Vor 6 Jahren: DER MORD AN JÖRG HAIDER – Eurokrise, Freimaurer & Banken


Guidos  KOLUMNE5

425 (86/2014)

 

Heute vor sechs Jahren, am 11. Oktober 2008 stirbt der Kärntner Landeshauptmann und BZÖ-Politiker Jörg Haider bei einem mysteriösen Unfall. Scheinbar alkoholisiert und mit überhöhter Geschwindigkeit verursacht er seinen eigenen Tod.  So der offizielle Ermittlungsstand.

Doch noch immer sind starke Zweifel an dieser Unfallversion präsent, weil Haider mit seiner neuen Partei dem BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) bei der Nationalratswahl am 28. September 2008 einen fulminanten Wahlsieg davontrug, den Stimmenanteil fast verdoppeln konnte.

Haiders Aufstieg schien unabwendbar. Seine Feinde brachten sich gegen ihn in Stellung. Kurze Zeit darauf „verunfallt“ er.

Nach wie vor vertrete ich die These, dass Jörg Haider am 11. Oktober 2008 ermordet wurde! Dazu habe ich auch ein Buch geschrieben „Logenmord Jörg Haider? – Freimaurer und der mysteriöse Tod des Politikers“.

Nachfolgend ein Auszug daraus mit einem sehr aufschlussreichen Interview, das ich in Wien mit Jörg Haiders damaligem engsten Vertrauten und politischen Weggefährten Stefan Petzner geführt habe.

 

Mit Stefan Petzner ein Interview zu vereinbaren ist nicht einfach. Aus einem morgendlichen Termin, den wir auf 9 Uhr fixiert haben, wird schließlich 20 Uhr abends. Doch im Gegensatz zu manch anderem Politiker, den ich für meine Recherchen kontaktiert habe, hält Stefan Petzner trotz seiner vielen und oft „unplanmäßigen“ dazwischen kommenden Termine seine Zusage ein. Wir treffen uns in einem gemütlichen und modernen Cafe hinter dem Österreichischen Parlamentsgebäude in Wien. Es wird ein sehr interessantes und informatives Gespräch, das ich mit dem engsten Vertrauten und Berater von Jörg Haider führen kann.

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich erwähnen, dass Stefan Petzner das nachfolgend veröffentlichte Interview schriftlich autorisiert hat.

Grandt: Herr Petzner, seit wann waren Sie für Jörg Haider tätig?

Petzner: Seit Mai 2004 habe ich für ihn als Pressesprecher, Parteistratege und Stellvertreter gearbeitet.

Grandt: Kritiker der Unfallversion zerren immer wieder den leitenden Staatsanwalt Gottfried Kranz ins Rampenlicht und betonen sein Unvermögen…

Petzner: Kranz ist SPÖ-Mitglied und Freimaurer, Mitglied der Loge „Zu den drei Säulen im Süden“ in Klagenfurt. Jörg Haider wusste das natürlich und hat nie ein Blatt vor den Mund genommen. Wenn es Anzeigen gegen Jörg Haider gab, hat der Kranz die aufgenommen und Ermittlungen eingeleitet. Jörg Haider sagte einmal, Kranz  würde ihn politisch verfolgen. Und tatsächlich ist Kranz dauernd mit ihm im Clinch gelegen.

Grandt: Was hat Ihnen Jörg Haider noch über die Freimaurerei erzählt?

Petzner: Er hat sie als Gefahr gesehen, die gegen ihn arbeitet. Ein mächtiger Zirkel, den man nicht unterschätzen dürfte und mit dem man sich besser nicht anlegte. Früher war seine Gegnerschaft zur Freimaurerei, oder die zu ihm, latenter, als in den letzten Jahren.

Grandt: War Haider Ihres Erachtens Freimaurer?

Petzner: Nein, sicher nicht.

Grandt: Wie sah oder sieht die Gefahr der Freimaurer denn konkret aus?

Petzner: Die Freimaurerei in Österreich ist traditionell politisch gefärbt und durchsetzt: und zwar schwarz-rot, also SPÖ und ÖVP lastig. Zum Beispiel war auch der Großmeister der Kärntner Freimaurer-Logen, Dr. Ulrich Polley, ehemals Anwalt der SPÖ. Jörg Haider war der ärgste Gegner dieses politische Systems, hatte diesem als einziger Paroli geboten…

Grandt: …und er wusste…

Petzner: …viel über die tatsächlichen Dimensionen der Finanzkrise, deren erste Ausläufer erst Ende September 2008 langsam erkennbar wurden. Aber wie weit diese Krise tatsächlich gehen würde, war damals noch nicht absehbar. Aber Jörg Haider wusste es schon, denn er hatte hochbrisante, umfassende Informationen darüber. Beispielsweise welche österreichische Banken, die ja auch weltweit vernetzt sind, wo welche Gelder angelegt, wie viel sie verloren hatten und vor allem wer für dieses Desaster verantwortlich war! Wer aus der Hochfinanz, aus der Politik! Er kannte die Namen der Verantwortlichen in Österreich für die größte Wirtschaftskrise, den größten Finanzskandal seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges! Im Nachhinein haben sich seine Informationen alle bestätigt…

Grandt: Hat Haider mit Ihnen darüber gesprochen?

Petzner: Natürlich. Ich war sein engster Berater, sein engster Vertrauter. Er sprach mir gegenüber von diesen Informationen als eine „politische Bombe“. Und er fragte mich auch: „Was mache ich bloß mit diesen Informationen? Die sind gefährlich! Hochexplosiv!“ Er war nervös und besorgt, dass er sie hatte, denn es ging ja um korrupte und verzockte Bankensysteme, um Milliarden, um die Mächtigsten der Mächtigen! Jörg wusste genau, was im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise auf uns zukommen würde: Banken, die pleite gehen würden, Massenarbeitslosigkeit…Dazu muss man wissen, dass man die österreichischen Bankkonzerne in „schwarze“, also der ÖVP, und in „rote“, also der SPÖ, nahe stehenden Banken unterteilen muss. Beispielsweise ist die „Bank Austria“ eine SPÖ-Bank, die „Raiffeisen-Bank“ eine ÖVP-Bank. Ihr Chef, Christian Konrad, gilt als der mächtigste Mann Österreichs. Zu seinem Imperium gehören auch die Nachrichtenmagazine PROFIL und NEWS. Natürlich sitzen diese mächtigen Banker auch in der Parteipolitik drin. Und natürlich wusste das Jörg Haider. Auch welcher Landeshauptmann bei welcher Bank Steuervermögen angelegt hatte und welche durch fehlerhafte Spekulationen verloren waren. Das Geld des Volkes, das nichts davon wusste!  Einfach weg, verzockt, verspekuliert. Und Jörg wusste, wer dies alles verbrochen hatte!

Grandt: Hätte Jörg Haider diese Informationen an die Öffentlichkeit gebracht, dann wäre tatsächlich eine politische Bombe in Österreich geplatzt und sicher auch Köpfe der Verantwortlichen gerollt…

Petzner: …ja, wie bereits gesagt: Jörg Haider war der einzige, der diese Informationen schon vorher hatte, der den Mächtigsten  der Mächtigen sozusagen mit seinem Wissen im Weg stand

Grandt: Woher hatte Haider denn diese brisanten Informationen?

Petzner: Er war ein Netzwerker und hatte viele Informanten, die ihm zugearbeitet haben…

Grandt: Haider galt vor den Nationalratswahlen im September 2008 außerhalb Kärntens als politisch erledigt…

Petzner: Das stimmt. Dann hatte er diesen unerwarteten, fulminanten Wahlsieg! Nun waren auf einmal sämtliche Mehrheiten möglich. Alles war denkbar. Er hatte mit der ÖVP und den GRÜNEN Geheimgespräche geführt, um Koalitionen auszuloten. Vor allem mit HC Strache von der FPÖ. Nur mit der SPÖ nicht. Von den anderen Parteien hatte keine eine Koalition mit der BZÖ ausgeschlossen! Nach den Nationalratswahlen 2008 hatte Jörg Haider wieder Anlauf genommen die SPÖ/ÖVP-Dominanz zu brechen. Aber wenn man sich mit dieser Macht anlegt, dann ist es auch gefährlich…

Grandt: Sie fordern, dass der Tod von Jörg Haider neu untersucht wird. Weshalb?

Petzner: Ich halte die bisherigen Ermittlungen für einen Justiz-Skandal! Staatsanwalt Kranz ist im Fall Haider befangen, kann nicht mehr als unabhängig bezeichnet werden und ist somit untragbar! Er hat ungesicherte Informationen veröffentlicht, um Jörg Haider in ein schlechtes Licht zu rücken und um eine ganz bestimmte Unfallversion zu verbreiten. Die Frage ist: Warum und in wessen Auftrag? Staatsanwalt Kranz hat zudem – ob absichtlich oder nicht – schwere Ermittlungsfehler gemacht. Er hat die Ermittlungen in einer ungelösten Causa gestoppt. Es müssen neutrale, unabhängige Richter und Experten die Fakten neu prüfen!

Grandt: Herr Petzner, Sie waren der engste Vertraute und Berater von Jörg Haider. Wer steckt Ihrer Meinung nach hinter dem Mord?

Petzner: Meines Erachtens sind dies internationale Kreise aus der Hochfinanz, die auch Parteipolitisch durchsetzt sind.

Grandt: Herr Petzner, vielen Dank für dieses sehr aufschlussreiche Gespräch.

 

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DENKEN SIE IMMER DARAN:

SIE HABEN EIN RECHT AUF DIE WAHRHEIT!

 

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Siehe auch:
HABENFREIMAURERJÖRGHAIDERSTOD VERANLASST?WURDE ER OPFER EINES „POLITISCHEN RITUALMORDES“?Am 11. Oktober 2008 rast der Kärntner Landeshauptmann und BZÖ-Politiker Jörg Haider alkoholisiert und mit überhöhter Geschwindigkeit in den Tod. So der offizielle Ermittlungsstand. Doch schnell kommen Zweifel an der Unfallversion auf – nicht zuletzt durch Gerhard Wisnewskis Buch „Jörg Haider – Unfall, Mord oder Attentat?“ (Kopp-Verlag), die bis heute anhalten.

 

Guido Grandt ist der einzige Journalist, der Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Mordes an Dr. Jörg Haider gestellt hat! Denn auch für ihn ist klar: Der BZÖ-Politiker wurde aus dem Weg geräumt!

Doch von wem? Wer sind die Täter? Wer die Hintermänner? Warum tauchen am Unfallort, dem Tatort, okkulte Symboliken auf, ebenso bei einer Polizeibeamtin, die von den Medien verschwiegen werden? Welche Bezüge gibt es zur Freimaurerei? Haben letztlich Freimaurer-Logen Jörg Haiders Tod beschlossen? Welche Motive gibt es dafür und wer hat einen Nutzen davon? War der Kärntner Landeshauptmann gar selbst ein Freimaurer?

 

In seinem brisanten Buch geht Guido Grandt all diesen Fragen nach und noch mehr: er erläutert exklusiv die Okkult-Symbolik am Tatort, beleuchtet die „Freimaurer-Politik“ in Österreich, nennt Ross und Reiter ihrer Akteure, hinterfragt Freimaurer-Umtriebe und Skandale, befasst sich mit den Gegnern Haiders und der Stigmatisierung Österreichs durch die Europäische Union und zeigt erstmals Parallelen auf zum Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand im Jahr 1914.

Und er fragt nach: bei Freimaurern, Freunden und Gegnern und der Witwe Claudia Haider.

 

LOGENMORD JÖRG HAIDER? IST GEHEIMBUND-ANALYSE, KRIMINALISTISCHE SPURENSUCHE, POLITISCHE SITTENGESCHICHTE UND INVESTIGATIVER JOURNALISMUS ZUGLEICH – JENSEITS KRUDER VERSCHWÖRUNGSTHEORIE

 

Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider wurde ermordet! Daran lässt Guido Grandt keinen Zweifel!

Immer wieder forderte der BZÖ-Politiker die Entmachtung der herrschenden politischen Klasse durch die Beseitigung ihrer Pfründe, Privilegien und demokratisch nicht legitimierten Machtinstrumente und stellte sich damit nicht nur gegen den österreichischen Parteien-Proporz und die Europäische Union, sondern auch gegen Banken und politisch aktive Freimaurer-Logen. Diese sollen, so der Autor, letztlich für den Tod Jörg Haiders verantwortlich sein.

 

  • Welche freimaurerische „Okkult-Symbolik“ gab es am Tatort und was bedeutet diese?
  • Wie sieht die österreichische „Freimaurer-Politik“ aus und wer spielt mit?
  • Wie sieht es damit im „Haider-Land“ Kärnten aus?
  • War Jörg Haider selbst ein Logenbruder?
  • Ist Bundeskanzler Werner Faymann Mitglied eines Geheimbundes?
  • Wie versucht(e) die EU ihre „Neue Weltordnung“ in Österreich durchzusetzen und warum war Haider dagegen?
  • Mit welchen medialen Propagandatechniken wurde Jörg Haider schließlich verunglimpft?
  • Welche Indizien und Motive gibt es für einen „politischen Ritualmord“?
  • Wie sehen die Parallelen zwischen dem Attentat auf Franz Ferdinand und Jörg Haider aus?

 

In den rund zwei Jahren Recherchen hat Guido Grandt mit zahlreichen Vertrauten und Gegnern Jörg Haiders gesprochen, deren Interviews ebenfalls in dieses Buch mit einfließen:

  • Witwe Claudia Haider
  • Stefan Petzner, Vertrauter und Berater
  • Ewald Stadler, politischer Weggefährte und Freimaurer-Experte
  • „Altgroßmeister“ einer deutschen Loge
  • „Souveräner Großorient von Deutschland“
  • „Großloge von Österreich“

 

Guido Grandts brisante Recherchen lassen nur einen Schluss zu: Der angebliche Unfalltod Jörg Haiders muss endlich neu untersucht werden!

DEMNÄCHST ALS E-BOOK oder PDF (€ 7,99), vorbestellbar bei: gugra@gugra-media-verlag.de

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Das falsche Spiel des Westens: Die Türkei, der Islamische Staat, Syrien, Iran und die Kurden


GuidosKolumneNeu

424 (85/2014)

Das Erstarken und der brutale Angriff des IS zeigt einmal mehr die furchtbaren Folgen der westlichen Nah- und Mittelostpolitik, angeführt von den USA.  Erst die  Zerstörung des Irak und das Schüren des syrischen Bürgerkriegs haben die Voraussetzungen für das rasche Erstarken der Terrortruppe geschaffen.
Das Ziel scheint klar für den Westen (USA, EU): Der syrische Machthaber Assad muss gestürzt, gleichzeitig aber auch der Vormarsch der IS gestoppt werden.
Dabei spielt das NATO-Mitgliedsland Türkei eine entscheidende aber auch höchst dubiose Rolle, in dem die Kurden regelrecht aufgerieben werden. Die PKK gilt in Ankara noch immer als Terrororganisation (genauso wie der IS). An einem Wiedererstarken der Kurden hat der türkische Machthaber Erdogan überhaupt kein Interesse. Er opfert u.a. die Stadt Kubane, in die der IS jüngst einmarschiert ist, seinen Interessen.
Siehe hier:

 

Westliche Interventionen und Expansionsinteressen des NATO-Partners Türkei sind verantwortlich für die dramatische Situation in der nordsyrischen Stadt Kobane. Die Stadt steht offenbar vor dem Fall, wenngleich der verzweifelte Abwehrkampf gegen die Terrortruppe „Islamischer Staat“ („IS“) am Dienstagabend noch andauerte. Zahllose Todesopfer sind bereits jetzt zu beklagen.

Während der IS, der gegenwärtig im Begriff ist, Kobane zu erobern, sein Erstarken letztlich Interventionen des Westens in Nah- und Mittelost verdankt, sind türkische Expansionskonzepte die Ursache dafür, dass zwar irakisch-kurdische Milizen unterstützt werden – auch von der Bundeswehr -, nicht jedoch syrisch-kurdische Kämpfer gegen den IS.

Die Konzepte, die im Westen auf Sympathie stoßen, spielen mit dem Gedanken, einen Staat „Kurdistan“ aus dem Irak herauszubrechen und ihn eng an die Türkei zu binden oder ihn gar an sie anzuschließen – mit dem Hintergedanken, auf diese Weise proiranische Kräfte zu schwächen und sunnitische Kräfte gegen Iran in Stellung zu bringen. Die strategischen Großplanungen im Sinne westlicher Interessen haben jetzt zu der furchtbaren Lage in Kobane geführt.

 

mehr

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58967

 

HEINZ G. JAKUBA: „Die Flüchtlingsfrage und die tabuisierten Fakten!“


Der Streitkommentar

 

 

Nachfolgend stelle ich einen Streitkommentar zur Diskusssion, der von meinem Kollegen Heinz G. Jakuba verfasst wurde.

Ein Hinweis vorab: Jegliche Kommentare auf diesen Streitkommentar, die ausländerfeindlich, rassistisch, antisemitisch oder neonazistisch sind, werden von mir unverzüglich entfernt!  Konstruktive Kommentare sind jedoch jederzeit erwünscht!

 

“DIE FLÜCHTLINGSFRAGE UND DIE TABUISIERTEN FAKTEN”

 

Ein Streitkommentar von Heinz G. Jakuba (Freier Online-Journalist und Blogger, Berlin)

 

 

Sicher, wir haben hierzulande ein großes Problem mit den Flüchtlingen.

Nicht nur, dass sie skandalöser Weise in deutschen Flüchtlingsheimen geschlagen und gequält werden. Nein, auch mit den ausufernden  Flüchtlingsströmen, die sich auf dem Weg nach Europa machen. Und damit auch nach Deutschland. Denn wir sind das Land in Europa, das (zu recht) mit die größte Anzahl aufnimmt, das sollten wir nicht vergessen, bevor uns weiter ein schlechtes Gewissen eingetrichtert wird.

Doch der Bund, die Länder, die Kommunen und Landkreise sind hoffnungslos mit der wachsenden Anzahl der Flüchtlinge aus den Krisengebieten dieser Welt überfordert. Statt einer ehrlichen und faktischen Auseinandersetzung mit diesem Problem, versteifen sich Politik und Medien lediglich auf die Skandale in den Flüchtlingsheimen.

Keine Frage: Das was die Sicherheitsleute in Burbach oder auch anderswo getrieben haben, ist bar jeglicher Vernunft, jeden Anstandes, ist kriminell und zu ahnden!

Aber wie immer, hat die Medaille zwei Seiten. Über die zweite wird nicht oder nur unzulänglich aufgeklärt.

Jeder, der am Sonntag den Günther Jauch-Talk in der ARD sehen konnte, die sich ebenfalls mit der Flüchtlingsfrage beschäftigte, wurde Zeuge, wie Teile dieser Fakten ignoriert wurden. Ein Sicherheitsmann war zu Gast, der erzählte, dass es unter den Flüchtlingen auch Gewalt und Alkoholexzesse etc. gibt. Gewalt gegen das Personal (Küche etc.) in den Flüchtlingsheimen. Doch viel mehr konnte oder durfte dieser Mann, der vor Ort war, dann auch nicht mehr sagen. In der Folge wurde er von Jauch ignoriert und seine hervorgebrachten Fakten erst gar nicht in der folgenden Diskussion angesprochen.

Dabei wurde bekannt, dass in der Asylbewerberunterkunft Burbach, in dem es die „Foltervorwürfe“ gab, auch noch weitere Vorfälle zu Tage traten: Koptische Christen berichten, sie hätten am 8. September 2014 vor einem muslimischen Mob aus 50 islamistischen Angreifern fliehen müssen!

Konkret:  Emile B. flieht am 8. September mit seiner Frau und den beiden kleinen Kindern aus dem Asylbewerberheim im nordrhein-westfälischen Burbach vor 50 islamistischen Angreifern mit dem Taxi zu einem koptischen Christen nach Siegen. Die Polizei begleitete die Familie zu dem Taxi, weil ihr klar geworden war, dass die sechs Sicherheitsmitarbeiter in dem Asylerstaufnahmelager nicht mehr in der Lage waren, die koptische Familie zu schützen.

Drei Wochen nach dem Angriff hat Emile B. immer noch Schmerzen, sein Brustbein ist blau geschlagen. „Das Schlimmste sind aber die Bilder in den Köpfen meiner Kinder, die ich nun versuchen muss zu löschen“, sagt der 36-jährige Bauingenieur. Die sechs Jahre alte Marvel und der dreieinhalbjährige George mussten mit ansehen, wie ihr Vater vor dem Eingang des Asylbewerberheims zusammengeschlagen wurde.

„Gott sei Dank kam der größte und schwerste Sicherheitsmann und hat sich dazwischen geworfen“, erzählt der schlanke Ägypter. Eine halbe Minute später kamen die übrigen fünf Sicherheitsleute und führten ihn und seine Kinder in ihr Zimmer, während die etwa 50 wütenden Männer versuchten, das Security-Personal wegzustoßen, um wieder auf ihn einprügeln zu können. Von den schrecklichen Gewalttaten des Sicherheitspersonals gegenüber Asylbewerbern, die jüngst bekannt wurden, hat Emile B . nichts mitbekommen, wie er sagt … Anwohner des Flüchtlingsheims verwundert dies nicht, eine Polizeistreife pendle 24 Stunden am Tag zwischen dem Ortskern der Kleinstadt und dem Aufnahmelager, Einsätze seien an der Tagesordnung.

Noch mehr: Die christlichen Kopten wurden wüst als „Tiere“ beschimpft. Die rund 250 arabischen Asylbewerber (von insgesamt 750) ächten sie.

Die zuständige Bezirksregierung in Arnsberg wollte auf Anfrage der „Welt“ keine Stellung zu den Vorfällen nehmen. Der private Heimbetreiber European Homecare bestätigte die Vorfälle. Pressesprecherin Renate Walkenhorst sagte, man habe die Ausgrenzung gegenüber der koptischen Familie nicht im Einzelnen beobachten können, aber: „Anfeindungen von muslimischen gegenüber christlichen Flüchtlingen kommen immer wieder vor.“

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article132791478/Kopten-Familie-flieht-vor-muslimischen-Angreifern.html

Die Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und koptischen Christen schwelen schon lange.

Vergessen wir dabei auch nicht den Anschlag auf die koptische Kirche in Berlin-Lichtenberg, bei dem Anfang Oktober 2014 Unbekannte ein Feuer gelegt haben. Ein 27 Jahre alter Flüchtling, der dort geschlafen habe, hatte Glück und ist dabei unverletzt geblieben. 

Die koptische Kirche ist die größte christliche Gemeinschaft im Nahen und Mittleren Osten. In Ägypten hat sie bis zu 12 Millionen Anhänger. Trotz gesetzlicher Religionsfreiheit kam es dort mehrfach zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Kopten. Unter der Herrschaft der Muslimbrüder häuften sich in Ägypten die Übergriffe auf Christen.

Quelle: http://www.welt.de/regionales/berlin/article132911187/Entsetzen-ueber-Brandstiftung-an-koptischer-Kirche.html

Wenn wir also über die Flüchtlingsfrage sprechen, dann bitte schön auch über die religiösen (oder nationalistischen) „Revierkämpfe“ INNERHALB der Flüchtlingsunterkünfte etc.

Warum wird hierüber kein Wort verlautbart? Müssen die deutschen Behörden nicht auch (gerade) die Christen unter den Flüchtlingen vor gewaltbereiten und extremistischen Muslimen hierzulande schützen? Ich glaube schon!

Denn es sind KEINE Einzelfälle. Ein weiteres Beispiel aus jüngster Vergangenheit:

In einem Flüchtlingsheim in Berlin-Marienfelde schlugen sich im August 2014 60 Flüchtlinge wegen des Hasses von muslimischen Tschetschenen auf syrische Christen. Es gibt Verletzte, die Polizei muss ausrücken.

Quelle: http://www.welt.de/regionales/berlin/article132761249/Als-sich-Tschetschenen-und-Syrer-in-Berlin-pruegelten.html

Und auch das gibt es:

Gegen den Bewohner des Asylbewerberheims in Hoyerswerda (Landkreis Bautzen), der einen Wachmann der Körperverletzung beschuldigt, wird wegen des gleichen Vorwurfs ebenfalls ermittelt. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, habe der 29-jährige Tunesier die Anschuldigungen gegen den 47 Jahre alten Wachmann erhoben, als er selbst am Montag im Rahmen der gegen ihn laufenden Ermittlungen wegen Körperverletzung von der Polizei befragt wurde. Jetzt müsste geklärt werden, wer wen bei dem Streit Ende Juli verletzt habe und warum, sagte Polizeisprecher Thomas Knaup: «Wir haben hier die klassische Situation von Anzeige und Gegenanzeige.»

Quelle: http://www.welt.de/regionales/sachsen/article132859558/Gegen-angeblich-angegriffenen-Asylbewerber-wird-selbst-ermittelt.html

 Eine der größten „Gefahren“ offenbart sich nun aber auch gerade durch die Flüchtlingsströme in die EU, nach Deutschland, allerdings anders, als erwartet:

Die extremistische Miliz Islamischer Staat (IS) versucht offenbar, Terrorkommandos als Flüchtlinge getarnt nach Europa zu schleusen. Aus je vier Terroristen bestehende Gruppen sollten die syrisch-türkische Grenze überqueren und mithilfe gefälschter Pässe weiter nach Westeuropa reisen, auch nach Deutschland. Dort sollten sie Anschläge verüben, berichtet die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Aus abgehörten Gesprächen hätten US-Geheimdienste auch erfahren, dass die Terroristen wegen der strengeren Kontrollen an Flughäfen keine Flugzeuge benutzen sollen. Deutschen Behörden ist das Szenario laut Zeitung bekannt, dies hätten Regierungskreise bestätigt. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte: „Deutschland steht nach wie vor im Fokus des dschihadistischen Terrorismus.“ Daraus resultiere eine abstrakt hohe Gefährdung für die innere Sicherheit. Derzeit gebe es jedoch keine Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen.

http://german.ruvr.ru/news/2014_10_06/IS-Terroristen-sollen-sich-als-Fluchtlinge-tarnen-4684/

Also noch einmal: Müssten wir nicht über alle diese Probleme im Zusammenhang mit den Flüchtlingen sprechen, bevor wir uns selbst (im Fall der Quälereien natürlich berechtigt) immer nur ans eigene Kreuz nageln?

 

Der Streitkommentar

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Anmerkung: Der Inhalt dieses Streitkommentars gibt ausschließlich die Meinung von Heinz G. Jakuba wieder.

 

Mitdiskutieren, mitstreiten erlaubt. Kommentare erwünscht.