Streitkommentar: „Facebook, Superstar, Komasaufen“ – Die verblödete Jugend

Der Streitkommentar

 

Nachfolgend stelle ich einen Streitkommentar zur Diskusssion, der von meinem Kollegen Heinz G. Jakuba verfasst wurde.

 

„FACEBOOK, SUPERSTAR, KOMASAUFEN“ – DIE VERBLÖDETE JUGEND

 

Ein Streitkommentar von Heinz G. Jakuba (Freier Online-Journalist und Blogger, Berlin)

 

Wollen Sie wissen, wie blöd die Jugend heutzutage wirklich ist? Dann schauen Sie doch mal bei Facebook nach. Dem „Gotteswerkzeug“ der Drei- bis 30-Jährigen. Dem Heiligen Gral aller Vor-, während- und Nachpubertierenden.
Gepostet wird der größte Schwachsinn aller Zeiten!
Fotos von Typen, die sich gerade mit ner Buddel Wodka wegballern und den Daumen hoch halten. Nicht checkend, dass der zukünftige oder (bereits-)Arbeitgeber das ja auch sehen könnte. Und sicher hoch erfreut ist.
Andere Intelligenzbestien sind noch viel besser. So habe ich beispielsweise gestern gefunden: „Nach dem Sommer kommt der Herbst!“
Ja wirklich? Das Schlimmste daran ist nicht die super doofe Aussage, die eigentlich selbstverständlich sein müsste, sondern die 355 Likes der Facebook-Hirnverblödeten darunter!
„Nach dem Sommer kommt der Herbst!“ Und die finden’s auch noch gut, als wäre das eine neue Erkenntnis!
Gott, ich fass es nicht, wie blöd die sind!

Zudem haben amerikanische Forscher laut dem „International Journal of Eating Disorders“ festgestellt, dass bei mindestens zwei Stunden Facebook Magenbeschwerden bei Frauen auftreten.

Merken Sie was?!

Fast vergessen habe ich noch die Facebook-Partys. Wow! Lädt also Ihr Rotzlöffel über Facebook zur großen Sause bei sich/Ihnen, dann kann das schnell ausufern. Hunderte oder gar Tausende andere Kleinspinner können herantraben, weil es ja offensichtlich Alk umsonst gibt!

 

So hat ein Jugendlicher in einer Stadt am Bodensee zu einer Facebook-Party aufgerufen, der auch 12.000 erreicht hat. Die Party endete in Sachbeschädigung, Körperverletzung und Übergriffen auf Polizeibeamte. Gesamtschaden: 227.052 Euro! Die sollte der FB-Hirni dann blechen. Oder  Mama und Papa? Na jedenfalls, viel Spaß damit und bedanken Sie sich bei Ihrem Nachwuchs!
Superstar: Jeder kennt ja die Sendung, wo die ganzen Komplett-Idi… auftreten. Singen müssen sie nicht können, sich nur so doof wie möglich verhalten. In Interviews habe ich gesehen, dass diese Typen und Gören die „Vorbilder“ für viele Jugendliche sind. Das darf doch wohl nicht wahr sein, oder doch? Als gefragt wurde, ob die Jugendlichen lieber eine Sendung anschauen, bei der es um ihre berufliche und politische Zukunft geht oder eben Superstar, war die Antwort klar. Ich muss sie nicht extra erwähnen, aber das zeigt die Hirnlosigkeit der Jugend. Ein Barometer, ein Gradmesser des Schwachsinns…
Ach ja – die neueste Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sagt bereits alles: Die Zahl der Teenies, die sich regelmäßig ins Koma saufen bleibt mehr als erschreckend! Sogar jeder Zweite zwischen 18 und 25 Jahren haut sich einmal im Monat komplett die Birne weg. Und von 12 bis 17 sogar jeder Sechste! Das kann doch wohl nicht wahr sein, die tragen ja noch (volle) Windeln!
Alleine im letzten Jahr wurden 26.000 Jugendliche im Alter von 10 (!!!!) bis 19, mit Alkoholvergiftungen im Krankenhaus behandelt. Und wie hoch ist die Dunkelziffer?

Und auch die Zahl der Rotzgören mit Alkoholkonsum stieg gehörig an. Viel Spaß für eure Babys später ihr Vollpfosten-Girlies!
Rauschtrinken für alle – vom 12jährigen Kind bis zum Teenie-Erwachsenen. Wo sind wir bloß gelandet? Ausreden dafür gibt es genügend: Der Leistungsdruck in den Schulen, beim Studium oder Arbeit steigt stetig an, deshalb vermeinen die Dreikäsehochs ihr Heil im Alkohol und den Drogen zu finden. Oder: Es wäre einfach „cool“. Andere wiederum wollen sich durch Komasaufen „Entspannung“ verschaffen, Druck abbauen. Und: Trinken würde dem „Zeitgeist“ entsprechen.
Raaaaatttttsssscccchhhhh hätte es da früher bei mir zu Hause gemacht!
Zusätzlich, um die verweichlichte, durch Superstar, Facebook und Parties verdummte Jugend, Leistungsfähiger zu machen, greifen die auch noch zu leistungssteigernden Medikamenten.
Ja, wo leben wir denn? Die sind nicht mehr gewohnt zu lernen, zu arbeiten, vor lauter Party-Stress, Komasaufen und Facebook-Shit!!!!
Und um die ganze Blödheit noch zu unterstreichen, kommt es so wie vor kurzem in den USA: Eine Semesterferien-Fete mit reichlich Alkohol, dem „Spring Break“ im kalifornischen Santa Barbara, ist in massive Gewalt umgeschlagen. Die jungen Facebook-Party-Terroristen haben Verkehrsschilder herausgerissen, Feuer angezündet und Polizeiautos angegriffen. Die Beamten haben daraufhin Tränengas und Gummigeschosse eingesetzt. Es gab 44 Verletzte und hunderte Festnahmen. Letztes Jahr sogar eine tote Frau!
Für was? Nicht etwa für mehr Meinungsfreiheit. Nicht etwa für mehr Berufschancen. Nicht etwa für die eigene Zukunft, sondern weil die Möchtegern-Studenten komplett besoffen und dadurch aggressiv waren, ging die Post ab. Und wer bezahlt den Schaden? Na wir, die Steuerzahler!
Nein, liebe Freunde. Ihr wisst doch gar nicht, was Stress ist! Ein bisschen Büffeln fürs Semester, paar Lesungen in der Woche, die ohnehin geschwänzt werden und dann ab zur nächsten Party. Einen Joint, einen Wodka, bisschen Spaß und Sex am besten ohne Kondom…

 

So ist es nicht verwunderlich, dss die aktuelleste Studie der OECD zu dem Ergebnis kommt, dass deutsche Schüler nur Mittelmaß sind. Die können nicht mal einen Fahrkartenautomaten bedienen oder auf einer Karte den kürzesten Weg von A nach B finden! Verblödung pur.

Fragen Sie jetzt wirklich noch, warum?
Gott, ich wollte ich wäre einer von euch alkoholisierten, partyverwöhnten, Facebook-Dumpfbacken!

 

 

Der Streitkommentar

 

——————————————————————————————————————————————————-

Anmerkung: Der Inhalt dieses Streitkommentars gibt ausschließlich die Meinung von Heinz G. Jakuba wieder.

 

Mitdiskutieren, mitstreiten erlaubt. Kommentare erwünscht.

 

——————————————————————————————————————————————————

 

_______________________________________________________

Nachfolgend können Sie meinen kostenlosen GRAND(T)s NEWSLETTER  bestellen (und jederzeit wieder abbestellen):

———————————————————————————————

24 Gedanken zu “Streitkommentar: „Facebook, Superstar, Komasaufen“ – Die verblödete Jugend

  1. Die Tendenzen stimmen leider aber zu sagen aufgrund von Party, Facebook und Verdummungsmedien seien „deutsche Schüler nur Mittelmaß und zu blöd einen Fahrkartenautomaten zu bedienen“ ist eine absolute Frechheit.
    Vor aleem haben SIE – der Schreiber dieses Artikels – nicht verstanden wer hinter OECD- und Pisa-Studien steckt und was damit bewirkt werden soll.

    Der erste und zweite Weltkrieg hatten das Ziel Deutschland als Wirtschaftsmacht zu vernichten. Leider hat das ursprünglich als Strafe gedachte „Made in Germany“, das verhindern sollte das auch nur noch irgendein Nicht-Deutscher deutsche Waren kauft, nicht wie gedacht funktioniert.
    Anstatt als Schandstempel wurde „Made in Germany“ zum Qualitätsmerkmal für die beste Warenqualität der Welt.
    So waren der Marshall- und der Hooton-Plan „Wie lasse ich ein Volk verschwinden“ nicht gedacht. Kaufmanns „Deutschlnd muß sterben“ sah auch anderes für unser Volk vor.
    Da die Deutschen trotz Kriegen nun wieder erfolgreich auf den Weltmärkten handelten wurden andere noch perfidere Maßnahmen getroffen:
    Gründung der EU und des Euro zur wirtschaftlichen Kontrolle und Vernichtung Deutschlands,
    Zügellose Einwanderung zur Zerstörung deutschen Erbguts,
    Total-Verdummung durch Medien,
    Bildung und Fleiß bei der Jugend als spießig hinstellen,
    Party und Drogen als neuer Lebensinhalt und -sinn,
    Yolo wird das neue Egoisten-Motto – Nachwuchs stört nur.

    So vernichet man ein Volk……………..das ist Völkermord!!

    Das Bildungswesen in Deutschland an Schulen und Unis ist nicht schlecht und die deutschen Jugendlichen sind (noch) intelligenter als die dummen Ami-Kids, die schon viel länger der Verdummungs-Gehirnwäsche der Zion-Medien ausgesetzt sind.

    Statistiken der OECD und PISA zur Bildung sollen helfen Deutschland endgültig zu vernichten. Die Aussage, daß die Bildung in Deutschland so mies ist, ist ein GROßE LÜGE!!
    Diese Zion-Studien dienen lediglich dazu den Ruf des fleissigen intelligenten Deutschen endgültig zu ruinieren und den Deustchen in Zukunft jegliche Chance auf Erfolg und Überleben zu nehmen.
    Denn wenn man ständig gebetsmühlenartig in den Medien wiederholt wie dumm und faul die Deutschen sind, zu blöd einen Fahrkarenautomaten zu bedienen und daß die Schulen und Unis in Deutschland schlecht sind……………….wer will dann noch Deutsche als Angestellte haben? Wer glaubt dann noch an die Überlegenheit deutscher Produkte? Dazu schreit die Politik jeden Tag „Uns fehlen Millionen Fachkräfte“ – ja klar, natürlich fehlen Fachkräfte, solche die mit Studium und jahrelanger Erfahrung dann als Praktikant oder für 10 Euro die Stunde arbeiten möchten. Dafür ist sich ein Deutscher zu schade – zu Recht!
    Man lügt und betrügt tagein, tagaus, macht die Deutschen durch Medienpropaganda zu Volldeppen und irgendwann glaubt es jeder – dann ist das Ziel des Deutschenhassers Kaufmann endlich erreicht – Germany must perish!

    Und dann gibt es noch solche Blogs wie diesen – unfassbar.
    Jemand, der den Propaganda-Müll glaubt der in den Medien verzapft wird – oder jemanden der diesen Propaganda-Müll im Auftrag weiter verbreitet?
    Wer all das nicht versteht, der versteht überhaupt nichts von Geschichte – der Wahrheit nicht die Lügenversion der Siegermächte – versteht nichts von dem was in dieser Welt politisch passiert und ist der Deutschenhasser-Propaganda aufgesessen oder eben selbst einer der Deutsche hasst.

    Machen Sie sich keine Illusionen, es gibt noch genügend Deustche, auch junge Menschen, die sehr wohl denken können und auch kompliziertere Dinge als Fahrkartenautomaten bedienen können.

    Und die meisten Deutschen durchschauen die Propaganda weitaus besser als Sie liebe Artikelschreiberin/lieber Artikelschreiber und können daraus auch die entsprechenden Schlüsse ziehen.
    Deshalb gibt es auch so viele Gesetze in diesem Land, die es vebieten die Wahrheit zu sagen.

    • Pardon, wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten:-)
      Ich kann meine Fehler leider nicht nachträglich verbessern.

  2. Ich durfte diesen Artikel in meiner Deutschklassenarbeit lesen und bearbeiten. Ich fand diesen wirklich belustigend und musste mich zurückhalten, damit ich nicht laut anfangen muss zu lachen. Zum Glück war es eine textgebundene Erörterung. Daher konnte ich den Text mal richtig bearbeiten. Ich würde mir ein bisschen mehr Objektivität wünschen. Ich bin jugendlich und konnte mich überhaupt nicht mit dem Text identifizieren. Dieser Text ist einfach unterirdisch. Da hat die BILD mehr Niveau und ist objektiver. Sie haben hier Einzelfälle verallgemeinert. Das geht nicht. Ich bin ja für vieles offen, aber nicht für so einen subjektiven Text.

    Nach dem Sommer kommt der Herbst

  3. „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere heutige Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.“
    Aristoteles (384 – 322 vor unserer Zeitrechnung)

    Den Konflikt zwischen alt und jung gab es schon immer. Tausende Generationen haben sich über die verantwortungs- und verwahrloste Jugend echauffiert. (Btw: „verwahr-lost“ impliziert doch auch die Schuld eben dieser älteren Generation an den „Missständen“.) Dabei ist es das immergleiche Spiel: die Jugend, auf der Suche nach sich selbst und sicherlich auch nach Sinn und Unsinn des Seins, grenzt sich auf eine Weise von den Eltern (und damit deren Generation) ab, indem sie eine vermeintlich konträre Haltung zu dem einnimmt, was sie gemeinhin als „typisch [Eltern]“ erkannt haben will. Schönes Beispiel ist doch die 68er Generation; haben nicht deren Eltern verzweifelt den Entgleisungen ihrer Sprösslinge hilflos zuschauen müssen?

    „Inwieweit eine Krankheit der Seele, der Familie, der Gesellschaft darin zum Ausdruck kommt, daß gerade Jugendliche in den letzten Jahren einen Ausweg im Haschischrausch gesucht haben, ist eine andere Frage. Ich möchte meinen: das kann in manchen Fällen durchaus sein. Denn, nicht wahr, nicht alle Seelen, nicht alle Familien, nicht alle Gesellschaften sind gesund? [….] Mit anderen Worten: In einem Syndrom der „Verwahrlosung“, des aus dem Gewahrsam der Schule und des Elternhauses Ausbrechens, spielt in der Tat auch Haschisch eine Rolle – neben Haartracht und Hygienetrotz, neben Sex und Subkultur. Aber es hieße dieses Syndrom noch nicht einmal in den Anfängen begreifen, wollte man dem Haschisch dabei die Rolle eines Kausalfaktors zuschieben. Es spielt diese Rolle nachweisbar nicht. Gammler gammeln nicht, weil sie Haschisch rauchen; sondern sie rauchen allenfalls Haschisch, weil sie gammeln.“ (aus: die Zeit, 28. November 1969)

    Es gibt zahlreiche Artikel wie diesen. Der Autor verfügt zwar über die Gabe der Empathie; der Zeitgeist lässt sich nichtsdestotrotz auch in diesen wenigen Zeilen leicht herauslesen.
    Wobei ich bemerken möchte, dass mir der gesellschaftliche Konsens im Allgemeinen zuwider ist. Spiegelt dieser doch die Unart des nicht selbst denken Wollenden wider, der im Irrglauben, er täte es doch, die Meinung der von ihm konsumierten Medien verinnerlicht hat. Dieser Umstand ist aber eben auch so alt wie die Menschen selbst: es gab schon immer die Anpassungswilligen, die aus der breiten Masse nicht hervorstechen [wollen, auch wenn sie der Meinung sind, eben dies zu tun]. Und das haben sie mit der Jugend gemeinsam. Und, um zum Ende meiner Ausführung zu diese Thema zu gelangen (ich könnte ein ganzes Buch alleine über meine jugendlichen „Entgleisungen“ schreiben): dies empfinde ich als das eigentlich Schreckliche. Die Ausgrenzung derer, die „anders“ sind. Und ein pubertierender Jugendlicher (damit meine ich den Großteil der 11 – 20jährigen) hat weitaus weniger Kraft, sich gegen die Ausgrenzung Gleichaltriger zur Wehr zu setzen, wie ein gereifter, erwachsener Mensch, schon allein aufgrund der Tatsache, dass das Gehirn in dieser Zeit einer kompletten Um- bzw. Neustrukturierung unterworfen ist.

    Also, liebe Erwachsene, habt Mut, „anders“ zu sein, benutzt euer Gehirn, rebelliert gegen die sogenannte Ordnung, sagt laut, mit was ihr nicht einverstanden seid! Hört auf, euch unterzuordnen, weil „es ja sowieso nichts bringt“ oder aus Angst, schief angesehen zu werden. Das ist Quatsch! Wie soll sich etwas ändern, wenn keiner bereit ist, aus seinem bequemen Sessel vor dem TV aufzustehen? Ganz ehrlich, inwiefern unterscheiden sich die Erwachsenen denn von der von ihnen angeklagten, diffamierten Jugend? Suchen sie denn nicht auch Zerstreuung in den mit Alkohol gefüllten Gläsern? Lassen sie sich nicht auch allabendlich durch ein sinnloses TV-Programm berieseln? …

    Ivonne möchte ich meine tiefe Anerkennung aussprechen. Du scheinst mir eben so ein Freigeist zu sein, dessen Entwicklung zum Erwachsensein einst dem Druck der gesellschaftlichen Norm und ihren Wertvorstellungen trotzte, die sich nicht in die Form, die gemeinhin als „Durchschnitt“ bezeichnet wird, pressen ließ. Auch wenn wir dieses Elend als „vernünftig werden“ bezeichnen.
    Chapeau!

    Schöne Grüße aus dem Süden

  4. So ein Schwachsinn! Die Jugend ist schlecht und verkommen – die älteste LEIER der Menschheit! Dabei vergisst der superschlaue Autor, dass er zu genau der Generation gehört, die diese schlechte Jugend grossgezogen hat (leider oder Prügel, wie er indirekt sagt)… Diese Polarisierung ist in sich selbst dumm, da sie gezielt die guten Trends und die „normalen“ Jugendlichen ausspart, und nur die Aspekte anschaut, die auffällig und „verkommen“ sind. Keinerlei Ursachenforschung, geschweige denn Lösungsansätze. Dieser so genannte Kommentar ist die Zeit und den Strom meines Bildschirms nicht wert. Ich stimme ncht zu, sondern dagegen. Sündernböcke finden ist einfach, sich aufregen auch, MITGEFÜHL hingegen … ist selten geworden… Dieser Kommentar trieft vor Selbstgefälligkeit und der Autor hat offensichtlich vergessen dass er selbst einmal „young and foolish“ war.

    (Eine Diskussion hierüber, ohne das elende Schulsystem zu beleuchten – da stimme ich Ivonne zu -, ist eh sinnlos.)

  5. Nur der Jugend die Schuld zuzuweisen ist hier zu simpel. Ein Jugendlicher ist auch immer das Produkt dessen was er von den Eltern vermittelt bekommt. Und es waren die vorhergehenden Generationen welche ein System geschaffen haben in dem nur Konsum und Party zählen. Es sind die vorhergehenden Generationen die ihre Kids einem verBildungssystem ausliefern welches für alles Toleranz predigt.

    • Uff, dem stimme ich nicht so ganz zu, denn ich finde, man kann nicht immer nur einzig den Eltern die Schuld geben. Das gesamte Umfeld predigt doch eher, daß Geld mehr wert ist, Geld ist alles wonach gestrebt werden muß, und Konsum das Mittel um das Selbstwertgefühl zu steigern.
      Ich weiß leider wovon ich rede, denn meine Tochter als Naturkind, und erzogen zum nachdenklichen Konsum, hat es heute noch sehr schwer.

    • Genau das ist das, was ich meine! Können wir tatsächlich in einer Illusionsblase leben, wenn die Realität anders aussieht? Wenn wir Kinder nicht auf die Leistungsgesellschaft vorbereiten, dann werden sie untergehen und damit tun wir ihnen bestimmt keinen Gefallen…

  6. Deutsche Schüler sind dank des veralteten zu früh aussortierenden Schulsystems, in dem es Lehrer geben darf, die gar keinen Bock haben zu unterrichten, verblödet. Bitte nicht falsch verstehen, es gibt auch sehr gute Lehrer, aber selbst die verzweifeln an diesem System.
    Bereits zu meiner Schulzeit (und ich war noch von der 1. bis zur 10 Klasse mit denselben Mitschülern zusammen, und wir lernten was Kollektivarbeit ist) war dieses stupide Auswendiglernen, oder trockene Mathematik (das meißte davon habe ich erst mit Chemie und Physik im Zusammenhang verstanden) ein reiner Krampf. Kinder lernen gerne, und mit einer riesen Begeisterung, sind wißbegierig, neugierig und experimentierfreudig. Und dann kommen sie in die Schule, wo ihnen eingetrichtert wird, was wichtig ist, besser gesagt, was die alten grauen Herren von hundert Jahren meinten was wichtig ist.
    Über diese ganzen Internetportale und das Fernsehen haben sie dann die Chance zu sehen, daß sie mit ihrer Verblödung nicht alleine sind. Und wenn sie sich dann noch mit Fotos von ihrem Ritzen oder liegend auf Bahngleisen gegenseitig übertrumpfen müssen, würde sogar mir die Hand ausrutschen, und ich habe meine Kinder nie geschlagen.
    Ich finde es sehr schlimm, daß kein Aufschrei durchs Land geht, weil bereits 25% der Kinder und Jugendlichen Depressionen oder anderweitig durch Psychologen zu betreuende Störungen haben. Würde der Konsum um 25% einbrechen, oder das Wirtschaftswachstum einmal um wenige Prozentchen einknicken, würden sich die Medien überschlagen vor lauter Horrorberichten. Aber so dient es ja dem Wirtschaftswachstum, denn die Geschäfte der Pharmamafia mit Psychopharmaka laufen auf Hochtouren, und züchten auch lebenslang abhängige Pharmakonsumenten, und das ist für den Staat dessen Regierung Hand in Hand mit den Konzernen geht, das Wichtigste.
    Eine neue Generation von Jugendlichen die mit Euphorie in ihr eigenes Leben starten möchten, wird leider nicht mehr auftreten, es ist die Zeit der Jugendlichen gekommen, die genau spüren, daß in diesem Land und auf der Welt ziehmlich viel schief läuft, und sie haben leider nur diesen saudämlichen Ausweg gefunden ihren Unmut darüber kund zu tun, wahrscheinlich auch, weil die Eltern resigniert zu Hause sitzen, und sich ihr Billiglohnarbeiterleben mit Alkohol und Fernsehen betäuben, um es zu ertragen.
    Ginge es nach mir müßten Alkohol und Zigaretten viel viel teurer sein, denn es sind Genußmittel, und Genuß kommt von genießen, und sinnlos in sich hineinschütten. Die erhöhten Steuereinnahmen gehören dann aber ausgegeben für die kranken Menschen, oder auch ordentliche Lehrer und Erzieher.
    Generell wäre ich dafür, daß ich bei meiner Steuererklärung auswählen darf, wohin meine Steuernachzahlung fließen darf.

    • Huch, da habe ich aber einige Verwurschtelungen drin, und bei „und sinnlos in sich hineinschütten“ habe ich das NICHT vergessen. Entschuldigung.

    • Danke Ivonne,
      das ist ein sehr klarer und auch mitfühlender Kommentar (was mit selbst in der Aufregung wohl nicht so gut geglückt ist).
      Es ist in der Tat ein systemisches Problem – unsere Gesellschaft ist alles andere als „hochentwickelt“. Es geht immer nur um MEHR, egal, wovon.
      Nur in einem Punkt würde ich Dir gerne widersprechen:
      Alkohol und Tabak sind Suchtmittel, nicht Genussmittel. Sie machen abhängig und ich glaube nicht, dass eine Erhöhung der Kosten über Steuern hilfreich ist, das hat in Skandinavien auch nicht funktioniert. Sie sind lediglich Symptome eines – sagen wir – frustirierenden Lebens in dieser eiskalten und lebensfeindlichen Gesellschaft, die vergessen hat, was Solidarität ist.
      Ich setze mich für die Aufhebung der Schulpflicht ein, damit Menschen wieder selbstbestimmt und freudvoll lernen können, und damit sie selbst entscheiden können, WAS sie lernen und WIE sie leben wollen…
      LG, Armin

    • Ist das nicht zu illusiorisch in dieser Leistungsgesellschaft? Die besteht ja nun mal und die werden wir nie abschaffen können. Wie auch?

    • Es mag illusorisch sein, aber so wie es derzeit läuft kann es auch nicht weitergehen, und wenn niemand anfängt etwas ändern zu wollen, wird sich auch leider nie etwas ändern.
      „Die Grundlage der Demokratie ist die Volkssouveränität und nicht die Herrschaftsgewalt eines obrigkeitlichen Staates. Nicht der Bürger steht im Gehorsamverhältnis zur Regierung, sondern die Regierung ist dem Bürger im Rahmen der Gesetze verantwortlich für ihr Handeln. Der Bürger hat das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, dass sie demokratische Rechte missachtet.“ Gustav Walter Heinemann

      In einer gesunden Gesellschaft, meinte ich, sind Alkohol und Tabak (es gibt auch Tabak ohne Nikotin) ein Genußmittel im Sinne von „ab und zu einmal bewußt zu sich nehmen“, und somit kann es in einer gesunden sozialen Gesellschaft auch teurer sein.
      Gleiches gilt für mich übrigens auch für das Essen, und mir tut es jedesmal im Herzen weh, wenn ich Kinder sehe die aus der Schule kommen, und auf dem Heimweg einen Döner, oder sonst etwas aus Freßbuden im Laufen reinstopfen.
      Ich bin übrigens absolut begeistert von der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens, und sähe darin die große Chance eines Schulsystemumbaus, an dem die Lehrer gemeinsam mit den Eltern und Kindern begeistert mitwirken können, weil sie keine Querelen mehr von Obrigen fürchten müßten, und Arbeitgeber mit Berufe im sozialen Bereich die derzeit so mies bezahlt sind, einen besonderen Anreiz für diese Tätigkeit schaffen, und somit auch engagierte Mitarbeiter hätten. Jugendliche die ins Berufsleben einsteigen wollen, müßten sich nich 3 Jahre durch eine Ausbildung quälen, sondern könnten herumprobieren, Ehen, in denen Partner mißhandelt werden, weil dieser finanziell abhängig könnten sich leichter trennen, und die Kinder würden weniger leiden, Harztler müßten sich nicht von demotivierten Angestellten der Arbeitsagentur schikanieren lassen, Rentner müßten auf ihre alten Tage nicht am Existenzminimum dahinvegetieren, und vieles vieles mehr.
      Das klingt auch alles utopisch, aber ich träume diesen Traum sehr gerne.

    • Ja, leider nur ein Traum. Ich meine eben das, was Jakuba in seinem Kommentar ziemlich krass ausgedrückt hat: da wir nichts ändern (können) an der Leistungsgesellschaft, so realistisch müssen wir sein, müssten wir die Kinder auch darauf vorbereiten. Und dazu gehört natürlich Leistung in allen Bereichen: Schule, Studium, Arbeit. Sonst gehen sie unter…

    • Ich habe es mir aber zur Pflicht gemacht etwas dagegen zu unternehmen, und das fängt klein mit Aufklärung an und zieht zu meiner Freude einen immer größer werdenden Kreis.
      Und das Problem mit dem „Kinder auf diese Leistungs-Gesellschaft vorbereiten“ sehe ich eigentlich mit als ein Übel an, denn viele Kinder werden niemals eine Chance in diesem Ellbogensystem haben, und das spüren sie, und leider zerbrechen sie oft daran, oder nehmen sich mit Gewalt, was sie nicht bekommen können.
      Und die Kinder die gut darauf vorbereitet sind, werden dafür sorgen, daß das Hamsterrad sich weiterdreht.
      Ich gebe Armin Rott zwar recht, daß eine Aufhebung der Schulpflicht ein großer Schritt in die richtige Richtung wäre, denn alleine das Wort Pflicht, läßt mir schon die Halsschlagadern schwillen, aber ich wäre eher für einen Umbau dahingehend, daß Schule den Kindern Spaß macht, daß sie gerne hingehen, und gerne gemeinsam lernen, und zwar für ihr Leben lernen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s