Griechische Banken vor dem Crash – Kommt jetzt die Sparerenteignung?


UAL-Logo

♦ ♦ ♦   NEWSLETTER   ♦ ♦ ♦


Heute ist mein neuer UNANGREIFBAR LEBEN-Artikel erschienen. Wieder zu einem brandaktuellen Thema:

Der Druck auf Griechenland steigt von Tag zu Tag. Denn die Hellenen wagten es mit ihrem Referendum, sich offen gegen das Spardiktat aus Brüssel zu stellen.

Für die EU-Kommission, das Parlament und den Rat ist die Tsipras-Politik ein Dorn im Auge. Inakzeptabel. Eine Bedrohung für die gesamte Union.

Es muss an ihr ein Exempel statuiert werden, damit nicht auch noch andere Krisenländer aufmucken. Und zwar so…

 

Weiter hier: http://www.gevestor.de/?p=744842

 

UAL-Logo

exklusiv im GEVESTOR-VERLAG.


Weitere Hintergrundinformationen:

 Secret Press 2_CoverSecret Press Cover 1_Mai 2014Cover

Guido Grandt

 

___________________________________________________________________________________________________

http://www.alaria.de/home/3356-der-crash.html

https://www.alaria.de/home/3246-eurobellion.html

http://www.alaria.de/home/958-2018-deutschland-nach-dem-crash.html

https://www.alaria.de/home/3245-euro-schande.html

 

!!! DANKE FÜR ÜBER EINE MILLION SEITENAUFRUFE UND ÜBER 600.000 LESER !!!


 

Wiki_million_1

 

 

Es ist geschafft!

Mein investigativer Journalismusblog hat die magische Grenze von

1 Million

Seitenaufrufe geschafft!

Über

600.000 Menschen

aus fast allen Ländern der Welt haben bislang meine Artikel gelesen.

Das ist großartig, das ist klasse und ich kann meinen treuen Lesern nur eines sagen:

DANKE!!!

Danke für das Vertrauen, für die Kommentare und Meinungen, für die Kritik und die Treue.

Ich verspreche so weiterzumachen, wie bisher auch!

Mit kritischem Blick auf das Zeitgeschehen. Mit fundierten Hintergrundanalysen, seriösen Recherchen und Enthüllungen.

Mutig, engagiert und ohne Scheu Tabus zu brechen!

Politik, Wirtschaft und Medien kann ich nur eines sagen:

GuidosKolumneNEU3

In diesem Sinne,

Ihr und Euer

 

DSC02145



Quelle: 1000000.png and Datei:Wikipedia-de-ErsteMillion-135.png; Wikipedia logo by Nohat (concept by Paullusmagnus); compare Wikipedia



 

guido-kolumne-mix3.jpg

 

shutterstock_133773500

 

GUIDO GRANDT.Kolumne 8

GuidosKolumneNEU4

 

Guidos  KOLUMNE5

 

GuidosKolumneNEU2

cropped-cropped-blog_logo.jpg

 

Gugra Logo neu2 klein

 

CRASH SURVIVAL.RANGER-LOGO

 

UAL-Logo

 

Ein persönliches Wort


GuidosKolumneNeu

 

 

Ein persönliches Wort an meine treuen Leser!

 

Vielen Dank für das seit Jahren anhaltende Vertrauen. Nicht nur in meine Person als kritischem Journalisten, Publizisten und Filmemacher, sondern auch allgemein in den investigativen Journalismus, der leider immer mehr versiegt. Nach wie vor versuche ich diesen  – und zumeist über die neuen Medien-  mit meinen Recherchen an Sie und euch weiterzugeben.

So sind insgesamt annähernd 700 kritische Wirtschafts-, Politik- und Gesellschaftscontents- und Artikel für nationale und internationale Medien entstanden, etwa 30 Printbücher und E-Books (auch unter Pseudonym) und rund 300 Filmbeiträge für in-und ausländische TV-Produktionen,  an denen ich mitgewirkt habe.

Diese Bilanz habe ich nur Ihnen und euch zu verdanken!

 

blogbildneu2.jpg

 

Aufgund des großen Erfolges werde ich zukünftig meine alle Artikel  in

 

GuidosKolumneNeu

 

 

 

 

 

 

unterbringen, die schon jetzt für viele „Kult“ geworden ist.

 

 

Zudem habe ich vor, dem „Outside-Rebel“ Hemingway Cash Bukowski  eine Plattform zu bieten, dessen sozial- und politischkritische Gedichte einfach jeder lesen sollte!

Seine Facebook-Seite wurde gesperrt und er hat auch sonst genug Probleme mit diversen Figuren am Hals, die ihn „mundtot“ machen wollen. Solidarität ist da angesagt.

 

bukowski.bearbeitetNEU30

 

 

 

 

 

 

 

 

 

http://outsiderebel.wordpress.com/

 

 

Mein Blog wird in folgenden Ländern gelesen:

 

Land
Germany FlaggeGermany
Austria FlaggeAustria
Switzerland FlaggeSwitzerland
United States FlaggeUnited States
Netherlands FlaggeNetherlands
Spanien FlaggeSpanien
Italien FlaggeItalien
France FlaggeFrance
United Kingdom FlaggeUnited Kingdom
Luxemburg FlaggeLuxemburg
Thailand FlaggeThailand
Russian Federation FlaggeRussian Federation
Hungary FlaggeHungary
Poland FlaggePoland
Belgium FlaggeBelgium
Turkey FlaggeTurkey
Tunisia FlaggeTunisia
Sweden FlaggeSweden
Kenya FlaggeKenya
Ägypten FlaggeÄgypten
Brazil FlaggeBrazil
Czech Republic FlaggeCzech Republic
Australien FlaggeAustralien
Greece FlaggeGreece
Norway FlaggeNorway
Canada FlaggeCanada
Portugal FlaggePortugal
Ukraine FlaggeUkraine
Romania FlaggeRomania
Ireland FlaggeIreland
Paraguay FlaggeParaguay
Croatia FlaggeCroatia
Denmark FlaggeDenmark
Finland FlaggeFinland
Montenegro FlaggeMontenegro
Slovakia FlaggeSlovakia
Liechtenstein FlaggeLiechtenstein
Bulgaria FlaggeBulgaria
Philippines FlaggePhilippines
Slovenia FlaggeSlovenia
Süd-Afrika FlaggeSüd-Afrika
Mexico FlaggeMexico
Bosnia and Herzegovina FlaggeBosnia and Herzegovina
India FlaggeIndia
Iceland FlaggeIceland
Morocco FlaggeMorocco
Indonesia FlaggeIndonesia
Japan FlaggeJapan
Uruguay FlaggeUruguay
Serbia FlaggeSerbia
Viet Nam FlaggeViet Nam
Belarus FlaggeBelarus
New Zealand FlaggeNew Zealand
Malaysia FlaggeMalaysia
Bolivia FlaggeBolivia
Latvia FlaggeLatvia
Chile FlaggeChile
Singapur FlaggeSingapur
United Arab Emirates FlaggeUnited Arab Emirates
Argentinien FlaggeArgentinien
Namibia FlaggeNamibia
Israel FlaggeIsrael
Cambodia FlaggeCambodia
Nigeria FlaggeNigeria
Hong Kong FlaggeHong Kong
Lithuania FlaggeLithuania
Peru FlaggePeru
Saudi Arabia FlaggeSaudi Arabia
Katar FlaggeKatar
Estonia FlaggeEstonia
Costa Rica FlaggeCosta Rica
Cyprus FlaggeCyprus
Panama FlaggePanama
Macedonia, the former Yugoslav Republic of FlaggeMazedonien, die ehemalige jugoslawische Republik
Korea, Republic of FlaggeRepublik Korea
Colombia FlaggeColombia
Haiti FlaggeHaiti
Taiwan FlaggeTaiwan
Dominican Republic FlaggeDominican Republic
Ghana FlaggeGhana
Malta FlaggeMalta
Algeria FlaggeAlgeria
Venezuela FlaggeVenezuela
Sri Lanka FlaggeSri Lanka
Albania FlaggeAlbania
Lebanon FlaggeLebanon
Jordan FlaggeJordan
New Caledonia FlaggeNew Caledonia
Pakistan FlaggePakistan
Libya FlaggeLibya
Guatemala FlaggeGuatemala
Ecuador FlaggeEcuador
Dschibuti FlaggeDschibuti
Georgia FlaggeGeorgia
Mongolia FlaggeMongolia
Nicaragua FlaggeNicaragua
China FlaggeChina
Moldova, Republic of FlaggeMoldawien
Afghanistan FlaggeAfghanistan
Iraq FlaggeIraq
Andorra FlaggeAndorra
Lao People's Democratic Republic FlaggeLao People’s Democratic Republic
Barbados FlaggeBarbados
Malediven FlaggeMalediven
Kazakhstan FlaggeKazakhstan
Mauritania FlaggeMauritania
Martinique FlaggeMartinique
Senegal FlaggeSenegal
Uzbekistan FlaggeUzbekistan
Guadeloupe FlaggeGuadeloupe
Holy See (Vatican City State) FlaggeVatikanstadt
Mauritius FlaggeMauritius
Congo, the Democratic Republic of the FlaggeDemokratische Republik Kongo
Dominica FlaggeDominica
Guinea-Bissau FlaggeGuinea-Bissau
Bahrain FlaggeBahrain
Sudan FlaggeSudan
Nepal FlaggeNepal
Botswana FlaggeBotswana
Suriname FlaggeSuriname
Zimbabwe FlaggeZimbabwe
Iran, Islamic Republic of FlaggeIran, Islamic Republic of
Syrian Arab Republic FlaggeSyrian Arab Republic
Cuba FlaggeCuba
Trinidad and Tobago FlaggeTrinidad and Tobago
Kuwait FlaggeKuwait
Equatorial Guinea FlaggeEquatorial Guinea
Tanzania, United Republic of FlaggeVereinigte Republik Tansania
Swaziland FlaggeSwaziland
Isle of Man FlaggeIsle of Man
El Salvador FlaggeEl Salvador
Saint Lucia FlaggeSaint Lu

Das ist einfach fantastisch!

Neue Aufgaben warten auf mich und mein Team: So möchte ich demnächst das wohl erste deutschsprachige E-Magazin für Enthüllungsjournalismus und Hintergrundanalysen weiter voranbringen, in dem unregellmäßig Artikel, Rechercheergebnisse und Dokumente veröffentlicht werden, die oftmals zu “heiß”, zu unbequem für den Mainstream oder politisch nicht gewollt sind.

 

Grandt_Press_Logo.NEUdocx

 

https://guidograndt.wordpress.com/leaks-journal-e-magazin-fur-enthullungsjournalismus-und-hintergrundanalysen/

 

 

Außerdem möchte ich meinen Verlag

 

Gugra Logo neu2 klein

 

weiter ausbauen

 

http://gugra-media-verlag.de/

 

Zudem bin ich noch mit meinem gugra-Media-Recherchebüro beschäftigt.

 

shutterstock_105033224

 

https://guidograndt.wordpress.com/rechercheburo/

 

Das alles kostet nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld.  So hoffe ich, dass Sie und ihr mich weiterhin unterstützt und für unabhängigen, investigativen Journalismus bereit seid, die wenige Euro auszugeben, die meine/unsere Bücher/E-Books, Magazine und DVDs auf dem Markt kosten.

Nur so kann mein Team und ich weitermachen.

Denn „Feinde“, Neider und Kritiker haben wir genug, die nur darauf warten, dass wir das Handtuch werfen.

So warten also viele neue „heiße“, investigative und Tabubrechende Themen auf Sie und euch. Denn eines darf niemals passieren:

Foto_Titel (3)

Noch einmal – ein herzliches Dankeschön an alle meine Leser im In- und Ausland!

Ich verspreche Ihnen und euch, weiterzumachen, damit die Eliten und die „Großen“ da oben wissen:

 

GuidosKolumneNEU3

 

In diesem Sinne, Ihr und Euer

Guido Grandt

 

 

_______________________________________________________

Nachfolgend können Sie meinen kostenlosen GRAND(T)s NEWSLETTER  bestellen (und jederzeit wieder abbestellen):

———————————————————————————————

 

WOLF EGGERT – „Die Kanzlerakte“


Aus: DORIAN GREY 4/12:

Geheimsache Kanzlerakte: Wem dienen Sie, Frau Merkel?

von WE

Abseits der Pressewahrnehmung kursiert bereits seit Jahren eine sogenannte “Kanzlerakte”! Dem Geheimpapier zufolge müssen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland eine Unterwerfungserklärung gegenüber den ehemaligen Weltkriegsallierten unterschreiben. Ist die Souveränität Deutschlands in Wahrheit begrenzt?

Die Handlungen der Bundesregierung in Sachen Euro-Rettungspaketen geben manchem Beobachter Rätsel auf: Im Prinzip handelt die Regierung gegen jeden ökonomischen Sachverstand und verpfändet darüber hinaus die Ersparnisse ihrer Bürger, die wahrscheinlich im großen schwarzen Loch von Brüssel unrettbar verloren gehen. Eigentlich müsste Deutschland längst raus sein aus dem Euro. Aus ureigensten Interessen. Doch die Spitzen aller Bundestagsfraktionen und Chefredaktionen der Mainstreampresse verkünden unisono wie DDR-Blockflöten, dass sie diesen Schritt nicht wollen. Jetzt stellt sich die Frage: KANN Deutschland überhaupt austreten? Hat die Regierung Entscheidungsbefugnis, tun und lassen zu können, was das Land und seine Bürger wollen? Ein ebenso brisantes wie unbekanntes Dokument sagt: Nein! Diese “Kanzlerakte” soll Teil eines geheimen Staatsvertrags vom 21. Mai 1949 sein, mit dem sich die Alliierten nach dem Krieg die Entscheidungsgewalt über den bundesrepublikanischen Staat und seine Medienlandschaft sicherten. Bis ins Jahr 2099! Angeblich muss dieses Dokument jeder deutsche Bundeskanzler vor “Ablegung des Amtseides” unterzeichnen. Angeblich müssen alle Bundeskanzler der BRD vor Amtsantritt die Festlegungen dieses Abkommens unterschreiben.

Geheimer Staatsvertrag 2007 rückte das Papier erstmals in ein breiteres Licht der Öffentlichkeit, als es von Generalmajor Gerd- Helmut Komossa erwähnt wurde. Die mediale Taufhebung konnte kaum aus berufenerem Munde erfolgen, denn Komossa hatte zuvor als Chef des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) gedient, der neben dem Bundesnachrichtendienst und dem Bundesamt für Verfassungsschutz zu den drei Nachrichtendiensten des Bundes gehört. Sein im gleichen Jahr erschienenes Buch, «Die deutsche Karte – Das verdeckte Spiel der geheimen Dienste», war gefüllt mit brisanten Hintergrundinformationen.

Auch über die “Kanzlerakte”. Auf Seite 21f. lesen wir: »…Der Geheime Staatsvertrag vom 21. Mai 1949 wurde vom Bundesnachrichtendienst unter „Strengste Vertraulichkeit“ eingestuft. In ihm wurden die grundlegenden Vorbehalte der Sieger für die Souveränität der Bundesrepublik bis zum Jahre 2099 festgeschrieben, was heute wohl kaum jemandem bewusst sein dürfte. Danach wurde einmal ´der Medienvorbehalt der alliierten Mächte über deutsche Zeitungsund Rundfunkmedien´ bis zum Jahr 2099 fixiert. Zum anderen wurde geregelt, dass jeder Bundeskanzler Deutschlands auf Anordnung der Alliierten vor Ablegung des Amtseides die so genannte „Kanzlerakte“ zu unterzeichnen hatte. Darüber hinaus blieben die Goldreserven der Bundesrepublik gepfändet. « Befragt, ob er sich bei seinen Aussagen auf das Rickermann-Dokument (Bild) stütze, antwortete der General unmittelbar nach Erscheinen seiner Memoiren positiv. Ihm, so Komossa, liege das zitierte Papier „in Ablichtung“ vor. Es sei ihm „dienstlich zugänglich“ gewesen, eine vertrauenswürdige Person habe es ihm übermittelt. Die Weltpresse und auch die deutschen Medien ignorierten die Sensationsmeldung – oder attackierten den General scharf. Einzig Russia Today – ein in 100 Länder ausstrahlenden TV-Sender – brachte es zu einem sachlichen Beitrag. RT betonte, dass ein enormer öffentlicher Druck gegen den Ex-MAD-Chef aufgebaut werde – „Als Ergebnis verweigerte Komossa weitere Interviews und entschuldigte sich sogar für einige unangenehme Kapitel in dem Buch“. (http://goo.gl/2sm4l )Doch kaum war der Gescholtene auf Tauchstation gegangen, meldete sich bereits ein weiterer Bighshot deutscher Außen- und Sicherheitspolitik zu Wort.

Weiterlesen in DORIAN GREY Ausgabe 4 oder als PDF

http://doriangrey.net/geheimsache-kanzlerakte-wem-dienen-sie-frau-merkel/

»Mit dem Herzen eines Tigers« – Kindergladiatoren in Pattaya (2)


Veröffentlicht in dorian grey 16.11.12

Eine investigative Reportage von Guido Grandt

Je länger der Kampf dauert, umso schneller erreicht die Stimmung ihren Siedepunkt.

Nur Peter aus Münster interessiert sich nicht wirklich dafür. Dennoch schielt er mit einem Auge auf die kleine Joy, mit dem anderen auf sein Bargirl, die das Geschehen im Ring verfolgt.  Den dicken, alten, schweißtriefenden Farang für einen Moment vergisst, der nur noch mit Viagra einen hoch kriegt. Aber zahlt. Sogar sehr gut zahlt.

Joy und  Prasong tasten sich zunächst vorsichtig ab. Dann stürzen sie sich wie zwei kleine Tiger aufeinander, setzen alles ein, was ihnen ihr Körper an Waffen bietet: Fäuste, Ellbogen, Knie, Schienbeine und Füße. Hart und verbissen kämpfen sie, verkeilen sich in den Seilen. Es wird geschlagen, getreten und gerungen. Schwitzende Kinder in Action. Eine wahre Freude für jeden Pädophilen, der mal nicht durchs Kinderprogramm zappen muss. Sondern live dabei ist, wenn »Mini-Dornmöschen« gegen »Mini-Prinz-Eisenschwänzchen« antritt. Das jedenfalls gibt gerade ein anderer deutscher Tourist Münster-Peter zum Besten. Rotgesichtig von Äquatorsonne und Alkohol, reibt er sich im Schritt seiner bierbefleckten Shorts und lacht sich ins Onanierfäustchen. Auch Peter rutscht auf einmal unruhig auf seinem Barhocker herum. Genehmigt sich auf die neugewonnen Perspektive einer Short- oder Longtime mit einer viel jüngeren, als jener, an der er die ganze Zeit herumschraubt, noch ein Bier. Und noch eines, während er mit seiner Rechten etwas grob und unbeholfen die Knospen unter dem T-Shirt des Bargirls streichelt.

Währenddessen geht die wüste Kinderkeilerei im Ring weiter. »Hier gibt’s ordentlich was auf die Fresse«, ruft Mister Bierflecken-Shorts Peter aus Münster zu und lacht sich erneut schlapp, sich an den eigenen Worten aufgeilend.

Endlich Pause. Zwei Minuten Zeit zum Durchatmen. Höchste Anspannung in den Mini-Gladiatoren-Gesichtern. Schmerzen erduldend. Angst vergessend. Blicke ignorierend. Auch die lüsternen von dem dicken Farang, direkt gegenüber von Joy, der mit einer Hand an einem Bargirl rummacht und mit der anderen einen Mann mit bierbefleckten Shorts zu sich heranzieht. Mit ihm irgendwelche Scherze macht und dabei dauernd zu ihr rüber glotzt. Aus diesem Grund steht Joy hier im Ring: Um nicht so arm zu sein, dass sie es zulassen muss, dass solche Typen ihr für Geld wehtun.

Kaum versucht sie sich wieder auf den Kampf zu konzentrieren, stürmt der kleine Prasong schon auf sie zu. Er landet einen harten Scheinbeinkick gegen ihren linken Oberschenkel. Vor Schmerz schreit sie auf, verliert den Halt und geht zu Boden. Die Menge grölt. Nach Punkten liegt sie hinten, das weiß sie. Auf die Zähne beißend steht Joy wieder auf. Noch eine Runde. Immer wilder werden jetzt ihre Schläge, Tritte und Kicks. Gegen Kopf, Oberkörper und Beine des Jungen. Noch ein paar Minuten Vollgas. An ihre Eltern denken. An die kleine Garküche, die die Familie nur notdürftig über Wasser hält. Zu wenig zum Leben, zu wenig zum Sterben. Dann der Schlussgong: Endlich vorbei.

Der Ringrichter reißt Joys dünne Arme in die Höhe. Sie hat es geschafft. Sie hat gewonnen. Schwer atmend verbeugt sie sich dreimal zum Publikum. Umarmt kurz Prasong, dessen Namen sie nicht einmal kennt. In seinen Augen schwimmen Tränen. Nicht vor Schmerz oder Erschöpfung, sondern vor Enttäuschung über sich selbst. Dennoch: Gewinner und Verlierer gehen getrennt voneinander durch die dichten Reihen der Bar. Joy begleitet von ihrem Trainer, ihrem Vater. Prasong einsam und alleine. Sie sammeln, nein, sie betteln um Geld für ihren harten Kampf. Von den Zuschauern, den Touristen, den Farangs. Aber die meisten von ihnen scheren sich nicht um sie, geben auch nichts. Fummeln lieber an ihren Bargirls oder Ladyboys herum oder bestellen sich das nächste Bier. An das harte Los der Kinder wie Joy und Prasong verschwenden sie keinen Gedanken. Warum auch? Probleme haben sie zu Hause genug: Euro-Krise, Stress auf der Arbeit, in der Ehe, schlechtes Wetter oder weiß der Himmel was noch. Darum sind sie ja hier, im Paradies aus Sonne, Meer und Sex. Um ihrem Elend zu entkommen. Fast noch müsste man sie bemitleiden.

Auch Peter aus Münster gibt nichts. Schnell dreht er sich weg, als er sieht wie Joy von rechts und Prasong von links auf seine Thekenseite zu kommen. Alibimäßig flirtet er mit der grellgeschminkten Barlady, lässt die Kids an sich vorbeiziehen. Dann wendet er sich wieder um. Es wird Zeit fürs Hotel. Appetit hat er sich geholt, nun wird gegessen. Während der dicke Deutsche mit seiner zierlichen Thai aus der Bar watschelt zählen Joy und Parsong – jeder für sich – ihre Gage. Das Mädchen hat 600 Baht in der Hand. Gerade mal 15 Euro. Der Junge nicht mal die Hälfte.

So humpelt die neunjährige Joy, verletzt mit ihrem Vater an der Hand, nach hinten um sich umzuziehen. In der Hoffnung sich bis in ein oder zwei Tagen wieder erholt zu haben. Bereits zu sein für den nächsten Kampf als Kindergladiatorin.

Der kleine Prasong hingegen steht für einen Moment völlig alleine und enttäuscht da. Inmitten aller Laster und Sünden der ganzen Welt. Aus dem Ring tönt das Keuchen der nächsten Kinderkämpfer. Der Farang mit der Bierflecken-Hose kommt direkt auf ihn zu. Der Siebenjährige beeilt sich jetzt nach Hause zu seiner Mutter zu kommen. Beim nächsten Mal wird’s bestimmt besser. Vielleicht bekommt er dann 100 oder 200 Baht mehr. Mit Hilfe Buddhas ganz bestimmt.

Anmerkung des Autors:

1. Die thailändischen Behörden haben ihre Anstrengungen, die Pädophilen- und Päderastenszene einzudämmen, deutlich verstärkt. Zudem besteht der international bekannte Badeort Pattaya nicht nur aus Sex, Gewalt und verruchten Bars. Solche sind auf wenige Straßen verteilt, von dem der Besucher, der nichts davon weiß und nicht ihre Nähe sucht, fast nichts mitbekommt. Zudem leben hier auch viele Deutsche: Rentner, Familien, Aussteiger und Geschäftsleute. Der Durchschnitts-Thai ist äußerst höflich, freundlich und zuvorkommend. Probleme machen zumeist (männliche) Touristen aus aller Welt, die sich aufgrund ihrer finanziellen Vorteile gegenüber der einheimischen Bevölkerung als die »Master of the Universe« aufspielen. Dies gilt es auf das Schärfste zu verurteilen.

2. Muay Thai (Thai-Boxen) ist eine traditionelle Kampfkunst, die vor Jahrhunderten entwickelt wurde. Sie wird nicht nur als Wettkampf-, sondern auch als Fitnesssport und Selbstverteidigung gelehrt. Der Autor selbst trainiert Thai-Boxen. Auch Kinderkämpfe sind in der thailändischen Gesellschaft fest verankert. Werden sie an Körper und Kopf richtig geschützt – wie hierzulande beispielsweise die Kinderkämpfer im Taekwon-Do auch – spricht nichts dagegen. Die Auswüchse jedoch, Kinder aus Not und Wettgier und ohne ausreichenden Schutz in den Ring zu schicken, müssen meines Erachtens mit staatlichen Mitteln und Hilfen und entsprechenden Verordnungen eingedämmt werden.

3. Die Undercover-Recherchen zu den »Kindergladiatoren« haben mein Kamerateam und ich, sowie ein deutscher Kampfsporttrainer und ein ehemaliger Kinderthaiboxer zumeist mit versteckter Kamera gemacht. Daraus entstand eine Filmreportage für einen großen deutschen Sender, die bereits ausgestrahlt wurde.

 

MALKO WOLF (Investigativer Journalist):

»Aufgrund verschiedener Recherchen kenne ich Pattaya schon seit vielen Jahren. Die investigative Reportage von Guido Grandt legt den Finger in eine – nach westlicher Moral -offenen Wunde, die von der thailändischen Gesellschaft als solche gar nicht empfunden wird: Aus inoffiziellen Polizeikreisen weiß ich, dass verschiedene Polizeibeamte mit den Bars verbandelt sind, in denen die Kinderkämpfe stattfinden. Sie haben kein Interesse daran, dass dieses Thema negativ in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Vergessen werden darf aber nicht, dass die thailändische Gesellschaft solche Kämpfe verlangt. Thailänder haben mir immer wieder zu verstehen gegeben, dass sie zum Boxen, zum Kämpfen geboren seien. Schon von klein auf. Es gehört einfach zur Tradition dazu. Für viele Kinder geht es dabei ums monetäre Überleben, wie Guido Grandt es sehr plastisch dargestellt hat.«

Die neue DORIAN GREY-Ausgabe (30.11.12) ist da! Jetzt auch zum downloaden!


doriangrey von 30. November

Unsere Top Themen sind diesmal:

– GeheimsacheKanzlerakte:Wem dienen Sie, Frau Merkel?

– Der Wahlkampfkrieg – Die vielen Gesichter von Scheich Ahmad Moaz Al-Khatib

– Das System verkommt zum Junkie

– Top-Wirtschaftsexperten sagen Weltkrieg voraus

– Exklusiv Interview Courtney Taylor

– Einfluss Medien auf Politik

– Malta: ein kleines Stückchen Hollywood

– Der Herzlose Tod- Organspende
Ich selbst bin mit einem Interview vertreten, das ich mit den Autoren des Wirtschafts-Bestellers „Der größte Raubzug der Geschichte – Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“, Matthias Weik & Marc Friedrich, geführt habe.

DORIAN GREY gibt es jetzt nicht nur an über 3000 Kiosken in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg, sondern auch zum downloaden:

http://doriangrey.net/download/

»Mit dem Herzen eines Tigers« – Kindergladiatoren in Pattaya (1)


Veröffentlicht in
dorian grey 02.11.12

Eine investigative Reportage von Guido Grandt

Ein kahler Raum in einem schmuddeligen Hinterhof einer gottverdammten Bierbar, irgendwo in Pattaya. Die vor Dreck und Ruß strotzenden Steinwände, die vor einer halben Ewigkeit bessere Zeiten gesehen haben, dünsten Blut und Tränen aus. So jedenfalls kommt es einem vor. Hier herein verirrt sich nicht einmal die schwüle Tropennacht. Geschweige denn das Mondlicht. Nur eine flackernde Stehlampe leuchtet den unwirtlichen Raum aus. In der Ecke, direkt neben der überfüllten Mülltonne, wuselt eine gigantische Kakerlake über den Steinboden. Moskitos surren umher, angelockt vom Schweiß der Kinder, die stehen, sitzen oder liegen. Die ältesten von ihnen sind zwölf, die jüngsten gerademal fünf.

Kein Mucks. Beinahe atemlose Stille und Konzentration auf das bevorstehende Ereignis: die Thaibox-Kämpfe. Muay Thai. Die Kinderkämpfe. Ausgetragen in der Arena einer billigen Abschlepp-Bar, wie sie es hier zu dutzenden gibt. Die Väter sind gleichzeitig auch die Trainer. Mit fleckigen, abgetragenen Klamotten und vor Armut gezeichneten Gesichtern massieren sie ihren Kindern speckiges Minzöl ein. Damit soll, davon sind sie überzeugt, ihr Blut schneller durch die Adern peitschen und ihre Atmung verbessert werden. Als die Alten ihren Jungen die Boxbandagen anlegen klimmt in ihren ansonsten desillusionierten Augen so etwas wie Stolz auf. Stolz auf Tochter oder Sohn, die für eine kleine Gage ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, damit sie auf dem Karussell des Lebens weiterfahren können. Wenn auch nur ganz, ganz langsam. Aber wenigstens ein paar Runden mehr.

Nur der siebenjährige Prasong[1] muss sich selbst die Bandagen anlegen. Niemand hilft ihm. Sein Vater ist vor kurzem gestorben. Aus der Not heraus muss er nun für sich und seine Mutter boxen, um wenigstens etwas Geld für Essen zu verdienen. Heute schwächelt er. Er ist krank. Eine Erkältung. Trockener Husten, laufende Nase, pfeifende Bronchien. Doch es hilft nichts. Er hat sich angemeldet und muss raus in den Ring.

Der Countdown läuft. Auf dem Mondbeschienenen Parkplatz des Hinterhofs versammeln sich die kleinen Fighter. Neben uralten Schrottmühlen, neuen Toyotas und Tuk Tuk-Taxis. Sie umringen den Veranstalter, Barbesitzer und Schiedsrichter. Trotz seiner nur ein Meter sechzig ragt er aus der Reihe der Kinder heraus. Er stellt die einzelnen Kämpfer nicht nach Gewichtsklassen, sondern nach Größe zusammen. Eine Waage gibt es hier nicht. Aber das interessiert niemanden. Nicht in Pattaya, an der Ostküste des Golfs von Thailands gelegen. Gerademal zwei Autostunden südlich von Bangkok entfernt. Mit etwas über 100.000 Einwohnern gilt das einstige Fischerdorf als die „verrufenste“ Stadt des Landes. Hier gaben und geben sich seit Jahren Sextouristen und Pädophile aus der ganzen Welt ein Stelldichein. Leben das aus, wonach ihre dunklen, perversen Seelen verlangen. Trotz zunehmender Polizeikontrollen. Selbst an einigen der unzähligen Verkaufsstände an der Beachroad liegen unter nachgemachten Marken-Jeans-, T-Shirts-, Uhren und Raubkopien von CDs und DVDs abscheuliche Kinderpornos. Man muss nur wissen wo. Übelster, brutalster Brechreiz-Schund für umgerechnet ein paar Euro. Von halbwüchsigen »Teenies« bis »petite« und »very young«. »Hard« oder »soft«. »With or without animals«. Und gleich gegenüber an der Strandpromenade und auch anderswo stehen sie, die jungen und die ganz jungen Girlies und Boys. Aufgebrezelt mit Bauchnabelkurzen Miniröcken und endlosen Highheels. Bereit zum Abschleppen. Für eine halbherzige Nummer mit einem alten Sack aus Übersee. Ein Toast auf die Globalisierung und die Billigflieger.»Lolita meets Grandpa«. Das reimt sich sogar und ist doch nur noch zum Abkotzen.

Das alles weiß und sieht auch die neunjährige Joy. Jeden Tag aufs Neue. Vor allem während der High Season von November bis April. Sie lebt hier in Pattaya. Ihre Eltern betreiben eine kleine Garküche. Doch das Geld reicht hinten und vorne nicht. Und so schleppt ihr Vater sie zu fast jedem Kinderkampf in einer der vielen Touristenbars. Auch um ihr das Schicksal der Mädchen auf der Beachroad oder in den Clubs in der Walking Street, der legendärsten Sex-Meile der Welt, zu ersparen. Auch heute Abend steht sie wieder mit den anderen Kindern auf dem nächtlichen Hinterhof. Nachdem der Kampfrichter die jeweiligen Boxpartner eingeteilt hat, geht’s ab durch die Hintertür der Bierbar.

Der Geruch, der ihnen entgegenschlägt, ist immer derselbe: Eine Mischung aus säuerlichem Männerschweiß, süßem Girlieparfüm, billigem Chang-Beer, schnellem Sex und unterdrückter Aggression. Hier treffen die Urtriebe des Menschen aufeinander, versetzen die einheimischen Frauen und die fremden Männer, die farangs, die Ausländer, in einen ursprünglichen Marktrausch aus Angebot und Nachfrage. Aus Geben und Nehmen. Notgedrungen und unkompliziert auf der einen Seite, triebgesteuert und spaßhalber auf der anderen. Falsches Lächeln gegen echte Bahts. Oder Himmel und Hölle für alles oder nichts. In diesen offenen Anbaggerbars ist die Eurokrise so weit weg wie der schwarze Mann im Mond von der guten alten Erde.

Auch für den gewichtigen Peter aus Münster. Er arbeitet auf einem Amt. Wo genau verrät er nicht, aber hier und jetzt pfeift er auf deutsche Tugenden, deutsche Bürokratie und vor allem auf deutsche Frauen. Auf diese ewig nörgelnden, besserwisserischen, frigiden Weiber, die ihm das Leben so schwer gemacht und sein üppiges Beamtensold in Unterhaltszahlungen verwandelt haben. Nach zwei Ehen. Zwei gescheiterten Ehen, wohlgemerkt. Nur auf das deutsche Essen will und kann er auch hier nicht verzichten. So geht er einmal am Tag rüber zu »Antons« oder »Gerhards« oder »Inas Bistro & Biergarten« oder gleich zum »Pfälzer Bierstüble«. Jetzt aber sitzt Peter auf einem Plastikstuhl an der Bierbar. Der kleine Ventilator auf der Bartheke bläst ihm direkt in das aufgedunsene Gesicht, bewegt kein Härchen auf seinem Kopf. Weil er keines mehr hat. Dennoch schwitzt er. Und dann diese Musik, die aus den überdimensionalen Lautsprecherboxen direkt über ihm aus den Boxen dröhnt: Quirliger Asia-Rock verquirlt mit westlichen Retro-Songs. Nur hier klingt sie so einzigartig. So schrill. So ätzend. Und doch so aufputschend und  erhebend. Seine dicken Hände mit den deutschen Wurstfingern umfassen das zierliche Bargirl von hinten, das sich mit ihrem kleinen Po eng an ihn schmiegt. Peter ist 63. Sie 45 Jahre jünger. Mindestens. Doch genau so und nicht anders will er es haben. Aus diesem Grund kommt er zweimal im Jahr aus seinem tristen und verstockten Amt in Münster nach Pattaya. Um hier, zum Teufel noch mal, richtig die Sau raus zu lassen. Und richtig heißt richtig.

An ihm vorbei schlendern jetzt die jungen Kindergladiatoren. Nur kurz wirft er einen Blick auf eines der drei Mädchen. Es ist hübsch, ein wahres Stunner, wie man hier sagt, eine »Granate«: Kurzgeschnittenes schwarzes Haar, schlank und Angelina Jolie-Lippen. Peters Griff um die Taille seines Thai-Girls verstärkt sich. Aber noch hat er alles und vor allem sich unter Kontrolle. Zwei Bier noch, vielleicht auch drei, dann ab ins Hotel und die Hosen fliegen lassen. Scheiß auf Deutschland. Scheiß auf die Moral. Roll on Fucking Tour. Roll on.

Bis auf zwei Kinder verschwinden alle zum Umziehen im hinteren Teil der Bar. Joy und Prasong steigen in den Ring. In die Kampfarena. Nur mit Boxhandschuhen geschützt – anderen Schutz für Körper-, Kopf-, Mund-, Fuß- und Schienbein gibt es nicht – und viel zu weiten kurzen Hosen. Joy hat noch ein rotes Top an. Beide tragen auf ihren schmalen Köpfen das traditionelle Mong Kon, einen Stirnreif aus Stofffäden. Es soll den Kämpfern Glück bringen und sie vor Gefahren und Verletzungen schützen. Die Götter mit ihnen. Hoffentlich.

Die zwei Jahre ältere Joy ist etwas größer als der siebenjährige Prasong. Das ist nun deutlich zu sehen, als sie nebeneinander stehen. Doch sie ist nur ein Mädchen. Das gleicht den Größenunterschied aus, meinte der Kampfrichter vorhin bei der Auswahl im Hinterhof. Die einheimischen Zuschauer wetten laut, teilweise aggressiv. Wer wird gewinnen? Mädchen oder Junge? Als die traditionelle Flötenmusik erklingt, begleitet von einer Trommel, wird es schlagartig still. Sie ist Zeichen für die Kämpfer nun mit den Bewegungsformen Whai Khru und Ram Muay zu beginnen. Dazu knien sie sich in der Ringmitte auf den Boden, verbeugen sich dreimal mit ihren mageren Oberkörpern. Zollen so Familienangehörigen, Freunden und Lehrern Respekt. Gleich darauf führen sie klassische Formtänze verschiedener Stile aus um auch noch Trainer und Gym zu ehren. Danach legen sie das Mong Kon wieder ab.

Beim Thaiboxen ist alles erlaubt: Faustschläge ins Gesicht und Fußtritte gegen den Kopf. Knie- und Ellbogenstöße gegen den Körper. Ringen und Werfen. Hauptsache gewinnen. Schädelprellungen, gebrochene Rippen, innere Verletzungen – all inclusive.

Dann geht es los: Kleines Mädchen gegen kleinen Jungen. Irgendwie auf erwachsen getrimmt. In der Kindergladiatoren-Arena einer schäbigen Bierbar. Umringt von Sextouristen, Nutten und wettgeilen Einheimischen, die alle laut grölen und wild schreien. Die Spannung steigt.

Fortsetzung folgt


[1] Alle Namen vom Autor geändert

Die neue Wochenzeitung für Deutschland, Österreich und Schweiz

http://doriangrey.net/

 

HEUTE ERSCHIENEN: Die neue Ausgabe (16.11.12) der Wochenzeitung DORIAN GREY


http://doriangrey.net/abo/

Heute erscheint die dritte Ausgabe der NEUEN Wochenzeitung DORIAN GREY, die das Beste vereint von freien Journalisten und Spitzenblogs bringt.

Coverstory: “Regierung mit Kindersex erpresst – England und der Fall Saville” von Wolfgang Eggert.

Ich selbst bin vertreten mit dem zweiten Teil meiner investigativen Reportage “Mit dem Herzen eines Tigers” – Kindergladiatoren in Pattaya. Darin beleuchte ich das Geschäft des Kinder-Thaiboxens in der Sexmetropole Nr. 1 in der Welt in Thailand.

Aber auch sonst gibt es jede Menge spannender, frischer Themen aus den Bereichen:

Politik

Wirtschaft

Streetwear

Lifestyle

Kultur

Jungdesigner

Medien

Society

Boys & Girls

Körper & Geist

Natur & Technik

Sport

Lokales

Das Letzte

Es ist für jeden etwas dabei!

Also holt euch die neue Wochenzeitung DORIAN GREY!

„Verschwörung gegen Gaddafi“


“König Wahnsinn” und der Wüstengoldschatz”

von Guido Grandt (veröffentlicht in DORIAN GREY v. 20.10.12)

Die Jagd nach dem Goldstaatschatz des libyschen Ex-Diktators Muammar al-Gaddafi ist in vollem Gange. Fast nebenbei, so scheint es, offenbart sie nun auch das schmutzige Geschäft der Politik und der Geheimdienste im Libyen-Krieg.

Es war einmal ein »wahnsinniger« arabischer König, sagen wir ein Despot. Der hatte acht Kinder, sieben Söhne und eine Tochter. Gesegnet war sein Königreich mit Datteln und Oliven, aber auch mit Erdöl und Gold. Die westlichen Kreuzfahrer-Nationen schauten mit Neid und Arglist auf das reiche Wüstenland. Denn König Wahnsinn hatte einen großen Staatsschatz aus purem Gold angehäuft: Vergraben unter sengender Sonne in der unendlichen Weite der Wüste, beschützt von Skorpionen und Schlangen. König Wahnsinn regierte mit Zuckerbrot und Peitsche über sein Volk. Auch die Herrscher der Kreuzfahrer-Nationen gingen im Wüstenstaat ein und aus, feierten, lachten und bedienten sich der schönen einheimischen Sklavinnen. Bis die große Finanzkrise über sie herfiel wie ein wildes Raubtier und ihnen fast alles raubte, was ihnen heilig war: Gold und Geld, um ihre Macht zu festigen. Doch eines Tages erfuhren sie von König Wahnsinns geheimen Goldschatz in der Wüste. Sofort stieg großes Verlangen in ihnen auf. In ihrer Gier nach dem Wüstengold schmiedeten sie sogar eine Allianz mit den Wüstenrebellen, die seit kurzem gegen ihren König aufbegehrten. Angeführt vom Guten Prinz Mohr verjagten sie König Wahnsinn schließlich von seinem Thron und nahmen in gefangen. Doch er verriet ihnen nicht, wo der Goldschatz vergraben war, schwieg trotz Folter und Qual. Aus Wut darüber beseitigten sie ihn. Etwas später wurde König Wahnsinns Berater, Oberst Spion, gefasst und verhört. Er wusste von dem legendären Goldschatz in der Wüste. Nur nicht wo er vergraben lag…

Der Leser ahnt es sicher: Bei König Wahnsinn handelt es sich um den getöteten Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi, uneingeschränkter Herrscher über das »Wüsten-Königreich« Libyen. Mit Kreuzfahrer-Nationen sind die Europäer und die Vereinigten Staaten gemeint. Der Gute Prinz Mohr ist US-Präsident Barack Obama und – was die wenigsten wissen – Oberst Spion im wahren Leben Abdullah Sanussi, der ehemalige libysche Geheimdienstchef.

Die Quintessenz dieses »Märchens« beruht auf wahren Begebenheiten und ist schnell erzählt: In Folge der so genannten »Arabellion« in den Maghreb-Nachbarstaaten Tunesien und Ägypten kam es im Februar 2011 auch in Libyen zu Demonstrationen gegen das Regime. Dagegen ging Gaddafi gewaltsam vor. Im Zuge dessen spaltete sich die Regierung: ein Teil schloss sich der Opposition an und im Osten entstand der Nationale Übergangsrat. Das Land zerfiel politisch. Dann griff die NATO mit einer Resolution der Vereinten Nationen in den Bürgerkrieg ein. Die Rebellen der »Libyschen Nationalen Befreiungsarmee« sollten unterstützt und die Zivilbevölkerung geschützt werden. Doch der Einsatz verkehrte einiges genau ins Gegenteil: Wohnhäuser wurden bombardiert und Zivilisten getötet. Genauso wie in dem Monatelang andauernden Bürgerkrieg, angeheizt durch die Westmächte.

Der internationale Militäreinsatz, die »Operation Odyssey Dawn«, wie ihn die Amerikaner nannten, dauerte von März bis Oktober 2011. Angeführt von US-Präsident Barack Obama, freilich symbolisch nur und doch hatte ihm einst Muammar al-Gaddafi nach seiner gewonnen Wahl gratuliert, weil er ein »Sohn Afrikas« sei.

Und was hat es mit dem sagenhaften Goldschatz auf sich, der irgendwo im libyschen Wüstensand verborgen sein soll? Nun – auch den soll es in »echt« geben. Das zumindest behauptet Abdullah Sanussi, der einst engste Vertraute Gaddafis, der im September von Mauretanien an Libyen ausgeliefert worden ist. Dieser Staatsschatz soll aus 144 Tonnen purem Gold bestehen und gehört damit zu den größten Goldreserven der Welt.

Zu der ganzen Affäre gesellen sich etliche diplomatische und geheimdienstliche Verwicklungen, Staatsaffären und Politikerlügen. Das alles macht aus dem anfänglichen »orientalischen Märchen« eine wahrhaftige »Tragödie«, die selbst Shakespeare hätte nicht besser zu Papier bringen können. Gewürzt mit einer Mischung aus Jason Bourne-Thrill und James Bond-Romantik, jedoch bar jeglichen Eulenspiegel-Streichs. Aber der Reihe nach.

Der ehemalige Geheimdienstchef Abdullah Sanussi, behauptet nun, dass nur einige führende Ex-Offiziere und einer der sieben Gaddafi-Söhne wüssten, wo der Staatsschatz vergraben sei. Die Goldbarren seien in einem eigens dafür erbauten Kellergewölbe in der Wüste gelagert. Ganz abwegig scheint das nicht, schließlich ließ Gaddafi schon in seinem Hauptquartier in Tripolis die »Bab al-Asisija« bauen, die geheime Tunnelwelt. Angelegt wurde der Goldvorrat dem Vernehmen nach in der Wüste in den Jahren 1992 bis 2003. Also genau in dem Zeitraum, in dem die USA, die EU und die Vereinten Nationen Sanktionen gegen den Wüstenstaat verhängt hatten, weil sie Gaddafi der Unterstützung des internationalen Terrorismus bezichtigten.

Die neue libysche Regierung jedenfalls nimmt Sanussis Goldschatz-Enthüllungen Ernst. Sie soll, so lässt Tripolis inoffiziell verlauten, die Suche – besser gesagt die »Goldjagd« – bereits aufgenommen haben. Natürlich. In Wirklichkeit hat die Hatz nach Gaddafis Schätzen schon vor Monaten begonnen: Im September 2011 stellte der Übergangsrat in der libyschen Zentralbank Holzkisten mit umgerechnet rund 18 Milliarden Euro sicher, die zum Wiederaufbau des Landes verwendet wurden. Nach weiteren Milliarden wird gefahndet – beispielsweise in Großbritannien oder in der Schweiz. Genauso wie nach Bashir Saleh Bashir, der einst Gaddafis Öleinnahmen verwaltete. Nach dessen Sturz machte sich Bashir jedoch eiligst aus dem Wüstenstaub, mit – salopp ausgedrückt – sieben Milliarden Dollar im Handgepäck. Seine Spuren reichen vom Niger bis nach Frankreich. Heute soll er in Paris im Exil leben. Gedeckt von einflussreichen Geschäftsleuten, wie ein Bekannter Bashirs unlängst zum Besten gab. Tatsächlich unterhielten die Franzosen in jüngster Vergangenheit gute Beziehungen zu Libyen: So soll doch schon 2007 Gaddafi den Wahlkampf des Präsidentschaftsanwärters Nicolas Sarkozys mit 50 Millionen Dollar unterstützt haben. Gewaschen über verschiedene Konten mit tatkräftiger Unterstützung des Waffenhändlers Ziad Takieddine. Im April 2012 tauchten dahingehende Bankbelege auf der Website des Onlinemagazins Mediapart auf. Sie brachten Sarkozy nicht nur in innenpolitische Bedrängnis und ins Schwitzen sondern auch zur Weißglut. Natürlich – wie soll es auch anders sein – bestritt der spätere französische Präsident alles. Dennoch erinnerten sich einige seiner politischen Gegner und viele Wähler noch sehr genau daran, mit welchem Pomp er 2007 den libyschen Diktator als »großen Bruderführer« in Paris empfangen hatte. Sarkozy erlaubte ihm sogar, »aus Respekt vor der Wüstentradition«, in der Nähe des Elysée-Palastes sein legendäres Beduinenzelt dort aufzubauen.

Kommen wir zum Ende der Geschichte: Während des libyschen »Bürgerkrieges«, im Oktober 2011, wurde Gaddafi schließlich über seine Satellitentelefonnummer in seiner Heimatstadt Sirte aufgespürt. Dorthin war er mit wenigen treuen Gefolgsleuten vor den westlichen »Kreuzfahrern« und den Aufständischen geflohen. Sein einstiger Freund und Verbündeter, der syrische Machthaber Baschar Hafiz al-Assad, hatte die Informationen an die Franzosen weitergegeben. Diesen Verrat ließ sich Assad mit Lockerungen auf sein Regime bezahlen. Denn seit geraumer Zeit stand auch er im Kreuzfeuer der Politik des Westens. Und Nicolas Sarkozy hatte ohnehin großes Interesse daran den gestürzten libyschen Diktator schnellstens – sagen wir – in der Versenkung verschwinden zu lassen. Denn der »König der Könige von Afrika«, wie Gaddafi sich auch selbst nannte, hatte bereits damit gedroht, Details aus den Geschäften zwischen den Ländern zu verraten. Mit Sicherheit auch die mutmaßliche libysche Wahlkampfspende an Sarkozy. Das konnte sich der französische Präsident in keiner Weise leisten. Gleich gar nicht, nach dem Gaddafi von der Weltgemeinschaft zum Abschuss freigegeben und zur Persona non grata erklärt worden war. Auch wenn manch einer dem Diktator wohl jede Lüge zugetraut hätte, war das Risiko zu groß, dass diese mit vorgelegten Dokumenten ad absurdum geführt worden wären. So wurde der entmachtete Despot schließlich mit Hilfe des syrischen und des französischen Geheimdienstes von den »Rebellen« gefangen genommen. Danach soll er von einem französischen Agenten erschossen worden sein, der sich unter die Widerständler gemischt hatte. Das jedenfalls berichteten gutinformierte Diplomatenkreise und der Ex-Chef des libyschen Auslandsgeheimdienstes, Rami El Obeidi.

Doch weg von den französisch-libyschen Verflechtungen, wieder hin zu Gaddafis vermuteten Goldschatz: Nachdem er also von der »Libyschen Nationalen Befreiungsarmee« gefasst worden war, wurde er offensichtlich misshandelt und gefoltert. Das scheinen die zahlreichen Fotos und Videos zu belegen, die rund um die Welt gingen. Doch warum? Aus Rache für jahrelange Despotenherrschaft? Oder damit er den genauen Ort seines geheimen Goldschatzes in der Wüste preisgab? Möglich wäre dies allemal. Gaddafi verriet ihn wohl nicht und wurde dafür – zumindest nach offizieller Verlautbarung – mit seiner eigenen Waffe exekutiert: einer goldenen Pistole. Somit wäre ihm das Edelmetall bis in den Tod gefolgt. Im sprichwörtlichen Sinn des Wortes. Aber wahrscheinlich ist die Goldpistolen-Story nichts weiter als eine typische Propagandastory der Siegermächte.

Doch es gibt noch eine andere Theorie über die Motive von Gaddafis gewaltsamen Ableben. Die einen – wie kann es auch anders sein – sprechen dabei von Verschwörung:  Mit den geheimen Goldreserven, die irgendwo in der Wüste gebunkert sein sollen, plante der libysche Despot offenbar einen »neuen Gold-Dinar« einzuführen – für die islamische Welt und Afrika. Mit dieser neuen Währung sollte die Vorherrschaft des US-Dollar an den Finanzmärkten gestürzt werden. Damit hätten auch die Amerikaner unter dem »guten Prinz« Obama einen handfesten Grund gehabt, den Wüsten-Diktator zu beseitigen. Und zwar schnell! Noch bevor er den »Gold-Dinar-Plan« in die Tat umzusetzen konnte. Denn der würde dann zwangsläufig eine Konkurrenz zum »Petrodollar«, dem US-Dollar, mit dem seit Ende des Zweiten Weltkriegs der Handel mit Erdöl abgerechnet wird.

Was aber wenn Gaddafi unter der Folter seiner Peiniger gestanden und den Hort seines geheimen Goldschatzes verraten hat? Jeder kann sich ausmalen, wie schnell sich entweder die Amerikaner, die Franzosen oder die Rebellen – um die »Rang – oder besser, die Hackordnung« nicht durcheinander zu bringen – das Gold unter den Nagel gerissen haben. Vermutlich gleich aus dem Land geschafft, weg von Wüstensand, Schlangen und Skorpionen. Somit wäre das Märchen vom »König Wahnsinn und seinem Wüstengoldschatz« doch noch Wirklichkeit geworden. Freilich irgendwie verquirlt mit einem anderen: »Ali Baba und die 40 Räuber«. Darin bezwingt der arme Holzfäller Ali Baba mit Hilfe der Sklavin Mardschana 40 Räuber, die in einer Grotte einen unermesslichen Schatz aus Gold, Silber, Seidenstoffe und Brokat angehäuft haben. Mit den Losungsworten »Sesam-öffne-dich« gelingt es ihnen schließlich das Felsentor der Räuberhöhle zu öffnen und den Schatz in ihren Besitz zu bringen. In unserem »Märchen« freilich wurde das »Sesam-öffne-dich« teuer erkauft: Mit Feuer und Blut. Und auch das Ende einer jeden Mär – »und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute« – trifft nicht zu: Nicht nur König Wahnsinn wurde grausam ermordet, sondern auch ein Teil seines Volkes als Opfer eines von innen und außen inszenierten Bürgerkrieges und der NATO. So was nennt man Kollateralschaden. Und hat nichts, aber auch gar nichts, mit Märchen zu tun.

Die neue Wochenzeitung für Deutschland, Österreich und Schweiz

http://doriangrey.net/

Die neue Ausgabe (02.11.12) der DORIAN GREY-Wochenzeitung ist da!


Am Freitag ist die zweite Ausgabe der NEUEN Wochenzeitung DORIAN GREY erschienen, die das Beste vereint von freien Journalisten und Spitzenblogs bringt.

Coverstory: „USA: Größte Klage der Geschichte – Es geht um 43 Milliarden US-Dollar“ von Wolfgang Eggert.

Ich selbst bin vertreten mit dem ersten Teil meiner investigativen Reportage „Mit dem Herzen eines Tigers“ – Kindergladiatoren in Pattaya. Darin beleuchte ich das Geschäft des Kinder-Thaiboxens in der Sexmetropole Nr. 1 in der Welt in Thailand.

Wer vorab mal in die neue DORIAN GREY-Ausgabe reinschnuppern möchte, hier der Link zur Printvorschau:

http://doriangrey.net/printvorschau/

Viel Spaß!