Meine KZ-Doku komplett online: „Hinter dem Dorf die Hölle“

Nun haben wir die komplette Dokumentation über die „Vergessenen Konzentrationslager auf der Schwwäbischen Alb“ online gestellt.

Eine Dokumentation, die jeden berührt, die sie gesehen hat!

 

Hier:

 

Teil 1

 

Teil 2

 

Teil 3

 

Inhalt:

„Dein Auge sei wach, gleich hinter deinem Dorf findest du die Höllen.“
Gerhard Lempp (Initiative Gedenkstätte Eckerwald e.V.)
Auschwitz, Treblinka, Buchenwald, Dachau – unauslöschlich und für immer haben sich diese Namen als Symbole für die Terrorherrschaft und Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten in das Menschengedächtnis eingeprägt.

Weitgehend vergessen hingegen ist das „Unternehmen Wüste“, das Ölschieferprogramm der Nazis auf der Schwäbischen Alb mit den letzten Konzentrationslagern des Dritten Reiches: in Bisingen, Frommern, Erzingen, Schömberg, Schörzingen, Dormettingen, und Dautmergen. 12.000 KZ-Häftlinge mussten unter katastrophalen Zuständen in den Ölschieferwerken arbeiten, wurden in den dazu gehörenden Zwangsarbeitslagern der SS eingesperrt. Dabei starben 3500 Menschen einen grausamen, einen sinnlosen Tod.

Guido Grandt beleuchtet in seinem Film „Hinter dem Dorf die Hölle“ Hitlers letzte Hoffnung: das „Unternehmen Wüste“. Gedreht an Originalschauplätzen lässt er Zeitzeugen und die letzten Überlebenden der „Wüste-Konzentrationslager“ zu Wort kommen, vergisst dabei keineswegs die jüngere Generation, sondern bindet sie mit ein.

Eine aufwühlende Dokumentation – ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.
„Das KZ Dautmergen war eine Hölle, eine Knochenmühle, schlimmer als Auschwitz.“
Jacek Zieliniewicz (Überlebender KZ Auschwitz-Birkenau und KZ Dautmergen)

 

Wir waren einmal ganz normale unbescholtene Menschen. Genau wie ihr.
Wir gingen mit euch zur Schule, zur Arbeit, verbrachten die Freizeit mit euch. Lachten und weinten zusammen. Wir waren Nachbarn, Kollegen, Freunde.
Doch eines Tages sagten sie uns wir wären Volksschädlinge, Nicht-arisch.
Sie zerschlugen die Scheiben unserer Geschäfte, spuckten uns an, behandelten uns von heute auf morgen wie Kriminelle.
Gesetze gegen uns wurden verabschiedet.
Wir mussten Zwangskennzeichen verschiedener Farben an unsere Kleidung nähen: gelbe Judensterne oder solche für Emigranten, Asoziale
und andere.
Jetzt gehörten wir nicht mehr zu euch, waren ausgegrenzt von der sozialen Gemeinschaft; diskriminiert und gedemütigt.
Ihre menschenverachtende Ideologie und ihr Rassenwahn gipfelte schließlich im Holocaust, wir nennen ihn Shoah: der vollständigen Vernichtung unseres Volkes in Europa.
Sie trennten uns von unseren Familien, sperrten uns in Viehwaggons, verfrachteten uns durch halb Europa. Weg von unserem Zuhause. Tausende Kilometer weit.
So fuhren wir ahnungslos der „Endlösung“ entgegen: nach Dachau, Buchenwald, Treblinka, Auschwitz und anderen Höllen dieser Erde, in denen wir schließlich wie Tiere dahinvegetierten.

Wir wurden ausgesondert, erschossen, erschlagen, vergast und verbrannt: Frauen, Männer, Kinder, Alte, Kranke und Behinderte.
Über 6 Millionen.
Nach der Befreiung durch die Allierten wurden unsere abgemagerten toten Körper mit Baggern in Massengräbern geschaufelt. Wie menschlicher Abfall.
Noch heute scheint der Rauch der Krematorien über den Vernichtungslagern zu wehen. Denn dieses Grauen, dieses Leid ist Zeitlos.

Diejenigen von uns, die nicht gleich ermordet wurden, dienten als Arbeitssklaven, mussten sich in Konzentrationslagern zu Tode schuften:
„Vernichtet durch Arbeit.“
Einige dieser Lager wurden im Süden Deutschlands, in Württemberg und Hohenzollern errichtet: auf der Schwäbischen Alb.

Man muss sich eine raue von Wind und Regen gepeitschte Landschaft vorstellen. Klirrende Kälte und schwerer Nebel, der in den Bäumen hängt. Am weiten diesigen Himmel schwarze Raben, so einsam und verloren wie wir.
Und mitten darin: das Tor zur Hölle, in das wir hineingestoßen wurden.
Dabei waren wir einmal ganz normale unbescholtene Menschen. Genau wie ihr.

Ich wünschte jeder von euch hätte das gesehen, was ich gesehen habe. Dann könntet ihr alles viel besser verstehen.
Niemals wieder dürft ihr zulassen, dass so etwas geschieht. Nie wieder.
Denn wir sind ganz normale unbescholtene Menschen. Genau wie ihr.

 

 

 

Sprache: Deutsch

Bildformat: 16:9

Tonformat: Stereo

Disc-Typ Ländercode: DVD-5 0 PAL

Laufzeit:  ca. 44 Min.

ISBN 978-3-9813329-5-7

EUR 12,95
(inkl. gesetzl. Mwst)
+ Versandkosten)

 

Der Film kann als DVD bestellt werden bei:

 

gugra@gugra-media-verlag.de

 

oder:

 

http://www.amazon.de/Hinter-dem-Dorf-die-H%C3%B6lle/dp/3981332954/ref=cm_cmu_up_thanks_hdr

 

Cover_DVD

 

2 Gedanken zu “Meine KZ-Doku komplett online: „Hinter dem Dorf die Hölle“

  1. Au weia, Herr Grandt! Wem sind Sie zu nah auf den Pelz gerückt, dass Sie ins Straflager gesteckt wurden?

    Mein aufrichtiges Beileid für Sie.

    Ich wünsche Ihnen Gottes Schutz und Segen auf all Ihren Wegen.

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