Februar 2013 zum Thema Sex mit dem Entführer an«, schreiben hierzu Udo Schulze und Guido Grandt in ihrem Buch Staatsaffäre Natascha Kampusch. »Plötzlich war von Freiwilligkeit nicht mehr die Rede. Vielmehr habe Priklopil sie häufig im Bett an sich gebunden und sie missbraucht.[1] Da ist es für den Beobachter des Falls Kampusch schwer auszumachen, was denn nun der Realität entspricht«.[2]

Tatsächlich war bei Bild über das »Gänsehaut-Interview bei Günther Jauch« dazu zu lesen: » (…) über den sexuellen Missbrauch: In manchen Nächten holte der Entführer sein Opfer zu sich ins Bett und fesselte das Mädchen an sich. ‚In den Nächten ging es nicht um Sex. Der Mann, der mich schlug, in den Keller sperrte und hungern ließ, wollte kuscheln‘, schreibt Kampusch in ihrer Autobiografie 2010. In ihrem Buch wollte Kampusch darüber nicht detailliert schreiben, im Film (gemeint ist damit der Kinofilm 3096 Tage über die Geschichte von Natascha/d.A.) werden aber auch Sex-Szenen gezeigt.« Und weiter: »Als Günther Jauch sie fragt, ob diese Szenen mit ihr vereinbart worden sind, erklärt sie, dass die Vernehmungsprotokolle über Parlamentarier an die Öffentlichkeit gelangt seien. Das habe auch ihr Anwalt nicht mehr löschen lassen können (…)«[3]

Im Nachrichten-Magazin Focus stand hierzu: »Ein neuer Kinofilm über das Schicksal von Natascha Kampusch zeigt auch Szenen von Vergewaltigungen, über die die Wienerin stets geschwiegen hat. Bei Günther Jauch sprach die 25-Jährige über die Gründe. Nicht einmal in ihrem Buch über die jahrelange Gefangenschaft ist Natascha Kampusch auf die sexuellen Motive ihres Entführers Wolfgang Priklopil eingegangen. Der Film ‚3096 Tage‘ zeigt jedoch diese Szenen (…)«[4]

Und als drittes Medienbeispiel möchte ich noch die WAZ anführen: »Der Film zeigt wie Natascha Kampusch vergewaltigt wird. Schonungslos hält die Kamera drauf, als Wolfgang Priklopil sie fesselt und zum Sex zwingt (…) In keinem Interview hatte Kampusch zuvor über dieses Thema gesprochen. In ihrem Buch schweigt sie dazu. Die Vergewaltigung gehörte zu den Teilen ihrer Vergangenheit, die sie mit sich selbst klären wollte. Es war ein Geheimnis, das über Vernehmungsprotokolle zunächst an österreichische Parlamentarier und so schließlich an die Presse gekommen sei, erklärt die junge Frau. Sie sei im Vorfeld der Filmveröffentlichung darüber informiert worden, sagt Kampusch. Aber was der Film zeige, sei nicht ihre Sicht der Dinge.«[5]

Hier wird eindeutig klar, wie »falsch« die Medien berichten! Fragt sich nur warum: aus »Unwissenheit« oder aus Kalkül?

Dem Leser und Zuschauer wird mit dieser Berichterstattung suggeriert, dass Natascha Kampusch – wie im Film gezeigt – von ihrem Peiniger vergewaltigt wurde. Allerdings widerspricht sie diesem Sachverhalt mit ihren eigenen justiziablen Aussagen.

So kann man ihrem Wunsch wohl nicht nachkommen, den sie bei Jauch äußerte, sie damit in Ruhe zu lassen. Und dies aus einem guten Grund: Wenn Natascha Kampusch nicht vergewaltigt und nicht sexuell missbraucht worden ist, sondern freiwillig Geschlechtsverkehr mit ihrem Entführer Wolfgang Priklopil hatte, dann müsste der weltweit einzigartige Fall neu geschrieben werden! Zumal sich auch die rechtliche Situation völlig anders darstellen würde.

Deshalb ist sehr wohl die Frage erlaubt, wann Natascha Kampusch die Wahrheit gesagt hat: Bei ihren Vernehmungen oder bei ihren Medienauftritten?

 

[1] »Natascha Kampusch: Gänsehaut-Interview bei Günther Jauch« in: bild.de v. 18.02.13 (http://www.bild.de/unterhaltung/leute/natascha-kampusch-bei-guenther-jauch-28565452.bild.html)/Zugriff: 12.09.2013

[2] Guido Grandt & Udo Schulze: Staatsaffäre Natascha Kampusch – Politskandal, Vertuschung, Opfer, Elbingen 2013, S. 166, 167

[3] »Gänsehaut-Interview bei Günther Jauch« in: bild.de v. 18.02.13 (http://www.bild.de/unterhaltung/leute/natascha-kampusch/bei-guenther-jauch-28565452.bild.html)/Zugriff: 12.09.13

[4] »Natascha Kampusch: ‚Einer von uns beiden musste sterben’« in: Focus.de v. 18.02.13 (http://www.focus.de/panorama/welt/entfuehrungsopfer-bei-guenther-jauch-natascha-kampusch-einer-von-uns-beiden-musste-sterben_aid_921766.html)/Zugriff: 12.09.13

[5] »Natascha spricht bei Jauch über Leiden in Freiheit« in: WAZ v. 18.02.13 (http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/natascha-kampusch-spricht-bei-jauch-ueber-leiden-in-freiheit-id7632139.html)/Zugriff: 12.09.13

 

ANMERKUNG zu »Dokument 12«

Die Niederschrift der Befragung von Dr. Karl B. ist äußerst brisant, ergeben sie doch zwei Sachverhalte, die entweder der »offiziellen« Entführungsgeschichte widersprechen oder verschwiegen wurden:

1. Natascha Kampusch beschreibt sich in ihrer Autobiografie direkt nach ihrer Flucht, als sie in die Polizeiinspektion Deutsch-Wagram verbracht wurde, als »abgemagerte junge Frau«, die sich »unendlich schwach« fühlte. Und die einzige weibliche Polizistin, die zu diesem Zeitpunkt auf der Dienststelle weilte, sagte: »Essen Sie doch etwas, Sie sind ja ganz vom Fleisch gefallen.« Kampusch schreibt weiter von ihren »weißen, fleckigen Beinen«.[1]

Mutter Brigitta Sirny-Kampusch erklärt in ihrer Autobiografie Verzweifelte Jahre – Mein Leben ohne Natascha: »Natascha ist mager, sehr blass, aber ich erkenne sie sofort. Sie hat keine Verletzung, sie ist nicht entstellt.«[2]

Marga Swoboda, die 2006 das erste Interview mit Natascha Kampusch führte, gibt im November 2011 über deren körperliches Befinden direkt nach ihrer Selbstbefreiung bei Bild Auskunft: »Ich sah nur ein abgemagertes, von Lebens- und Licht-Entzug schwer verwundetes Kind. Überall böse Flecken auf der Haut. Der Körper so fragil, dass ein Händedruck und sogar das Neonlicht in diesem Krankenhaus-Keller furchtbar weh tun mussten.«[3]

An dieser Stelle möchte ich noch einmal die Ausführungen des praktischen und gynäkologischen Facharztes Dr. Karl B. in Erinnerung rufen, der das Entführungsopfer sofort nach seiner Flucht untersuchte (»Dokument 12«, Seite 1): »Mir wurde ein ca. 18jähriges Mädchen vorgeführt, die keine grobe körperlichen Auffälligkeiten aufwies. Sie war auch geistig so weit unauffällig, dass sie normal kommunizierte. Ich untersuchte sie und fand keine Notfallsituation vor, sie wies keinerlei Verletzungen auf und wirkte auf mich frisch und auf keinen Fall müde. Dies teilte ich dem Mädchen, die ich jetzt unter dem Namen Natascha Kampusch kenne, mit und sie sagte, dass ich mir doch ihr Herz anhören solle. Auch das tat ich und fand keine Anomalie (…) Ich erklärte ihr mehrmals, dass sie für mich kein akuter Notfall sei und ich über psychische Probleme nicht Auskunft geben kann.«

Nach Einschätzung des Facharztes wies Kampusch also keine groben körperlichen Auffälligkeiten auf, keinerlei Verletzungen, es lag keine Notfallsituation vor, wie er mehrmals erklärte, und sie wirkte frisch und keinesfalls müde.

Wie passt dies aber nun zu der medialen Aufbereitung eines »Schlüsselmoments« der Entführungsstory, in der von einem abgemagerten, von Lebens- und Licht-Entzug schwer verwundetem Kind mit fragilem Körper die Rede ist, das überall mit bösen Flecken auf der Haut übersät ist?

Hat der praktische und gynäkologische Facharzt das alles übersehen? Daran zweifle ich doch sehr stark. Vielmehr passte wohl seine erste medizinische »Diagnose« keineswegs für die Vermarktung der Entführungsstory, die überwiegend auf eine achtjährige Verlieshaft aufgebaut ist. Auch hier besteht dringend Aufklärungsbedarf!

2. Mehr als sonderbar mutet auch an, dass Natascha Kampusch direkt nach ihrer Flucht den sie erstuntersuchenden praktischen Arzt und Gynäkologen danach fragt, wie lange man eine Schwangerschaft nachweisen könne, wenn sie schon vorbei wäre. »Ich (Dr. Karl B./d.A.) erklärte ihr, dass man eine vorhanden gewesene Schwangerschaft im Blut noch eine gewisse Zeit nachweisen könne. Sie machte dann die sinngemäße Bemerkung, dass es eh egal sei, weil es schon lange her sei (»Dokument 12«, S. 2)«.

Die Frage nach der Schwangerschaft erschien Kampusch offenkundig als besonders wichtig, sonst hätte sie diese nicht an den Beginn der Begegnung mit dem Arzt gesetzt. Aber warum?

»Allein die Frage der jungen Natascha gegenüber dem Arzt impliziert eine zurückliegende Schwangerschaft, die eventuell auch abgebrochen wurde«, stellen die Autoren Udo Schulze und Guido Grandt in Staatsaffäre Natascha Kampusch fest. »Sollte das Entführungsopfer im Alter von 18 Jahren die Fähigkeit der Differenzierung besessen haben, könnte Natascha sogar zwischen einer Schwangerschaft und einer Entbindung unterschieden haben. Sollte das der Fall gewesen sein, erlangt der Komplex eine noch größere Bedeutung. Dann nämlich wäre davon auszugehen, dass eine Abtreibung stattgefunden hatte. Möglich, dass die junge Frau dann Angst vor Strafverfolgung gehabt hätte.« Und weiter: »Nachdenklich stimmt bei diesem Aspekt des Falls auch das aktuelle Verhalten von Natascha Kampusch selbst. Sollte tatsächlich keine Schwangerschaft vorgelegen haben, könnte die junge Frau ohne weiteres eine Untersuchung vornehmen lassen. Das sichere Ergebnis müsste dann ja ‚Negativ‘ lauten, und Frau Kampusch würde einen grandiosen Sieg über jene einfahren, die eine Schwangerschaft wittern. Allein – sie macht es nicht (zumindest weiß die Öffentlichkeit nichts davon und muss deswegen von einer nicht durchgeführten Untersuchung ausgehen). Und das gibt natürlich zahlreichen Beobachtern zu denken«.[4]

 

Hat sich also die Kampusch-Story auch in diesem Punkt ganz anders abgespielt, als offiziell verlautet? Die vorliegenden Dokumente (10, 11, 12) sprechen meiner Meinung nach dahingehend eine eindeutige Sprache!

 

Hinsichtlich der »Baby-Gerüchte« um Natascha Kampusch verweise ich auf Staatsaffäre Natascha Kampusch (S. 167ff.). Zwar liegen auch mir die Kopien der Geburtsurkunde sowie des Passes des mutmaßlichen Kindes vor aber aus Gründen seines Persönlichkeitsschutzes möchte ich nicht näher darauf eingehen.

 

[1] Natascha Kampusch: 3096 Tage, Berlin 2010, S. 267, 268, 269, 271

[2] Brigitta Sirny-Kampusch: Verzweifelte Jahre – Mein Leben ohne Natascha, Wien 2007, S. 149

[3] »Wie erträgt sie die Schreckensszenen aus ihrem Film?« in: bild.de v. 18.11.12 (http://www.bild.de/news/ausland/natascha-kampusch/wie-ertraegt-sie-schreckensszenen-aus-ihrem-film-27244134.bild.html)/Zugriff: 18.09.13

[4] Guido Grandt & Udo Schulze: Staatsaffäre Natascha Kampusch – Politskandal, Vertuschung, Opfer, Elbingen 2013, S. 166, 167

 

Weitere Hintergründe zum Fall Natascha Kampusch:

COVER Band 1Cover2Cover3

http://www.alaria.de/home/2830-fall-natascha-kampusch-die-inoffizielle-story.html

http://www.alaria.de/home/2831-fall-natascha-kampusch-die-inoffizielle-story.html

http://www.alaria.de/home/2832-fall-natascha-kampusch-die-inoffizielle-story.html

 

Die Entführungsgeschichte der Natascha Kampusch hat sich anders abgespielt, als offiziell verlautbart.

Mit diesem Fall wurde nicht nur unglaublich viel Geld verdient, sondern auch ein elitäres Kinderporno-Netzwerk geschützt, das der Chefermittler Franz Kröll bereits im Visier hatte. Er kannte Namen. Und dann war er tot.

 

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DENKEN SIE IMMER DARAN:

SIE HABEN EIN RECHT AUF DIE WAHRHEIT!

 

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Quellen:

http://www.bild.de/news/vermischtes/jetzt-spricht-die-mutter-des-entfuehrers-4377470.bild.html#

http://www.alaria.de/home/2674-akte-natascha-kampusch.html

http://www.alaria.de/home/2830-fall-natascha-kampusch-die-inoffizielle-story.html

http://www.alaria.de/home/2831-fall-natascha-kampusch-die-inoffizielle-story.html

http://www.alaria.de/home/2832-fall-natascha-kampusch-die-inoffizielle-story.html

 

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