Verschwiegener diplomatischer Eklat: Ukrainischer Botschafter in Deutschland huldigt umstrittenen Nazi-Kollaborateur!

GuidosKolumneNEU2


 

♦ No.  526 (64/2015) ♦


Siebzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wird vor allem auch in Deutschland in diesen Tagen der sechs Millionen Juden gedacht, die von den Nationalsozialisten systematisch vernichtet wurden.

Siehe hierzu auch meine Dokumentation:

Cover_DVD

Wie scheinheilig die deutsche Bundesregierung agiert, belegt ein diplomatischer Eklat, der nicht nur untergegangen, sondern verschwiegen wurde. Auch von der deutschen Mainstream-Presse!

Vor kurzem besuchte der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, München. Dort traf er sich jedoch nicht nur mit der ukrainischen Gemeinde, sondern er legte sogar auf dem Grab des „Helden“ Stepan Bandera Blumen nieder.

Das twitterte Melynk am 27.04.2015 fröhlich in die Welt.

Hier der Screenshot seines Twitter-Accounts:

 

Unbenannt

Quelle: https://twitter.com/MelnykAndrij/status/592676127539384323

Das was der ukrainische Botschafter in Deutschland sich hier erlaubt ist ein diplomatischer Fauxpas erster Güte.

Denn Stepan Bandera ist alles andere als ein Held.

Stepan Bandera (1909-1959) war der Anführer der Organisation der Ukrainischen Nationalisten (OUN-B).

In meinem Buch

Maidan-Faschismus-Cover

habe ich mich ausführlich mit der Organisation der Ukrainischen Nationalisten etc. beschäftigt:

Diese wurde 1929 mit dem Ziel gegründet, einen unabhängigen Staat in den „ethnographischen ukrainischen Gebieten“ zu errichten. Definiert als „Naziokratija“, als die „Herrschaft der Nation im Staat“. Die Historikerin Franziska Bruder nennt in ihrer Studie das Grundwesen der OUN: „Nation als höchster Wert, radikaler Antikommunismus, ethnisch exklusives Nationenverständnis, in dem Antisemitismus und Antipolonismus feste Bestandteile waren, sowie die Befürwortung des Terrors als Mittel der politischen Auseinandersetzung.“

Bereits 1929 denunzierte die OUN Juden als „feindlicher Körper in unserem nationalen Bewusstsein“. Sie rief zum Boykott jüdischer und polnischer Geschäfte und zum Ausschluss aller Nichtukrainer aus dem gesellschaftlichen Leben auf. Juden wurden als „Stütze des Moskauer Bolschewistenregimes“ bekämpft. 1941 dazu ermuntert, „unerwünschte polnische, Moskauer und jüdische Funktionäre zu liquidieren“. In einem Lied der OUN-Milizen hieß es: „Die Juden werden wir abschlachten, die Polen erdrosseln, aber die Ukraine müssen wir erkämpfen.“

Zusammen mit der deutschen Wehrmacht verübte die OUN im Zweiten Weltkrieg zahlreiche Massaker in der okkupierten Sowjetunion. Dabei wurden Zehntausende Juden, Polen und Russen ermordet. Zudem arbeitete die OUN auch eng mit der überwiegend aus ukrainischen Freiwilligen bestehenden Waffen-SS-Division „Galizien“ zusammen. Auf einem Kongress in Krakau 1940 spaltete sich die OUN dann in den Flügel der „Melnykisten“ (OUN-M) und der Anhänger Banderas, der „Banderisten“ (OUN-B).

In der Westukraine gilt Stepan Bandera als Freiheits- und Unabhängigkeitskämpfer. Im Süden und Osten jedoch wird er als NS-Kollaborateur angesehen. Als Bandera sich später mit seiner Unabhängigkeitsbewegung der Ukraine gegen die Nationalsozialisten stellte, wurde er verhaftet und ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Dort blieb er bis 1944 inhaftiert. Obwohl in der Unabhängigkeitserklärung eine „enge Zusammenarbeit mit dem nationalsozialistischen Großdeutschland unter dem Führer Adolf Hitler“ vorgesehen war, um so dem „ukrainischen Volk zu helfen, sich von der Moskauer Okkupation zu befreien.“ Als Bandera aus dem KZ entlassen wurde, sollte er als Kopf einer ukrainischen Partisanenarmee die Rote Armee stoppen. Der Faschistenführer und seine Männer, die sich deutscher Waffen bedienten, verbündeten sich in ihrem Unabhängigkeitskampf zeitweise mit sowjetischen Partisanen gegen die Deutschen. Dann wieder mit der antikommunistischen polnischen „Heimatarmee“ gegen die Russen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Bandera nach München, lebte dort unter falschem Namen, bis er 1959 durch den KGB ermordet wurde. Zusammen mit weiteren Führern der OUN-B (Jaroslav Stetzko und Stepan Lenkavsky) wurde er auf dem Münchner Waldfriedhof beerdigt.

Bandera gehört mit zu den geistigen Vätern der ukrainischen Rechtsradikalen. Im Frühjahr 2014 veröffentlichte das russische Außenministerium zahlreiche Dokumente aus den Jahren 1942 bis 1945 des damaligen Innenministeriums der UdSSR. Diese bezeugen eine Zusammenarbeit der ukrainischen Nationalisten mit Hitlers Nazis im Zweiten Weltkrieg und der Teilnahme an Massenhinrichtungen an der Zivilbevölkerung.

Der ehemalige polnische Präsident Lech Kaczynski, der sich dagegen aussprach, dass Stepan Bandera den Ehrentitel „Held der Ukraine“ verliehen bekam, betonte noch 2010, dass die ukrainischen Nationalisten während des Zweiten Weltkrieges „Massenmorde an der polnischen Bevölkerung im Osten der Zweiten Rzeczpospolita“ begangen hätten: „Mehr als 100 000 Polen mussten sterben, nur weil sie Polen waren.“

Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20100205/124987049.html#ixzz3Ya6j0mpv

Und wieder stelle ich die Frage:

Wo sind unsere sogenannten „Leitmedien“, die über diesen Skandal berichten, den der ukrainische Botschafter in Deutschland mit seiner Huldigung des Nazi-Kollaborateurs ausgelöst hat?

Wo, ARD, ZDF, BILD, Spiegel, Focus, FAZ, SZ & Co. seid ihr?

 


 

DENKEN SIE IMMER DARAN:

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 Ihr und euer

GUIDO GRANDT

GUIDOs  KOLUMNE6docx

 

 

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3 Gedanken zu “Verschwiegener diplomatischer Eklat: Ukrainischer Botschafter in Deutschland huldigt umstrittenen Nazi-Kollaborateur!

  1. […] — Poroschenkos Kriegsrecht Nr 2541- Zensur, Arbeitsdienst, Lager guido grandt — Verschwiegener diplomatischer Eklat Ukrainischer Botschafter in Deutschland huldigt umstrittenen Naz… eurusky.ru — Faschisten in der Ukraine Nein habe nichts davon gehört […]

  2. Ich erinnere die Medien an dieser Stelle an den Holodomor der in der Ukraine an 6 000 000 Juden, in 1932/33 verübt wurde. Wieso erwähnen das die Medien nicht? Warum geht es bei dem Thema immer nur um Deutschland? Da ist was faul. Die Ukraine ist offensichtlich ein heißes Pflaster. Und nicht nur heute sondern seit mindestens 1200 Jahren, seit die Juden sich dort niedergelassen haben, siehe Khasaria. In Bezug dazu wundert mich die Kranzniederlegung vom ukrainischen Botschafter nicht! Wir sollten uns solangsam daran gewöhnen, Dinge ganzheitlich zu recherchieren und mutig sein, sie auch an- und auszusprechen. Dann kann die Regierung bald nichts mehr machen. Wer die Täter schützt, macht sich selber zum Täter. Bestes Beispiel: Jener ukrainische Botschafter, der einem Nazi einen Kranz niederlegt. Hopp oder topp. Dazwischen geht nicht.

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