DIE FAKE NEWS-VERSCHWÖRUNG: „Medien-Rassismus, Kritik-Terroristen & die Abschaffung der Pressefreiheit!“


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Mit dem frisch inkarnierten Hype um #FakeNews ist uns ein neuer Kampfbegriff kredenzt worden und direkt auf #1 eingestiegen indem sich Spitzenpolitik und die gesamte Presselandschaft auf die Fahnen geschrieben hat, entschlossen dagegen vor zu gehen. Der nächste deutliche Schritt hin zu Kritik-Terrorismus & Medien-Rassismus.

Was dies genau für die Pressefreiheit bedeutet, wie zeitnah es Gesetze gegen FakeNews geben wird und wie mit politischer Kritik in den sozialen Netzwerken bei Ereignissen wie der Bundestagswahl 2017 umgegangen werden könnte, diskutieren wir mit dem Investigativ-Journalisten Guido Grandt.

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Hier mein dazugehöriger Artikel auf Watergate.tv:

DIE FAKE NEWS-VERSCHWÖRUNG: „Medien-Rassismus, Kritik-Terroristen & die Abschaffung der Pressefreiheit!“

Unzufriedenheit, Wut und Angst – das beherrscht die Bürger in Europa und damit auch in Deutschland immer mehr. Die anfänglich steife Brise, die den Politikern aller Couleur ins Gesicht wehte, ist längst schon zu einem Hurrikan geworden. Spätestens seit dem Sieg des als „Populisten“ verschmähten neuen US-Präsidenten Donald Trump, der es der ganzen Welt mal so richtig gezeigt hat. Tatsächlich suchte er nicht nur die Nähe der Bürger, sondern sprach sich mit dem Munde des Volkes gegen das herrschende Establishment aus. Das dürfte wohl der Hauptgrund für seinen Wahlsieg gewesen sein.

Das verunsichert die Politiker hüben und drüben des großen Teichs. Und zwar so sehr, dass sie sich für die 2017 in Europa anstehenden Wahlen (Parlamentswahl in Italien und in den Niederlanden, Präsidentschaftswahl in Frankreich, Bundestagswahl in Deutschland, Parlamentswahlen in Griechenland und in Norwegen) eine neue Strategie ausgedacht haben, damit die „Populisten“ nicht triumphieren. Diese Strategie heißt: Fake News!

„Establishment-Waffe“ Fake News

Mit Fake News sind erfundene oder gefälschte Nachrichten gemeint oder solche in denen sich Fakten mit Fiktionen mischen. Durch eine gezielte Aussonderung von Informationen wird ein falsches Meinungsbild konstruiert, das die Sicht auf die Welt manipuliert. Der Medienkonsument soll nicht mehr wissen, welche Nachrichten real – und welche frei erfunden sind. Menschen nehmen also Dinge für bare Münze, die in ihr Weltbild passen, ziehen sich dadurch in eine „Filterblase“ zurück, in der sie nicht mehr an wahre Dinge glauben. So die herkömmliche Begründung. Ferner soll es eine regelrechte Industrie für die Verbreitung von gefälschten Meldungen geben, mit denen viele Werbegelder verdient werden können.

Doch in der aufgeheizten Debatte wird ausblendet, dass gezielte Falschmeldungen von Politikern schon lange existieren. Denn seit je her sind diese Bestandteil von Kriegspropaganda, willig von den Massenmedien aufgegriffen und verbreitet

Denken Sie beispielsweise an den Irak-, Libyen- oder auch an den Syrienkrieg. Mit gefälschten Meldungen wurden und werden völkerrechtswidrige Kriege offiziell „legitimiert“. Bewusst werden diese Fake News auch von westlichen Mainstream-Medien gestreut. Und das ganz im Sinne der Regierenden, um ihr Volk ruhig zu stellen.

So einfach ist manchmal die Wahrheit.


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US-Fake News benachteiligten Donald Trump

 Sie erinnern sich: Der designierte US-Präsident Donald Trump warf den Establishment-Medien (Washington Post, New York Times, ABC, NBC, CNN etc.) im Wahlkampf vor, sich gegen ihn verschworen zu haben. „Lügenpresse“ auf Amerikanisch. Dafür ist er von seinen Gegnern verspottet und verhöhnt worden. Auch und gerade aus Deutschland. Doch das völlig zu Unrecht!

Über Monate hinweg sagten fast alle Medien und Demoskopen einen klaren Sieg für Konkurrentin Hillary Clinton voraus. Dies sollte den Wählern suggerieren, dass sie Trump gleich gar nicht wählen brauchen, weil dieser ohnehin keine Chance hat. So berichtete beispielsweise die New York Times noch am Wahlabend, dass Clinton eine 84-prozentige Chance auf den Sieg habe. Die Huffington Post ging sogar von 98,2 Prozent aus. Damit sollten die „Spätentscheider“ beeinflusst werden. Bis zum Schluss waren nahezu alle Prognosen wie aus einem Guss: Einen Tag vor der Wahl, sahen Umfragen, die von Bloomberg, CBS, ABC, NBC, USA Today, Washington Post, dem Economist etc. veröffentlicht worden waren, Clinton vor Trump.  Reuters prognostizierte mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos zuletzt sogar eine 90 prozentige Siegeswahrscheinlichkeit für Clinton.

Wenn das keine Wahl-Beeinflussung mit Fake News war, dann weiß ich auch nicht!

Mehr hier:

http://www.watergate.tv/2016/12/15/guido-grandt-die-fake-news-verschwoerung/


Denken Sie immer daran:

SIE HABEN EIN RECHT AUF DIE WAHRHEIT!

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Ihr und euer

GUIDO GRANDT


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Staatsaffäre Natascha Kampusch: NEUE VERTUSCHTE INDIZIEN – Wurde Entführer Wolfgang Priklopil DOCH ermordet? (3)


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Neue Indizien, ein Gutachten & Fotos widerlegen den mutmaßlichen Selbstmord des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil!

Ganz im Gegenteil weisen diese auf MORD hin!

Der Fall kippt mit der Erkenntnis, dass Priklopil wohl doch KEINEN Suizid begangen hat. Denn so würde feststehen, dass es einen oder mehrere Mörder geben muss. Und damit Mitwisser und mögliche Mittäter im Kampusch-Fall.

Siehe hier:

https://guidograndt.wordpress.com/2016/12/09/staatsaffaere-natascha-kampusch-neue-vertuschte-indizien-wurde-entfuehrer-wolfgang-priklopil-doch-ermordet-1/

https://guidograndt.wordpress.com/2016/12/10/staatsaffaere-natascha-kampusch-neue-vertuschte-indizien-wurde-entfuehrer-wolfgang-priklopil-doch-ermordet-2/

Einer der größten Kritiker der „offiziellen“ Geschichte des weltberühmtesten Entführungsfalls ist der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes in Wien, Johann Rzeszut.

Ich zitiere nachfolgend – und mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors – aus dem Manuskript

„Der Tod des Kampusch-Kidnappers: Wahrheitsfindung im Würgegriff“ (später als Buch erschienen bei Medusa Publishing, Juni 2016) von Johann Rzeszut:

das den scheinbaren „Selbstmord“ des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil ad absurdum führt. Rzeszuts Beweisführung ist akribisch genau und bislang offiziell nicht widerlegt:

Die Angaben des Triebwagenführers:

Die aus den dargelegten Fakten, somit aus zweifelsfrei objektivierten Gegebenheiten folgende krasse Unhaltbarkeit der gutächtlichen Bekräftigung der offiziellen  Selbstmordversion durch den mit der Obduktion des Priklopil-Leichnams befasst gewesenen Rechtsmediziner wurde bereits dargetan. Die damit verbundene Einsicht strahlt demzufolge zwangsläufig auf den Stellenwert anderer Ermittlungsergebnisse aus.   Dass aus den Angaben des Zugpersonals der Schnellbahngarnitur (Triebwagenführer und Zugbegleiter/Zugführer)  für die der  Einstellung des Ermittlungsverfahrens zugrunde liegende Selbstmordversion gleichfalls nichts zu gewinnen ist, ergibt sich schon daraus, dass die Angaben des Triebwagenführers E.M., die er am 23. August 2006 rund zwei Stunden nach dem Anlassgeschehen über seine Wahrnehmungen zur unmittelbaren Annäherung an die Kontaktstelle machte, erwiesenermaßen in wesentlichen Punkten den Tatsachen nicht entsprechen konnten und somit als teilweise objektiv wahrheitswidrig feststehen. Die entscheidenden Passagen hatten nachangeführten Wortlaut (Hervorhebungen durch Fettdruck zur Verdeutlichung hier eingefügt):


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„Ich fuhr vom Bahnhof Wien Nord mit dem Schnellbahnzug in Richtung Floridsdorf und benützte das Gleis 1. Ich fuhr mit sechs Minuten Verspätung um 20.50 Uhr von der Haltestelle Wien Nord aus. Vom Bahnhof weg beschleunigte ich auf eine Geschwindigkeit von etwa vierzig km/h. Ich hatte das Abblendlicht eingeschaltet und achtete auf meine Signale. Diese Signale zeigten „Freie Fahrt“. Ich hatte etwa fünfhundert Meter zurückgelegt. Links des Gleises befindet sich in diesem Bereich Buschwerk. Die Strecke ist nicht beleuchtet. Ich bemerkte eine Bewegung von etwas Hellem. Diese Bewegung kam von links und dieser helle Schatten legte sich in den Gleiskörper. Ich erkannte dann, dass diese helle Gestalt ruhig quer zu meiner Fahrtrichtung auf den Schienen lag. Das Ganze  geschah vielleicht fünf bis zehn Meter vor mir und ging recht rasch. Ich leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Diese ist mit einem eher lauten zischendem Geräusch im Führerstand verbunden und dauert fünf bis zehn  Sekunden. Noch während ich dieses Zischen hörte, hörte ich auch einen Anprall. Der Zug kam dann zum Stillstand und der Zugführer nach vor zu mir. Er ging auch dann zurück, um sich zu vergewissern, ob wir nun tatsächlich eine Person überrollten. Ich verständigte dann über Funk den Bahnhof und die Funkleitstelle. Der Zug ist dann auch nicht mehr verändert worden. Außer der hellen Gestalt habe ich während der Strecke vom Bahnhof bis zur Unglücksstelle keinerlei Personen wahrgenommen. Für mich sah es so aus, als hätte sich diese hell bekleidete Person vor den Zug gelegt. Ich bemerkte die Gestalt erst, als sich die Person vor den Zug legte. Ich konnte nicht sehen, wie sich diese Person den Gleisen näherte oder ob sie neben den Schienen hockte oder noch in aufrechter Position war. Den kurzen Moment, die ich dann die Person auf den Schienen liegen sah, konnte ich keine Bewegung des Körpers erkennen. Deshalb halte ich es für eine bewusste Handlung der  hellen Gestalt…..“

 Diese Angaben sind zunächst in sich widersprüchlich:

Die einleitende Wahrnehmung der angeblichen „Bewegung von etwas Hellem“, die „von links kam“, und die weitere Wahrnehmung, dass sich „dieser helle Schatten in den Gleiskörper legte“, worauf „diese helle Gestalt ruhig quer zur Fahrtrichtung auf den Schienen lag“, steht im Widerspruch dazu, dass der Triebwagenführer E.M. seinen fortgesetzten Angaben zufolge „nicht sehen konnte, wie sich diese Person den Gleisen näherte oder ob sie neben den Schienen hockte oder noch in aufrechter Position war.“ Abgesehen davon, dass der Zeuge das von ihm wahrgenommene Hindernis unterschiedlich mit „etwas Hellem“, „hellen Schatten“ , „heller Gestalt“ und schließlich „Person“ beschrieb und mit dem Hinweis darauf, dass der Zugbegleiter/Zugführer zurückging, um Gewissheit über die Kollision mit einer Person zu erlangen, eine zunächst noch aktuelle Unsicherheit über die Beschaffenheit des wahrgenommenen Hindernisses zum Ausdruck brachte, steht objektiv fest, dass Wolfgang Priklopil keineswegs quer zur Fahrtrichtung der Schnellbahn auf den Schienen lag, als er vom Zug erfasst wurde. Eine 1,68 m große Person, die (laut Obduktionsgutachten noch dazu in – zwangsläufig gestreckter – Bauchlage) quer zu den Schienen auf der Gleistrasse mit einer Spurweite von lediglich 1,435 m liegt, quert die Schienenlaufflächen einerseits mit der Kopfregion, andererseits am gegenüberliegenden Schienenstrang teilweise auch mit der (durch gestreckte Fußriste verlängerten) Fußregion. Eine derartige Kontaktausgangslage hätte demzufolge gravierende Verletzungsfolgen sowohl im Kopfbereich, als auch an den Füßen zur Folge. Der Leichnam Priklopils wies jedoch laut Sektionsprotokoll ausschließlich im Kopfbereich (Hinterkopf und Halsregion) schwerste Verletzungen auf, während der gesamte Unterkörper – von unwesentlichen Schürfungen abgesehen – so gut wie unverletzt blieb.

Ein derartiges Verletzungsbild wäre aber auch damit nicht in Einklang zu bringen, dass der Körper aus der angeblich schwellenparallelen Querlage kontaktbedingt in die annähernd  schienenparallele Endlage geschleudert worden sein soll. Ein von der Vorderfront des Triebwagens ausgehender Anprallimpuls, der geeignet gewesen wäre, auf reibungsintensivem Untergrund eine nahezu 90-grädige Drehung des schwellenparallel quer gelegenen Körpers des angeblichen Selbstmörders in  eine annähernd schienenparallele  Endlage zu bewirken, wäre im Hinblick auf die nicht unerhebliche Bremsausgangsgeschwindigkeit der Schnellbahngarnitur zwangsläufig mit Stauch- und Rotationsturbulenzen verbunden gewesen, deren diesfalls gravierenderen Verletzungsfolgen nicht auf die Kopfregion beschränkt geblieben wären. 

Die vom Triebwagenführer behauptete Querlage des Körpers findet demnach in den objektiv gesicherten Verletzungsfolgen keine Deckung.

Hinzu kommt: Wer nicht wahrgenommen hat, „ wie sich diese (zuvor wie erwähnt auch als etwas Helles, heller Schatten, helle Gestalt beschriebene) Person den Gleisen näherte oder ob sie neben den Schienen hockte oder noch in aufrechter Position war“, konnte  in Wahrheit – noch dazu bei Dunkelheit in einem unbeleuchteten Streckenabschnitt und aus dem Führerstand eines mit bloßem Abblendlicht fahrenden, somit seinerseits in Bewegung und damit in Unruhe befindlichen Schnellbahntriebwagens – zuverlässig nichts wahrgenommen haben, was über ein helles Hindernis im Gleisbereich hinausging.  Dazu der Triebwagenführer abschließend: “Den kurzen Moment, ‚die‘ ich dann die Person auf den Schienen liegen sah, konnte ich keine Bewegung des Körpers erkennen.“ Damit im Einklang steht die Aussage des Zugbegleiters/Zugführers, wonach ihm der Triebwagenführer mitgeteilt hätte, erst aus nächster  Nähe unmittelbar vor dem Anprall wahrgenommen zu haben, dass es sich bei dem Hindernis um eine menschliche Person handeln könnte.


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Wer erst aus ca. 5 bis 10 m Entfernung ein Hindernis wahrnimmt, dem er sich mit einer Fahrgeschwindigkeit von ca. 40 kmh nähert, und  dazu noch angibt, eine Bewegung des auf den Schienen gelegenen menschlichen Körpers nicht erkannt zu haben, konnte – noch dazu zur Nachtzeit und auf unbeleuchteter Strecke – schon aus zeitlichen Gründen so gut wie keine Möglichkeit zu  Beobachtungen einer angeblich vorausgegangenen Bewegungsphase  gehabt haben.

Die dargelegten Besonderheiten in den fallbezogenen Angaben des Zugpersonals sind schließlich auch im Zusammenhang mit der Problematik allfälliger Reaktionsverspätungen zu sehen, mit deren Prüfung Fahrzeuglenker welcher Art auch immer in Kollisionsfällen mit Todesfolgen regelmäßig zu rechnen haben. Es trifft zwar zu, dass die Reaktionsmöglichkeiten, die dem Führer eines Schienenfahrzeuges, speziell dem Triebwagenführer einer Bahn- oder Schnellbahngarnitur offen stehen, wegen der Schienenbindung und des mit dem hohen Fahrzeuggewicht verbundenen hohen Trägheitsmoments vorweg weitestgehend reduziert sind. Ein dennoch nicht auszuschließender Vorwurf einer allfälligen Reaktionsverspätung kommt allerdings  umso weniger in Betracht, je spontaner und unvorhergesehener der Reaktionsanlass aufgetreten war. Davon ausgehend kommt es den rechtlichen Interessen des für die Fahrzeugsteuerung Verantwortlichen  regelmäßig entgegen, kann er sich – wie in Fällen sogenannter Bahn- oder Schienenselbstmorde erfahrungsgemäß nicht selten – darauf berufen, dass der Selbstmörder unmittelbar vor dem herannahenden Zug auf die Gleistrasse gestürzt  oder gesprungen sei. Eine derartige Spontanversion wurde im vorliegenden Fall jedoch nicht  vorgebracht. Die vom Triebwagenführer E.M. angedeuteten Einzelheiten der Kontaktannäherung und die auffallend zurückhaltende Bezugnahme auf Bewegungen in seinem Wahrnehmungsbereich sprechen daher dafür, dass die von ihm gesteuerte Schnellbahngarnitur in Wahrheit ein bereits vor ihrer Annäherung an die Kollisionsstelle  auf der Gleistrasse ruhendes Hindernis, nämlich den (dort zuvor leblos abgelegten ) Körper des Wolfgang Priklopil gerammt hat.

Die hier zu Punkt I. zum weitaus überwiegenden Teil erstmals aufgezeigten Tatsachen und objektiv gesicherten faktischen Zusammenhänge, deren Relevierung ohne detaillierte Kenntnis sowohl des Obduktionsbefundes laut Sektionsprotokoll, als auch der konstruktiven Beschaffenheit der kollisionsbeteiligten Schnellbahngarnitur, insbesondere der Frontpartie ihres Triebwagens, nicht möglich gewesen war, eröffnet Beurteilungsgrundlagen, die auf eine vollinhaltliche Bestätigung der schon bisher geäußerten Kritik an der willkürlich gelenkten staatsanwaltschaftlichen Einstellung des Ermittlungsverfahrens hinauslaufen. Dies gilt nicht nur hinsichtlich des Ablebens des Wolfgang Priklopil, vielmehr in untrennbarem  Zusammenhang  auch hinsichtlich der Kampusch-Entführung und schließlich auch in Bezug auf das tragische Ableben des Polizeioffiziers Franz Kröll. Die neuen Aufschlüsse sind geeignet, die Tragweite der offiziellen – man kann es nicht anders nennen – Kollektivwillkür bei der bisherigen Fallbehandlung in vollem Umfang zu entlarven. Dies mit einem Ergebnis, das bei ausschließlicher Sachorientierung und bei gewissenhafter Ausschöpfung sämtlicher  nahe gelegener Ermittlungsansätze und -chancen ohne besonderen Mehraufwand wesentlich früher realisierbar gewesen wäre. Die  zu I. aufgezeigten  Tatsachengrundlagen, die die bisherigen Beurteilungsgrundlagen entscheidend erweitern, stehen mit den zahlreichen atypischen Auffälligkeiten und Widersprüchlichkeiten in den bereits zuvor bekannt gewesenen Ermittlungsergebnissen (dazu Punkt II.), wie auch mit dem Verdacht rechtsstaatlich untragbarer Tendenzen und Einflussnahmen im bisherigen behördlichen Umgang mit wesentlichen Ermittlungsergebnissen und -chancen (dazu Punkt III.) in  fugenlosem  Einklang. Sie bekräftigen sämtliche Vorbehalte, die seit Jahren von verschiedenen Seiten gegen  das behördliche, insbesondere das staatsanwaltschaftliche  Vorgehen im sog. Fall Kampusch und dessen oberbehördliche „Absegnung“ laut werden.   


Sie sehen: Aufgrund dieser Indizien und Fakten ist ein Selbstmord Wolfgang Priklopils NICHT LÄNGER haltbar! Damit kippt der Entführungsfall Natascha Kampusch, der neu ermittelt werden muss!


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Staatsaffäre Natascha Kampusch: NEUE VERTUSCHTE INDIZIEN – Wurde Entführer Wolfgang Priklopil DOCH ermordet? (2)


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Neue Indizien, ein Gutachten & Fotos widerlegen den mutmaßlichen Selbstmord des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil!

Ganz im Gegenteil weisen diese auf MORD hin!

Der Fall kippt mit der Erkenntnis, dass Priklopil wohl doch KEINEN Suizid begangen hat. Denn so würde feststehen, dass es einen oder mehrere Mörder geben muss. Und damit Mitwisser und mögliche Mittäter im Kampusch-Fall.

Siehe hier:

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Einer der größten Kritiker der „offiziellen“ Geschichte des weltberühmtesten Entführungsfalls ist der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes in Wien, Johann Rzeszut.

Ich zitiere nachfolgend – und mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors – aus dem Manuskript

„Der Tod des Kampusch-Kidnappers: Wahrheitsfindung im Würgegriff“ (später als Buch erschienen bei Medusa Publishing, Juni 2016) von Johann Rzeszut:

das den scheinbaren „Selbstmord“ des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil ad absurdum führt. Rzeszuts Beweisführung ist akribisch genau und bislang offiziell nicht widerlegt.

(Die „offizielle“ Obduktion Wolfgang Priklopils stellte sich – ich wiederhole aus dem 1. Teil – so dar):

Zusammenfassend ergab die Obduktion nachangeführte traumatisch bedingte Veränderungen am knöchernen Skelett der Leiche: einen multiplen Schädelbruch im Scheitel- und Hinterkopfbereich, eine vollständige Durchtrennung der Halswirbelsäule zwischen dem 5. und 6. Halswirbel und eine Zerreißung des rechten Handgelenks im Bereich der Elle  ohne jeden Knochenschaden.

Die abschließende Gesamtdiagnose enthält laut Sektionsprotokoll folgende Aufzählung: offenes Schädeltrauma, Kopfabtrennung, Brustkorbtrauma, Luftbrustfüllung rechts, Lungenprellung rechts, Nierenbeckenzerreißung rechts, Blutarmut der inneren Organe, mäßiggradige Herzerweiterung, mäßiggradige Verkalkung der Körperhauptschlagader.


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Von den dargelegten Obduktionsergebnissen ausgehend kam der mit der Obduktion befasst gewesene Rechtsmediziner letztlich zu jenen Schlussfolgerungen, die in dem elektronisch veröffentlichten Einstellungsbericht zum Ermittlungsverfahren gegen den damaligen Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien und andere staatsanwaltschaftliche Funktionsträger vom 24.November 2011 wie folgt wiedergegeben werden (Fettdruck und Unterstreichung hier zur Verdeutlichung hinzugefügt):

„In dem beim Landesgericht (zu ergänzen: für Strafsachen Wien ) am 11.9.2006 eingelangten Gutachten des gerichtsmedizinischen Sachverständigen ao. Univ.-Prof. Dr. D.U.R. vom 4.9.2006 wurde das Ergebnis der Obduktion des Leichnams des Wolfgang P. mitgeteilt (ON 207). Danach ist Wolfgang P. infolge eines ausgedehnten Schädelhirntraumas mit nahezu vollständiger Abtrennung des Kopfes an Hirnlähmung und daher eines gewaltsamen Todes gestorben. Das komplexe Verletzungsbild lasse sich durch eine Überrollung durch  ein Schienenfahrzeug im Halsbereich erklären, wobei – unter Bedachtnahme auf die Auffindungssituation und das Verletzungsmuster – davon ausgegangen werden könne, dass der Mann am ehesten in Bauchlage im Schienenbereich, mit dem Hals auf einer Schiene, von rechts überrollt worden sein dürfte. Konkrete Hinweise für eine Beeinträchtigung durch Alkohol bzw. diverse Medikamente und Suchtgifte seien nicht zu erheben gewesen. Das Untersuchungsergebnis spreche – unter Bedachtnahme auf die aktenkundige Vorgeschichte – für eine Selbsttötung.“

Doch diese Einschätzung kann stark angezweifelt werden. Denn ein neues Gutachten liegt dazu vor. Auch ich bekam es zugespielt.

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Johann Rzeszut weiter:

Zu dieser Expertise des nunmehrigen Leiters des Departments für gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Wien Univ. Prof. Dr. Daniele U. Risser haben die Fachärzte für Gerichtsmedizin a.o. Univ. Prof. Dr. Johann Missliwetz, gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger,  sowie Privatdozent DDr. Martin Grassberger schriftlich Stellung genommen und ihre Stellungnahme vom 23. März 2016 mit nachangeführter Zusammenfassung resümiert (Anhang 8, Seiten 17 und 18):

„Zusammenfassend ergibt sich  somit aus rechtsmedizinischer Sicht: 

  • Die vorgenommenen Untersuchungsschritte des untersuchenden Gerichtsmediziners entsprachen nicht den üblichen Standards und üblichen Vorgangsweisen, nicht einmal denen eines durchschnittlich sorgfältigen Facharztes für Rechtsmedizin

  • Wesentliche Untersuchungen (Todeszeitbestimmung, chemische Analyse, Rekonstruktion der Schädelverletzungen etc.) unterblieben, aus welchen Gründen auch immer

  • Das Gutachten enthält einen Zirkelschluss, nämlich dass „unter Bedachtnahme auf die aktenkundige Vorgeschichte“ ein Suizid vorgelegen sein soll. Das Gutachten ist somit „wertlos“

  • Bereits Medizinstudenten lernen im Fach gerichtliche Medizin und anhand einschlägiger (zitierter) Lehrbücher, dass die Aufgabe einer gerichtsmedizinischen Untersuchung bei Todesfällen im Bahnbereich nicht darin besteht, Vorinformationen als wesentlichste Beurteilungsgrundlage zu benützen, sondern die schwierige Differenzierung zwischen Suizid, Unfall und einem Verbrechen (das durch Vortäuschen eines Suizides oder Unfalles verschleiert werden soll) nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen

  • Es besteht die nicht unerhebliche Gefahr, dass durch die mangelhafte Fallbearbeitung durch den beauftragten Gerichtsmediziner, die nicht anders als ein „gerichtsmedizinischer Kunstfehler“ bezeichnet werden kann, wesentliche Befunde vernichtet wurden bzw. die Aufklärung in Richtung Verbrechen konkret für immer vereitelt wurde

  • Aus gerichtsmedizinischer Sicht ist der Todesfall Wolfgang Priklopil als höchst bedenklich zu bewerten und Fremdverschulden auf Basis der vorliegenden Befunde durchaus als möglich zu erachten

  • Die Ausführung im „Bericht der von der Bundesministerin für Inneres und der Bundesministerin für Justiz zur Evaluierung des Falles Natascha K. eingesetzten Kommission“ angeführt unter „Gesamtergebnis, Punkt III (Band I, Seite 32): Es bestehen keine Zweifel, dass Wolfgang P. Selbstmord begangen hat“ ist daher inhaltlich nicht nachvollziehbar. Die Ausführung kann dadurch erklärt werden, dass die Berichterstatter nicht über zureichende rechtsmedizinische Kenntnisse verfügten

  • Ob die in der hier verfassten Stellungnahme getätigten Ausführungen richtig und nachvollziehbar sind, kann überprüft werden.

Hierzu müssten die Gerichtsakte, insbesondere die vom beauftragten Gerichtsmediziner erhobenen Befunde und getätigten Aussagen, unabhängigen Experten aus dem Ausland zur Beurteilung über die getätigte Sorgfalt der rechtsmedizinischen Untersuchung und die daraus resultierende Wertigkeit der  gezogenen Schlussfolgerungen übergeben werden“. 

          (Zitatende)

Nach Maßgabe jener eindeutigen Fakten, die sich aus dem Sektionsprotokoll in Verbindung mit dem Lichtbildmaterial von der Beschaffenheit der Triebwagenfront und von den Details der Leichenauffindung  ergeben, hält die Expertise des gerichtlich beauftragten Rechtsmediziners Univ.-Prof. Dr. Risser  einer Überprüfung nicht stand:

Festzuhalten ist zunächst, dass die an der Unterseite des Frontrechens des Schnellbahn-Triebwagens jeweils exakt über den beiden Schienensträngen in einem Tiefenabstand von je 7 cm zu den Schienenlaufflächen angebrachten Metallplatten darauf ausgerichtet sind,  die Schienen von potentiellen Hindernissen wie etwa Gesteinsbrocken oder Fallholz freizuhalten.  Diese Metallplatten sind daher von ihrer Widmung her grundsätzlich geeignet,  den Hals einer erwachsenen Person, dessen Durchmesser 7 cm  regelmäßig erheblich übersteigt, umso mehr aber gegebenenfalls einen auf den Schienenstrang abgelegten menschlichen Kopf von der Schiene zu räumen, bevor ihn die dem Frontrechen nachfolgenden Triebwagenräder überhaupt erfassen könnten. Als in jedem Fall völlig undenkbar scheidet jedoch aus, dass die erwähnte Metallplatte die zum Schienenverlauf annähernd rechtwinkelige Ausgangslage des Halses bis zum unmittelbaren Kontakt mit dem vordersten Triebwagenrad  unverändert belassen konnte, wie dies im Hinblick auf den schulterparallelen Verlauf der Halsdurchtrennung konkret der Fall gewesen sein müsste.   Hinzukommt, dass ein (vom Rechtsmediziner – siehe oben – für wahrscheinlich gehaltenes) Überrollen eines auf der 6 cm breiten Schienenlauffläche gelagerten menschlichen Halses durch ein an seiner Lauffläche 12 cm breites Wagenrad (Abb. 5) eines 63 Tonnen schweren Schnellbahn-Triebwagens zwangsläufig zu einer partiellen Zermalmung der Halswirbelsäule führen müsste, wovon im konkreten Fall der bloßen Abtrennung der Halswirbelsäule „zwischen dem 5. und 6. Halswirbel“ keine Rede sein kann (Abb. 10 iVm. Sektionsprotokoll S. 4). Ein durch Räderung abgetrennter Leichenkopf müsste überdies (zwangsläufig ohne intakte quetschungsfreie Gewebebrücke im Nacken) in einer Endlage außerhalb des Schienenzwischenbereichs zu liegen kommen.

Die solcherart zweifelsfrei erwiesene Unhaltbarkeit der vom obduzierenden Rechtsmediziner behaupteten Überrollvariante legt die Prüfung der Frage nahe, ob nicht die denkmögliche Zweitvariante, wonach der Kopf kollisionsbedingt abgerissen worden sein könnte, in Betracht kommen kann. Bei der Beantwortung dieser Frage kommt der Zuordnung der Anstoßstelle der Triebwagenfront zu einer bestimmten Körperregion ausschlaggebende Bedeutung zu. Zerreißungen setzen regelmäßig im Umfeld der Gewalteinwirkung ein und folgen dann deren Richtung. Auf den menschlichen Hals bezogen bedeutet dies: eine von der Brustseite ausgehende Halszerreißung setzt eine Gewalteinwirkung voraus, die gegen die Vorderseite des Kopfes gerichtet ist. Eine gegen die Hinterkopfregion gerichtete Gewalteinwirkung hinwieder kann  geeignet sein, eine Halszerreißung auszulösen, die vom Nackenbereich ausgeht. Ein von der Brustseite ausgehender Halsabriss hingegen, umso mehr noch eine im Nackenbereich  intakt verbliebene Gewebebrücke, ist mit einer kollisionsbedingten Gewalteinwirkung gegen den Hinterkopf zwingend unvereinbar. Das oben detailliert wiedergegebene Verletzungsbild (multipler Schädelbruch in der behaarten hinteren Scheitel- und vor allem Hinterkopfzone) führt zu der Gewissheit, dass der Körper des Wolfgang Priklopil vom Frontrechen des Schnellbahn-Triebwagens primär am Hinterkopf,  keinesfalls jedoch im Gesichtsbereich gerammt wurde. Die im Nackenbereich intakt gebliebene Gewebebrücke hinwieder beweist, dass die Halsdurchtrennung tatsächlich von der Brustseite, nicht aber von der Hinterkopfseite ausging. Eine von der Brustseite ausgehende Kopfabtrennung hätte zwingend eine Anstoßstelle im Gesichtsbereich bzw. eine Gewalteinwirkung gegen die Kopfvorderseite zur Voraussetzung gehabt, die im konkreten Fall – wie dargelegt – eben so wenig indiziert ist, wie jeder plausible Hinweis auf einen Überrollvorgang mit einem räderungstypischen Verletzungsbild.


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Hinzukommt, dass schon im Bericht des polizeijuristischen Journaldienstes speziell auf die geringfügigen Blutspuren im Gleisabschnitt der Leichenauffindung hingewiesen wird und dieser Hinweis durch das polizeiliche farbfotografische Bildmaterial von der Kollisionsstelle voll bestätigt wird.

Aus den Lichtbildern von der Auffindung der Leiche, aus dem Sektionsprotokoll und aus dem Lichtbildmaterial von der Leichenobduktion in Verbindung mit der technischen Beschaffenheit der Schnellbahn-Zuggarnitur und der Triebwagenvorderfront   ergeben sich  zum Zustand der Leiche und zu den Details ihrer  Endlage unbestrittene Tatsachen, die sowohl einzeln, vor allem aber in ihrem Kontext in die Richtung eines bloß vorgetäuschten Selbstmords von Wolfgang Priklopil weisen und daher nachhaltigen, bisher vernachlässigten Ermittlungsbedarf verdeutlichen. Wegen ihrer besonderen Bedeutung dazu nochmals in Übersicht die wesentlichen Details :

        „Zum besseren Verständnis der wiedergegebenen Rzeszut-Argumentation ist auch hier auf die bereits wiederholt anderweitig veröffentlichten entsprechenden Fotos zu verweisen“ :

 

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         Johann Rzeszut weiter:

  1. a) Der Leichnam lag zur Gänze (sohin einschließlich des Kopfes) im Trassenbereich zwischen den beiden Schienensträngen. Der Kopf des Toten befand sich in Seitenlage auf dem linken Ohr und berührte mit dem Gesicht die Innenseite des in Zugfahrtrichtung gesehen rechten Schienenstranges .  Der Oberkörper, der  in Brustlage mit dem annähernd gesamten Schulterbereich gleichfalls die Innenseite des rechten Schienenstranges berührte, war mit dem Kopf  durch eine   5 cm breite Gewebebrücke im Nackenbereich verbunden. Ab etwa der Körpermitte (Hüftbereich) ging die Brust- bzw. Bauchlage des Toten in eine leichte bogenförmige Seitenlage auf der linken Hüfte über. Auf diese Weise lag die Leiche vom Hüftbereich abwärts annähernd schienenparallel.   Das im Bereich der Oberschenkel über dem linken Bein gelegene rechte Bein war im Gegensatz zu dem gestreckten linken Bein leicht angezogen, war diesem vorgelagert und bildete mit dem linken Bein eine Art liegende Schrittstellung. Der rechte Schuh lag vom rechten Fuß gelöst hinter der  Kniekehle des linken Beins so platziert, dass Kollisionskontakt mit dem Schnellbahnzug zur Erklärung dieser Endlage ausscheidet. Wie erwähnt müsste der Schuh nämlich durch den Kontakt mit dem Schnellbahn-Triebwagen  (noch dazu ohne jede Fuß- und Beinverletzung) vom rechten Fuß gelöst, zunächst ca. einen halben Meter in Fahrtrichtung des Zuges abgeschleudert und anschließend in die Gegenrichtung (!) unter die linke Kniekehle bewegt worden sein. Ein derartiger Ablauf des Körperkontakts mit einer fahrenden Zuggarnitur ist ausgeschlossen.         
  1. b) Auffallend ist weiters die Beschaffenheit der (bis auf eine Gewebebrücke im Nacken gänzlichen) Bei der auf eine Totalköpfung hinauslaufenden Halswunde handelt es sich um eine völlig glattrandige, schnitt- bzw. sägeartige Durchtrennung des Halses, deren äußeres Erscheinungsbild ohne jeden Substanzverlust im Halsverlauf keine wie immer gearteten räderungstypischen Besonderheiten wie Quetschungszonen oder Fransenbildungen erkennen lässt. Die Herbeiführung einer derartigen Verletzung (Abb. 10) ist mit einer Kontaktausgangslage des Halses auf dem rechten (an seiner Lauffläche ca. 6 – 7 cm breiten) Schienenstrang und mit einer Räderung durch (an ihrer Lauffläche jeweils ca. 12 cm breite) Triebwagenräder nicht zu erklären. Abgesehen davon, dass diesfalls zwingend nur eine Totalabtrennung des Kopfes (ohne quetschungsfreie Gewebebrücke im Nackenbereich) in Betracht käme (she. Pkt. c), wäre zusätzlich die Verlagerung des abgetrennten Leichenkopfes in den Schienenzwischenbereich ausgeschlossen (Pkt. d).         
  1. c) Der seitens des Rechtsmediziners trotz der Obduktionsergebnisse für wahrscheinlich gehaltenen Räderung des – seiner Vermutung nach noch dazu mit dem Nacken nach oben – auf dem Schienenstrang aufgelegenen Halses widersprechen die mit der Auffindung der Leiche verbundenen, gesichert objektivierten Besonderheiten. Beim  Überrollen eines mit dem Nacken nach oben schienenquer aufliegenden menschlichen Halses durch die Räder eines 63 Tonnen schweren Triebwagens ist es ausgeschlossen, dass zwischen Leichenkopf und Leichenrumpf eine quetschungsfrei intakte (ca. 5 cm breite) Gewebebrücke im Nackenbereich erhalten bleibt.

Weiters:

  1. d) Im Fall einer Halsauflage auf der Schienenlauffläche ist es ebenso ausgeschlossen, dass Kopf und Körper der geräderten  Leiche  in eine gemeinsame Endlage innerhalb der beiden Schienenstränge Ein vom Schienenzwischenbereich aus über einen Schienenstrang hinausragender Kopf, der im Fall seiner Abräderung  vom Rumpf getrennt wird, bleibt zwangsläufig in einer Endlage außerhalb des Schienenzwischenbereichs. Dies schon im Hinblick auf die Radfolge bis zum Zugstillstand, die eine Kopfverlagerung über den Schienenstrang hinweg (von außen nach innen) unmöglich macht.         
  1. e) Massive Bedenken gegen die offiziell als erwiesen angenommene Selbstmordversion resultieren ferner aus all jenen Aufschlüssen, die durch die Blutspuren an der Leiche wie auch am Ort der Leichenauffindung eröffnet werden:
  1. aa) Die (eine Durchtrennung der Halsschlagader einschließende) Köpfung eines lebenden Menschen ist zwingend mit massivem spontanem Blutverlust verbunden. Im Zusammenhang damit fällt entscheidend ins Gewicht, dass die Doppelmesserschnittuntersuchung von Lungengewebe laut Sektionsprotokoll (Seite 5 vorletzter Absatz) eine (wenn auch geringgradige) Einschwemmung von Fettgewebe (Fettembolie) ergab, deren Auslösung eine im Zeitpunkt der tödlichen Gewalteinwirkung noch funktionierende Blutzirkulation voraussetzt. Nur (gegebenenfalls auch bereits abnehmend) zirkulierendes Blut kann Einschwemmungen dieser Art bewirken. Wenn nun bei erwiesenermaßen (noch) wirksamem Blutkreislauf zwar einerseits eine Fetteinschwemmung stattfand, andererseits jedoch an der Auffindungsstelle des Leichnams Spuren eines für die Durchtrennung der Halsschlagader  typischen massiven Blutaustritts fehlen, dann spricht dies dafür, dass die jede für sich zwingend tödlichen Verletzungen, nämlich der multiple Schädelbruch und die Kopfabtrennung, nicht ein und demselben Ereignis zuzuordnen sind. Während das von Priklopil zuletzt getragene weiße Leibchen Spuren massiver Blutdurchtränkung erkennen lässt, finden sich im Trassenbereich der Leichenauffindung keine auch nur ansatzweise korrespondierenden Anhaltspunkte für massiven Blutaustritt. Dies spricht dafür, dass die zweifelsfrei für die Blutdurchtränkung des Leibchens ausschlaggebende Halsdurchtrennung bei noch aufrechter Blutzirkulation an einem von der Gleistrasse verschiedenen Ort stattfand und dabei auch die Fettembolie im Lungengewebe auslöste, während Wolfgang Priklopil bereits   tot war, als sein Körper   zur Vortäuschung seines Selbstmords auf die Gleistrasse der Schnellbahn abgelegt wurde. Dass dann trotz der multiplen Schädelzertrümmerung im Hinterkopfbereich kein nennenswerter Blutverlust mehr eintreten konnte, versteht sich von selbst.  Dementsprechend lassen die aktenkundigen Farbfotografien von jenem Gleisabschnitt, in dem die Leiche Priklopils gefunden wurde, auch keine Bodenspuren massiven Blutaustritts Die für die Rahmenbedingungen der Leichenauffindung auffallend geringfügigen Blutspuren wurden bereits im Bericht des polizeijuristischen Journaldienstes ausdrücklich festgehalten.
  2. bb) Spuren massiven Blutaustritts sind wie erwähnt lediglich auf dem hellen Leibchen des Toten sichtbar. Eines der Lichtbilder (Abb. 11) zeigt die Leiche Priklopils in Rückenlage im offenen Leichensack. Auf diesem Bild ist ersichtlich, dass das Leibchen unterhalb der klaren Randausbildung der starken Blutdurchtränkung im Brustbereich auch eine Mehrzahl von Blutspritzern Eine Leiche in Brustlage, aus deren unmittelbar zuvor durchtrenntem Hals massiv Blut austritt,  kann nicht im Bauchbereich außerhalb des blutdurchtränkten Teils der Oberbekleidung zusätzlich Blutspritzer abbekommen. Ein bei Bauchlage ausgeschlossenes  Zusammentreffen einer blutdurchtränkten Bekleidungszone mit außer- und unterhalb davon gesonderten Blutspritzern auf Bauchhöhe spricht dafür, dass die (ursprünglich mit Sicherheit stark) blutende Halsdurchtrennung auf Ursachen zurückgeht, die mit dem Ort der Leichenauffindung nichts zu tun hatten (Verdacht der Ablage der zuvor bereits anderswo getöteten, fast gänzlich enthaupteten Person auf der Schienentrasse).  
  3. cc) Die Leiche lag in Bauchlage mit der klaffenden Halswunde exakt auf einer der hölzernen Bahnschwellen, sohin an einer Stelle, an der massiv austretendes Blut erst in dem Ausmaß versickern konnte, in dem es über die Holzschwelle hinaus in den geschotterten Trassenbereich auslief. Die entsprechenden Abbildungen (Abb. 8 und 9) zeigen, dass der Oberkörper der Leiche in der zur Schwelle eingehaltenen Schräglage weitaus überwiegend mit dem linken Schulterbereich auf dem Schwellenholz zu liegen kam, während der rechte Schulterbereich darüber hinaus in den geschotterten Untergrund hinausragte, wo austretendes Blut zwangsläufig so versickern musste, dass es insoweit zu bloß reduzierter Durchtränkung des Leibchens hätte kommen können. Die massiv durchtränkte Brustzone des Leibchens hätte demnach der Schräglage auf dem Holzuntergrund folgend von rechts oben nach links unten verlaufen müssen. Die Brustaufnahme der Leiche in Rücklage im Leichensack (Abb. 11) zeigt jedoch gerade das Gegenteil: die blutdurchtränkte Leibchenzone reicht auf der rechten Brustseite tiefer als linksseitig. Sie ist daher mit  den geringfügigen Blutspuren auf der Schienentrasse, dem Fehlen massiven Blutaustritts im Schienenbereich und der Auffindungslage der Leiche mit dem linken Brust- und Schulterbereich auf der Holzschwelle objektiv gesichert nicht vereinbar.
  4. dd) Der Leichenkopf weist außerhalb der Haarzone (von der Halsdurchtrennung abgesehen) an seiner linken Seite erhebliche Verletzungen auf: das linke Ohr ist unter Ausbildung einer entsprechend gravierenden Rißquetschwunde und einer  hinter dem Ohr lappenförmig abgehobenen Hautzone in Richtung Scheitel nach oben verschoben (Sektionsprotokoll Seite 3 iVm. Abb. 10) . Tritt ein derartiger Verletzungserfolg an einer (noch) lebenden Person ein, so verursacht bereits diese Verletzung allein massiven Blutaustritt. Die Fotografien des Leichenkopfes lassen jedoch trotz der durch das Sektionsprotokoll belegten Kopfverletzungen keinen adäquaten Blutaustritt (mit entsprechenden Abflusszonen bzw. Rinnspuren im Kopfbereich) erkennen. Die Verletzungen im Bereich des linken Ohrs und dessen Verschiebung in Scheitelrichtung ohne Blutaus- und Blutabflussspuren sprechen dafür, dass der Körper Priklopils bereits in leblosem Zustand im Schienenbereich abgelegt wurde. Das Fehlen massiven Blutaustritts im Kopfbereich ist anders nicht zu erklären.

Hinzuzufügen ist, dass eine massiv traumatische Einwirkung  auf den Kopfbereich bei lebenden Personen nicht selten mit Blutaustritt aus Mund und Nase verbunden ist. Auch  insoweit fanden sich an der Priklopil-Leiche nicht ansatzweise Blutausritts- bzw. Abrinnspuren. 

  1. f) Im inhaltlich bereits detailliert wiedergegebenen Sektionsprotokoll vom 24.August 2006 wurde unter anderem zur linken Ohrregion eine 12 cm lange und bis 5 cm breit klaffende, vollständige Durchtrennung der Hautweichteile und hinter dem Ohr eine lappenförmige Abhebung der Hautzone festgehalten.

Aus dem Foto der linken Seite des Leichenkopfes (Abb. 10) ergibt sich, dass die gesamte linke Ohrregion ausgerissen und in Richtung Scheitel nach oben verschoben wurde.

Die so dokumentierten Schädelverletzungen mit dem äußeren  Verletzungsschwerpunkt im linken Hinterhauptsbereich (5 cm lange Trennwunde mit Austritt von Hirngewebe und Verschiebung der linken Ohrregion mit klaffender, 12 cm langer Trennungswunde nach oben in Scheitelrichtung) sind mit der vom obduzierenden Rechtsmediziner angenommenen Halsauflage auf der rechten Gleisschiene und mit der weiters gemutmaßten von rechts einsetzenden Überrollung der Halsregion des in Bauchlage quer zur Gleistrasse gelegenen angeblichen Selbstmörders zweifelsfrei nicht vereinbar. Der Verletzungsschwerpunkt im  Hinterkopfbereich und in der linken Ohrregion spricht vielmehr dafür, dass der Kopf im Kontaktzeitpunkt in Seitenlage auf der rechten Schläfe mit dem linken Ohr nach oben und mit dem Hinterkopf in Richtung des herannahenden Zuges auf dem (in Zugfahrtrichtung gesehen) rechten Schienenstrang abgelegt war, in dieser Ausgangslage von der rechten Front des Triebwagens (Frontrechen mit rechtsseitiger Metallplatte im Schienenabstand von 7 cm) erfasst, mit anschließender Halbdrehung in der Weise in die  Auffindungsendlage an der Schieneninnenseite verlagert wurde, dass die rechte Ohrregion letztlich nach oben wies. Eine kontaktbedingte Bodenreibung der linken Kopfseite in Fahrtrichtung des Zuges scheidet als Erklärung für 12 cm lange und bis 5 cm breit klaffende Hautdurchtrennung und lappenförmige Abhebung der Hautzone hinter dem Ohr jedenfalls aus. Sie  hätte nämlich zwangsläufig nur dazu führen können, dass die linke Ohrregion  in Richtung Kiefer bzw. Hals ausgerissen und so nach unten verschoben worden wäre.


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Schon das Fehlen von frischen Blutaustritts- und Blutabrinnspuren sowohl im Kopf- als auch im Halsbereich der Leiche legt nahe, dass  Wolfgang Priklopil im Kontaktzeitpunkt bereits tot war (Ablage seiner Leiche mit dem Ziel einer möglichst weitgehenden Zertrümmerung des Leichenkopfes zwecks vollständiger Vernichtung der Spuren seiner tatsächlichen Tötung). 

  1. g) Aus dem Inhalt des Sektionsprotokolls fällt weiters auf, dass sich „im Bereich des rechten Scheitelbeines ein ovaler, wie ausgestanzter Knochenbruch“ zeigte (S. 4) und überdies Beschädigungen mehrerer Zähne des Ober- und Unterkiefers, mehrere bis 2 cm lange Einreißungen im rechten Mundwinkel (S. 2) sowie eine vollständige Zerreißung des rechten Handgelenks bzw. Bandapparats im Bereich der Elle ohne Knochenbeschädigung (S. 5) festgestellt wurden. Diese Verletzungen, insbesondere der „ovale, wie ausgestanzte Knochenbruch“ und die Verletzungen im Mundbereich weisen in ihrem Zusammenhang in die Richtung einer Gewaltanwendung, die für einen körperlichen Angriff und (auf Grund der Handverletzung) auch für einen damit verbundenen Abwehrversuch, nicht aber für Folgen einer in Selbstmordabsicht gesuchten Zugkollision  typisch ist. 
  1. h) Dass Priklopil bereits als Leiche auf die Schnellbahngleise abgelegt wurde, folgt im Übrigen zusätzlich daraus, dass das Überrollen durch den Schnellbahnzug als gemeinsame Auslösungsursache sowohl für das ausgedehnte offene Schädelhirntrauma, als auch für die nahezu vollständige Halsdurchtrennung ausgeschlossen

Dass eine beiderseits glattrandige Durchtrennung der Halsorgane und eine Durchtrennung der Halswirbelsäule exakt zwischen zwei Wirbeln ohne entsprechenden Substanzverlust im Halsverlauf bzw ohne entsprechend breite Zermalmungs- oder Quetschzone nicht durch ein Überrollen mit an der Lauffläche ca. 12 cm breiten Zugrädern erfolgen kann, liegt auf der Hand. In gleicher Weise versteht es sich von selbst, dass der Primärkontakt des Triebwagenfrontrechens, der gegen den  Hinterkopf (!) des Wolfgang Priklopil gerichtet war und (dennoch !) in dessen Nackenbereich (!) eine quetschungsfrei intakte Gewebebrücke zurückgelassen haben soll, nicht so beschaffen sein konnte, dass er gleichzeitig eine völlige Durchtrennung der gesamten restlichen, noch dazu kontaktabgekehrten brustseitigen Halspartie zur Folge gehabt hätte. Das ausgedehnte offene Schädelhirntrauma und die  Durchtrennung der Halsregion sind nur durch zwei gesonderte, zeitlich getrennte Gewalteinwirkungen erklärbar. Die (unvollständig gebliebene) Durchtrennung der Halsregion kann nicht auf das Überrollen durch den Schnellbahnzug zurückzuführen sein. Eine im Nackenbereich intakt gebliebene Gewebebrücke schließt ein „Abreißen“ der Luft- und Speiseröhre durch eine allfällige  bloße Halsüberdehnung in Nackenrichtung bereits an sich aus, weil Luft- und Speiseröhre  sowie die Halsschlagader durch ein  bloßes, das Nackengewebe schonendes Zurückbiegen des Kopfes nicht abreißen können. Dies insbesondere  dann nicht, wenn die Gewalteinwirkung –  wie im konkreten Fall durch  den Triebwagenfrontrechen – aus der Richtung der Hinterkopfregion kommt.  Eine gegen die Hinterkopfregion gerichtete Gewalteinwirkung wäre nämlich zwangsläufig nur mit einer Kopfabtrennung bzw. einer Halszerreißung in Einklang zu bringen, die in umgekehrter Richtung vom Nackenbereich hätte ausgehen müssen und diesfalls lediglich brustseitig im Bereich der Halsvorderseite eine intakte Gewebebrücke hätte zurücklassen können.      

 1. i) Nach den bei der Obduktion angefertigten Leichenfotos wies das rechte Bein des Toten in Rückenlage auf dem Seziertisch dieselbe sinnfällige Kniebeugung auf, wie schon bei der Leichenauffindung auf der Schienentrasse. Die insoweit gleichbleibende Kniebeugung ist plausibel allein damit zu erklären, dass im Zeitpunkt der Leichenauffindung bereits partielle Totenstarre eingetreten war. Zur möglichst raschen  Beendigung der Betriebsstörung des Schnellbahnverkehrs wurde die Leiche Priklopils  bereits kurz nach ihrer Auffindung und annähernd  zwei  Stunden vor dem Eintreffen des Gerichtsmediziners von Organen der Feuerwehr in der Weise  in einen Leichensack transferiert, dass sie dort in Rückenlage zu liegen kam. Wäre dies vor Eintritt der Totenstarre geschehen, wäre es schwerkraftbedingt zwingend zu einer uneingeschränkten Strecklage beider Beine ohne jede Kniebeugung gekommen.

  1. j) Die Lichtbilder der für die Obduktion vorbereiteten, gewaschenen Leiche des Wolfgang Priklopil  lassen  kaum sinnfällige äußerliche Verletzungsspuren erkennen,   sieht man von der eher schnittartigen, schmalen Halsdurchtrennung und dem weitestgehend verdeckt in der Haarzone gelegenen offenen Schädelhirntrauma  in der Hinterkopfregion ab. Der im Übrigen bis auf oberflächliche Schürfungen äußerlich kaum verletzte Körper des Wolfgang Priklopil hat sich daher im Zeitpunkt  des Zugkontaktes in einer Ausgangslage befunden, in der auf Grund einer bis auf  den Kopf extremen Bodennähe der Kontakt mit der herannahenden Schnellbahngarnitur weitestgehend mit der Auswirkung minimiert wurde, dass die  Schnellbahngarnitur die Kollisionsstelle passierte, ohne dabei  eine kontaktbedingte Bewegungsturbulenz des flach liegenden Körpers auszulösen. Eine derartige  Ausgangslage, in der die Körperpartien mit dem (vom Leichenkopf abgesehen) größten Bodenabstand die Triebwagenunterseite nach den Verschmutzungsspuren auf der Bekleidung gerade noch touchierten, ist keine Position, die  Selbstmörder unmittelbar vor dem herannahenden Zug zu suchen pflegen. Mit einer unter Zeitdruck erfolgten Ablage eines bereits toten Körpers zwecks Vortäuschung von Selbstmord ist sie  jedoch zwanglos in Einklang zu bringen.

Lediglich zur illustrativen Verdeutlichung sei hinzugefügt:

„So eine Zugleiche ist mir noch nie untergekommen!“ ist ein Statement, das nicht allein der rund ein halbes Jahr nach Einstellung  des behördlichen Ermittlungsverfahrens  unter tragischen Begleitumständen aus dem Leben geschiedene Polizeioberst Franz Kröll angesichts jener aktenkundigen Abbildung, die   den bereits gereinigten, daher  auf dem ersten Blick vom Hals abwärts nahezu unverletzten Leichnam des Wolfgang Priklopil auf dem Seziertisch zeigt, geäußert hat.


Sie sehen: Aufgrund dieser Indizien und Fakten ist ein Selbstmord Wolfgang Priklopils NICHT LÄNGER haltbar! Damit kippt der Entführungsfall Natascha Kampusch, der neu ermittelt werden muss!

Fortsetzung folgt…


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Staatsaffäre Natascha Kampusch: NEUE VERTUSCHTE INDIZIEN – Wurde Entführer Wolfgang Priklopil DOCH ermordet? (1)


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Neue Indizien, ein Gutachten & Fotos widerlegen den mutmaßlichen Selbstmord des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil!

Ganz im Gegenteil weisen diese auf MORD hin!

Kippt nun endlich die seit Jahren offiziell verbreitete Geschichte des weltberühmtesten Entführungsfalls Natascha Kampusch, der mit Widersprüchen nur so gespickt ist?

Zur Erinnerung: 1998 wurde die damals zehnjährige Natascha Kampusch von Wolfgang Priklopil in Wien entführt und mehr als acht Jahre lang in seinem Haus gefangen gehalten. 2006 – im Alter von 18 – gelang Kampusch die Flucht. Der Entführer beging Selbstmord, indem er sich auf Bahngleise legte und von einem Zug überrollt wurde.

So die offizielle Geschichte in drei Sätzen.

Doch sie stimmt so nicht!

Fakt: Natascha Kampusch ist ein Opfer. Fakt ist aber auch, dass es in diesem Fall unglaublich viele Widersprüche, Fehlermittlungen, Vertuschungen etc. teils auf höchster Ebene gibt.

Der Fall kippt mit der Erkenntnis, dass Priklopil wohl doch KEINEN Selbstmord begangen hat. Denn so würde feststehen, dass es einen oder mehrere Mörder geben muss. Und damit Mitwisser und mögliche Mittäter im Kampusch-Fall.

Hatte der einstige Soko-Leiter Franz Kröll also doch recht? Steckt hinter der Entführung ein hochrangiger Pädophilenring? Musste er deshalb selbst auch sterben? Denn auch ihm wurde ein Selbstmord regelrecht „angedichtet“.


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Trotz all dieser drängenden Fragen, Belege und Fotos, die ich hier auf meinem Blog präsentieren werde, unterlassen es die allermeisten Mainstream-Medien nach wie vor, diesen Entführungsfall  überhaupt zu hinterfragen.

Seit ich vor fünf Jahren (zusammen mit einer Kollegin) für das RTL-Magazin „Explosiv“ einen Filmbeitrag über die „Staatsaffäre Natascha Kampusch“ produziert habe (ausgestrahlt am 29.10.2011), traut sich keine TV-Redaktion mehr an die NEUEN Erkenntnisse heran.

Unglaublich!

Ganz im Gegenteil wurde ich mit lapidaren Ausreden abgespeist.

Nachfolgend zwei Beispiele, die symptomatisch für den deutschen „Qualitätsjournalismus“ stehen:

Von Seiten einer großen TV-Redaktion, die sich ansonsten so „investigativ“ nennt, hieß es, dass …

… nachdem aufgrund immer wieder neu aufgekochter Spekulationen der Fall Kampusch mehrfach verhandelt wurde und jedes Mal die gleichen Ergebnisse heraus gekommen sind, sogar nachdem das FBI nochmal nachgelegt hat, sieht X (die Redaktion/GG) keinen Anlass, das Thema noch mal aufzugreifen …

Quelle: E-Mail (Archiv Grandt)

Und genau diese Aussage ist FALSCH! Denn das von mir vorgelegte Material WIDERSPRICHT gerade dem!

Der Geschäftsführer eines großen TV-Nachrichtensenders, dem ich persönlich meine Unterlagen nebst Fotos und einem neuen  Gutachten vorgelegt habe, war anfangs sehr begeistert; wollte einen investigativen Kollegen (der extra zu mir fliegen sollte) bitten, sich das Material einmal anzuschauen, um dann anzufangen. Doch kurz darauf legte er eine Kehrtwende ein. So hieß es in seiner Mail:

Ganz herzlichen Dank für Ihren Besuch in der vergangenen Woche. Ich habe heute leider schlechte Nachrichten. Wir werden, was den Fall Kampusch anbetrifft, zu keiner Zusammenarbeit kommen.

In so einem heiklen Fall scheint mir das vorhandene Material nicht aussagekräftig genug, zum anderen fehlt mir  auch aufgrund meiner Recherchen zu Ihren bisherigen Publikationen das Vertrauen, dass wir zu einem gemeinsamen Erfolg kommen.

Diese lapidare Absage des Nachrichtenchefs geht – wie man im letzten Abschnitt sieht – sogar ins Persönliche gegen mich.

Deshalb entgegne ich:

Ihre Antwort verwundert mich doch: Das vorhandene Material sei nicht aussagekräftig genug? Wie Ihnen gezeigt, handelt es sich um Unterlagen von Staatsanwaltschaften, Polizeibehörden, Anwälten, Politikern, Rechtsmedizinischen Instituten etc. sowie um Polizeifotos-, Tonbänder und Videos. Das ursprüngliche Material wurde damals auch von den Schweizer Kollegen (20.Min.online) auf seine Echtheit hin überprüft und bestätigt und so haben wir zusammen 15 Teile geschrieben. Dass das Material „nicht aussagekräftig genug“ sei ist daher für mich nicht nachvollziehbar. Zumindest, weil es auch neue Unterlagen und Fotos gibt, die so z.T. noch nie veröffentlicht worden sind. Besseres Material gibt es wohl selten in seinem so brisanten Fall. Könnten Sie das „nicht aussagekräftig genug“ noch etwas näher definieren?

Ihre zweite Aussage kann ich noch weniger verstehen: Aufgrund Ihrer eigenen Recherchen zu meinen bisherigen Publikationen fehle Ihnen das Vertrauen, „dass wir zu einem gemeinsamen Erfolg kommen!“ Wie ist das konkret gemeint? (…)

Im Übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass ich viele Jahre lang als freier Produzent für Ihren Sender X gearbeitet habe. U.a. erinnere ich daran, dass ich 2005 der erste Reporter war, der beim sogenannten Gammelfleisch-Skandal erstmals vor laufender Kamera belegen konnte, wie aus Gammelfleisch „Frischfleisch“ gemacht wurde. Die Maz lief bei X und auch bei Ihnen auf X als Sondersendung (…) Ein Kollege von Ihnen, der damals CvD war, dessen Namen ich gerade nicht mehr parat habe, rief mich sogar im Hotel an und gratulierte mir dazu. Außerdem: Der Film „Höllenleben – Eine multiple Persönlichkeit auf Spurensuche“, den ich recherchierte und der in der ARD (und in fast allen 3. Programmen) lief, wurde 2002 für den Adolf-Grimme-Preis nachnominiert. Nun kommt es mir aber so vor, als würden Sie meine Seriosität anzweifeln.

Ich bitte dahingehend um Ihre Meinung/Stellungnahme.

Wenig später kam die empörte Reaktion des Nachrichtenbosses:

Lassen Sie es mich kurz machen.

Ich denke, Sie verheben sich massiv im Ton, wenn Sie von mir eine Stellungnahme einfordern. Sie haben uns ein Thema angeboten, wir haben es abgelehnt.

Dafür muss ich mich nicht rechtfertigen.

Sie sehen selbst: Die „Selbstherrlichkeit“ der Mainstream-Medien ist wohl nicht mehr zu überbieten!

Ein letztes Mal schrieb ich zurück:

Auch ich mache es kurz:

Zum einen brauche ich mir wohl kaum vorwerfen lassen, ich „würde mich massiv im Ton vergreifen“, nur weil ich nachfrage, aus welchen Gründen Sie als Chef eines Nachrichtensenders absolut belegbare und überprüfte Faktenbelege als „nicht aussagekräftig genug“ abtun! Diese Frage müssen Sich sich gefallen lassen, weil dieser Sachverhalt selbstverständlich und gerade im Fall Kampusch ein öffentliches Interesse besitzt.

Wie immer werde ich in meiner Eigenschaft als Journalist und Publizist auch in dieser Hinsicht öffentlich über die Reaktionen der Redaktionen berichten. DESHALB meine Nachfrage, die eigentlich dazu gedacht war, Ihre Sicht der Dinge aufzuzeigen, um möglichen Gerüchten vorzugreifen!

Zum anderen:  Natürlich und selbstverständlich frage ich nach, wenn es zudem um meine Seriosität geht. Auch darüber wird noch zu berichten sein.

Quellen: E-Mails (Archiv Grandt)

So also läuft das Spiel: Wird eine Position kritisch hinterfragt (in dem Fall, WARUM das Material schließlich doch mit einer so fadenscheinigen Ausrede abgelehnt wurde) wird man auch noch „beschimpft“, man würde sich im Ton vergreifen.

Kein Wunder, dass die selbstherrlichen Medien immer mehr Zuschauer und Leser verlieren.


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Einer der größten Kritiker der „offiziellen“ Geschichte des weltberühmtesten Entführungsfalls ist der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes in Wien, Johann Rzeszut.

Ich zitiere nachfolgend aus seinem Buch, das den scheinbaren „Selbstmord“ des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil ad absurdum führt. Rzeszuts Beweisführung ist akribisch genau und bislang offiziell nicht widerlegt.

Aber lesen Sie selbst.

Auszug aus dem Manuskript „Der Tod des Kampusch-Kidnappers: Wahrheitsfindung im Würgegriff“ (später als Buch erschienen bei Medusa Publishing, Juni 2016) von Johann Rzeszut – mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors:

Der sogenannte „Fall Kampusch“ hat im Kern die Abgängigkeit der damals 10-jährigen Natascha Kampusch von den Morgenstunden des 2. März 1998 bis zum Frühnachmittag des 23. August 2006 und das von dem Kind bzw später von der jungen Frau während dieser Zeit  Erlebte, vor allem aber auch das nach gesicherten objektiven Anhaltspunkten hochproblematische Ableben des in den Abendstunden des 23. August 2006 auf der Gleistrasse der Wiener Schnellbahn tot aufgefundenen Kidnappers Wolfgang Priklopil zum Gegenstand. Dieser Kriminalfall ist von einer außergewöhnlichen Komplexität an Sachverhaltsdetails und Auffälligkeiten gekennzeichnet, die das (mit Unterbrechungen insgesamt) rund zwölfjährige behördliche Ermittlungsverfahren geprägt haben. Eine nähere Erörterung der  vielfältigen  Kontakt- bzw. Beziehungsverflechtungen, die sich dabei ergeben haben, wird zur Vermeidung jedweder Ablenkung von den führend bedeutungsschweren objektiven Einzelheiten zunächst zurückgestellt und späteren Ausführungen vorbehalten.

Die zuständige Staatsanwaltschaft  stellte das Ermittlungsverfahren zu der mehr als achtjährigen Abgängigkeit eines minderjährigen Entführungsopfers erstmals bereits am 15. November 2006, somit nicht einmal drei Monate nach der am 23. August 2006 beendeten Abgängigkeit  im Wesentlichen mit der Begründung ein, dass es sich bei dem tatverdächtigen Kidnapper Wolfgang Priklopil laut Opferangaben um einen Einzeltäter handelte, der als entlarvter Kindesentführer unter dem polizeilichen Fahndungsdruck Selbstmord verübt hätte, indem er sich in den Abendstunden des Tages, an dem er die Kontrolle über sein Opfer verloren hatte, vor einen herannahenden Schnellbahnzug auf die Gleistrasse legte. Mangels hinreichender Anhaltspunkte für die Tatbeteiligung von Komplizen sei davon auszugehen, dass der Einzeltäter aus dem Leben geschieden und das Ermittlungsverfahren demzufolge zu beenden sei.

Im Gegensatz dazu hatte die Staatsanwaltschaft noch im September 2006 – der damaligen strafprozessualen Rechtslage entsprechend – beim Untersuchungsrichter die Anordnung der Rufdatenrückerfassung zu insgesamt vier Telefonanschlüssen erwirkt, von denen ein Mobiltelefon für Wolfgang Priklopil, ein Festnetzanschluss für dessen Mutter zugelassen waren und zwei weitere Mobiltelefone von seinem langjährigen Freund und Geschäftspartner E.H. benützt wurden. Eine Auswertung der gesicherten Rufdaten, deren Rückerfassung aus damaliger Sicht nur bei aufrechtem Verdacht der Beteiligung eines oder mehrerer Komplizen an der Kindesentführung Sinn machte, wurde seitens der Staatsanwaltschaft in der Folge ebenso wenig veranlasst, wie die Ausschöpfung einer Reihe weiterer nahe gelegener Ermittlungsansätze, insbesondere eine  untersuchungsrichterliche Vernehmung und teilweise auch Gegenüberstellung einander widersprechender Zeugen. Sachlich nicht nachvollziehbar war dabei vor allem die staatsanwaltschaftliche Abstandnahme von der Antragstellung auf  untersuchungsrichterliche Vernehmung jener (mittlerweile bereits großjährigen) Zeugin, die am 2. März 1998 als damals zwölfjähriges Schulkind  den Kidnapperzugriff auf Natascha Kampusch unmittelbar beobachtet und bei wiederholten polizeilichen Befragungen im Widerspruch zur Opferaussage immer wieder angegeben hatte, dass außer dem Hand anlegenden Gewalttäter ein weiterer Entführer als Lenker des Tatfahrzeuges beteiligt gewesen sei (dazu ausführlicher  unten zu II.).

Dieser Widerspruch zwischen den Angaben der beiden unmittelbaren Zeuginnen des Entführungsablaufs betrifft eine in mehrfacher Hinsicht entscheidende Tatsache.  Ob Natascha Kampusch am 2. März 1998 von Wolfgang Priklopil allein oder aber unter Beteiligung eines Mittäters entführt wurde, ist nämlich nicht nur für die Tatsachengrundlagen der Kindesentführung selbst, sondern auch deshalb von wesentlicher Bedeutung, weil ein polizeilich noch nicht bekannter Tatbeteiligter – allgemein einsichtig –  ein massives Interesse daran hat, von einem Komplizen mit polizeilich bereits bekannter Identität nicht preisgegeben zu werden. Dass ein derartiges Interesse in Extremfällen geeignet sein kann, Handlungseskalationen bis hin zur verlässlichen Ausschaltung des Aufdeckungsrisikos auszulösen, ist naheliegend.

Davon ausgehend kommt objektiv gesicherten Detailfakten, die weder einzeln, noch in ihrem Zusammenhang damit in Einklang zu bringen sind, dass Wolfgang Priklopil noch am Leben gewesen sein soll, als sein Körper von dem Schnellbahn-Triebwagen erfasst wurde, dominierendes Gewicht zu. Jede unreflektierte Spontanerörterung der  Fülle an komplexen Einzelheiten und Zusammenhängen könnte dazu führen, dass die Bedeutung entscheidender Begleitumstände unerkannt im Hintergrund bleibt. So gesehen erweist es sich daher als zweckmäßig, die vorliegende Fallerörterung systematisch wie folgt nach sachlichen Bedeutungsprioritäten zu strukturieren:       

  1. Objektiv gesicherte Fakten mit spezifischem Aussage- und Beweiswert in Richtung Mordverdacht zum Ableben des Wolfgang Priklopil

 2. Atypische Auffälligkeiten und Widersprüchlichkeiten in wesentlichen Ermittlungsergebnissen, die dringenden Bedarf an weiterer Abklärung offen legten

3. Rechtsstaatlich untragbare Willkür im behördlichen Umgang mit sinnfällig wesentlichen Ermittlungsergebnissen und  Ermittlungsansätzen

 Es sind die Auffindungslage und die Verletzungen des Leichnams in Verbindung mit der Beschaffenheit der Triebwagenvorderfront und den Kollisionsspuren im Gleisabschnitt der Leichenauffindung, die zu der in Rede stehenden Ablebensproblematik  entsprechend objektivierten Nachweis ermöglichen können. Entsprechend ihrer dominierenden Bedeutung sind sie – vorzugsweise zu Punkt I erfasst –  an den Beginn der nachfolgenden Ausführungen zu stellen. Ihr Aussagewert ist schon für sich allein geeignet, jene offizielle Sachverhaltsversion, die der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungseinstellung, ihrer oberstaatsanwaltschaftlichen und ihrer ministeriellen Genehmigung und schließlich auch der abschließenden – sie verdient keine andere Bezeichnung – Reinwaschungsfarce durch die von den Bundesministerien für Justiz und für Inneres eingerichtete Evaluierungskommission mit angeblich internationaler Verstärkung (dazu später ausführlich  zu Punkt III) zugrunde liegt, ad absurdum zu führen.

  1. Objektiv gesicherte Fakten mit spezifischem Aussage- und Beweiswert in Richtung Mordverdacht
  1. Grundproblematik sogenannter „Bahn-“ oder „Schienenleichen“
  2. Beschaffenheit der Vorderfront des Schnellbahntriebwagens
  3. Die deutliche Sprache des Leichnams, von der niemand Notiz nahm
  4. Die Angaben des Triebwagenführers

Die Tatsachengrundlagen,  die entsprechend ihrer besonderen Bedeutung und ihres die gesamte Fallbeurteilung bestimmenden Aussagewerts hier  vorgezogen behandelt werden, fanden im sicherheitsbehördlichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren zum überwiegenden Teil überhaupt keinen Niederschlag. Dies gilt zunächst für all jene Details, die die Grundproblematik sogenannter „Bahn-“ oder „Schienenleichen“ betreffen.

 1. Grundproblematik sog. „Bahn-“ oder „Schienenleichen“

 Menschliche Körper, die von Schienenfahrzeugen erfasst und überrollt werden, weisen in der Regel schwerste Verletzungen und nicht selten  bis zur Unkenntlichkeit reichende Entstellungsfolgen, Zerstückelungen und Streulagen auf. Die in der Praxis häufigsten Fälle tödlichen Kollisionsausgangs (Fälle sogenannter „Bahn-“ oder „Schienenleichen“) lassen sich in der Regel entweder fahrlässig ausgelöstem Unfallsgeschehen oder aber gezieltem Selbstmord zuordnen. In Ausnahmefällen besonderer (schwerst-)krimineller Deliktsintensität und Tatraffinesse  kann das außergewöhnliche Zerstörungspotential von Zugkollisionen mit einem menschlichem Körper planmäßig auch dazu missbraucht werden, die vorausgegangene Ermordung einer Person durch Vortäuschung eines Unfallsgeschehens oder eines gezielten Selbstmords zu bemänteln. Eine zuverlässige Abklärung, ob in einem konkreten Fall ein derartiger Täuschungsverdacht in Betracht kommt oder jedoch mit Sicherheit auszuschließen ist, setzt regelmäßig, besonders aber unter entsprechend akzentuierten Rahmenbedingungen (z.B. Indikation einer schlüssig nachvollziehbaren Mordmotivation etc.) eine Reihe bestimmter Untersuchungsschritte voraus, die sich nach einschlägigem rechtsmedizinischem Standard (vgl. etwa Grassberger/Schmid, Todesermittlung, 2. Auflage S. 194)  im Wesentlichen  wie folgt zusammenfassen lassen:

  1. a) Ermittlung der Körperregion, die mit dem Schienenfahrzeug nach dessen Frontbeschaffenheit primären Kontakt hatte (Hauptanstoßstelle);
  2. b) Ermittlung allfälliger Verletzungen, die für einen Räderungs- bzw. Überrollvorgang atypisch sind, insbesondere im Bereich der Kopf- und Halsregion (Schlag- und Würgefolgen) sowie an Armen und Händen (allfällige Indikatoren von Gewaltabwehrversuchen);
  3. c) Untersuchung der Mundschleimhaut und des Gebisses auf schlagbedingte Verletzungen bzw. Beschädigungen;
  4. d) Detailermittlung sogenannter Vitalitätszeichen, d.h. von Verletzungsfolgen, die bei noch lebendem Körper ausgelöst wurden;
  5. e) Bestimmung des Ausprägungsgrades von Totenflecken;
  6. f) Toxikologisch-chemische Ermittlung in Richtung Sucht- und Arzneimittel;
  7. g) Todeszeitbestimmung, insbesondere auch durch Messung der Körpertemperatur;
  8. h) Prüfung der Bekleidung, insbesondere auch der Schuhe, auf tatrelevante Besonderheiten;
  9. i) Festhalten der Lage des Leichnams im Zeitpunkt seiner Auffindung;
  10. j) Festhalten tatrelevanter Spuren und Besonderheiten am Ort der Leichenauffindung, insbesondere von Blut- und Schleifspuren mit Augenmerk auf die Streuung allenfalls abgetrennter Körperteile und Bekleidungsstücke.

Im Anlassfall lag aufgrund der seit 3. März 1998 aktenkundigen Hinweise einer unbeteiligten Tatzeugin der konkrete Verdacht einer Beteiligung von zwei Komplizen an der Kindesentführung von Anbeginn des Ermittlungsverfahrens  nahe. Davon ausgehend war das allfällige Interesse eines noch nicht polizeibekannten Täters am dauerhaften Stillschweigen seines Komplizen, von dessen bereits laufender polizeilicher Fahndung er Kenntnis hatte, nicht von der Hand zu weisen. Es lag daher eine im oben erwähnten Sinn besonders akzentuierte Rahmenbedingung vor, die durchaus geeignet war, eine plausible  Drittmotivation in der Richtung zu indizieren, dass ein bereits polizeibekannter Komplize an der drohenden Preisgabe eines weiteren Tatbeteiligten gehindert werden sollte.   Dessen ungeachtet unterblieb bei der Obduktion der Leiche des Wolfgang Priklopil jedwede Plausibilitätsprüfung dahin, ob das bei der Obduktion der Leiche dokumentierte Gesamtbild der Verletzungen  mit der Beschaffenheit der den Körper rammenden Vorderfront des Schnellbahntriebwagens und mit den Details der Leichenendlage überhaupt in Einklang zu bringen war. Auf diese Vereinbarkeitsproblematik wird erstmals im Folgenden (insbesondere zu Punkt 3.) eingegangen. Dies – wie noch darzulegen sein wird – mit einem insgesamt alarmierenden Ergebnis.

2. Die Beschaffenheit der Vorderfront des Schnellbahntriebwagens

Bei der für den Anlassfall im Schnellbahnverkehr im Raum Wien maßgeblichen Zuggarnitur handelte es sich um einen  Schnellbahnzug, dessen dreiteiliges Grundmodell aus einem elektrischen Schnellbahn–Triebwagen der ÖBB Reihe ET 4020 mit einer Spurweite von 1,435 m und einem Eigengewicht von 63 t , ferner einem Zwischenwagen und einem Steuerwagen (Abb. 1) besteht.

Die Unterseite der Triebwagenvorderfront ist in ihrer Gesamtbreite von 2,872 m mit einem Eisenrechen bewehrt, dessen Unterkante zu den Gleisschwellen einen Tiefenabstand von durchschnittlich ca. 28 cm aufweist (Abb. 2) .

An der Unterkante des Frontrechens sind  exakt oberhalb der ca. 6 cm breiten Laufflächen der rechten und der linken Bahnschiene jeweils  ungefähr schienenbreite eiserne Plattenfortsätze angebracht, die ihrerseits zu den Schienenlaufflächen einen Tiefenabstand von ca. 7 cm aufweisen und ersichtlich darauf ausgerichtet sind, die Schienenlaufflächen im unmittelbaren Vorfeld der beiden Fronträder von allfälligen  Hindernissen wie Fallholz oder Gesteinsbrocken freizuhalten (Abb. 3 und 4).

Jedes Triebwagenrad hat (ohne Mitberücksichtigung des Spurkranzes) eine Lauffläche von 12 cm Breite (Großaufnahme Abb. 5).

Die Gesamtlänge der dreiteiligen Zuggarnitur beläuft sich auf  rund 70 m. Der frontseitige Radsatzabstand, d.i. der Abstand zwischen den beiden frontseitigen Räderachsen, beträgt 1,60 m.  Dies bedeutet, dass dem jeweils ersten Triebwagenrad  in  einem  Abstand von 1,60 m das jeweils zweite Rad nachfolgt.

Die dargelegte Beschaffenheit der Triebwagenvorderfront besteht aus unverrückbaren fahrzeugtechnischen Konstruktionsfakten, die keinen Interpretationsspielraum offen lassen. Ihre Kenntnis und Mitberücksichtigung ist eine unverzichtbare Basisvoraussetzung für die Prüfung und die Beantwortung der Frage, ob bzw. inwieweit die Verletzungen eines auf der Gleistrasse vorgefundenen menschlichen Leichnams ganz, teilweise oder überhaupt nicht mit dem Zugkontakt in Einklang zu bringen sind. Eine derartige Plausibilitätsprüfung ohne Gegenüberstellung der Einzelheiten der Kontaktfront des Zuges mit fallaktuellen Verletzungsfolgen ist unsachgemäß und daher in Wahrheit unbrauchbar. Zu dieser Einsicht braucht es keines speziellen rechtsmedizinischen Fachwissens.

Bereits an dieser Stelle ist festzuhalten, dass es der Alleininitiative einer Privatperson, nämlich dem Engagement von Karl Kröll, dem Bruder des unter ebenso tragischen wie im Kontext mit dem Anlassfall höchst fragwürdigen Begleitumständen aus dem Leben geschiedenen Polizeiobersts Franz Kröll (dazu ausführlicher weiter unten), zu danken ist, dass die technischen Details der in Rede stehenden Schnellbahn-Triebwagenreihe wenigstens nunmehr nach Einstellung des staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens die längst überfällige Beachtung finden können. Im Rahmen der gerichtsmedizinischen Obduktion des Leichnams von Wolfgang Priklopil wurde darauf nicht ansatzweise eingegangen. Der mit der Obduktion befasst gewesene Rechtsmediziner, der erst rund drei Stunden nach dem Kollisionsgeschehen am Auffindungsort der Leiche auf der Gleistrasse eingetroffen war und mit dem bereits in einen Leichensack verfrachteten Leichnam konfrontiert sowie dahingehend informiert worden  war, dass ein seit Jahren polizeilich gesuchter Kindesentführer nach gelungener Flucht seines Opfers auf den Bahngleisen Selbstmord verübt hätte, räumte bei einer seiner ersten Befragungen zum Sachverhalt ein, bei Vornahme der Obduktion von dieser ihm gegenüber eröffneten Vorgeschichte beeinflusst gewesen zu sein.

Die Aussagen des Bahnpersonals, nämlich die Angaben  des Triebwagenführers und des im Wageninneren der Schnellbahngarnitur mitfahrenden Zugbegleiters (funktionell auch als Zugführer bezeichnet) sind wegen erwiesener teilweiser Widersprüchlichkeit und vor allem wegen ihrer partiellen Unvereinbarkeit mit objektiv gesicherten Gegebenheiten entgegen der staatsanwaltschaftlichen Auffassung und der für deren Absegnung Verantwortlichen nicht geeignet , die offizielle Selbstmordversion zu stützen, geschweige denn sie zu tragen. Dies wird im Anschluss an die  Darstellung der vorrangig ins Bewusstsein zu rufenden Detailfakten zur Leichenauffindung auf der Gleistrasse (im Rahmen der abschließenden Ausführungen zu Punkt I) eingehend begründet werden .    

 3. Die deutliche Sprache des Leichnams, von der niemand Notiz nahm

Die Endlage, in der die Leiche des Wolfgang Priklopil am 23. August 2006 gegen 21 Uhr auf der Gleistrasse der Schnellbahn  zwischen den Stationen Praterstern und Traisengasse aufgefunden wurde, ist ein fotografisch gesichertes Faktum. Dazu am Rande bemerkt: Den spezifischen Aussage- und Beweiswert des Leichnams und seiner Endlage in Richtung konkreten Mordverdachts zu erkennen und dennoch (mit oder ohne funktionsbedingter Handlungspflicht)  untätig zu bleiben, wäre geeignet, den Vorwurf strafbarer Begünstigung zu rechtfertigen. Vor diesem Hintergrund hingegen gäbe es keine Rechtfertigung dafür, den Beweiswert des Leichnams und  seiner Auffindungslage weder bildlich, noch sonst zur Sprache zu bringen.

In wenigen Worten vorweg: Zeigt eine sogenannte Bahnleiche  – wie im konkreten Fall – eine nahezu gänzliche Halsdurchtrennung und damit eine nahezu gänzliche Kopfabtrennung, so müsste diese, vorausgesetzt diese tödliche Verletzungsfolge wäre tatsächlich kollisionsbedingt auf der Gleistrasse ausgelöst worden, entweder durch eine Räderung oder durch ein Abreißen des Kopfes (Durchreißen des Halses) bewirkt worden sein.

Beide denkmöglichen Varianten einer kollisionsbedingten Kopfabtrennung scheiden im konkreten Fall jedoch aus:

Eine Kopfabräderung (Überrollen des auf der Lauffläche eines Schienenstranges aufliegenden Halses durch Triebwagenräder) hätte nämlich zwingend eine partielle Zermalmung der Halswirbelsäule und weiters zur Folge haben müssen, dass  Kopf und Rumpf ohne intakte (quetschungsfreie) Gewebebrücke im Nackenbereich rechts und links von dem Schienenstrang der Halsauflage zu liegen gekommen wären (she. fallfremde Vergleichsfotos laut Abb. 6 und 7). Mag es vereinzelt auch schon vorgekommen sein, dass trotz Räderung eines menschlichen Halses Kopf und Rumpf durch eine geringfügige Hautbrücke verbunden blieben, die fachliterarisch dazu dokumentierten Ausnahmefälle unterscheiden sich jedoch in wesentlichen Punkten grundlegend vom konkreten Anlassfall. Die Gesamtheit jener Besonderheiten, von denen die Kopf- und Halsregion der Leiche des Wolfgang Priklopil  gekennzeichnet war, lassen tragfähige Parallelschlüsse aus anderen Fällen nicht zu. Abgesehen davon, dass der Priklopil-Leichnam im Halsverlauf keine massive Quetschzone mit korrespondierendem Substanzverlust und die Halswirbelsäule keine räderungstypische Zermalmung aufwies, fehlte es an  sinnfälligen Blutspuren in der Gleistrasse, wie sie bei einer kollisionsbedingten Durchtrennung (auch) der Halsschlagader zwangsläufig zurückbleiben müssten. Die (vor allem an der rechten Brustseite) satt-triefende Blutdurchtränkung des Leibchens war zweifelsfrei eine Folge der (auch die Halsschlagader erfassenden) Halsdurchtrennung. Es ist undenkbar, dass ein derartig massiver Blutverlust allein am (noch dazu dünnen und daher nur beschränkt saugfähigen) Sommerleibchen des Toten  Spuren intensivsten Blutaustritts hinterlassen haben sollte, während die Gleistrasse im Kollisionsbereich, insbesondere auch die hölzerne Bahnschwelle, auf der der Oberkörper des Leichnams größtenteils auflag, außer einigen geringfügigen Flecken keinen korrespondierenden Blutaustritt erkennen ließ. Dies spricht nachhaltigst dafür, dass die Halsdurchtrennung und die brustseitige Blutdurchtränkung bereits zu einem früheren Zeitpunkt schienenfern an einem anderen Ort geschehen war.    

Hinzu kamen die gemeinsame Endlage von Kopf und Rumpf innerhalb des Schienenzwischenbereichs und noch weitere Anhaltspunkte, die dagegen sprechen, dass die Halsdurchtrennung  durch Triebwagenräder herbeigeführt wurde.   Die weitreichende Zertrümmerung des Hinterkopfs mit teilweisem Austritt von Hirnmasse bestätigt nämlich die Annahme, dass der Haupt- und Primärkontakt der Triebwagenfront (des rechtsseitigen Plattenfortsatzes des Frontrechens) mit dem Körper des Wolfgang Priklopil gegen die Hinterkopfregion gerichtet war (Hauptanstoßstelle). Ein derartiger Kontakt- und Verletzungsablauf setzt voraus, dass der Kopf mit der rechten Schläfenregion (nicht jedoch mit dem Hals) auf der Lauffläche des rechten  Schienenstranges auflag, wobei der Hinterkopf gegen die Fahrtrichtung des Schnellbahnzuges wies. Wer mehrfache tödliche Kopfverletzungen (ovaler stanzartiger Knocheneinbruch im rechten Scheitelbereich, annähernde Totalköpfung) durch vorgetäuschten Selbstmord bemänteln will, muss an einer möglichst umfassenden Entstellung bzw. Zerstörung speziell des Leichenkopfes interessiert sein. Es ist nachvollziehbar, wenn ein derartiges Ergebnis – von wem auch immer – eher von der Ablage des Kopfes auf der Schienenlauffläche, als von einer entsprechenden Halsauflage erwartet wurde.    

Ein Halsabriss hinwieder, der wie hier von  der Brustseite ausgegangen sein und lediglich einen Gewebeanteil der Nackenregion intakt gelassen haben sollte, hätte einen von der Triebwagenvorderfront ausgehenden Gewaltimpuls vorausgesetzt, der den Kopf des Wolfgang Priklopil an der Stirnseite, nicht aber am  Hinterkopf  hätte treffen müssen. Der Gesichtsschädel wird im Bericht des kriminalpolizeilichen Journaldienstes als „fast völlig intakt“ und das Gesicht als gut erkennbar beschrieben.  Der im konkreten Fall erwiesene Verletzungsschwerpunkt in der Hinterkopfregion wäre lediglich mit einer dort auftreffenden Gewalteinwirkung in Einklang zu bringen, die vorliegend jedoch zweifelsfrei nicht geeignet ist, einen von der Brustseite ausgehenden Halsabriss mit einer im Nackenbereich intakten Gewebebrücke zu erklären. Eine Gewalteinwirkung gegen den Hinterkopf könnte eine partielle Halsdurch- oder Halsabtrennung nur dann schlüssig erklären, wenn sich die intakt gebliebene Gewebebrücke an der Halsvorderseite, somit brustseitig befände.  


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Dazu im Einzelnen:

Die  polizeilichen Lichtbilder vom damaligen Einsatzort dokumentieren nachangeführte wesentliche Details:

„Zum besseren Verständnis der wiedergegebenen Rzeszut-Argumentation ist auch hier auf die bereits wiederholt anderweitig veröffentlichten entsprechenden Fotos zu verweisen“ :

 

img_1054abb-11-2abb-11-1abb-10abb-9abb-8 Die Leiche liegt auf der Gleistrasse zur Gänze im Schienenzwischenbereich. Schon diese Beschränkung der Leichenendlage auf den Trassenbereich zwischen den beiden Schienensträngen spricht sinnfällig dagegen, dass irgendein über den Schienenzwischenbereich hinausragender Körperteil von einem Triebwagenrad überrollt worden sein könnte. Eine tonnenschwere Räderung eines Körperteils welcher Art auch immer zieht regelmäßig eine in rechts und links vom Schienenstrang gespaltene Endlage der geräderten Körperpartie nach sich. Die ab der Halsregion gegebene Brustlage des Oberkörpers geht gegen die Körpermitte zu allmählich in eine Seitenlage auf der linken Hüfte über (Abb. 8 und 9). Die von der linken Hüfte ausgehende Seitenlage ist mit einer leichten Schrittstellung der Beine verbunden, wobei das oben liegende rechte Bein eine leicht angezogene, das unten liegende linke Bein hingegen eine annähernd ausgestreckte Endstellung einnimmt. Die Längsachse des Oberkörpers (Wirbelsäule abwärts des Halsansatzes) bildet in ihrer Schräglage zur Schienenlängsachse mit der Innenseite des in Fahrtrichtung gesehen rechten Schienenstranges einen Winkel von ca. 60°. Der bis auf eine ca. 5 cm breite Gewebebrücke im Nackenbereich vom Rumpf getrennte Kopf berührt auf der linken Schläfe liegend mit der Kinnunterseite und der klaffend durchtrennten Halsregion ebenso die Innenseite des rechten Schienenstranges wie die rechte Schulterpartie und die Außenseite des rechten Oberarms. Während der Oberkörper – wie erwähnt – schräg zur Schienenlängsachse liegt, weisen die Beine annähernd achsenparallel gegen die verkehrsübliche Fahrtrichtung des Schnellbahnzuges (erneut Abb. 8 und 9).

Zum äußeren Erscheinungsbild der Auffindungslage der bekleideten Leiche fällt auf, dass der rechte Schuh  vom rechten Fuß gelöst (mit intakt gebundener Masche des Schuhbands) teils hinter, teils unter der linken Kniekehle liegt. Wäre diese Schuhendlage kollisionsbedingt zustande gekommen, hätte sie einen zweigeteilten Bewegungsablauf vorausgesetzt. Der Schuh müsste nämlich zunächst nach seiner durch Zugkontakt bewirkten Lösung vom rechten Fuß in Fahrtrichtung des Zuges über das linke Bein hinweg  bis zu dessen Kniehöhe abgeschleudert worden, dann jedoch in der Gegenrichtung (!) ca. eine halbe Schuhlänge  hinter bzw. unter die linke Kniekehle zurückgeschoben worden sein. Ein derartig gespaltener Bewegungsablauf ist mit der vom Zugkontakt linear allein in Fahrtrichtung ausgehenden Gewalteinwirkung  nicht erklärbar. Die beschriebene Schuhendlage zwingt vielmehr zu der Überzeugung, dass der vom rechten Fuß gelöste Schuh in seine vorgefundene Endlage im Schienenzwischenbereich gelangt sein muss, bevor (!) ihn das linke Leichenbein teilweise (in der Zehen- und Ristpartie) bedecken konnte. Eine unter Zeitdruck spontane und im Detail unüberlegte Ablage eines anderswo Getöteten erklärt diese Auffälligkeit der Leichenauffindung vor allem im Hinblick auf die  weitere Besonderheit uneingeschränkt schlüssig, dass die Gleistrasse trotz annähernd totaler Kopfabtrennung (Durchtrennung ua. auch der Halsschlagader !) im Kollisionsbereich lediglich atypisch geringfügige (!) Blutspuren aufwies. Speziell dazu eingehend später.

Dies ist weiters im Zusammenhang damit zu sehen, dass der Leichnam des Wolfgang Priklopil zwei gesonderte Verletzungen aufwies, die mit absoluter Sicherheit jede für sich allein tödlich waren, nämlich einerseits das ausgedehnte Schädelhirntrauma (Zertrümmerung der Hinterkopf- und Scheitelregion) und die annähernde Totalabtrennung des Kopfes, die u.a. auch eine Durchtrennung der Halsschlagader miteinschloss. Dazu ist vorwegzunehmen, dass eine gleichzeitige Verursachung dieser beiden tödlichen Verletzungen  – aus gleichfalls noch darzulegenden Gründen – zwingend auszuschließen, lediglich das Schädelhirntrauma der Kollision mit dem Schnellbahnzug zuzuordnen und folgerichtig davon auszugehen ist, dass Priklopil im Kollisionszeitpunkt  bereits tot  und mit  zuvor anderswo durchtrenntem Hals als Leiche auf der Gleistrasse abgelegt worden war. 

Hinzukommt eine weitere gesonderte Verletzung, die ebenfalls geeignet war, zumindest mit höchster Wahrscheinlichkeit  zum Tod zu führen. Es handelt sich dabei (laut Sektionsprotokoll Seite 4, fünfter Absatz) um einen „wie  ausgestanzten ovalen Knochenbruch im rechten Scheitelbereich“. Ein „wie ausgestanzter ovaler“ Bruch des Schädelknochens ist plausibel nur als Folge einer von einem entsprechenden Schlagwerkzeug ausgehenden senkrechten ovalen Gewalteinwirkung auf die Scheitelzone erklärbar. Im Kontext mit den im Sektionsprotokoll zusätzlich konstatierten, für eine vorangegangene tätliche Auseinandersetzung typischen Verletzungen, nämlich  Einreißungen im rechten Mundwinkel, Zahnbeschädigungen im Ober- und Unterkiefer sowie eine „vollständige Zerreißung des Bandapparates des rechten Handgelenks ohne Knochenschaden“, die die Annahme eines Abwehrversuchs nahe legt, ist der „wie ausgestanzte Knochenbruch im rechten Scheitelbereich“ als eine Verletzungfolge zu beurteilen, die für ein Schlagwerkzeug mit oval geformter Schlagfläche, nicht aber für eine Kollision mit einer Schnellbahngarnitur typisch ist. .

Zur Sondierung der sogenannten Anstoßstelle als jener Körperregion, die mit der Triebwagenvorderfront primären Kontakt hatte, sind die Verletzungen des Leichnams zu der Beschaffenheit der Triebwagenfront in Beziehung zu setzen. Dies ist im behördlichen Ermittlungsverfahren nicht geschehen und wird – wie erwähnt – erst durch den Vergleich mit den von Karl Kröll eigeninitiativ erwirkten technischen Zugunterlagen ermöglicht.

Im Sektionsprotokoll  über die gerichtliche Beschau und die Öffnung der Leiche des Wolfgang Priklopil vom 24. August 2006 sind dazu folgende wesentliche Obduktionsergebnisse dokumentiert (Fettdruck hier nur zur Hervorhebung besonderer Bedeutung):

Die Rückenregion wies „spärlich ausgebildete, dunkelblau-violett gefärbte Totenflecken im oberen und unteren Rückenbereich“ auf, die „auf kräftigen Fingerdruck gerade noch wegdrückbar waren“.

Im Vordergrund des Verletzungsbildes wurde ein ausgedehntes, offenes Schädelhirntrauma festgestellt, wobei „der gesamte Schädel abnorm beweglich“ und „ein deutliches Knochenreiben wahrnehmbar“ war. In der rechten oberen Schädelregion wurde eine „3 cm lange und 2 cm breit klaffende Kontinuitätstrennung“, in der rechten unteren hinteren Scheitelregion eine „schrägverlaufende 3 cm lange glattrandige Zerreißung“ beschrieben, „aus der Gehirngewebe und Knochenstücke hervorstehen“. Im linken Hinterhauptsbereich wurde eine „5 cm lange, unregelmäßig geformte Kontinuitätsdurchtrennung“ festgestellt, „aus der ebenfalls Gehirngewebe und Knochenstücke hervorstehen“.

In der Gesichtsregion erwies sich das Nasengerüst beim Betasten als stabil.

In der Jochbeinregion wurden rechtsseitig eine „halbmondförmige, 4 cm lange braun-rot vertrocknete Schürfung“ und linksseitig eine „streifenförmige, 6 cm lange, bis 1 cm breite, stellenweise etwas unterbrochene, braun-rot vertrocknete Schürfung“ festgestellt.

Im rechten Mundwinkel fanden sich mehrere bis 2 cm lange Einreißungen. Im Ober- und Unterkiefer waren mehrere Zähne beschädigt. Ober- und Unterkiefer erwiesen sich „im rechten Anteil“ als „ etwas abnorm beweglich“. Im linken  „Unterkieferwinkelbereich“ war eine „ schräggestellte, 5 cm lange , glattrandige Durchtrennung“ festzustellen, deren Wundränder „bis auf 6 cm braun-rot vertrocknete“ Schürfungen aufwiesen.

Hinter dem rechten Ohr fand sich eine „halbmondförmige 2 cm lange Kontinuitätsdurchtrennung“ mit Gewebebrücken in der Tiefe“.

An der linken Ohrvorderseite wurde eine „längsgestellte, 12 cm lange und bis zu 5 cm breit klaffende vollständige Durchtrennung der Hautweichteile“ in Verbindung mit einer Knochenfreilegung und einer „hinter dem Ohr lappenförmig abgehobenen Hautzone“ konstatiert.

Der Kopf der Leiche war lediglich im Nackenbereich über eine „schmale, 5 cm breite Hautbrücke mit dem Rumpf verbunden“, ansonsten vollständig abgetrennt. Stellenweise zeigten sich noch grau-schwarze Schmutzanhaftungen und „insbesondere an der Vorderseite des Halses und an der linken Halsseite eine bandförmige, bis 8 cm breite, braun-rot vertrocknete Schürfung.

Die Schulterregion wies eine „18 cm lange, nahezu glattrandige Durchtrennung der Haut“ mit Freilegung der Muskulatur auf, wobei „die Haut nach hinten Richtung Schulterblatt unterminiert bzw. geschoben“ war.

Die Halswirbelsäule war „zwischen dem 5. und 6. Halswirbel völlig durchtrennt“, das Halsmark „zerrissen“, die Speise- und Luftröhre wurden als „abgerissen“ beschrieben. Der Kehlkopf erwies sich als „nicht mehr beurteilbar, weil er „völlig zertrümmert, gequetscht“ war.

Im Bereich des rechten Nierenstieles wurden „mehrere bis 1 cm lange Einreißungen“ konstatiert. 

An sonstigen Auffälligkeiten ergab eine „Doppelmesserschnittuntersuchung von  Lungengewebe eine geringgradige Einschwemmung von Fettgewebsbestandteilen in die Lungenstrombahn im Sinne einer Fettembolie“.

Schließlich ergab sich im Bereich der rechten Elle eine „vollständige  Zerreißung des Gelenkes bzw. des Bandapparates“  ohne Beschädigung eines Knochens.

An den oberen und unteren Extremitäten waren diverse oberflächliche Schürfungen festzustellen.

Zusammenfassend ergab die Obduktion nachangeführte traumatisch bedingte Veränderungen am knöchernen Skelett der Leiche: einen multiplen Schädelbruch im Scheitel- und Hinterkopfbereich, eine vollständige Durchtrennung der Halswirbelsäule zwischen dem 5. und 6. Halswirbel und eine Zerreißung des rechten Handgelenks im Bereich der Elle  ohne jeden Knochenschaden.

Die abschließende Gesamtdiagnose enthält laut Sektionsprotokoll folgende Aufzählung: offenes Schädeltrauma, Kopfabtrennung, Brustkorbtrauma, Luftbrustfüllung rechts, Lungenprellung rechts, Nierenbeckenzerreißung rechts, Blutarmut der inneren Organe, mäßiggradige Herzerweiterung, mäßiggradige Verkalkung der Körperhauptschlagader.

Von den dargelegten Obduktionsergebnissen ausgehend kam der mit der Obduktion befasst gewesene Rechtsmediziner letztlich zu jenen Schlussfolgerungen, die in dem elektronisch veröffentlichten Einstellungsbericht zum Ermittlungsverfahren gegen den damaligen Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien und andere staatsanwaltschaftliche Funktionsträger vom 24.November 2011 wie folgt wiedergegeben werden (Fettdruck und Unterstreichung hier zur Verdeutlichung hinzugefügt):

„In dem beim Landesgericht (zu ergänzen: für Strafsachen Wien ) am 11.9.2006 eingelangten Gutachten des gerichtsmedizinischen Sachverständigen ao. Univ.-Prof. Dr. D.U.R. vom 4.9.2006 wurde das Ergebnis der Obduktion des Leichnams des Wolfgang P. mitgeteilt (ON 207). Danach ist Wolfgang P. infolge eines ausgedehnten Schädelhirntraumas mit nahezu vollständiger Abtrennung des Kopfes an Hirnlähmung und daher eines gewaltsamen Todes gestorben. Das komplexe Verletzungsbild lasse sich durch eine Überrollung durch  ein Schienenfahrzeug im Halsbereich erklären, wobei – unter Bedachtnahme auf die Auffindungssituation und das Verletzungsmuster – davon ausgegangen werden könne, dass der Mann am ehesten in Bauchlage im Schienenbereich, mit dem Hals auf einer Schiene, von rechts überrollt worden sein dürfte. Konkrete Hinweise für eine Beeinträchtigung durch Alkohol bzw. diverse Medikamente und Suchtgifte seien nicht zu erheben gewesen. Das Untersuchungsergebnis spreche – unter Bedachtnahme auf die aktenkundige Vorgeschichte – für eine Selbsttötung.“


Sie sehen: Aufgrund dieser Indizien und Fakten ist ein Selbstmord Wolfgang Priklopils NICHT LÄNGER haltbar! Damit kippt der Entführungsfall Natascha Kampusch, der neu ermittelt werden muss!

Fortsetzung folgt…


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Staatsaffäre Natascha Kampusch (2): „Der Fall muss neu geschrieben werden!“


Werbetext

EINZELTÄTERTHEORIE VON ANFANG AN ZWEIFELHAFT+++ENTFÜHRUNGSZEUGIN SIEHT 2. TÄTER UND WIRD BEI AUSSAGE BEEINFLUSST+++KAMPUSCH: ICH KENNE KEINEN NAMEN ODER ICH WEISS KEINEN NAMEN+++VERLIES WAR NICHT OHNE MITHILFE VON INNEN ZU VERSCHLIESSEN+++ZEUGE BEOBACHTET KUSS ZWISCHEN KAMPUSCH UND ENTFÜHRER+++FRAGLICHE KINDERFOTOS VON KAMPUSCH+++MINI-DVDs „VERSCHWUNDEN“+++ENTFÜHRER SOLL IM BESITZ VON KINDERPORNOS GEWESEN SEIN+++

Causa Natascha Kampusch:

1998 wurde die damals Zehnjährige von Wolfgang P. in Wien entführt und mehr als acht Jahre lang in seinem Haus gefangen gehalten. 2006 – im Alter von 18 – gelang Kampusch die Flucht. Der Entführer beging Selbstmord.

So die offizielle Geschichte in drei Sätzen.

Doch sie stimmt so nicht. Fakt: Natascha Kampusch ist ein Opfer. Fakt ist aber auch, dass es in diesem Fall unglaublich viele Widersprüche, Fehlermittlungen, Vertuschungen etc. teils auf höchster Ebene gibt.

Dennoch unterlassen es die Mainstream-Medien nach wie vor, den berühmtesten Entführungsfall der Welt überhaupt zu hinterfragen.

Ich habe das in verschiedenen Publikationen und Interviews getan. Und in einem Filmbeitrag.

Am 29.Oktober 2011 lief im RTL-Magazin „Explosiv“ mein Film über die Staatsaffäre Kampusch, den ich zusammen mit einer Kollegen produziert habe. Darin habe ich u.a. auch den ehemaligen Präsidenten des Obersten Gerichtshofes in Wien, Johann Rzeszut interviewt.

Johann Rzeszut war die erste gewichtige Persönlichkeit (außer dem Chefermittler der Soko Kampusch, Franz Kröll), der im Ermittlungsfall schwere Vorwürfe gegen die Anklagebehörden erhob. Er wirf der Staatsanwaltschaft konsequente Vernachlässigung entscheidender polizeilicher Ermittlungsergebnisse und eine langfristige Verzögerung bzw. bis zuletzt gänzliche Unterlassung nachhaltigst indizierter wesentlicher Ermittlungsschritte vor. Laut Rzeszut soll auch die vom Innenministerium zur Aufdeckung möglicher Ermittlungspannen eingesetzte Evaluierungskommission, der er selbst angehörte, wesentlich und langfristig […] justiziell behindert worden sein. Zudem seien die Medien gezielt mit falschen Informationen versorgt worden.

Ich habe Johann Rzeszut als völlig integren Mann kennen gelernt, der – im Gegensatz zu vielen seinen Kritikern – nur mit Fakten arbeitet.  Er ist tatsächlich als der Vorkämpfer gegen die Vertuschungen im Fall Kampusch zu sehen. Auch wenn seine „Feinde“ in der Folge versucht haben, ihn auf jede mögliche Art und Weise zu diskreditieren, ist dies aufgrund der Belege, die er liefert, nicht gelungen.

Übrigens: 2006 erhielt Johann Rzeszut das „Große Goldene Ehrenzeichen am Bande“ für Verdienste um die Republik Österreich. Und 2010 das „Goldene Komturkreuz mit dem Stern des Ehrenzeichens“ für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich.

Im oben genannten RTL-Beitrag konnte ich natürlich  nur einen Bruchteil dessen unterbringen, was Johann Rzeszut mir beim Interview gesagt hat.

Aus diesem Grund veröffentliche ich nachfolgend und exklusiv seinen gesamten O-Ton zu diesem Fall, der schon damals alles auf den Punkt brachte. Und vor allem noch absolut aktuell ist.

Sichtliste Guido Grandt für Kampusch-Maz:

O-Ton Johann Rzesut (ehemaliger Präsident des Obersten Gerichtshofs Wien)

01:011 – 01:16

Seit Februar 2008 mit dem Fall Kampusch befasst.

02:05 – 04:10

Bei der ersten Durchsicht des Falles ist uns etwas ganz A-typisches aufgefallen, dass es von Beginn weg eine Tatzeugin gegeben hat, eine Unbeteiligte, die im Zusammenhang mit der Abhängigkeit von NK, die ab 2. März 1998 stattgefunden hat, eben das Geschehen rund um den Zugriff auf das Tatopfer deutlich bekundet hat und wiedergegeben hat. Und dieses Mädchen – damals eine Schülerin im Alter von 12 Jahren, 2 Jahre älter als NK, dass 2 Personen unmittelbar am Tatort eingegriffen haben, ein Fahrzeuglenker, der sich vom Lenkersitz niemals entfernt hat und eine 2. Person, die unmittelbar Hand angelegt hat an NK und ins Innere gezerrt hat. Und das Auffallende, das A-typischen war, dass diese Tatzeugin von Seiten der Staatsanwaltschaft als Nichtvorhanden behandelt wurde. Sie wurde nie vernommen. Das Verfahren wurde damals noch in Bezug auf die Ermittlung auf unbekannte Täter bereits am 15.11.06 …2 Monate später ist das Verfahren eingestellt worden, mit der Begründung, es gebe keinen Hinweis auf einen 2. Täter. Die Angaben dieser Tatzeugin von 1998 bis 2006 immer konstant gewesen sind, es waren 2 Täter am Tatort.

06:00 – 06:39

Und diese eindeutigen Angaben der Tatzeugin sind unangetastet in den Ermittlungsergebnissen geblieben, bis 3. Dezember 2009. An diesem Tag hat dann eine sogenannte Gegenüberstellung stattgefunden…bei der nach den Aufzeichnungen eindeutig eine Beeinflussung der Zeugin stattgefunden hat.

08:06 – 08:40

Ihre Angaben, die inhaltlich in Bezug auf diese Beteiligung zweier Täter stets konform waren, dass völlig unangetastet geblieben sind bis 03. Dezember. An diesem Tag wurde eine Anregung der Evaluierungskommission Folge geleistet wurde…eine Gegenüberstellung vornehmen zwischen NK und der Tatzeugin.

09:08 – 10:01

Was am 3.12. abgelaufen ist, dass die Zeugin zwar grundsätzlich ihre alte Darstellung in den Berichten …im Wesentlichen wiederholt hat…und sie sagt dann letztlich nichts anderes als wie sie will die NK nicht der Unwahrheit zollen und wenn es ein nur ein Täter gewesen wäre, könne sie wenigstens ruhig schlafen…Das ist natürlich komplett am Gesetz vorbei, was da geschehen ist.

10:19 – 10:30

Jemanden der in diesem Beruf eine einschlägige Verantwortung getragen hat, kann sich das nicht erklären.

12:35 – 13:10

Sie (NK) behauptet es wäre nur ein Täter gewesen, der eine Täter ist tot und damit hätte sie einen Anspruch darauf, dass diese ganze Sache mehr oder weniger zur Ruhe kommt. Das ist aber dann eben verwehrt, wenn man eine unbeteiligte Tatzeugin hat, die in Richtung mehrerer Täter deponiert hat.

15:13 – 16:30

Es wurden also auch Anhaltspunkte auf einen zweiten Täter vernachlässigt, die direkt aus den Angaben des Tatopfers folgen und zwar nicht aus den späteren Angaben, sondern aus den Primärangaben. NK wurde polizeilich zuerst betreut von einer Dame und sie hat im Gespräch mit dieser Dame, das ist aktenkundig, auf die Frage, hat es Komplizen gegeben, geantwortet, ich kenne keine Namen oder ich weiß keine Namen. Sie hat ferner geschildert, dass sie…im Umfeld des Tatorts stundenlang vom Täter im Kreis geführt worden wäre, dass dieser versucht hätte telefonische Kontakte zu anderen Personen herzustellen, dass diese misslungen wären und dass er, also von ihr beschriebene Einzeltäter behauptet hätte…die kommen nicht, die kommen nicht. Das sind also auch Anhaltspunkte in den Angaben der NK selbst, in die Richtung einer Komplizenschaft, einer Beteiligung mehrerer Täter.

16:39 – 18:40

Ich habe 2 Personen, die eine sagt eindeutig, es waren 2 Täter, die andere sagt, ich bin ins Auto gezerrt worden und derjenige der Hand an mich gelegt hat, war dann der Lenker des Fahrzeugs. Das sind also Widersprüche, zu denen es die Möglichkeit eines Irrtums einer der beiden nicht gibt. Ich kann nicht einen Lenker am Lenkrad sitzen sehen und der zweite, der das Tatopfer hineinzerrt, jetzt aus der Sicht der unbeteiligten Tatzeugin und mich dabei irren. Wenn ich sage, es sind zwei Personen, dann sage ich entweder die Unwahrheit oder es waren 2 Personen. Auf der anderen Seite kann sich auch NK nicht irren, wenn sie sagt, ich bin ins Auto gezerrt worden und der der mich hineingezerrt hat und sitzt am Lenkrad und fährt mit mir herum, dann sagt sie entweder die Unwahrheit bewusst, irrtümlich also kann sie das nicht verfehlt darstellen…oder es war wirklich so und dann lügt die unbeteiligte Tatzeugin. Und wenn ich jetzt ein verantwortlicher Ermittler bin, stelle ich mir die Frage, wer von beiden hat einen Grund bewusst die Unwahrheit zu sagen? Irren können sich beide nicht…da stößt man sofort an Grenzen wenn man sich die unbeteiligte Tatzeugin vergegenwärtigt, die kann kein Motiv haben, die hat NK kaum gekannt…Auf der anderen Seite kann das unmittelbare Tatopfer sehr wohl einen Grund haben einen Mittäter zu decken, und einer davon, der Gründe, ist, dass es nach wie vor einen gewissen Druck des noch lebenden zweiten noch unbehelligt agierenden Täters ausgesetzt ist.

21:54 – 22:18

Aus der Sicht dieser Notwendigkeit der Beiziehung eines Komplizen bei der Tatausführung Überlegungen angestellt und sind davon ausgegangen, dass sich nur eine solche Person als Komplize oder zum Komplizen eignet, die mit dem Täter ein Vertrauensverhältnis hat ein längerfristiges.

22:43 – 23:10

Im gesamten persönlichen Umfeld des Herrn Priklopil hat es nur eine einzige Person gegeben, die dafür in Betracht kommt. Und diese Person hat mehr als 20 zusätzliche Auffälligkeiten gesetzt, so dass man im Kontext der Indizien sehr wohl ein tragfähiges Gerüst hatte, um hier einen dezidierten Vorwurf in Hinsicht der Mittäterschaft untermauern zu können.

23:48 – 24:10

Dass der Hauptverdächtige bis heute trotz zahlreicher gravierendster Widersprüche, trotz zahlreicher Belastungsindizien bis heute von der Justiz noch nicht vernommen wurde.

25:52 – 27:25

Auch nach ihrer Darstellung ist das sogenannte Verlies in einem Zustand gewesen, der damals am Tag der Tat, am 2 März 1998, für einen längeren Aufenthalt gar nicht adaptiert war, es war keine Schlafgelegenheit drinnen, es war verschieden anderes Selbstverständliches was Sanitäranlagen anbelangt, noch nicht eingerichtet. Und das ist nach Darstellung der NK der nächste Tagen, Wochen, so umgestaltet worden, dass es für sie einen längeren Aufenthalt ermöglicht hätte. Als das was vom Tatopfer dazu angegeben wird, ist in verschiedener Hinsicht Hinterfragungswürdig…Ein Punkt ist ganz gravierend, dass die Tür dieses Verlieses von außen, war eine Gewindestange, die innen dann am Türflügel…zu verschrauben war, das man die von außen nicht ohne Mithilfe von der Innenseite verschließen konnte…das ergibt sich aus einer Tatortaufnahme die Aktenkundig ist.

31:44 – 32:05

Das gesamte Ermittlungsgeschehen war völlig A-typisch, für jemanden der routinemäßig gewohnt ist, in der Bereich zu arbeiten…

33:48 – 34:23

Das Verhältnis zwischen NK und ihrem Entführer lässt sich für einen Außenstehenden nicht zuverlässig nachvollziehen. Zahlreiche Punkte, die sie in ihrem Buch angeführt hat, können sich in dieser Form nicht abgespielt haben…

35:20 – 36:09

Es ist die Rede von gemeinsamen Sommerurlauben, von gemeinsamen Winterurlauben, von Skifahren, von Einkäufen in Supermärkten, in Baumärkten, es ist die Rede von Radtouren…ist die Rede von gemeinsamen Fischessen und so weiter, bis hin zum gemeinsamen Baden im Swimming Pool des Nachbars. Überall bei diesen Gelegenheiten, wenn ihr daran gelegen wäre, hätte sie einen Zettel fallen können oder einen Kontakt aufnehmen können… das sind alles Punkte die nicht zusammenpassen.

36:49 – 37:13

Was ihr nicht unbenommen ist, das ist der gesellschaftliche Anspruch auf Opferschutz und zwar nicht nur sie betreffend, sondern in Bezug auf potentielle weitere Opfer, die unter Umständen dem Risiko ausgesetzt sind, einem noch unbehelligten Täter einmal in die Hände zu fallen.

38:21 – 39:03

Im Anschluss an diese Unstimmigkeiten im Zusammenhang auf ungenutzte Möglichkeiten auf sich aufmerksam zu machen, fällt auf dass Beweise, Ermittlungsergebnisse vorliegen, die uns damals noch nicht vorgelegen sind…u.a. auch ein Tonband, das ein Gespräch mit dem Leiter der Soko, Oberst Franz Kröll und einem Zeugen aus der Nachbarschaft des Wolfgang Priklopil stattgefunden hat, inhaltlich dessen der Zeuge angegeben hat, er hat beobachtet, dass NK mit Wolfgang P. aus dem Haus herausgekommt, sich von ihm auf dem Gehsteig mit einem Kuss verabschiedet und er fährt mit dem Auto weg und sie geht wieder ins Haus zurück.

Tape 2:

01:25 – 02:00

Was uns im Rahmen der Evaluierungskommission auch Kopfzerbrechen bereitet hat, das waren Fotos von NK im Alter von ca. 5 Jahren zeigen und die im familiären Verband aufgenommen wurden, angeblich… Sie zeigen NK in absolut unkindlichen Positionen vor allem ein Bild, wo sie unbekleidet auf einem Sofa liegt mit einer Art Boa umgeben ist, wie es die Stripteasetänzerinnen berufsmäßig verwenden, das ist ein Zusammenhang, ein Konnex, der völlig a-typisch war für Kinderfotos herkömmlichen Zuschnitts…

03:22 – 04:23

Ein weiterer Punkt…betraf angebliche zwei bzw. 3 Mini-DVDs, über deren Inhalt wir konkret nichts sagen konnten. Auffällig war nur, dass diese Kassetten zunächst einmal sichergestellt waren auch in Verzeichnissen aufgeführt sind und deren Schicksal dann in der Folge völlig ungeklärt ist. Da gibt es verschiedene Darstellungen…in der Folge waren sie nicht mehr verfügbar und nicht mehr vorhanden sind.

04:46 – 05:00

Es gibt Andeutungen in der Richtung, dass dort pornografische Bezüge wahrnehmbar waren…

06:17 – 06:48

In Bezug auf Besitz von Kinderpornos von Wolfgang P. Können wir keine zuverlässigen Angaben festhalten. Tatsache ist, dass der dem verstorbenen P. nahestehenden Freund eine derartige Behauptung aufgestellt hat, aufgrund einer Mitteilung, die ihm angeblich von Seiten P. zugekommen ist.

09:58 – 10:05

Das eine ist der Umstand, dass das Verfahren von der Staatsanwaltschaft sofort eingestellt wurde obwohl eine Tatzeugin sich in Widerspruch gesetzt hat zu den Angaben des Tatopfers in Bezug auf die Zahl der beteiligten Täter.

12:48 – 12:56

Dass auch der Hauptverdächtige trotz Widerspruch nicht vernommen wurde…

14:55 – 15:29

Der Fall NK hätte nach meiner Auffassung … von Anfang an anders geschrieben werden müssen. ..

Siehe auch:

https://guidograndt.wordpress.com/category/natascha-kampusch/

FORTSETZUNG FOLGT…


Weitere Hintergrundinformationen zum Fall Kampusch:

COVER Band 1

Cover2

Cover3Akte Natascha Kampusch - Die Geheimdokumente_NEU2

https://www.alaria.de/suche?orderby=position&controller=search&orderway=desc&search_query=natascha+kampusch


DENKEN SIE IMMER DARAN:

SIE HABEN EIN RECHT AUF DIE WAHRHEIT!

 Ihr und euer

GUIDO GRANDT


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Staatsaffäre Natascha Kampusch: „Der Fall muss neu geschrieben werden!“


Werbetext

„10 Jahre Freiheit“ – so heißt Natascha Kampuschs neues Buch, das vor Kurzem erschienen ist und erneut einen medialen Hype um ihre Person auslöst.

1998 wurde die damals Zehnjährige von Wolfgang P. in Wien entführt und mehr als acht Jahre lang in seinem Haus gefangen gehalten. 2006 – im Alter von 18 – gelang Kampusch die Flucht. Der Entführer beging Selbstmord.

So die offizielle Geschichte in drei Sätzen.

Fakt: Natascha Kampusch ist ein Opfer. Und das in dreifacher Hinsicht:

  1. Vom sozialen Umfeld, in dem sie hineingeboren wurde.
  2. Vom ihrem ehemaligen Entführer Wolfgang P.
  3. Von jenen Beratern, Anwälten, Journalisten etc. die im Nachgang ihre Geschichte vermarkteten.

Nach wie vor unterlassen es jedoch die Mainstream-Medien, den berühmtesten Entführungsfall der Welt überhaupt zu hinterfragen.

Ich habe das in verschiedenen Publikationen getan. Und zwar genau aus dem Grund, den ich zusammen mit meinem Kollegen Udo Schulze im Vorwort unseres Buches

Unbenannt

https://www.amazon.de/Staatsaff%C3%A4re-Natascha-Kampusch-streng-vertraulich/dp/3981592301/ref=pd_sim_14_2?ie=UTF8&dpID=41ywRUoTW2L&dpSrc=sims&preST=_AC_UL160_SR114%2C160_&psc=1&refRID=HRVWB70TE64N4FS9QHBK

geschrieben haben:

August 2011, Nähe von Wien: In einem Restaurant treffen wir hochrangige Persönlichkeiten aus Politik und Justiz, sowie Insider des weltweit einzigartigen Entführungsfalles (Causa) Natascha Kampusch. Aufgrund früherer Recherchen und Kontakte kennen diese Personen unsere journalistische Arbeit. Sie bitten uns den Fall aus Deutschland neu anzustoßen, weil ein Teil der Medien in Österreich politisch gesteuert sein soll. Die wahre Geschichte würde so verschwiegen, verschleiert und vertuscht. Kurze darauf werden uns hunderte von Seiten vertraulicher und zum Teil höchst geheimer Dokumente zur Causa Kampusch, sowie Tonbandaufzeichnungen und Foto-und Videomaterial anonym zugespielt. Daraus erfahren wir von Sachverhalten, die der Öffentlichkeit bislang zum größten Teil vorenthalten oder nur teilweise oder verfälscht wiedergegeben wurden. Uns wird schnell klar: Die »inoffizielle« Geschichte um den Fall Kampusch unterscheidet sich drastisch von der offiziellen Erzählweise. Diese »inoffizielle« Geschichte ist Inhalt des vorliegenden Buches.

Bei der Sichtung des Materials ging es uns wohl wie dem verstorbenen Filmproduzenten Bernd Eichinger, der das Drehbuch für den Kinofilm 3096 Tage begann, bevor ihn der Tod einholte und der die Geschichte Natascha Kampusch aufzeigen soll. In der Biographie seiner Frau Katja steht zu lesen: »Schon beim zweiten Gespräch erklärte sie (Natascha Kampusch/d.A.) Bernd (Eichinger/d.A.), dass sie NICHT alles erzählen werde (…) Niemand kannte die Geschichte so gut wie er. Er hatte Geheimnisse erfahren, die sonst nur weniger als ein halbes Dutzend Menschen kennen«.[1] Auch wir haben von diesen »Geheimnissen« erfahren. Im vorliegenden Buch präsentieren wir sie in dieser Zusammenstellung das erste Mal einer breiten Öffentlichkeit. Gegen alle Widerstände und Widrigkeiten, die uns während unserer Recherchen widerfahren sind. Denn trotz aller dokumentierten Quellenbelege, die uns vorliegen, war es fast unmöglich eine Redaktion in Deutschland zu finden, die den journalistischen Mut hatte, an der offiziellen Kampusch-Story zu rütteln und neu zu erzählen. Aus gut informierten Branchenkreisen erfuhren wir später auch, warum: Deutsche und ausländische TV- und Print-Medien hätten hunderttausende Euro für Exklusiv-Interviews oder Vermarktungsrechte der »offiziellen« Kampusch-Story bezahlt und würden nun – im sprichwörtlichen Sinne – den Teufel tun, sich mit einer medialen Richtigstellung selbst zu berichtigen. Das macht Sinn.

Der langjährige Chefredakteur und Herausgeber der Presse, Thomas Chorherr, zitierte in diesem Zusammenhang den französische Romancier, Dramatiker, Philosoph und Publizist Jean-Paul Sartre (1905-1980): »Die Hölle sind die anderen« .Doch »wer sind die anderen?« fragt  Chorherr weiter. »Jene, die nicht zu Nataschas Freunden zählen. Also wir, die nicht alles glauben. ‚Wer lügt da wirklich?‘, wollte ich schon vor Monaten, ja Jahren wissen. ‚Alle!‘ wurde mir von Leuten, die sich meiner Meinung nach auskannten, unverblümt geantwortet. Das war noch bevor Nataschas Märchenbuch (gemeint ist ihre Biographie 3096 Tage/d.A.) erschienen war, noch immer ein Besteller, obgleich seither etliches passierte«. Chorherr weiter: »Die Hölle sind die anderen. Jene, die von den Freunden Nataschas als ‚Meute‘ bezeichnet werden (…) Die Meute ist die Hölle, und die Hölle sind wir, die nicht alles glauben, was Natascha sagt«.[2] Nach Chorherrs philosophischer Definition müssten auch wir die »Hölle«, die »Meute« sein, weil wir die Causa Kampusch nicht nur hinterfragen, sondern auch große Teile der »offiziellen« Geschichte widerlegen können.

Schließlich erklärte sich ein großer deutscher Privatsender im Rahmen eines TV-Magazins doch noch dazu bereit einige Widersprüche im Fall Kampusch aufzuzeigen. Unser Film wurde am 29. Oktober 2011 ausgestrahlt. Im Februar 2012 erzählten wir in einer Artikelserie für das Schweizer Internetportal 20 Minuten Online mit Kolleginnen und Kollegen den Fall Kampusch neu. Die Leser waren dankbar für unsere klarstellende Berichterstattung. »Wie es scheint, haben die Medien in Österreich versagt, weil sie zu stark mit der Politik verbunden sind«, schrieb einer von ihnen. Und eine Leserin kommentierte: »Als Österreicherin muss ich wirklich auch ein großes Lob (…) aussprechen: bei uns erfährt man sonst nämlich nicht viel!«[3]

Die Artikelreihe in der Schweiz sorgte nicht nur für großes mediales Aufsehen bis ins weltweite Ausland, sondern auch für Neider aus der Branche. So schrieb der freie Journalist Herwig G. Höller im Schweizer digitalen Medienmagazin Medienwoche, dass die Kampusch-Berichterstattung von 20.min.ch »in ihrer Übertriebenheit« bisweilen an »Realsatire« grenze und die Aufmachung des Überblicksvideos bisweilen an einen »fiktiven Krimi« erinnere. »Dieser spielt natürlich mit Klischees von einem armen Mädchen und bösen Männern aus Österreich, die offensichtlich – Freud lässt grüßen – Probleme mit ihrer Sexualität haben (…) Was die Zugriffszahlen betrifft, hat das Sujet offenbar sein Ziel nicht verfehlt. 20min.ch-Chefredaktor Hansi Voigt[4] schrieb auf Twitter von ‚Allzeit-Rekorden’«.[5]

Dazu nur so viel: Gerne sind er – und andere Zweifler – dazu aufgerufen, die in diesem Buch benannten Quellen, Dokumente, Unterlagen, Videos und Tonbänder zu widerlegen. Und zwar öffentlich und im Beisein von unabhängigen Experten. Dann wird schnell ersichtlich werden, wer tatsächlich Verschwörungstheorien verbreitet und wer nicht. Kontakte diesbezüglich über den Verlag.

Inzwischen sind viele neue Fakten hinzugekommen, weitere vertrauliche Dokumente und Unterlagen an uns ausgehändigt worden, die das Bild der »inoffiziellen« Geschichte weiter vervollständigt.

Gewiss, es sind verschiedene Bücher über diesen weltweit einzigartigen Entführungsfall geschrieben worden: Von Natascha Kampusch selbst, ihrer Mutter Brigitta Sirny und jüngst nun auch eine Version ihres Vaters Ludwig Koch. Allerdings sind diese Werke alle »individualisiert«, will heißen, aus der subjektiven Sicht einer der oben genannten Protagonisten geschrieben. Das vorliegende Buch allerdings öffnet den Blick auf die Gesamtschau des Falles – und zwar von außen. Zudem beleuchten wir Facetten, die so noch nicht behandelt wurden. Denn der Fall Kampusch ist viel mehr als »nur« ein Entführungsfall: Er führt uns auch in die dunklen Abgründe der Kinderpornographie und Kinderprostitution; der abscheulichen Pädokriminalität also. Vor allem aber zeigt er auf, wie ein ganzer Staat erschüttert werden kann. Wie kriminelle Vertuschungen, Manipulationen und Vetternwirtschaften auf Ebenen der Politik und Justiz, von Geheimdiensten und Medien, sein Gefüge wie Krebszellen zerfressen können und wie scheinbar unzusammenhängende Sachverhalte und hochrangige Protagonisten in einem weitgefächerten Netzwerk zusammenhängen. Aus diesem Grund ist der Fall Natascha Kampusch ein staatsgefährdender Skandal. Eine »Staatsaffäre«, die uns drastisch die Schattenseite eines Rechtsstaates vor Augen führt. Allerdings wurde und wird diese erst nach und nach sichtbar und muss mit allen demokratischen Mitteln bekämpft werden. Im Zuge unserer Recherchen haben wir uns mit zahlreichen österreichischen Nationalratsabgeordneten getroffen, die dafür auch einstehen. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass die »Staatsaffäre Natascha Kampusch« nicht nur auf Ermittlungsebene, wie es in der Vergangenheit mehrfach getan wurde, sondern vor allem auch in der Justiz, auf staatsanwaltschaftlicher Ebene und in der Politik aufgeklärt wird. Und zwar restlos. Die Zeit dafür ist mehr als reif. So soll sich das vorliegende Buch als Teil dieser Aufklärung verstehen. Ganz im Sinne des italienischen Philosophen, Mathematikers, Physikers und Astronoms Galileo Galilei, der einmal sagte: »Zwei Wahrheiten können sich nie widersprechen«.[6]

Quellen aus dem Vorwort:

[1] Zitiert nach: Katja Eichinger: »BE«, Hamburg 2012, S. 556, 558

[2] »Natascha und ihre Freunde Die anderen – Bestien und Meute« in: diepresse.com v. 11.03.12 (http://diepresse.com/home/meinung/merkswien/739322/Natascha-und-ihre-Freunde-Die-anderen-Bestien-und-Meute)/Zugriff: 12.03.12

[3] »Versteckt, vertuscht, perfekt vermarktet« in: 20min.ch v. 28.02.12 (http://www.20min.ch/ausland/dossier/kampusch/story/Versteckt–vertuscht–perfekt-vermarktet-12619417)/Zugriff: 28.02.12

[4] Hansi Voigt ist heute nicht mehr bei 20min. tätig

[5] »Der Sinn der Kampusch-Kampagne« in: medienwoche.ch v. 12.03.12 (http://medienwoche.ch/2012/03/12/der-sinn-der-kampusch-kampagne/)/Zugriff: 12.03.12

[6] Zitiert nach: »zitate.net« (http://zitate.net/wahrheiten:2.html)

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Am 29.Oktober 2011 lief im RTL-Magazin „Explosiv“ mein Film über die Staatsaffäre Kampusch, den ich zusammen mit einer Kollegen produziert habe. Darin habe ich u.a. auch den österreichischen Grünen-Nationalratsabgeordneten Peter Pilz interviewt.

Pilz gehört für mich mit zu den mutigsten Politikern in Österreich. Denn er benennt die Missstände klar beim Wort und bringt  gleich die Fakten dazu. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass er früher Journalist war.

Im oben genannten RTL-Beitrag konnte ich natürlich  nur einen Bruchteil dessen unterbringen, was Peter Pilz mir beim Interview gesagt hat.

Aus diesem Grund veröffentliche ich nachfolgend und exklusiv seinen gesamten O-Ton zu diesem Fall, der schon damals alles auf den Punkt brachte. Und vor allem noch absolut aktuell ist.

Sichtliste Guido Grandt für Kampusch-Maz:

O-Ton Peter Pilz (Nationalratsabgeordneter der Grünen)

29:45 – 32:21

Eine dermaßen schlampige Polizeiarbeit kommt auch in Österreich selten vor. ..Hat diese Schlampigkeit und Dummheit das Auftreten in Form von Beverly Hills Cops hat das System oder ist das nur ein schrecklicher Zufall. Eines ist klar, wenn man den Akt kennt, hätte die Polizei 1998 seriös gearbeitet, wäre es unmöglich gewesen, dass NK 8 Jahre in Gefangenschaft verbracht hätte. Das ist das eine. Statt ordentlich Spuren nachzugehen, hat es Sonderkommissionen gegeben, die mit Wundersuchern und Wünschelrutengängern Wiesen abgegangen sind, Landkarten auspendeln haben lassen, das war Polizeiarbeit. Dafür sind die wichtigsten Spuren schlicht und einfach nicht verfolgt worden. Dann gibt es eine zweite Phase, das war die Phase um die Entführung von NK.  NK hatte ein großes Pech, es war Vorwahlkampf. 3 Monate später war Nationalratswahlen. Die ÖVP stellte damals die Innenministerin, und wenige Stunden nach der Flucht von Kampusch war klar, da hat es unglaubliche Ermittlungspannen gegeben, die Polizei war schuld am Nichtentdecken und Nichtbefreien von Frau Kampusch 8 Jahre lang und es gab Verantwortliche bis in die höchsten Reihen. Und da ist eines beschlossen worden auf höchster politischer Ebene: die Befreiung von NK ist ein politischer Erfolg des Innenministeriums, es ist kein einziger Fehler gemacht worden, die Polizeiarbeit war hervorragend, der Täter ist gefasst und hat sich selbst der gerechten Strafe zugeführt, andere Täter gibt es nicht, der Akt ist geschlossen. Daher wählt Volkspartei. Und diese Botschaft hat ausschließlich aus Lügen bestanden. Und dann hat es Kriminalbeamte gegeben, die gesagt haben, da machen wir nicht mit, wir wollen den Fall noch einmal aufrollen, weil es ganz starke Hinweise auf andere Täter, auf Mittäter gibt. Und da haben die höchsten Polizisten mit Deckung der Spitze des Innenministeriums interveniert, Maulkörbe verteilt und gesagt wir zwingen euch, den Akt zu schließen und ab jetzt wird vertuscht. Und genauso ist es passiert.

32:42 – 33:30

Es führt ja kein Weg daran vorbei. Wir müssen den Fall doppelt neu aufrollen. 1. gerichtlich und polizeilich, da gehört eine völlig neue polizeiliche Ermittlung her und es gibt ja nach wie vor jede Menge Spuren, die man verfolgen kann obwohl einiges vermasselt worden ist und nicht mehr wiedergutzumachen ist. Und wir brauchen eine politische Aufklärung, weil da gibt es  Verantwortliche auf allen Ebenen vom Chef des BKA bis zu den Ministerinnen und Ministern, die sich in andere Ämter geflüchtet haben.

33:59 – 35:10

Ja, das ist eindeutig Vertuschung. Kurz nach der Flucht von Frau Kampusch war es vollkommen klar, da gibt es möglicherweise andere Täter, da ist schreckliches passiert im Innenministerium, da hat es Serien- und vielleicht sogar systematische Pannen gegeben und da ist vertuscht worden und da sind anständige und hochqualifizierte Beamte gezwungen worden, den Mund zu halten. Da sind andere Beamte bedroht worden und es hat einen gegeben, den ehemaligen Direktor des BKA, Herr Dr. Haidinger, der gesagt hat, nicht mit mir. Ich lasse mir ordentliche Polizeiarbeit nicht von der Ministerin verbieten. Das hat ihn seinen Kopf gekostet. Stellen Sie sich einmal vor: der Chef des BKA, der den Fall Kampusch komplett neu aufrollen wollte, ist deshalb abgesetzt worden, weil er eine Partei in der österreichischen Bundesregierung absolut ablehnt, dass der Fall Kampusch geklärt wird.

35:29 – 36:07

Bei der Vertuschung sind die Fakten vollkommen eindeutig und klar…Wenn jemand von mir verlangt, dass ich die Einzeltätertheorie glaube, dann gibt es eine einfach Antwort, da gibt es nichts zu glauben. Da gibt es so viele Widersprüche, so viele Ungereimtheiten…

36:08 – 36:23

Ich kann nicht ausschließen, dass es da andere Interessen gibt. Ich kann nicht ausschließen, dass rund um Frau Kampusch noch ganz anderes passiert ist…

37:19 – 37:57

Frau Kampusch ist durch die schlampige und fahrlässige Polizeiarbeit persönlich ein unermesslich großer Schaden entstanden. Sie hätte das Recht gehabt diesen Schaden in Form einer Amtshaftungsklage von der Republik Österreich einzufordern. Ich bin mir sicher sie hätte mindestens 1 Million Euro bekommen. Die Republik Österreich hätte in diesem Verfahren nicht die geringste Chance gehabt. Warum Frau Kampusch auf diese Klage und damit mindestens auf 1 Million Euro verzichtet hat, ist mir vollkommen schleierhaft, ich habe darauf keine Antwort.

39:06 – 40:04

Er war in sexuellen Dingen sicher schwer pathologisch und gewalttätig, eine wirklich monströse Erscheinung. Die Hinweise auf Kinderpornografie sind ja teilweise nicht im Akt, obwohl darauf verwiesen wird, was mich sehr gewundert hat, aber es gibt andere Hinweise und detaillierte Schilderungen, etwa wie sich P. eine Nacht lang an einer Prostituierten vergangen hat, das grenzt dann an einen fortgesetzten Mordversuch. P. muss im hohen Maße auffällig gewesen sein. Das war keiner der mal mit einem Päckchen Zucker an einem Kindergarten vorbeigeht und sonst nicht auffällt.

In Bezug auf Mini-DVS:

40:27 – 41:05

Unserem Untersuchungsausschuß hätten alle Akten übergeben werden sollen…Von diesen Beweismitteln haben wir nie etwas erfahren. Sollte es sie geben, dann müsste die Justizministerin uns s jetzt erklären warum sie vor dem Nationalrat und dem Untersuchungsausschuß verheimlicht worden sind.

Tape 3:

 O-Ton Peter Pilz (Nationalratsabgeordneter der Grünen)

03:39 – 03:53

Wenn zwei pensionierte Höchstrichter sagen, wir gehen davon aus, dass Staatsanwälte Amtsmissbrauch begangen haben, um bei der Vertuschung zu helfen, dann wird es ganz brisant.

04:15 – 04:27

Die Politik hat durch eine Verkettung von Zufällen und gute parlamentarische Arbeit die Kontrolle über diesen Fall verloren und das ist gut so.

04:47 – 05:38

Da gibt es etwas, was kriminalpolizeilich nicht aufgeklärt werden soll. Da gibt’s eine Vorstellung im Innenminsterium, der Akt ist geschlossen, es hat einen Täter gegeben, Schluß aus zu. Und das geht so nicht! Wir wissen bis heute nicht, hat es einen zweiten oder dritten Täter gegeben? Wir wissen bis heute nicht, was in dem Verlies bis heute wirklich passiert? Wir wissen bis heute nicht, warum konnten Verdächtige sich selbst Beweismittel abholen und sie möglicherweise vernichten? Wir wissen bis heute nicht, wie groß der Fall wirklich ist und wer wirklich in diesen Fallwirklich verwickelt ist? Wir wollen es wissen und die Spitzen des Innenministeriums wollen es auf keinen Fall wissen! Wir werden sehen wer der Stärkere ist.

05:58 – 06:40

Ich glaube, dass Frau Kampusch in einer sehr schwierigen Situation ist, weil man kann von ihr als Opfer schwer verlangen, dass sie jetzt eine Hauptrolle in der verspäteten Aufklärung spielt. Sie ist die einzige, wo ich verstehe, sie sagt, bitte macht den Akt endlich zu ich will nichts mehr davon hören, ich habe ein Leben vor mir und will das andere hinter   mir lassen. Dafür habe ich Verständnis. Aber es geht  nicht nur um die Frau Kampusch, sondern auch um die Sauberkeit der Justiz und die Verlässlichkeit unserer Polizei und deshalb können wir diesen Fall nicht schließen.

08:00 – 08:26

Wenn die Regierung eine Ermittlung nicht wollte, dann hat die Justizministerin dafür gesorgt, dass der Fall in der politischen Abteilung der Staatsanwaltschaft in Wien landet und dort ist er gelandet und begraben worden und deswegen werden wi im Parlament dafür sorgen, dass diesen Fall ein neuer Staatsanwalt kriegt und zwar ein politisch unabhängiger.

09:00 – 09:18

Der Fall Kampusch muss mit Sicherheit neu geschrieben werden. Zum Teil kriminalpolizeilich und gerichtlich und mit Sicherheit auf politischer Ebene und auf Ebene des Innenministeriums. Ja, der Fall Kampusch ist noch längst nicht abgeschlossen, er beginnt erst.

FORTSETZUNG FOLGT…


Siehe auch:

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Natascha Kampusch unterliegt vor Gericht – Weshalb dieser Prozess?


GUIDO-KOLUMNE-MIX♦   No.  633   ♦


Natascha Kampusch und Ihre juristischen Berater und Begleiter haben vorgestern eine empfindliche Niederlage vor Gericht erlitten:

Die Österreicherin, die acht Jahre in der Gewalt eines Entführers war, hatte eine einstweilige Verfügung gegen das Buch „Der Entführungsfall Natascha Kampusch“ beantragt. Die Pressekammer des Gerichts wies den Antrag zurück. Kampusch, 28, muss die Kosten des Verfahrens tragen. Sie hatte sich gegen Passagen des Autors Peter Reichard gewandt, in denen Videos beschrieben wurden, die ihr Entführer Wolfgang Priklopil von ihr und sich gemacht hatte. Kampusch betrachtete diese als Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts. Das Gericht aber wies darauf hin, dass Kampusch in ihrem eigenen Buch ganz ähnliche Szenen beschrieben habe.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/gerichtsurteil-kampusch-unterliegt-1.3014805

Inhaltsangabe von  Peter Reichards Buch „Der Entführungsfall Natascha Kampusch: Die ganze beschämende Wahrheit“:

Der ehemalige Kripobeamte und preisgekrönte Dokumentarfilmer Peter Reichard steht seit fast zehn Jahren in engem Kontakt mit Natascha Kampusch und hat sich durch intensive Recherche tief in die Details des Entführungsfalles vorgearbeitet. Reichard hat alle wesentlichen Akten akribisch durchforstet, hat mit Zeugen, Beteiligten und Ermittlern sowie mit Natascha Kampusch und ihrer Familie gesprochen. Dabei stolperte er immer wieder über neue Bruchstücke der Geschichte, angebliche Enthüllungen und unterdrückte Wahrheiten. Durch seine detailliert recherchierte Analyse dieses Falles ist er auf Erkenntnisse gestoßen, die niemand vor ihm bisher so klar herausgearbeitet hat. Ursprünglich wollten er und Natascha Kampusch dieses Buch zusammen schreiben, aber um wirklich die ganze Wahrheit des Falles offenlegen zu können und Natascha Kampusch zu schützen, entschlossen sie sich, dass Reichard diese unglaubliche Geschichte alleine erzählen muss. Dennoch war Natascha Kampusch in den Entstehungsprozess des Buches einbezogen, war über dessen Inhalte informiert und steuerte signifikante Informationen bei.
Erst durch diese erstmals objektive und ganzheitliche Betrachtung des Falles wird ein komplettes Verständnis der Zusammenhänge möglich. Zudem stieß Reichard auf bisher geheim gehaltene Videos aus dem Entführerhaushalt, die einen noch nie da gewesenen Einblick in die Interaktion und Beziehung zwischen Natascha Kampusch und ihrem Entführer gewähren.

Quelle: https://www.amazon.de/Entf%C3%BChrungsfall-Natascha-Kampusch-besch%C3%A4mende-Wahrheit/dp/386883298X/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1464883563&sr=8-4&keywords=natascha+kampusch

Viele fragen sich, WARUM Kampusch gegen das Buch von Reichard geklagt hat. Liegt es nur daran, dass dessen Werk früher erschienen ist, als ihr eigenes (zweites) Buch 10 Jahre Freiheit“ , das im August 2016 erscheinen soll?

Inhaltsangabe:

Am 23. August 2006 endete eine der spektakulärsten Entführungen in der jüngeren Geschichte. Natascha Kampusch gelang die Flucht aus dem Kellerverlies, in dem sie über acht Jahre eingesperrt war. Darüber hat sie ein viel beachtetes Buch geschrieben. Zehn Jahre nach der Selbstbefreiung gewährt sie Einblick in ihr Leben nach der Flucht. Sie erzählt von ihren Erfahrungen, bitteren und schönen, von ihren Träumen und Alpträumen, von ihrem Alltag und von ihrem Engagement für traumatisierte Jugendliche. In der Hoffnung, dadurch auch das eigene Trauma zu überwinden.

Quelle: https://www.amazon.de/10-Jahre-Freiheit-Natascha-Kampusch/dp/3471351299/ref=sr_1_7?ie=UTF8&qid=1464883563&sr=8-7&keywords=natascha+kampusch

Geht es Kampusch & Co. also nur um Geld, weil sich das eigene Buch vielleicht nicht mehr so gut verkaufen lässt, wenn Reichards Werk früher erschienen ist, wie manche unken?

Offiziell jedenfalls nicht, denn vor Gericht wurde ja eine Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts moniert.

Was steckt also tatsächlich hinter dieser „Strategie“? Sollen Kritiker und Autoren, die sich mit Kampusch beschäftigen, einfach eingeschüchtert werden? Oder welche andere Wahrheit verbirgt sich noch dahinter, die nicht ans Licht der Öffentlichkeit dringen soll? Etwa die, die ich in meinen Büchern über die „inoffizielle“ Geschichte dieses weltweit berühmtesten Entführungsfalles beschrieben habe?


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Staatsaffäre Natascha Kampusch: „Der Mord, der keiner sein darf!“


GUIDO-KOLUMNE-MIX♦ No.  623 (41/2016) ♦


Die Staatsaffäre Natascha Kampusch ruht nicht. Genauso wenig, wie die Wahrheit, die dahintersteckt, die noch immer verdunkelt und vertuscht wird. Doch irgendwann kommt alles einmal ans Licht. Die „offizielle“ Geschichte, die „offizielle“ Wahrheit bröckelt immer mehr.

Der damalige Soko-Leiter Franz Kröll hatte damit begonnen ein Pädo-Netzwerk aufzudecken, in dem sich auch hochrangige Leute befinden sollen. Aus genau diesem Grund musste meines Erachtens der Oberst  sterben – getarnt als Selbstmord.

Ebenso wie der Kampusch-Entführer Wolfgang Priklopil. Am Abend der Flucht von Natascha soll er sich auf die Gleise gelegt haben, auf denen er schließlich von einem Zug überrollt wurde. So steht es geschrieben. Aber so muss es nicht stimmen!

Schon immer wurde von Insidern dieser Selbstmord bezweifelt. Doch man muss verstehen: Wenn die offizielle Suizid-These nicht mehr haltbar ist, heißt das im Umkehrschluss, dass es Täter gegeben haben muss, die Priklopil getötet haben. Genau jene nämlich, die alles andere als ein Interesse daran haben, dass die wahre Geschichte um den Entführungsfall Kampusch bekannt wird, der sich zur Staatsaffäre entwickelt hat.Und damit nimmt er genau jene Dimensionen an, die ich selbst in meinen Büchern recherchierte und mit den Ermittlungen Oberst Krölls konform gehen.

Die zentrale Frage lautet also, ob sich Priklopil tatsächlich (freiwillig) auf die Gleise gelegt hat oder bereits tot war und andere seine Leiche dahingeschafft haben? Wer also sind dann seine Mörder?

Dementsprechend ist nun auf Spiegel online zu lesen:

Der Entführer von Natascha Kampusch wurde von einem Zug überrollt. Starb Wolfgang Priklopil dadurch? Oder war er tot auf die Gleise gelegt worden? Ein neues Gutachten schließt Fremdverschulden nicht aus.

Und weiter:

Die Ermittler kamen schnell zu dem Schluss: Durch die Befreiung seines Opfers und seine darauf folgende Enttarnung hatte sich der Entführer in Suizidabsicht vor den Zug geworfen. Ein entsprechend vorinformierter Rechtsmediziner bestätigte diesen Geschehensablauf. Die Akte in diesem Kriminalfall wurde vorerst geschlossen.

Doch starb Wolfgang Priklopil tatsächlich durch die Kollision? Oder war er bereits davor tot und wurde er von einem oder mehreren Unbekannten auf die Gleise gelegt?

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/natascha-kampusch-zweifel-an-suizid-des-entfuehrers-wolfgang-priklopil-a-1087957.html

Karl Kröll, der Bruder des Soko-Leiters Franz Kröll, lässt seit Jahren nicht locker. Er präsentierte nun zwei neue Gerichtsgutachten, die dem offiziellen hinsichtlich des Todes von Priklopil widersprechen.

Spiegel Online:

Der Gerichtsmediziner im Fall Priklopil sei nicht nach den „üblichen rechtsmedizinischen Standards und üblichen Vorgangsweisen, nicht einmal (nach) denen eines durchschnittlich sorgfältigen Facharztes der Rechtsmedizin“ vorgegangen, wichtige Untersuchungen seien unterblieben. „Das Gutachten enthält einen Zirkelschluss, nämlich dass ‚unter Bedachtnahme auf die aktenkundige Vorgeschichte‘ ein Suizid vorgelegen haben soll“, urteilen die österreichischen Rechtsmediziner Johann Missliwetz und Martin Grassberger. Das rechtsmedizinische Gutachten zum Tod von Wolfgang Priklopil aus dem Jahr 2006 sei „somit wertlos“.

Das Fazit scheint klar: Die „mangelhafte Fallbearbeitung“ zum Tod des Entführers könne als „gerichtsmedizinischer Kunstfehler“ bezeichnet werden. Es bestehe die „nicht unerhebliche Gefahr“, dass wesentliche Befunde vernichtet worden seien und damit „die Aufklärung in Richtung Verbrechen konkret für immer vereitelt wurde“…

Nach Ansicht von Missliwetz und Grassberger wurden insgesamt sieben Punkte missachtet, die für eine begründete, umfassende und sorgfältige Expertise notwendig gewesen wären. Auch wurde kein technisches Gutachten verfasst, um eine Korrelation der Verletzungen mit der Fahrzeugfront abzugleichen.

Über die „zweifelhafte“ Bahnleiche habe ich in meinem Blogcontent

https://guidograndt.wordpress.com/2016/02/26/staatsaffaere-natascha-kampusch-wurde-der-entfuehrer-doch-ermordet/

geschrieben:

Ich habe Einblick in die Obduktionsberichte von Wolfgang Priklopil bekommen, die Tatort- und Leichenfotos gesehen, die “streng geheim” verwahrt werden.

Bereits im Juni 2013, also vor fast drei Jahren, schrieben Udo Schulze und ich dazu (Hervorhebungen durch mich):

Wolfgang P. – »Zweifelhafte« Bahnleiche:

 Nach offizieller Darstellung hat sich Wolfgang Priklopil vor eine herannahende Wiener S-Bahn auf die Gleise geworfen. Die stählernen Räder des Zuges trennten dabei seinen Kopf vom Rumpf, der Entführer war auf der Stelle tot. Doch inzwischen werden die Fragen immer lauter, ob der Kampusch-Entführer nicht doch ermordet wurde. Demnach werde jetzt ein neues Gutachten vorgelegt, in dem anhand der Auffindesituation des Leichnams Zweifel zulässig seien. Besonders auffällig: Kopf und Körper sind »sauber« voneinander getrennt. Für eine Bahnleiche ist das untypisch, was schon dem verstorbenen Ermittler Franz Kröll aufgefallen war. Der Selbstmord, so der Kriminale, habe inszeniert gewirkt. Das Gutachten soll von einem Sachverständigen stammen. In die gleiche Richtung zielt auch ein Brief des BZÖ-Parlamentariers Ewald Stadler an die österreichische Innenministerin, in dem davon die Rede ist, der Zugbegleiter sei nie zu dem, was er gesehen hat, vernommen worden. Insbesondere sei wichtig, ob es aus dem Hals des Toten heftigen Blutaustritt gegeben habe. Das Ministerium allerdings gab sich in einer ersten Stellungnahme bedeckt und verwies auf die Staatsanwaltschaft. Demnach sei der Selbstmord nicht anzuzweifeln.

Doch den Fotos der Leiche von Wolfgang Priklopil nach ist dies wohl nicht mehr aufrechtzuhalten. Ende Oktober 2012 bekommen wir diese “Top Secret” Aufnahmen zu Gesicht. Darauf ist wenig Blut zu erkennen. Und das hätte schließlich austreten müssen, wenn, wie offiziell verbreitet, Priklopil durch einen Zug der Kopf vom Hals getrennt worden sein soll. Aus gut informierten politischen Kreisen wird uns zugetragen, dass das Herz des Entführers wohl noch einige Schläge getan haben müsste, wie Pathologen meinten. So müsste noch für kurze Zeit Blut aus der Halswunde gepumpt worden sein, die eine große Blutlache hinterlassen hätte. Doch das ist auf den Fotos für uns nicht zu erkennen. Gleichzeitig gibt man uns zu bedenken, dass, wenn Priklopil bereits vorher getötet und erst dann auf die Gleise verbracht worden wäre, durch das Überfahren Spuren beseitigt worden seien: Eventuelle Würgemale. Auch könnte man so nicht mehr feststellen, ob ihm vielleicht vorher der Kehlkopf abgedrückt worden war und er so zu Tode kam.

Ich bleibe dabei:

Die Entführung Natascha Kampuschs ist nur ein Rädchen in einem größeren Zusammenhang: Der einstige Chefermittler Franz Kröll vermutete ein elitäres Netzwerk, das dahinter steckt. Meines Erachtens nach hatte er Recht und musste sterben, weil er gewissen Leuten zu nahe kam!

Der Fall Kampusch führt in die dunklen Abgründe von Kinderpornographie und Kinderprostitution. Er zeigt auf, wie ein ganzer Staat erschüttert werden kann. Wie kriminelle Vertuschungen, Manipulationen und Vetternwirtschaften auf Ebenen der Politik und Justiz, von Geheimdiensten und Medien, sein Gefüge wie Krebszellen zerfressen können und wie scheinbar unzusammenhängende Sachverhalte und hochrangige Protagonisten in einem weitgefächerten Netzwerk zusammenhängen. Aus diesem Grund ist der Fall Kampusch ein staatsgefährdender Skandal. Eine Staatsaffäre, die uns drastisch die Schattenseite eines Rechtsstaates vor Augen führt.

Die Huffington Post resümiert: Bisher wurden diejenigen, die Zweifel am Ausgang der Ermittlungen des Kampusch-Falles äußerten, als Verschwörungstheoretiker verschrien. Das könnte sich bald ändern.

Quelle: http://www.huffingtonpost.de/2016/04/19/natascha-kampusch-entfuhr_n_9729038.html

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Das „Kampusch-Komplott“ – Die Dokumente! (3): „Der (pädophile) Entführer und die Kinderpornos?“


GUIDO-KOLUMNE-MIX♦ No.  619 (37/2016) ♦


Während die Schlammschlacht zwischen Kampusch Anwälten und Peter Reichard, Autor des „Der Entführungsfall Kampusch. Die ganze beschämende Wahrheit“, weiter geht, in dem alle, die den Fall kritisieren als „Verschwörungstheoretiker“ abgetan werden, bleibe ich bei den mir vorliegenden Fakten. So schreibt Reichard in einem Artikel in der Welt etwa:

Direkt pädophile Neigungen hatte Priklopil offenbar nicht. Er war auch nicht jemand, der ins Bordell lief oder einer sadomasochistischen Szene angehörte. Sadistische Züge zeigte er im alltäglichen Umgang mit seinem Opfer…

Quelle: Welt am Sonntag, 20.03.18, S. 15

Peter Reichard, der ja viele Monate oder gar Jahre im Entführungsfall recherchiert hat, müsste folgende Fakten wissen, die ich in meinen Büchern Fall Natascha Kampusch – Die „inoffizielle“ Story (Band 1-3) zusammengetragen habe.

Nach wie vor bin ich aufgrund der mir vorliegenden (teilweise geheimen) Dokumente, Polizei-Videos- und Polizeitonbänder davon überzeugt, dass es sich bei diesem Fall um ein Komplott handelt. Nicht nur der ermittelnde Soko-Leiter Oberst Kröll ging davon aus, dass es sich um ein Pädo-Netzwerk handelt, das dahinter steckt, sondern auch andere, die alles andere als Verschwörungstheoretiker sind. Kröll hat seine Ermittlungen mit dem Leben bezahlt. Scheinbar hat er Selbstmord begangen. Auch darauf wird noch einzugehen sein.

In der Folge werde ich hier auf meinem Blog die mir als Kopien vorliegenden Originaldokumente teilweise veröffentlichen, die etwas ganz anderes belegen, als die „offizielle“ Version des spektakulären Entführungsfalles.

Doch zurück zu Kampusch Entführer Wolfgang Priklopil, der nach Reichard „offenbar keine dirketen pädophilen Neigungen“ hatte und auch keiner „sadomasochistischen Szene“ angehörte.

Meine Erkenntnisse sind andere. Prikolpil soll sogar Kinderpornos im Besitz gehabt  und sich  schwer an einer Prostituierten vergangen haben.

Nein, diese Infos kommen nicht von kruden Verschwörungstheoretikern, sondern stammen aus einem Vernehmungsprotokoll des Freundes und Geschäftspartners des Entführers. Und von einem hochrangigen österreichischen Politiker.

Der Reihe nach.

Johann Rzeszut, ehemaliger Präsident des Wiener Obersten Gerichtshofes und Mitglied der Kampusch-Evaluierungskommission erklärt: »In Bezug auf Besitz von Kinderpornos von Wolfgang Priklopil können wir keine zuverlässigen Angaben festhalten. Tatsache ist, dass der dem verstorbenen Priklopil nahestehenden Freund eine derartige Behauptung aufgestellt hat, aufgrund einer Mitteilung, die ihm angeblich von Seiten Priklopils zugekommen ist«.[1]

Tatsächlich gibt Priklopils Freund und Geschäftspartner Ernst H.[2] bei einer seiner Vernehmungen[3] zu Protokoll[4], dass er kein gutes Verhältnis zu Frauen gehabt hätte. »Er hatte einfach keinen Zugang«. Auf die Frage hin, welche sexuellen Neigungen dieser gehabt hätte, antwortet Ernst H.: »Er hat mir einmal erzählt, dass er Kinderpornos und auch normale Pornos hat. Dies war ca. 1994. Gesehen habe ich diese nicht. Er erwähnte nur, er müsse diese vor seiner Mutter verstecken. Weiters hat er mir einmal erzählt (vermutlich im Jahre 1994), er würde monatlich zu ‚Nutten‘ gehen. Dies habe ich ihm jedoch nicht abgenommen, da er für solche Sachen meiner Meinung nach zu sparsam war«. Bei einer anderen Vernehmung[5] sagt Ernst H. dazu: »Ich kann mir vorstellen, dass er (Priklopil/d.A.) anderen Personen Schmerzen zufügt. Er ist sicher einer gewesen, der Frauen unterwürfig bzw. abwertend behandelt hat. Er hat mir einmal erzählt, dass er Kinderpornos hätte. Dies erwähnte er, als wir noch bei der Firma K.[6] gearbeitet haben«.

Hier eines der Vernehmungsprotokolle von Ernst H.:

Niederschrift E.H._Kinderporno Priklopil_1

Niederschrift E.H._Kinderporno Priklopil_2

Handelte es sich bei diesen Kinderpornos eventuell um jenes Bildmaterial, das nun irgendwo im Bürokratie-Moloch der Ermittler und/oder Ministerien verschwunden ist? Musste es verschwinden, weil es nicht nur Natascha Kampusch zeigte, sondern auch belegen würde, dass Priklopil sich in der Pädophilenszene bewegte, vielleicht sogar einem Kinderpornoring als »Zuträger« angehörte?[7] AUF DIESEN PUNKT WERDE ICH NOCH GESONDERT EINGEHEN.

Allerdings täuschte sich Ernst H. bei der Annahme, dass Priklopil zu »sparsam« gewesen sei, um die Dienste von Prostituierten in Anspruch zu nehmen. Recht wiederum hatte er mit der Annahme, dass der Entführer Frauen unterwürfig und abwertend behandelt hatte und anderen Personen Schmerzen zufügte. So kam es in einer Wohnung, die Priklopil restaurierte und dann weiterverkaufte zu einer Tat an einer Prostituierten – gegen ihren Willen.[8]

Als ich den Grünen-Nationalratsabgeordneten Peter Pilz in seinem Büro in Wien für ein Interview aufsuche, zeigt er mir einen dementsprechenden Akt. »Prilopil war in sexuellen Dingen sicher schwer pathologisch und gewalttätig, eine wirklich monströse Erscheinung« sagt er. »Die Hinweise auf Kinderpornografie sind ja teilweise nicht im Akt, obwohl darauf verwiesen wird, was mich sehr gewundert hat, aber es gibt andere Hinweise und detaillierte Schilderungen, etwa wie sich Priklopil eine Nacht lang an einer Prostituierten vergangen hat. Das grenzt an einen fortgesetzten Mordversuch. Priklopil muss im hohen Maße auffällig gewesen sein. Das war keiner der mal mit einem Päckchen Zucker an einem Kindergarten vorbeigeht und sonst nicht auffällt«[9].

Interessant ist, dass laut Grünen-Politiker die Hinweise auf Kinderpornografie teilweise nicht im Akt sind, obwohl darauf verwiesen wird! Schon alleine daran ist zu erkennen, wie diese „manipuliert“ wurden.

Sicher hat Peter Pilz mit seiner Einschätzung recht. Erinnern möchte ich noch einmal an den Hinweis eines Polizeihundeführers vom April 1998 bei dem auf den »Eigenbrötler« Priklopil aufmerksam gemacht wurde, der nicht nur Kontaktprobleme und eventuell Waffen haben könnte, sondern zudem auch einen »Hang zu Kindern« aufweisen sollte.[10]

Bereits 1978 soll Priklopil gegenüber zweier Mädchen als Exhibitionist aufgetreten sein. Später soll er erneut durch eine sexuell motivierte Straftat aufgefallen sein, die allerdings nie verfolgt wurde, obwohl die Betroffene im Jahr 2008 Anzeige erstattet haben will. Nach Angaben einer 1985 sieben Jahre alten Andrea L. habe sich Priklopil im Alter von 23 Jahren in Strasshof, seinem damaligen Wohnort, dem Mädchen auf einem Fahrrad genähert. Beide kannten sich, da die Eltern des Kindes in unmittelbarer Umgebung von Priklopil ein Ferienhaus besaßen. Zunächst habe sich der Radler zu dem Kind gesetzt und geplaudert. Dabei, so Andrea L., habe Priklopil sich darüber beklagt, keine Freunde zu haben und immer allein sein müssen. Dann sei es zu sexuellen Handlungen an dem Mädchen gekommen. Der frühere Priklopil-Nachbar Eugen Z[11]. berichtet, seine Tochter und eine Freundin, damals beide etwa acht Jahre alt, hätten gemeinsam im Wald Beeren gesucht, als Wolfgang Priklopil plötzlich nackt vor den Kindern aufgetaucht sei. In Panik rannten die Mädchen nach Hause.[12] Die Eltern erstatteten Anzeige bei der Polizei. Was daraus wurde, ist unklar.[13]

Wie kann es sein, dass es dem Kriminalisten und Buchautor Peter Reichard entgangen ist, dass Priklopil sehr wohl pädophile Neigungen hatte? Vor allem nicht den Hinweis des oben genannten Polizisten thematisiert hat, der dem Entführer einen „Hang zu Kindern“ attestierte?

FORTSETZUNG FOLGT MIT WEITEREN VERÖFFENTLICHUNGEN VON DOKUMENTEN…


Quellen:
[1] Filmsichtliste, Tape 2, Timecode 06:17-06:48/Archiv Grandt
[2] Name bekannt
[3] Die Vernehmungen liegen mir vor
[4] »(Vernehmungs-)Niederschrift von Ernst H. vom Landespolizeikommando Burgenland, Landeskriminalamt Eisenstadt (GZ VS 05/02)« v. 26.08.2006/Archiv Grandt
[5] »(Vernehmungs-)Niederschrift von Ernst H. vom Landespolizeikommando Burgenland, Landeskriminalamt Eisenstadt (GZ VS 05/02)« v. 27.09.2006/Archiv Grandt
[6] Name bekannt
[7] Siehe hierzu auch: »Heisse Spuren in die Sex-Szene« in: Österreich v. 08.05.09
[8] »Heisse Spuren in die Sex-Szene« in: Österreich v. 08.05.09
[9] Filmsichtliste, Tape 2, Timecode 39:06-40:04/Archiv Grandt
[10] »Chronologie: Der Fall Kampusch – Entführung und Vertuschung« in: diepresse.com (http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/361036/index?gal=361036&index=1&direct=&_vl_backlink=&popup=)/Zugriff: 27.12.12
[11] Name geändert
[12] Vgl: Hall, Alan/Leidig, Michael: »Girl in the cellar«, New York 2007, S. 60/»Wer war Wolfgang Priklopil? : Natascha Kampusch und der stille Nachbar« in: tagesspiegel.de v. 10.08.07 (http://www.tagesspiegel.de/politik/geschichte/wer-war-wolfgang-priklopil-natascha-kampusch-und-der-stille-nachbar/1009872.html)/Zugriff: 11.03.13
[13] »Ermittler zweifeln an Aussagen von 3. Priklopil-Opfer« in: oe24.at v. 21.01.09 (http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Ermittler-zweifeln-an-Aussagen-von-3-Priklopil-Opfer/457644)/Zugriff: 11.03.13/»Staatsanwaltschaftsskandal im Fall Priklopil« in: gegensexuellegewalt.at v. 11.07.09 (http://www.gegensexuellegewalt.at/2009/07/11/staatsanwaltschaftsskandal-im-fall-priklopil/)/Zugriff: 11.03.13

 

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Das „Kampusch-Komplott“ – Die Dokumente! (2)


GUIDO-KOLUMNE-MIX♦ No.  616 (34/2016) ♦


Gestern ist Peter Reichards Buch „Der Entführungsfall Kampusch. Die ganze beschämende Wahrheit“ erschienen und schon gibt es Streit, verschiedene Aussagen und anwaltliche Drohungen:

Natascha Kampuschs Rechtsvertreter Gerald Ganzger erklärte gegenüber den Zeitungen „Presse“ und „Kurier“, seine Mandantin habe keine Zustimmung dazu gegeben. Reichard zitiert in dem Buch Dialoge aus Videos, die Kampuschs Entführer Wolfgang Priklopil in dem Verlies gedreht hat. Laut einem am Sonntag veröffentlichten Bericht über das Buch in der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ steht der Autor nach Verlagsangaben (Riva, Münchner Verlagsgruppe) seit zehn Jahren in engem Kontakt mit Natascha Kampusch. Die Videos standen unter Verschluss, von ihrer Existenz hat die Öffentlichkeit bisher nichts gewusst. Die Inhalte wurden laut „Welt“ mit dem Einverständnis der 28-Jährigen verwendet (…) Allerdings habe Natascha Kampusch nie ihre Zustimmung zu diesem Buch gegeben, „weder schriftlich noch mündlich“, meinte Ganzger zur APA. Bei den privaten Treffen habe Reichard nie erwähnt, dass er ein Buch schreibt. Erst im Dezember 2015 habe er ihr bei einer Zusammenkunft in Wien ein 400-seitiges Manuskript vorgelegt. Laut Ganzger ist Kampusch mit dem Lesen des Manuskripts überfordert gewesen, habe nur ein wenig geblättert und dann zum Autor gesagt: „Warum tun Sie das? Ich will das nicht.“ Laut Ganzger hat der Autor Natascha Kampuschs „Vertrauen missbraucht“ (…) Der Verlag bezeichnete gegenüber dem „Kurier“ die Vorwürfe hingegen als haltlos (…)Kampusch will zu der Veröffentlichung des Buches keine Stellung nehmen, sagte Ganzger. Ihr Rechtsvertreter sah laut „Kurier“ „eine glatte Verletzung ihrer Privatsphäre“. Er werde das Buch lesen und rechtliche Schritte überlegen, kündigte Ganzger an.

Quelle: http://news.furt.at/artikel/220121/Streit-um-neues-Buch-ueber-den-Fall-Natascha-Kampusch

Der Streit um die Wahrheit im Entführungsfall Natascha Kampusch geht also in die nächste Runde. Ich bemerkte bereits, dass die Enthüllungen dieser Videos eben NICHT beweisen, dass es NICHT doch noch ANDERE Täter gegeben hat. Ganz im Gegenteil: Warum taucht die Information über die Existenz dieser Videos auf einmal – salopp gesagt – wie „Kai aus der Kiste“ auf? Warum sind diese streng unter Verschluss, wenn sie doch Kampuschs Aussagen stützen sollen?

Nach wie vor bin ich aufgrund der mir vorliegenden (teilweise geheimen) Dokumente, Polizei-Videos- und Polizeitonbänder davon überzeugt, dass es sich um ein Komplott handelt. Nicht nur der ermittelnde Soko-Leiter Oberst Kröll ging davon aus, dass es sich um ein Pädo-Netzwerk handelt, das dahinter steckt, sondern auch andere, die alles andere als Verschwörungstheoretiker sind. Kröll hat seine Ermittlungen mit dem Leben bezahlt. Scheinbar hat er Selbstmord begangen.

In der Folge werde ich hier auf meinem Blog die mir als Kopien vorliegenden Originaldokumente in diesem Fall teilweise veröffentlichen, die etwas ganz anderes belegen, als die „offizielle“ Version.

Niederschrift des Landeskriminalamt Burgenland vom 27.08.2006

 Zum dritten Mal wird Ischtar A. von Polizeibeamten zu Hause aufgesucht und befragt. Vor allem der Umstand, dass die Schülerin weiterhin bei »zwei« Tätern bleibt, die sie bei Natascha Kampuschs Entführung gesehen hat, wird erneut hinterfragt.

Doch wieder erklärt Ischtar A. (S. 1): »Ich gebe an, dass ich im Rahmen meiner Beobachtungen des damaligen Fluchtfahrzeuges 2 Personen gesehen habe. Beide Personen saßen vorne. Einer am Fahrersitz, einer beifahrerseitig. Die ganze Sache habe ich allerdings bereits im Rahmen meiner oftmaligen Einvernahmen genauestens angegeben«.

Erneut beschreibt sie die Täter (S. 1): »Den Täter kann ich anhand der Bilder eindeutig als damaligen Beifahrer identifizieren (gemeint ist Wolfgang Priklopil/d.A.). Die Person vom Fahrersitz hatte ganz kurze Haare, eine Stoppelglatze.«

Und weiter bekräftigt Ischtar A. (S. 2): »(…) ich bin mir trotzdem sicher, dass eine zweite Person dabei war (…) Auch wenn mir gesagt wird, dass Natascha Kampusch aussagt, dass nur eine Person die Entführung gemacht hat, bin ich mir sicher, dass in dem Bus, welchen ich gesehen habe, 2 Personen gesessen sind. Priklopil habe ich eindeutig erkannt, zur zweiten Person habe ich bereits PersBeschreibung (Personenbeschreibung/d.A) abgegeben. Dezidiert schließe ich aus, dass Priklopil alleine in den von mir gesehenen Bus war.«

Niederschrift Ischtar A._27.08.06_1

Niederschrift Ischtar A._27.08.06-2

 

Aktenvermerk des Landespolizeikommando Burgenland (Landeskriminalamt) vom 31.08.2006

 Der Aktenvermerk des Landeskriminalabtes beschreibt die Rekonstruktion der Entführung der Natascha Kampusch durch Ermittlungsbeamte vor Ort. So stellt sich die Frage, warum erst über acht Jahre später eine solche durchgeführt wurde?

Anwesend dabei auch die einzige Tatzeugin, Ischtar A., die nach wie vor bei der Behauptung bleibt, zwei Täter gesehen zu haben.

Aktenvermerk Ischtar A._31.08.06_1

Aktenvermerk Ischtar A._31.08.06_2

FORTSETZUNG FOLGT MIT WEITEREN VERÖFFENTLICHUNGEN VON DOKUMENTEN…


DENKEN SIE IMMER DARAN:

SIE HABEN EIN RECHT AUF DIE WAHRHEIT!

 Ihr und euer

GUIDO GRANDT

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„Für Deutschlands Zukunft, für unsere Demokratie und Kultur ist heute nichts wichtiger als ein Klima offener und breiter Meinungsfreiheit. Sie ist das Fundament der Demokratie. Wir müssen uns vor einer Bedrückung durch die allzu mächtige Political Correctness schützen (…) Nur in offener Meinungsfreiheit, die auch extreme Abweichungen toleriert und dann im politischen Streit austrägt, erwachsen Mut und Kreativität.“
Klaus von Dohnanyi (SPD)

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Weitere Hintergrundinformationen zum Fall Natascha Kampusch hier:

COVER Band 1
http://www.alaria.de/home/2830-fall-natascha-kampusch-die-inoffizielle-story.html
Cover2https://www.alaria.de/home/2831-fall-natascha-kampusch-die-inoffizielle-story.html
Cover3
http://www.alaria.de/home/2832-fall-natascha-kampusch-die-inoffizielle-story.html
Akte Natascha Kampusch - Die Geheimdokumente_NEU2
http://www.alaria.de/home/2674-akte-natascha-kampusch.html