Nostradamus: „2013 – Jahr der Not“

Glauben Sie an Vorhersagen? An Prophetie? An Nostradamus? Wenn ja, dann wird das Weiterlesen harter Tobak. Wenn nein, dann können Sie sich trotz des bevorstehenden Horror-Jahres gemütlich zurücklehnen und hoffen, dass Sie sich täuschen:-)
Quelle: http://www.mmnews.de/index.php/etc/11618-horoskop-2013-not-und-krieg

Was bringt das Jahr 2013? Das Jahreshoroskop sieht nicht sehr gut aus, wenn man Nostradamus glauben schenkt.  2013 wird das  „Jahr der Not.“ – Weltkrieg, Hunger, Vernichtung von 90% der Weltbevölkerung.

Die Vorhersagen von Nostradamus für 2013:

  • „Jahr der Not“, weitreichende Vergiftung der Ackerflächen
  • Krieg. Ein lange bestehendes und sich stetig verschärfendes Konfliktpotenzial kommt zum vollen Ausbruch. Die Hauptstadt des Angreifers wird völlig vernichtet.
  • Es werden 90% der Weltbevölkerung vernichtet.
  • Es kommt ein großer Prophet.

Nostradamus, latinisiert für Michel de Nostredame, (* 14. Dezember 1503 in Saint-Rémy-de-Provence, Provence; † 2. Juli 1566 in Salon-de-Provence) war ein französischer Apotheker und hat als Arzt und Astrologe gearbeitet. Schon zu seinen Lebzeiten machten ihn seine prophetischen Gedichte berühmt, welche aus Gruppen von je 100 zusammengefassten Vierzeilern (Quatrains) bestanden, den sogenannten Centurien.

In einer vergleichsweise kurzen Ausführung schreibt Nostradamus über das Jahr 2013 als jene Zeit, „wenn der Fisch übergeht zum Wassermann und der Wassermann die Macht den Platz übernimmt“. In dieser Zeit „finden die Menschen den Schlüssel für die Tür und die Tür wird geöffnet“.

Nostradamus: Das kommende Jahr wird das „Jahr der Not“. Diese Not wird einher gehen mit einer weitreichenden, nicht näher erläuterten Vergiftung der Ackerflächen, Weidefelder und Wiesen. Von einem bestimmten Punkt der Welt aus werden interkontinentale Raketen abgefeuert werden, die ein lange bestehendes und sich stetig verschärfendes Konfliktpotenzial zum vollen Ausbruch bringen werden. Doch daraufhin wird die Hauptstadt des ursprünglichen Angreifers attackiert und vernichtet werden. Aus diesem Kontext heraus ergibt sich das Jahr 2013 als eine logische Konsequenz langjähriger, verheerender Auseinandersetzungen auf globaler Ebene, die sich noch längere Zeit fortsetzen und an Intensität zunehmen wird.

Wenig hoffnungsvoll sind  auch jene Aussagen von Nostradamus, in denen er für das Jahr 2013 die Vernichtung von nahezu 90 Prozent der gesamten Weltbevölkerung aus verschiedenen Gründen kommen sieht.

Auf globaler Ebene sind nach Meinung des Sehers insbesondere die Rollen von Europa und den USA von entscheidender Bedeutung. Hierauf bezieht sich seine Aussage, dass ausgehend von den USA endgültig der dritte Weltkrieg ausbrechen wird.

Seiner Meinung nach ist der Ausbruch des dritten Weltkrieges das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung von Auseinandersetzungen und Konflikten. Er beschreibt, dass schlussendlich der besagte Krieg unter dem Zeichen des Halbmondes ausbrechen wird, wenngleich die Kriegsführer, wie erwähnt, nicht zu diesem Zeichen zählen. Experten nehmen deshalb an, dass der exakte Grund für kriegerische Aktivitäten ursächlich im Nahen Osten zu finden sein wird.

Etwas Positves gibt es dennoch für das Jahr 2013 zu berichten: In diesem Jahr wird der Menschheit ein großer Prophet erscheinen. Diese Person wird charakterisiert als „Mensch des Friedens“, dessen Wirken Nostradamus als Stabilisierung des Weltgeschehens einschätzt.

Nach Meinung des Nostradamus ist es aufgrund der Ereignisse des Jahres 2013 durchaus möglich, dass sich bisherige internationale wirtschaftliche Gefüge grundlegend verändern werden. Die Kriegsgeschehnisse und die damit im Zusammenhang stehenden Verunreinigungen ganzer Landstriche und des Trinkwassers könnten dazu führen, dass die westlichen Industrienationen ihren bisherigen hohen wirtschaftlichen Status einbüßen müssen, zugunsten derzeitiger Entwicklungsländer, vor allem südlich des Äquators. Experten der Voraussagen des Nostradamus führen weiterhin aus, dass darum eine Umverteilung der Machtverhältnisse bevorsteht, die zu Flucht und Auswanderung in diese Gebiete führen werden.

35 Gedanken zu “Nostradamus: „2013 – Jahr der Not“

    • Pauschal gesehen hatten wir das alles im Jahr 2013. Aber das wird es in Zukunft – und gab es in der Vergangenheit – immer wieder. Dazu braucht man sicher keine große prophetische Gabe:-)

    • Snwoden ist kein Prophet, er ist in den einen Augen ein Verräter.. , und in seinen Augen muss etwas raus, was die Welt wissen soll. Was hat das bitteschön mit einem Prophet zu tun. Er hat keine Weissagungen gemacht.
      ***Krieg. Ein lange bestehendes und sich stetig verschärfendes Konfliktpotenzial kommt zum vollen Ausbruch. Die Hauptstadt des Angreifers wird völlig vernichtet.**
      das stimmt doch auch nicht.. MFG

  1. Es ist schade, dass soviel wertvolles Gedankengut im Boden der geschmückten Eitelkeiten versickert. Ich erkenne, dass jeder Autor Schwierigkeiten mit den unerklärbaren Dingen der Weltgeschichte hat. Die Äußerungen sind so vielfältig und anregend, leider auch Ausdruck dargestellter Selbstherrlichkeit. Wissenschaftliche Beiträge kann ich nicht zusteuern, da ich geschichtliche Ereignisse nicht nachträglich verbessern kann. Ich habe gelernt, Aussagen von Politikern, Wirtschaftsbossen, Bankern und anderen „Wichtigkeiten“ nicht nach dem Zuhörerapplaus zu bewerten, sondern nach dem inhaltlichen Wert und Wahrheitsgehalt. Die dazugehörige Mimik und Gestik betrachte ich lediglich als schmückendes Beiwerk ohne inhaltlichen Wert. So lässt sich zielsicher die Spreu vom Weizen trennen. Es ist nicht schwer, diese Regel zu erlernen. Erster Schritt ist jedoch, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. In diesem Sinne wünsche ich weitere gute Beiträge.

  2. Die Annahme, dass die Prophezeiungen des M.d.N. seit den 80er Jahren nicht mehr eingetroffen sind , ist falsch- Man muss halt „nur“ den Zeitcode kennen , eine gute Zuordnung haben – und die etwas verschleierte Sprache, die aus Altfranzösisch, Latein und Griechisch besteht , verstehen.
    Des weiteren hat sich Nostradamus selbst dergestalt geäussert, dass an sich nur der seine Sprache / Prophezeiungen verstehen könne, der die entsprechende Bildung und den erforderlichen Verstand resp. die erforderliche Kombinationsgabe habe.
    Ich habe einigen Franzosen die Texte gezeigt, die damit überhaupt nichts anzufangen wussten.
    Ich wlll damit auch niemanden beleidigen, wenn er die Texte nicht verstehen oder zuordnen kann.

  3. Sicherlich sind so einige Vorhersagen eingetreten, aber mit Blick auf 2013 und der gerade im Monat 4 des laufenden Jahres sich fast täglich verschärfende Konflikt zwischen Nord- und südkorea, sowie den USa, zeigt an, das wir uns bzw. diese Region sich täglich ab dem zehnten Tag des vierten Monats im laufenden Jahres 2013 auf einen Konflikt einstellen muss.
    Allerdings glaube ich nicht, dass der Konflikt zu einem globalen Konflikt wird, es wird ein größerer regionaler Konfllikt, wo auch kernwaffen eine Rolle spielen. Glücklicher Weise hält sich russland und China zurück und die USA vermeiden alles um die Lage nicht unnötig weiter anzuheizen.
    Dafür sorgt der Machthaber in Nordkorea schon ganz allein, dass die Lage eskalieren wird.
    Dafür wird er, bzw sein runtergekommendes Land einen verdammt hohen Preis zahlen. Jedenfalls käme so, wenn kernwaffen von Nordkorea aus abgeschossen würden.
    Es wird ein harter Konflikt, aber Südkorea wird zusammen mit den USA Nordkorea militärisch haushoch überlegen sein und das Land binnen Wochen in ein jämmerlichen Schutthaufen verwandeln.
    Leidtragende werden Mensch, Tier und Plflanzenwelt durch die Verseuchung sein, die vom ausmaß her größer als die in Tschernobyl sein wird.
    Selbst wenn nur konventionelle Waffen eingesetzt würden, wäre die Zerstörung sehr groß und das Land würde sehr lange brauchen um wieder wirtschaftlich auf die Beine zu kommen.
    Meine persönliche Einschätzung ist es , das es im letzten Drittel des vierten Monats in 2013 zum Ausbruch eines großen regionalen KOnflikts in der Pazifikregion kommt.

  4. Der Nostradamus hat in der psychologischen Kriegführung der Westalliierten gegen Deutschland und umgekehrt des Dritten Reiches gegen die Westalliierten 1939 bis 1945 keine unbeträchtliche Rolle gespielt. Wobei bis heute nicht so recht geklärt ist, ob nicht nur Rudolf Heß und Heinrich Himmler, sondern auch Adolf Hitler selbst wahrsagergläubig und astrologiegläubig war. Die Geheimdienst- und Reichskriminalpolizeispitze scheint es zumindest in Deutschland die meiste Zeit über gewesen zu sein: Walter Lohmann, Wilhelm Canaris, Walter Schellenberg, Arthur Nebe, sie waren alle ebenfalls astrologiegläubig und ließen sich – unter anderem – von dem ariosophischen „Hofastrologen Himmlers“, der wohl im Dienst westlicher Geheimdienste stand, beraten.

    Schicksalsgläubig war Adolf Hitler auf jeden Fall. Ständig führte er die Vorsehung im Munde und hoffte noch kurz vor seinem Tod wie ein typischer Abergläubiger und ganz realitätsfremd auf „Wunder“, „Mirakel“ und „Wunderwaffen“.

    Anzeichen dafür, daß er dies sein ganzes Leben über getan hat und unter anderem auch mit diesem Mittel der psychologischen Kriegsführung seinen langen Weg entlang geführt worden ist von Okkultlogen, gibt es unglaublich viele, wie ich in eine fünfteiligen Beitragsreihe zusammengestellt habe, wobei das Thema wohl noch längst nicht ausgeschöpft ist:

    http://studgenpol.blogspot.de/2012/06/die-schicksalsglaubigkeit-des-adolf.html

    http://studgenpol.blogspot.de/2012/07/die-schicksalsglaubigkeit-des-adolf.html

    http://studgenpol.blogspot.de/2012/07/die-schicksalsglaubigkeit-des-adolf_07.html

    http://studgenpol.blogspot.de/2012/07/die-schicksalsglaubigkeit-des-adolf_01.html

    Ausgangspunkt war das neue Buch des wahrsagergläubigen Stephan Berndt.

    Es gibt keinen Grund, die Gefahr okkulter Verblödung auf seiten von Regierenden in auch nur irgendeiner Weise zu unterschätzen. Otto Schily, dieser äußerlich so betont „rationale“ Mensch, jedoch zugleich mit seiner ganzen Familie Steiner-Anhänger, glaubt an außerirdische Einwirkungen.

    Wenn man sich die Mechanismen des Zustandekommens und Ausnutzens einer solchen okkulten Verblödung innerhalb von Okkultlogen und durch Okkultlogen klar macht, wird wohl vieles von dem irrationalen Geschichtsablauf der letzten 100 Jahre und der heutigen irrationalen Ereignisse besser nachvollziehbar.

    Das Projekt der Aufklärung ist durch diesen Wahn, wie mir scheint, noch viel stärker gefährdet, als durch jenen „Gotteswahn“, den Richard Dawkins mit so viel Recht an den Pranger gestellt hat. Beide Arten von Gotteswahn haben wohl die gleiche Wurzel und funktionieren ähnlich. Nämlich vornehmlich in esoterischen, geheimen Männerbünden und monotheistischen Priesterkasten.

    Und insofern empfinde ich den wohl etwas „augenzwinkernden“ Charakter dieses Blogartikels solchen Gefahren gegenüber als nicht ganz angemessen.

    • Ne, Herr Balding, Grandt meinte seinen Nostradamus-Quatsch keineswegs satirisch, wie SIe irrigerweise mutmßens. Der ist leider wirklich so.

      Allerdings finde ich Ihren superludendorffschen Ansatz auch nicht toll. Und mit Dawkins kann man mich auch jagen.

    • @ „mal wieder“: Na, mit solchen Kommentaren machen Sie einem ja richtig den Mund wässrig auf das, was in ihren Augen denn nun toll und kein Quatsch ist. Wenn’s nix Monotheistisches wär (also ebenfalls Okkultes) wär’s ja immerhin schon mal ein Fortschritt …

    • oh, oh, ich bin zu unvorsichtig. Ich hätte lieber schreiben sollen: „wär’s ja immerhin VIELLEICHT schon mal ein Fortschritt“. – Räusper, Entschuldigung murmlend – – – und weg.

    • Herr Bading,

      Sie denken zu sehr in Schubladen. Nur weil man den in den Systemmedien abgefeierten Dawkins, der mir intellektuell doch sehr beschränkt zu sein scheint (mit der Evolutionslehre kann man überhaupt keine metaphysische Position rechtfertigen, da eine solche keinen unmittelbaren Überlebensvorteil gewährt, weshalb jede evolutionär begründete Erkenntnistheorie auch absurd ist), nicht gut findet, und auch das Ludendorffsche Gedröhne von den „okkulten Suggestionen“ als Wurzel allen Übels doch etwas naiv findet, muss man nicht Anhänger einer des Judentums oder seiner beiden Ableger sein (das meinen Sie doch mit „monotheistischen Okuultlehren?).

      Tatsächlich bin ich Agnostiker und bin deshalb auch nicht in einer Bringschuld, eine Alternative zu den von Ihnen genannten Autoren zu liefern.

      Wir hatten schon einmal auf Ihrem Blog das Vergnügen. Ich hatte damals keine Zeit, die angefangene Debatte zu beenden. Deshalb nun hier ein gutgemeinter Rat an Sie, den ich damals schon schreiben wollte: Ich glaube, dass man religiöse und metaphysische Debatten nicht zu sehr betonen sollte, wenn man ein politisches Anliegen hat. Und ein solches scheinen Sie doch zu haben. Sonst würden Sie Ihren Blog nicht „Gesellschaftlicher Aufbruch“ nennen. Doch trotz Ihrer Bemühungen scheinen Sie keine Sympathisanten zu finden. Was mich selbst ein wenig überrascht, das ich viele Artikel bei Ihnen recht interessant finde (was man von Grandts Blog wahrlich nicht behaupten kann), auch wenn ich Ihre Interpretation der angeführten Tatsachen fast nie teile. Etwas machen Sie also falsch. Und ich denke Ihr Fehler ist es, dass Sie das politische Pferd mit Ihren metaphysischen Thesen von hinten aufzäumen.

      Daneben finde ich nicht gut, dass Sie gerade das Beste des Ludendorffschen Ehepaar, nämlich die konkreten geschichtlichen Analyse der Machenschaften des Judentums, in Ihrem Blog ziemlich unter den Teppich kehren, obwohl Sie doch auch die neuere judenkritische Literatur zumindest teilweise kennen, wie aus unserer vorherigen Debatte hervorging. Und ohne dieses Herzstück der Ludendorffschen Lehre wirkt dieses einfach nur verschroben. Ich finde, dass die Ludendorffer die Jesuiten und auch die Tibeter in ihrem Einfluss auf die Weltpolitik maßlos überschätzen, und diese Strömungen werden von Ihnen auch noch zuungunsten des Judentums überbewertet, weshalb die konkrete weltpolitische Lage sich aus Ihrem Blog auch nicht ansatzweise erahnen lässt.

      Der Ludendorffsche Ansatz kann statt einer politischen Bewegung nur eine Sekte ins Leben rufen (die Ludendorffer waren auch nie mehr als eine Sekte, auch wenn man in den Anfängen noch das Zeug zu mehr hatte), aber mit Ihren Verzerrungen der Ludendorffschen Lehre sind Sie zur Zeit nur ein einsamer Rufer in der Wüste.

      Na ja, letztlich ist das Ihre Sache, und da wir alle nicht wissen, wie man einen „gesellschaftlichen Aufbruch“ bewerkstelligen soll (ich bin zur Zeit ehrlich gesagt ziemlich verzweifelt), sollten wir unsere Gegensätze auch nicht zu aggressiv betonen. Ich wüsche Ihnen und Ihrer Familie ein Gutes Neues Jahr!

    • Oh, vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich frage mich nur gerade, ob es sinnvoll ist, die Debatte an diesem Ort fortzuführen. Aber Herr Grandt kann ja ein Zeichen geben, falls er diesen nicht für geeignet ansieht. (Wobei ich auch gleich bemerken möchte, daß mir Ihre Abwertungen der Arbeit von Herrn Grandt, die ja schon in Richtung Beleidigung gehen, ganz und gar nicht passen.)

      – Ob ich Fehler mache oder nicht, mache ich nicht in erster Linie von der Zahl meiner Leserschaft abhängig. Es KÖNNTE ein Kriterium sein. Aber in diesem Falle wohl eher nicht. Zumal mir Ihr Standpunkt noch nicht so recht verständlich wird. Denn ich kann mich gar nicht erinnern, daß ich auf meinen Blogs irgendwelche metaphysischen Standpunkte vertrete oder verteidigen würde. Allerdings ist mir – falls Sie das meinen – das Weltbild des Evolutionären Humanismus Selbstverständlichkeit. Wer sich dem gegenüber „agnostisch“ verhalten will, der wird es vielleicht etwas mühsam haben auf meinem Blog. – Aber das muß ich hinnehmen. Das müßten dann ja auch alle sonstigen Evolutionären Humanisten hinnehmen. Irgendeinen Grundkonsens muß man immer voraussetzen. Und ich glaube, der Evolutionäre Humanismus ist diesbezüglich nicht der schlechteste. Mir ist er der fortschrittlichste heute. Mein erster begonnener Blog war und ist ein (Natur-)Wissenschaftsblog (Studium generale). Das war und wird immer mein wesentlichster Ausgangspunkt sein.

      Auch wenn man das Ludendorff’schen Weltbild erörtern will, scheint mir der Evolutionäre Humanismus ein guter Ausgangspunkt und Rahmen zu sein. Überall jedenfalls, wo es durch christliche Brillen betrachtet wird, kommt oft recht Hanebüchenes heraus, wie man auch in der aktuellsten Literatur wieder feststellen kann. Und was – biespielsweise auch – das jüngst in der FAZ wieder erörterte Problem der Wehrmachtführung mit Erich Ludendorff während des Dritten Reiches betrifft. Das Militär des Dritten Reiches, auch der militärische Widerstand, standen dem Weltbild des Evolutionären Humanismus völlig verständnislos gegenüber.

      Im übrigen: „Machenschaften des Judentums“ lasse ich mir nicht vornehmlich durch die Ludendorffs erklären, sondern durch Wolfgang Eggert oder durch Kevin MacDonald oder durch sonstige Kritiker der Israel-Lobby. Das reicht auch völlig. Der Antisemitismus der Ludendorffs verdeckt viel zu viel die sonstigen gedanklichen Ansätze, die hier vorliegen. Das ist auch der Grund, weshalb ich ausgerechnet diese Analyse der Ludendorffs möglichst selten behandele. Am liebsten gar nicht. Das ist mir auch insgesamt geistig zu simpel geworden, nachdem es sogar von der Evolutionären Psychologie (Kevin MacDonald) gründlichst analysiert worden ist. Es gibt so viele andere spannende Themen.

      Der Ludendorff’sche Ansatz verbindet insgesamt Hintergrundpolitik-Kritik mit etwas Positivem, im Bereich des Evolutionären Humanismus Liegenden. Vor allem auch mit einer völlig neu zu gebenden Moral. (Denn ohne die Erörterung einer neuen Moral wird alle Hintergrundpolitik-Kritik zum Ablaufen eines Hamsterrades, meiner Einschätzung nach.) Das ist es also, was mich an ihm interessiert. Und das ist es, was vergleichsweise selten sonst zu finden ist, so weit ich das überblicken kann.

      Und ich glaube, mittelfristig werden das auch mehr Leute sehen außer mir selbst. Es erfordert halt die Überwindung zahlreicher psychischer Barrieren. Und das fällt nicht jedem leicht. Aber um so mehr sich das lächerliche Gefühl der Machtlosigkeit der großen Mehrheit ausbreitet gegenüber den Abstrusitäten der elitären Hintergrundpolitik, um so mehr werden die Leute doch danach fragen, was ihnen, der großen Mehrheit, wieder Macht geben könnte.

    • Danke für die Antwort. Ich finde allerdings nicht, dass Sie auf alle meine Kritikpunkte eingegangen sind, so etwa nicht auf meine grundsätzliche Kritik einer evolutionären Erkenntnistheorie und einer evolutionär begründeten Metaphysik. Aber Sie haben natürlich Recht, dass dies vielleicht nicht der rechte Ort ist, die Debatte zu führen. Wahrscheinlich werde ich mich irgendwann mal wieder auf Ihrem Blog verewigen.

      Durch Ihren Blog (soweit ich ihn kenne, zugegebenermaßen nur fragmentarisch) wird nicht genügend deutlich, dass Sie ein Anhänger der Thesen von Kevin MacDonald und Wolfgang (neuerdings wohl „Wolf“) Eggert zum Einfluss der Juden auf unsere Kultur sind, weshalb Sie vielleicht diese Unterbelichtung mal ändern sollten, um Verwirrung zu vermeiden. Tatsächlich könnte man meinen, irgendwelche obskuren „Satanisten“, vorzugsweise solche, die sie als „Nazis“ bezeichnen, hätten die Zügel in der Hand. Damit spielen Sie den gegenwärtig Herrschenden in die Hände und einen gesellschaftlichen Aufbruch kann man so bestimmt nicht in die Wege leiten. Deshalb kann ich Ihren Optimismus, dass Sie irgendwann doch noch einmal die zunehmend unzufriedenen Massen erreichen, nicht teilen.

      Es stimmt, dass ich mit Grandts „Artikeln“ nichts anfangen kann, weshalb ich eigentlich nur höhnen kann, wenn ich sie zur Kenntnis nehme. Für mich ist Grandt einfach nur ein Desinformationsschreiber, der sich nicht zu blöd ist, solche Quatsch-Artikel wie den hier vorliegenden zu verfassen, um von der tatsächlichen Herrschaftsstruktur abzulenken. Ich verfolge diesen Blog eigentlich nur mit einem Auge, weil hier manchmal Eggert-Artikel veröffentlicht werden.

    • Ich betone es noch einmal: Auf diesem Blog wird niemand beleidigt! Entweder Sie halten sich an die Spielregeln oder Sie fliegen raus!!!! Sie brauchen nicht denken, dass wenn Sie sich hinter einem Nickname verstecken (im Gegensatz zu Ingo Bading, von dem Sie wissen WER er ist), dass ich nicht rechtliche Schritte gegen Sie einleiten kann! Sie wären nicht der erste, der zu feige ist mit seinem Namen zu seiner Kritik zu stehen!

    • Ich glaube, ich habe Kevin MacDonald häufig genug auf meinen Blogs und anderwärts erwähnt und behandelt, um mich von diesem „Vorwurf“ freisprechen zu dürfen (bitte einfach mal „Ingo Bading Kevin MacDonald“ als Einstieg googeln) (das habe ich vor Jahren auf meinem ersten Blog noch häufiger getan als heute – und ich muß mich nicht ständig wiederholen). (Übrigens wird in meiner Ludendorff/Satanismus-Dokumentation, die bald als Buch erscheint, auf W. Eggert deutlich genug Bezug genommen, denn er hat auch hier innovativ gearbeitet.)

      Das satanistische Denken wurzelt in weiten Teilen im Alten Testament, ebenso wurzeln viele Bereiche des Okkultismus und der Freimaurerei im Judentum (Kabbala etc.), so daß hier eh viele Überschneidungen gegeben sind.

      Ich frage mich, was Sie an meinem Blog dann überhaupt interessant finden, wenn sie das Thema Elitärer Satanismus nicht interessant finden. Das war sein Hauptthema seit Ende 2010.

      Persönliche Diffamierungen sollte man – schon gar unter Pseudonym – nicht schreiben. Ich würde solche in den Kommentaren auf meinem eigenen Blog löschen. Sie scheinen kein einziges der Bücher von Guido Grandt gelesen zu haben.

      – So, so, und Herr Grandt und ich arbeiten also den derzeit Herrschenden in die Hände. Na, vielen Dank auch!

      – – – – – – –

      Ach so, die Evolutionäre Erkenntnistheorie. Sie bleibt einfach übrig, weil es keine sinnvollen Alternativen für sie gibt. Sie als Agnostiker sprechen sich ja offenbar frei von der Aufgabe, Alternativen zu Kritisiertem zu formulieren, dann können Sie sich auch hier schön rausmogeln. Aber mit moderner Wissenschaft ist heute nur noch die evolutionäre Erkenntnistheorie zu vereinbaren und jede Philosophie, die mit ihr im Einklang steht. Falls ich mich damit im Irrtum befinde, lassen Sie es mich wissen!

      Übrigens interessant, daß Sie Reproduktionsvorteile einer bestimmten Philosophie einfordern, damit sie „gerechtfertigt“ ist. Das ist nicht der schlechteste Ansatz. Und das ist ein Thema, das man mit dem Religionsdemographen Dr. Michael Blume lang und breit diskutieren kann, und das ich mit ihm auch lang und breit über Monate und Jahre hinweg im Internet diskutiert habe (auch schon um 2008 herum). In Kurzfassung: Für die modernen Gesellschaften der Nordhalbkugel hat sich bis heute noch keine moderne Philosophie herausselektiert, die bestandserhaltende Fortpflanzungszahlen unter ihren Anhängern mit sich bringt. Zumindest soweit dies wissenschaftlich erforscht ist. Die Atheisten liegen weltweit abgeschlagen hinten. Strenggläubige monotheistische Gruppen liegen vorne (ganz vorne Hutterer und Amische).

      Neureligiöse Gruppierungen sind noch wenig erforscht. Die wenigen Ludendorff-Anhänger von heute haben zwar in den Medien immer „viele Kinder“. Aber es gibt unter ihnen auch viele Kinderlose und Leute mit durchschnittlichen Kinderzahlen. Es dürfte schwierig sein, hier statistische Auswertungen zu machen.

      Ich habe mir diesbezüglich mal den anthrososophischen Lebensstil vorgenommen und gefunden, daß derselbe auch positive demographische Effekte hat, womögich auch dann noch, wenn man die monotheistischen Einflüsse innerhalb desselben abzieht und nur die nicht-monotheistischen religiösen Einflüsse berurteilt. Beibt aber sehr unsicher. Siehe hier:

      http://studgendeutsch.blogspot.de/2008/02/der-anthroposophische-lebensstil-als.html

      Aber natürlich ist Demographie für sich allein keine ausreichende „Rechtfertigung“ dafür, daß die Angemessenheit des Vertretens einer Philosophie oder Religion gegeben ist oder nicht.

    • @Guido Grandt

      Ich habe Sie nicht beleidigt, sondern nur meine Geringschätzung gegenüber Ihren Artikeln im allgemeinen und dem Nostradamus-Artikel im besonderen ausgedrückt. Wenn man schon einen Blog mit Kommentarfunktion anbietet, dann wird man wohl auch mit negativen Reaktionen leben können. Ein Blog ist nun einmal kein Ponyhof. Natürlich kann ich Sie nicht von einer Zensur abhalten, aber eigentlich sollte man auch mit Kritik umgehen können, zumal es ja auch die Möglichkeit gibt, in Form von Gegenkritik zurückzuschlagen. Aber das ist ihre Sache ja anscheinend nicht so.

      Wenn Sie wollen, kann ich auch noch meine Kritik an diesem Artikel konkretisieren. Die „Centurien“ des Nostradamus, in denen er seine angeblichen „Prophezeiungen“ niedergelegt hat, sind notorisch kryptisch, so dass niemand weiß, was Sie denn genau aussagen. Es ist also nicht so, dass er für konkrete Jahre irgendwelche konkreten Vorhersagen macht. Sie aber suggerieren eben dies. Ein seriöser Schreiber würde die Textpassagen angeben, aus denen er die angeblichen Vorhersagen schöpft und erläutern, warum er zu seiner Interpretation gelangt. Sie aber tun nichts von alledem. Wahrscheinlich, weil sie es nicht können, da sie die „Vorhersagen“entweder einfach mal so ausgedacht haben oder bei einem Quatschkopf abgeschrieben haben, der sie sich einfach mal so ausgedacht hat. Tut mir leid, der Astrologe der „Bunten“ arbeitet seriöser.

      Bezeichnend ist ja auch, dass sie Ihren Lesern die Tatsache vorenthalten, dass Nostradamus ein Jude war. Juden sind, und hier wird mir Herr Bading vielleicht zustimmen, in okkulten Betrügereien immer stark vertreten. Aber das wollen Sie Ihren Lesern lieber nicht sagen. Ist doch hier die Ablenkung von den Machenschaften des Judentums Programm.

      Zu Ihren Drohungen: Einer der großen Vorteile des Internets ist es ja, dass man in einer Welt voller Prozesshanseln und eines staatlichen Unterdrückungsapparats seine Meinung anonym äußern kann. Wenn man dies tut, dann hat das nichts mit „Feigheit“ zu tun, sondern mit Klugheit. Anscheinend gehören Sie zu den Prozesshanseln, welche Kritik an Ihrem Geschreibsel gerichtlich verbieten lassen will. Sehr lustig. Und Ihre Drohung, Sie könnten mich aufgrund meiner IP vor ein Gericht zerren, ist auch nur lächerlich und erinnert an die Drohung von Kleinkindern, man wolle mal den großen Bruder holen.

      Ich habe Sie auf Ihren Blog noch nie ernsthaft diskutierend erlebt. Zensieren, Schimpfen, verächtliche Emotikons setzen, das können Sie. Jetzt also auch noch das Drohen mit dem Zivilgericht. Aber das passt ganz ins Bild, das ich von Ihnen mittlerweile gewonnen habe. Sie agieren wie ein überforderter Lehrer.

      Aber seien Sie beruhigt, ich will hier kein Stammgast werden. Auch in der Vergangenheit habe ich ja nur ganz sporadisch meine Meinung gesagt. Und ich werde auch in Zukunft hier nur ganz sporadisch auftauchen, um zu sehen, was der Eggert so in seiner Dorian Grey schreibt (die Zeitung will ich nicht abbonieren, da sie mir viel zu viel Zugeständnisse an den destruktiven Zeitgeist macht). Und auf Ihre Artikel werde ich nur reagieren, wenn mir die Desinformation allzu arg erscheint. Selbst zum Trollen ist mir der Blog nicht wichtig genug.

    • @ Ingo Bading

      Wie Goethe schon sagte, man kann die Wahrheit nicht oft genug wiederholen In einer Zeit der permanenten Gehirnwäsche muss man mit adäquaten Mittlen zurückschlagen. Und so wie die großen Lügen der Zeit in den „Qualtitätsmedien“ mantrahaft wiederholt werden, müssen auch die großen Wahrheiten mantrahaft wiederholt werden. Dass Sie MacDonald auf einer alten Netzseite ausführlich behandelt haben, ist ja schön, doch beim Lesen der letzten Monate ihres Blogs kann man seinen Einfluss auf Ihr Denken überhaupt nicht nachvollziehen. Die Judenfrage scheint mir die entscheidende Frage überhaupt zu sein. Und wenn man die Wahrheit kennt, aber lieber auf Nebenschauplätze ausweicht, dann ist das nicht sonderlich lobenswert. Andererseits ist eine solche Vorgehensweise natürlich sicherer. Ein Judenkritiker sollte in der BRD lieber nicht unter Klarnamen auftreten, wenn ihm seine Freiheit lieb ist. Deshalb finde ich es auch nicht so toll, wenn Sie mir vorwerfen, ich würde hier nicht unter meinem Klarnamen auftreten. Natürlich muss dann auch ich ein gewisses Verständnis haben, dass Sie in Ihrem Blog etwas zurückhaltender sind.

      Zurückhaltung hin, Zurückhaltung her, ich finde Ihrer Netzseite etwa verwirrend und mitunter sogar kontraproduktiv (Gründe habe ich in vorherigen Kommentaren genannt). Trotzdem werfe ich Sie keineswegs mit Grandt in einen Topf, auch wenn Sie diesen anscheinend so zu verehren scheinen, dass Sie ein solches Kategorisieren für ein Kompliment halten. Ich denke, Sie sind ein intelligenter und fairer Diskutant und ich glaube auch nicht, dass sie bewusst desinformieren. Von Grandt habe ich sogar ein Buch mal angelesen „Satanismus, die unterschätze Gefahr“.

      Sie fragen, was ich angesichts der nun zu Tage tretenden Divergenzen überhaupt an Ihrem Blog interessant finde. Nun, ich interessiere mich für die Hintergründe des Nationalsozialismus. Sowohl die offizielle BRD Propaganda alsauch die Geschichtserklärungen der sogenannten „Neonazis“ erscheinen mir nicht sonderlich schlüsssig. Viele Biographien der Protagonisten erscheinen mir seltsam, und auch die extreme Verräterei auf allen Ebenen im Laufe des Krieges erscheint mir angesichts dessen, was auf dem Spiele Stand, rätselhaft. So frage ich mich schon länger, ob der ganze Zinnober nicht ganz anderen Zwecken diente, etwa der Gründung Israels. Der Blog „okkulte Nazis“, den Sie sicherlich kennen, weist auf viele Ungereimtheiten hin, wenn ich auch sein Interpretationsschema und seine Schlussfolgerungen für falsch halte:

      http://okkulte-nazis.blogspot.de/

      Sollte das „Dritte Reich“ eine Inszenierung gewesen sein, dann fragt sich natürlich auch, wie so etwas auf die Bühne gestellt werden konnte. Und gerade im denkerisch-kulturellen Sektor müsste sich vorher viele zwielichte Personen getummelt haben. Und zu vielen der Personen, die dann als Agenten der Inszenierung in Frage kämen, haben sie Artikel verfasst. Beim Suchen im Internet bin ich ein paar Mal auf Ihre Seite gestoßen und habe mich dann dort auch ein wenig umgesehen. Und zuminderst die dort angeführten Tatsachen fand ich interessant. Ihr Interpretationsschema mit dem regelmäßigen „Satanismus“-Vorwurf als Endlösung waren jedoch weniger attraktiv. Wir hatten ja schon einmal darüber gesprochen, dass ich als Agnostiker nicht so recht weiß, ob der Satanismus nur ein Mummenschanz der Elite ist oder ob er sich auf reale okkulte Kräfte bezieht. Ich stimme Ihnen zu, dass mein Agnostizismus ein bequemes Sichherausmogeln ist, aber ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ihre Postion, wonach Satanismus einerseits eine große Gefahr, andererseits ein ausgemachter Blödsinn ohne reale Grundlage ist, scheint mir jeoch auf jeden Fall nicht besonders durchdacht. Entweder oder!

      Meinen Einwand bezüglich der evolutionären Erkenntnistheorie haben Sie leider völlig missverstanden. Ich meinte nicht, dass die Anhänger einer solchen keinen Reproduktionsvorteil haben, sondern dass es eine stimmige evolutionäre Erkenntnistheorie nicht geben kann. Eine solche postuliert vor dem Hintergrund der Darwinschen Grundprinzipien der Evolution, dass alle biologischen Entitäten, also auch das menschliche Gerhirn, welches von diesen Theoretikern mit dem menschlichen Erkenntnisapparat gleichgesetzt wird, entstanden sind, weil sie einen Überlebensvorteil gewähren. Nun sind für den Urmenschen derartig abstrakte Theorien, wie sie Erkenntnistheorien oder Metaphysiken sind, aber aber nicht überlebenswichtig. Also scheint unser Gehirn nicht dafür geschaffen zu sein, Erkenntnistheorien oder Metaphysiken aufzustellen. Wie kann ein durch Zufall entstandener Apparat in solchen Fragen die Wahrheit erkennen? Die evolutionäre Erkenntnistheorie mündet also im Skeptizismus. Es liegt also eine reductio ad absurdum vor.

    • Scheinbar muß man, wenn man mit Ihnen diskutieren will, auf zahlreiche Ausfälligkeiten gefaßt sein und sie hinnehmen. Das geht auf die Dauer nicht gut. Wer hier in die Hände der Herrschenden arbeitet, ist also beileibe noch nicht geklärt. Ihr aggressives und wenig wohlwollendes Reden über Mitdiskutanten oder z.B. auch über „die Juden“ im allgemeinen ist aus einer bestimmten Ecke bekannt, in der es von „agents provocateurs“ nur so wimmelt. Also machen Sie nur so weiter. Dann weiß man wenigstens, womit man es zu tun hat. Und nimmt Sie nicht zu ernst.

      Tja, und wenn Sie sich ein bischen mit der Philosophie von Mathilde Ludendorff beschäftigt hätten – jenseits Ihres Lieblingsthemas Judentum – hätten Sie vielleicht auch bemerkt, daß sie eine Zielgerichtetheit der Evolution postuliert, eine ebensolche, wie sie auch von vielen hochrangigen Naturwissenschaftlern heute erörtert wird (Simon Conway Morris, der von Ihnen verächtlich behandelte Richard Dawkins und andere mehr). (Auch im Rahmen der Diskussionen um das Anthropische Prinzip von Astrophysikern.) Und diese Zielgerichtetheit bedeutet unter anderem, daß ZWECKMÄSSIGKEIT EIN Prinzip der Evolution war (ein Merkmal darf also im Überlebenskampf nicht dauerhaft Fitneßnachteile mit sich bringen). Daß es aber noch andere Prinzipien der Evolution gibt. Etwa den merkwürdigen Umstand, daß zahlreiche Eigenschaften in der Evolution konvergent evoluieren. Merkwürdigerweise sehr oft solche, die das Menschsein selbst ausmachen.

      So daß Simon Conway Morris und andere inzwischen zu der Annahme neigen, daß wenn man die Evolution an einem beliebigen anderen Ort im Weltall erneut ablaufen lassen würde, etwas dem Homo sapiens hier auf der Erde sehr ähnliches entstehen würde mit biokularem Sehen, fünffingrigen Händen, aufrechtem Gang, Arbeitsteilung etc..

      Der alte Gaul „Zufälligkeit“ jedenfalls ist inzwischen doch reichlich zuschanden geritten worden, was Evolution betrifft. Übrigens auffälligerweise insbesondere auch von Menschen Ihrer Lieblingsgruppierung (insbesondere von Stephen Jay Gould – und von anderen, behandelt und ins richtige Licht von Gruppeninteressen gestellt von Kevin Mac Donald in „A Culture of Critique“ und auch behandelt von Richard Dawkins in „Ancestors Tale“).

      Und die Evolutionäre Erkenntnistheorie läßt für solche angedeuteten Möglichkeiten Raum, da sie kein dogmatisches Konstrukt ist, sondern natürlich konform gehen muß mit der aktuellen wissenschaftlichen Forschung. Und einer ihrer Hauptvertreter, Konrad Lorenz, hat nie gesagt, daß Zweckmäßigkeit, Überlebensvorteil das einzige Prinzip der Evolution ist (siehe etwa „Der Abbau des Menschlichen“). Auch Hoimar von Ditfurth, ein nicht unwichtiger deutscher Popularisierer der Evolutionären Erkenntnistheorie, hat das nie gesagt. Eine solche von Ihnen womöglich vermutete Ausschließlichkeit war also nie in der Evolutionären Erkenntnistheorie impliziert.

      Und es ist übrigens auch gut verstehbar, warum die „Kultur der Kritik“ diesen Gaul Zufälligkeit geritten hat, nicht wahr: Dann bleiben die Menschen hübsch Agnostiker, Atheisten und gedankenlos und glauben nicht, daß die Evolution und das Leben irgendeinen Sinn haben könnte. Das ist doch schön. Für manche. (Jedenfalls solche, die weiterdenken können, und die wissen, daß konkurrierende Religionen und Philosophien einen Machtfaktor darstellen können. Und solche Machtfaktoren werden ja schon vom Alten Testament als satanisch bekämpft: Kein Gott außer Gott bla bla.) (Im übrigen haben Religionen und Philosophien, wie wir schon behandelt haben, einen Einfluß auf Demographie. Und auch hier scheint Atheismus von bestimmten Gruppierungen – für andere Gruppierungen – befürwortet zu werden.)

      Dann wird – etwa von Evolutionären Humanisten – die Moral des Hedonismus vertreten. Und die altbekannte „hedonistische Linke“ ist doch das Paradebeispiel für von Eliten manipulierbare Gruppierungen.

    • @ Ingo Bading

      Sie können anscheinend nicht sehen, dass ich keineswegs nur das Prinzip der Zufälligkeit, sondern auch das Prinzip der Zweckmäßigkeit via dem Begriff der Überlebensvorteils als evolutionäre Prinzip anerkannt habe. Ihre ganze Kritik, die ja von „name dropping“ nur so strotzt, läuft also Ins Leere, und mein Argument bleibt unberührt stehen.

      Und Ihre Verdächtigung, ich sei ein agent provocateur, weil ich einen lächerlichen Artikel des Blogbetreibers als lächerlich bezeichnet habe, ist ja wohl auch nicht die feine Art.

    • 🙂 „Wie du kommst gegangen, so wirst du auch empfangen“. 😉

      Ok, was hätten Sie geschrieben:

      Die „evolutionäre Erkenntnistheorie (…) postuliert vor dem Hintergrund der Darwinschen Grundprinzipien der Evolution, dass alle biologischen Entitäten, also auch das menschliche Gerhirn, welches von diesen Theoretikern mit dem menschlichen Erkenntnisapparat gleichgesetzt wird, entstanden sind, weil sie einen Überlebensvorteil gewähren. Nun sind für den Urmenschen derartig abstrakte Theorien, wie sie Erkenntnistheorien oder Metaphysiken sind, aber aber nicht überlebenswichtig. Also scheint unser Gehirn nicht dafür geschaffen zu sein, Erkenntnistheorien oder Metaphysiken aufzustellen.“

      1.

      Kann sein, kann nicht. Aber warum soll das Argument eigentlich gegen die Evolutionäre Erkenntnistheorie sprechen? Es könnte höchstens sagen, daß die evol. Erkenntnistheorie noch nicht vollständig genug ist oder Teilbereiche des Menschseins (sein Philosophieren) noch nicht ausreichend erklären kann. Das ist aber kein grundsätzlicher Einwand gegen diese Theorie. Zumal es ja nichts Besseres gibt.

      2.

      Auf den Einwand läßt sich auf vielen Ebenen und mit verschiedenen neueren Forschungsentwicklungen antworten. So gibt es auch für „unnützliche“ Eigenschaften in der Evolutionstheorie inzwischen Erklärungsansätze. So ist ja der Pfauenschwanz eine sehr „unnützliche“ Eigenschaft. Oder das „Hirschgeweih“. Oder das übertriebene, „übermütige“ Springen der Gazelle beim Fliehen vor dem Löwen. Und so noch Unzähliges mehr. (Das übertriebene, ganz „unnützliche“ Aufdrängen von Freßgeschenken bei den in Gruppen lebenden Graudroßlingen in Israel, der Ausgangspunkt der ganzen folgenden Theorie.)

      Und um auch solche Dinge erklären zu können, ist das Handicap-Prinzip entwickelt worden,das – unter anderem Richard Dawkins in seiner Neuauflage von „Egoistisches Gen“ – sehr schön erklärt. Das aber auch von seinem Begründer Amoz Zahavi in dem Buch „Signale der Verständigung“ (oder so ähnlich) breit ausgebreitet wird. Mein früherer Doktorvater hat darüber geschrieben in dem Buch „Angeber haben mehr vom Leben“.

      Dadurch daß ich mir ein Handicap gebe, und mit diesem DENNOCH überlebe, gebe ich meinen Fortpflanzungspartnern und meinen Feinden ein bestimmtes Signal zu meinem eigenen – und oft auch ihrem – Vorteil, auch wenn das Signal selbst unvorteilhaft ist.

      Ich nenne es für meinen Privatgebrauch das „Halbstarken-Prinzip der Evolution“. Oder „das Übermut-Prinzip“ der Evolution. Viele Tiere machen aus Übermut mehr, als zweckmäßig wäre, vergessen ganz das Sparsamkeitsprinzip. Und zum Schluß stellt sich doch heraus, daß es Vorteile hatte.

      Also könnte auch das menschlichen Gehirn zunächst einfach aus „Übermut“ evoluiert sein. Und erst später hat sich seine Nützlichkeit herausgestellt für diverse Diskussionen auf hintergrundpolitischen Blogs …

      3.

      In der Evolution ist so viel Überraschendes, Unvorhergesehenes geschehen. Da wäre es ja fast eine Ausnahme, wenn es mit dem menschlichen Gehirn anders wäre. Und gerade bezüglich all des Unvorhergesehenen gibt es ja seit Jahrzehnten noch mehr Eklärungsmodelle. Etwa das, wie Komplexität überhaupt evoluiert. Nämlich nach der Komplexitätstheorie, nach der in Ungleichgewichtssystemen ein Flügelschlag in Australien usw.. Der Wirbelsturm in Europa (Gehirn) läßt sich auch nicht mit dem Flügelschlag des Schmetterlings in Australien erklären, sonst wäre die Wettervorhersage schon wesentlich weiter. Auch das wäre ein Erklärungsansatz.

      Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

      Durch das unvorhergesehene Zusammentreffen verschiedener Systemeigenschaften entstehen unvorhersehbare neue Systemeigenschaften. Fulguration glaube ich nennt das Konrad Lorenz in „Die Rückseite des Spiegels“, die Grundlagenschrift der Evolutionären Erkenntnistheorie.

      Aber die Evolution von „unvorhersehbarer“ Komplexität aus einfacheren Vorstufen geschieht auf allen Stufen der Weltall-Entwicklung und der biologischen Evolution, ja schon bei der Weltall-Entstehung selbst.

      … Weshalb es ja auch, uff, ich kriege den Bogen: die Nostradamusse so schwer haben auf dieser Welt (- wenn sie nicht mit einflußreichen Okkultlogen und Geheimdiensten zusammenarbeiten).

    • Na ja, das Postulat eines immens komplexen Gegenstandes wie des Gerhirnes (und diese Forumulierung ist absolut inadäquat, um die Komplexitat des Gerhirn zu erfassen) als Laune der Natur scheint mir doch das Greifen nach dem Strohalm zu sein. Und dann des weiteren zu postulieren, dass diese Laune der Natur das zu erkennen vermag, was das Innere der Welt zusammenhält, ist ja dann noch abenteuerlicher. Und alles Namedropping von Wissenschaftler hilft da dann auch nicht weiter.

      Und nein, ich kann keine bessere Alternative zu evolutionären Erkenntnistheorie liefern. Wie ich im religiösen Bereich zum Agnostizismus neige, neige ich im philosophischen Bereich zum Skeptizismus.

      Nota bene. Ich spreche übrigens der Evolutionslehre keineswegs ihren heuristischen Nutzen in den Naturwissenschaften, vor allem in der Biologie, ab, und denke sie hat sich als Arbeitshypothes der Biologen bisher gut bewährt, so dass ich ihre weitere Verwendung nur befürworten kann. Doch ihre Grundlagen sind so unbefriedigend, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass sie nicht der Weisheit letzter Schluss ist, und spätere Generationen, falls es solche noch geben wird, sie entweder bis zur Unkenntlichkeit modifiziert oder zugunsten einer anderen Theorie aufgegeben haben werden.

      Doch will ich mich jetzt auch nicht in einer Debatte über den Sinn oder Unsinn der evolutionären Erkenntnistheorie verzetteln, da bei mir das politische Interesse rein kontemplative Interessen überwiegt. Und ebensowenig, wie metaphysische Debatten etwas zu einem „gesellschaftlichen Aufbruch“, den Sie angeblich wollen, groß etwas beitrage, tun dies erkenntnistheoretische Debatten. Dies zeigt ja auch der Blick auf zwei so unterschiedliche Personen wie Richard Dawkins und Kevin MacDonald. Der eine ist in politischer Hinsicht eine Systemhure und wird dementsprechend in den Systemmedien abgefreiert, der andere ist Dissident und wird von den Medien ignoriert, manchmal aber auch als Monster dargestellt. Und beide dürften dieselbe evolutionäre Erkenntnistheorie vertreten. Ich schließe daraus, dass es keinen vorgegebenen Weg von einer erkenntnistheoretischen Position zu einer politischen Haltung gibt.

      So wie Sie hier auftreten, scheinen Sie alle politische Ambitionen aufgegeben zu haben, und Ihr Ehrgeiz ist es, eine Art Winkelphilosoph im (übrigens recht kleinen) Windschatten der Ludendorffs zu werden. Doch beachten Sie, dass wir nicht mehr in den 20ern der vorherigen Jahrhunderts leben. Mit den Ludendorffschen Theorien holt man keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor (was durchaus schade ist), wie ja auch der augenscheinliche Misserfolg Ihres Blogs (ich schreibe das keineswegs hämisch) beweist. Und auf einen Rückenwind durch die Hintergrundmächte, welche über Erfolg und Misserfolg von Gedanken entscheiden, dürfen Sie auch nicht hoffen, auch wenn Sie diesen nicht sonderlich gefährlich sein dürften.

      Letztlich ist es Ihr Leben, aber das Verwässern Ihrer Botschaft (Dawkins statt MacDonald!) in Zeiten der dramatischen Zuspitzung der Krise finde ich schon ein wenig enttäuschend, und ich werde Ihren Blog auch nicht finanziell unterstützen.

    • Dem Medienwesen und dem „Establishment“ kritisch Gegenüberstehende können es sehr oft nicht verstehen, wenn dann plötzlich doch irgendwo noch „Vernünftiges“ geschieht und vermittelt wird. Wenn die reinen Naturwissenschaften in den etablierten Medien dargestellt werden, ist das fast immer vernünftig. Da kann man nicht GANZ so leicht manipulieren, wie in anderen Bereichen. Natürlich wird es trotzdem versucht. Zumal bei den politisch brisantesten Dingen.

      Richard Dawkins hat sich an vielen Stellen auch politisch ähnlich brisant geäußert wie Kevin MacDonald, nur wird das bei ihm seltener hervorgehoben. Etwa über die Rassefrage in „Ancestors Tale“. Daß er – wie Steven Pinker und viele andere mehr – mit Kevin MacDonald übereinstimmt, versteht sich von selbst. Alle drei sind Evolutionäre Psychologen und Soziobiologen. Es geht schon daraus hervor, daß Dawkins den mit MacDonald eng sympathisierenden John Hartung in seinem Buch „Gotteswahn“ zitiert (übrigens einmal betreffend Ihrer Lieblingsgruppierung). Es gibt eine weit verbreitete schweigende Übereinkunft unter Evolutionären Psychologen über K. MacDonald und etwa auch über die IQ- und Rasseproblematik. Als die Israel-Lobby forderte, daß MacDonald aus der EHBS ausgeschlossen werden sollte, fand sich kaum jemand bereit unter den betroffenen Wissenschaftlern, diese Forderung zu unterstützen, auch solche, die als politisch links eingestellt gelten.

      Es macht keinen Sinn, einen Naturwissenschaftler vom Rang eines Dawkins nur deshalb nicht gründlich zu studieren, nur weil er einen oder zwei Bestseller gelandet hat. Das ist ein bischen billig, ein solches Argument. Bestseller im übrigen, die beide durch und durch vernünftig sind. Vernünftiger als 99 Prozent der sonstigen Bestseller. Wo etwas Vernünftiges Popularität gewinnt – was ja wohl auch bei Thilo Sarrazin nicht so ganz abgestritten werden kann – muß es einfach zur Kenntnis genommen werden und bildet die weitere Diskussionsgrundlage. Fertig.

      Wie auch immer: Mir scheint, Sie sehen es als Ihre Aufgabe, an allem was zu mäkeln zu haben und alles agnostisch zerreden zu wollen, nachdem Sie gerade zuvor noch dadurch, daß Sie lobend „grundsätzlich“ Positives zu finden meinten, bei Ihrem Gesprächspartner Aufgeschlossenheit gewinnen konnten. (Übrigens interessant, daß es immer weninger häufig vorkommt, daß es versucht wird, gute Ansätze auf der atheistischen argumentativen Linie zu zerreden … Das, so weiß man wohl inzwischen, lockt eh keinen mehr hinter der Heizungsrippe hervor.)

      Übrigens bedauerlich, daß Sie meinen Blog nicht finanziell unterstützen wollen. Sie hätten damit eine schöne Vorbildfunktion ausüben können!

    • Mir fällt erst jetzt auf, daß wesentlichste Argumente zu dem Einwand gegen die evolutionäre Erkenntnistheorie noch nicht genannt worden sind. Natürlich muß an einer der ersten Stellen die Social Brain Hypothese u.a. von Robin Dunbar erwähnt werden, wonach die Evolution der Größe des Gehirns über den gesamten Primatenstammbaum hinweg gut korreliert mit der Größe der Gruppe, in der die jeweilige Art lebt (wobei wie in diesen Forschungen üblich und notwendig die unterschiedlichen Körpergrößen, die auch die Gehirngröße beeinflussen, herausgerechnet sind).

      Womit nahegelegt wird, daß das menschliche Großhirn evoluiert ist, um die Probleme des Zusammenlebens in Gruppen zu lösen. In diesem Zusammenhang hat sich der Begriff „Dunbars Number“ eingebürgert, wonach das menschliche Großhirn gut angepaßt ist an eine Gruppengröße von 150. Und diese Gruppengröße findet sich in vielen menschlichen Zusammenhängen wieder, wie verschiedene Forschungsgruppen aufgezeigt haben. Das alles ist schön dargelegt in Dunbars Buch „Klatsch und Tratsch“, weil damit in Zusammenhang auch die Evolution der menschlichen Sprache geklärt werden kann als ein Ersatz für das intensive Fellkraulen, das in den Gruppen höherer Primaten vorherrscht.

      Und Dunbar konnte vor einigen Jahren auch zeigen, daß über den gesamten Säugetierstammbaum hinweg Gehirngröße zwar nicht mit Gruppengröße, aber mit monogamer Lebensweise korreliert. Was darauf aufmerksam macht, daß die psychisch-sozialen Herausforderungen des Zusammenlebens in Gruppen aus den Herausforderungen hervorgegangen sind und mit ihnen zu tun haben, die im Zusammenleben monogamer Paare bestehen.

      So wie sich auch sprachlich aus Klatsch und Tratsch philosophische Systeme herausbilden konnten nach und nach, so wurde das menschliche Großhirn nach und nach dann auch sonst für die Bearbeitung philosophischer Systeme und der Einsteinschen Relativitätstheorie befähigt, denn die IQ-Evolution ging auch in den letzten fünftausend und tausend Jahren weiter und korreliert ja beispielsweise mit dem Bruttosozialprodukt eines Landes.

    • Tut mir leid, ich sehe nicht, wie Dunbars Thesen mein spezifisches Argument gegen die evolutionäte Erkenntnistheorie widerlegen können. Zur Erinnerung: Ich hatte gesagt, dass abstrakte Theorien wie die evolutionäre Erkenntnistheorie für unsere Vorfahren, mit denen wir genetisch identisch sind, keinerlei Überlebensvorteil brachten, weshalb unverständlich ist, dass ein Gehirn durch die Evolution hervorgebracht worden ist, dass derartige Theorien aufstellen kann. Ich sehe nicht wie eine These, wonach Gehirngröße und Größe der Gruppe der Gehirninhaber propotional zueinander sind, auf dieses Argument Bezug nimmt.

      Dunbars Thesen sind übrigens auch noch grotesk falsch. Tiere, die in Riesenschwärmen oder Riesenkolonien leben, haben meistens eben kein besonders großes Gehirn. Und es ist auch nicht einsichtig, warum z. B. Pinguine ein riesiges Gehirn bräuchten, um das zu tun, was sie tun, obwohl sie zur Brut ihres Nachwuchses in riesigen Kolonien leben.

      Ich habe schon oft bemerkt, dass all die semi-philosophischen Bücher, die von Biologie- und Psychologieprofessoren geschrieben werden, oft einfach nur falsch sind, bestenfalls Banalitäten unendlich breittreten. Mein Beileid, wenn Sie versuchen, auf diesem riesigen Markt der überflüssigen Bücher auf dem neuesten Stand zu bleiben versuchen.

      Ich teile Kevin MacDonalds negative Einschätzung des normalen akademischen Lebens außerhalb der harten Naturwissenschaften (Soziobiologie und evolutionäre Psychologie sind keinesfalls harte Wissenschaften, auch wenn sie dies vorgeben, auch Kevin MacDonalds judenkritische Analysen sind eher politische Meinungen als wissenschaftliche Beweise): Nach MacDonald sind Professoren in diesen Bereichen politisch korrekte Lemminge, welche die großen Lügen unserer Zeit entweder aktiv unterstützen oder zu schwach sind, um zu verhindern, dass diese Lügen Ihre Arbeiten kontaminieren, weshalb all diese semi-philosophischen Bücher von akademisch bestallten Biologen und Psychologen auch vollkommen wertlos sind. Deshalb erschien mir auch die Romantisierung dieser Bereiche der Wissenschaft, die sie im vorherigen Kommentar vorzunehmen versuchten (dieser Hartung scheint allerdings ganz vernünftig zu sein) völlig abwegig, und ich sah die Gelegenheit für gekommen, unseren kleinen Disput ganz abzubrechen, da wir doch weiter auseinander sind, als es mir vor ein paar Monaten schien, als ich einige recht interessante Artikel in Ihrem Blog entdeckte.

      Trotzdem fand ich es keineswegs unangenehm, mit Ihnen zu diskutieren, zumal ich jetzt besser weiß, wie sie intellektuell ticken. Aber ein entschäfterter Ludendorfferismus (also Ludendorff minus dessen Judenkritik), der sich mit semi-philosophischen Thesen von akademischen Biologen und Psychologen einen zeitgemäßen Anstrich zu geben versucht, bei gleichzeitige Übernahme der völlig unfundierten Thesen eines Guido Grands bezüglich „Satanismus“ ist für mich relativ uninteressant, und ich stehe zu meiner Ansicht, dass Sie damit unter Systemkritikern mehr Verwirrung als Aufklärung erreichen würden, wenn diese Sie zur Kenntnis nehmen würden, was aber ja nicht der Fall ist.

      Aber auch Sie können ja noch dazulernen. Intelligent genug sind sich dazu sicherlich. Aber auf der richtigen Seite zu stehen, ist meiner Ansicht nach größtenteils auch keine Frage der Intelligenz.

      MfG

    • Nun gut, und ich hatte gesagt, daß wir mit unseren Vorfahren vor 100.000, 50.000, noch nicht einmal von vor 8.000. Jahren identisch sind. Die frühesten Ackerbauern in Europa, die Bandkeramiker, sind laut ancient-DNA-Forschung ausgestorben. Wir stammen ab von den bronzezeitlichen bäuerlichen und städtischen Kulturen Mitteleuropas. Und diese stammen unter anderem ab von der Trichterbecherkultur, die sich – wohl – von Ostholstein aus ab 4.300 v. Ztr. rund um die Ostsee ausbreitete. Deshalb z.B. können wir im Gegensatz zu europäischen Vorgängerbevölkerungen angeborenermaßen als Erwachsene Rohmilch verdauen. Und wenn wir uns in der Eigenschaft Rohmilchverdauung von anderen Vorgängerbevlökerungen unterscheiden, dann natürlich auch in zahllosen anderen Eigenschaften. Jüngste Humanevolution nennt man daß. Die Lehre, daß (genetische) „Steinzeitjäger Düsenjäger“ fliegen würden, mit der Metro fahren würden oder evolutionäre Erkenntnistheorie entwickeln würden, ist – das ist etwa seit dem Jahr 2006 allgemeiner bekannt – durch die vollständige Sequenzierung des menschlichen Genoms widerlegt worden.

      Und wenn diese Erkenntnis, die sie auch bei dem von Ihnen nicht beliebten Richard Dawkins schon im Jahr 2004 in „Ancesteors Tale“ nachlesen können (Kapitel „Die Geschichte der Grashüpfer“) – läuft auch unter dem Stichwort: „Lewontin’s Fallacy“ – noch nicht an ihr Ohr gedrungen sein sollte, machen Sie bitte nicht (etwa wieder) meinen Blog Studium generale dafür verantwortlich. Denn dort ist immer wieder über all das, was ich hier sage, berichtet worden. Aber vielleicht erkennen sie dann darin ein Beispiel dafür, daß auch modernste Wissenschaft – mitunter – nur selten breit in der allgemeinen Presse behandelt werden muß, selbst (oder weil?) sie einen Thilo Sarrazin rundum bestätigen würde.

      Noch einmal: Die Humanevolution geht weiter. Das aschkenasische Judentum, das es genetisch und kulturell erst 1000 Jahre gibt, unterscheidet sich genetisch eklatant von seiner Vorgängerbevölkerung, dem geschichtlich älteren sephardischen Judentum. Und in diesen Eigenschaft sieht ja auch Thilo Sarrazin besondere Qualitäten. Aber natürlich gilt es nicht nur für ein Volk auf der Erde, daß die Evolution weitergeht.

      Insofern: Ja, wir sind genetisch anpaßt an die Fähigkeit, die evolutionäre Erkenntnistheorie entwickeln zu können, weil es seit Jahrmillionen eine Gen-Kultur-Koevolution gibt, das heißt, seit Tiere und Menschen lernen können, bildet die dadurch entwickelte Kultur einen Selektionsfaktor für Gene, was nach mancherlei humangenetischen Theorien, die Evolution und Gehirnevolution beschleunigt hat (noch ein weiteres sehr konkretes Argument).

      Dunbar’s Thesen mit Hilfe der Pinguine für falsch zu erklären, zeigt, daß Sie sich noch wenig mit der Thematik beschäftigt haben und auch meinen Text nicht genau gelesen haben. In meinem Text war zunächst allein vom Primatenstammbaum, dann von den Säugetieren die Rede.

      Aber das ging mir auch so, als ich im Studium von Geistes- auf Naturwissenschaft umgestellt habe: Herrgott, die Einzelheiten. Diese vielen Einzelheiten. Und alle sind wichtig!!! 😉

    • Na, und ansonsten flacht die Diskussion jetzt auch inhaltlich ab und erreicht wohl bald auch hier jenes Niveau, das Sie mit persönlichen Diffamierungen auch schon außerhalb des inhaltlichen Bereiches hier von Anfang an vorgegeben hatten.

      Jemandem, der sich tief in die Wissenschaft eingearbeitet hat, brauchen Sie nicht damit kommen, daß der Markt mit wissenschafltichen Büchern überschwemmt würde. Wer arbeitet in die Hände der derzeit Herrschenden, die das Volk verdummen wollen? Sie nicht? Sicherlich die Wissenschafter, die wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Bücher schreiben. Von hintergrundpolitik-kritischen Büchern wie denen von Guido Grandt und Kevin MacDonald ganz abgesehen.

      In der Tat, Herr „mal wieder“. „Mal wieder“ die gleiche Soße. (Interessant übrigens, daß ich von vornherein hinter Ihrem Pseudoym keine Frau vermute … Liegt wohl daran, daß man an allem merkt, daß Sie eine Agenda verfolgen … Das ist so ne typisch männliche Eigenschaft in so bestimmten kulturellen Umgebungen …) Wohlgemerkt: Ich verfolge auch eine. Und über diese hatten wir hier diskutiert. Irgendwann ist dann mal Ihre dran, die unausgesprochen überall mitschwingt. Aber stellt sich wahrscheinlich nicht so gern ans grelle Tageslicht.

    • Hätten Sie die Diskussion nicht immer wieder neu zu beleben versucht, wäre sie mittlerweile vorbei. Ihre Klage, die Diskussion würde abflachen, kann ich daher nicht wirklich ernst nehmen. Ihre Beschwerde über meinen Tonfall kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich finde mich Ihnen gegenüber nicht respektloser, als Sie es mir gegenüber sind. Vielleicht sind Sie einfach zu selbstverliebt, dass Sie Widerspruch gleich als Ausfälligkeit deuten müssen. Auch gegenüber Guido Grandt war ich eigentlich nicht ausfällig, und dieser Nostradamus-Artikel verdiente wirklich jeden Hohn, der abgelassen wurde (und ich habe auch noch einige ähnliche bei Kopp.info in unguter Erinnerung). Und wenn ich hier eine „Agenda“ habe, dann lediglich die, Pseudo-Dissidenten, die nicht den Mut haben, die wirklich unangenehmen Themen, die allerdings mittlerweile unübersehbar geworden sind, anzuschneiden, ein wenig zurechtzustutzen, wobei mir der Aufwand eigentlich auch schon viel zu groß ist. Aber ich beschwere mich auch nicht. DIe Diskussion war doch einigermaßen kurzweilig.

      Zur Sache: Ihr Rettungsversuch von Dunbars Schwachsinn ist nicht sonderlich geglückt. Die Größe einer Gruppe soll also nur bei Primaten für die Ausbildung des Gehirns verantwortlich sein, bei anderen Lebewesen gilt diese „Regel“ nicht. Warum? Ich dachte, es wäre ein Vorzug der modernen Wissenschaft gegenüber der mittelalterlichen Scholastik, nicht unnötige Unterscheidungen zu postulieren, die man dann mit neu postulierten und letztlich unverständlichen Ursachen zu rechtfertigen sucht. Und eine solche Neo-Scholastik dann auch noch als Respekt vor den Tatsachen und mithin als naturwissenschaftliche Tugend zu verkaufen, wie Sie das tun, ist dann wohl auch etwas dreist. Im übrigen bin ich mir auch nicht sicher, ob Dunbar Ursache und Wirkung verwechselt. Natürlich sind intelligentere Wesen zu einem komplexeren Sozialverhalten in der Lage, was aber nicht heißt, dass das komplexere Sozialverhalten deren Intelligenz erst verursacht hat (das wäre mir ehrlich gesagt auch ziemlich unverständlich).

      Ihre These von einer kontinuierlichen menschlichen Evolution ist sicherlich nicht die gegenwärtige Mehrheitsauffassung bei den Evolutionsbiologen, welche von einer weitgehend unveränderten Menschenheit (natürlich bei stetiger Veränderung durch die rekombinierte DNS) seit 30000 Jahren (ich habe aber auch schon andere Zahlen gehört) ausgeht. Trotzdem könnten Sie natürlich Recht haben, und ich stehe als undogmatischer Mensch einer solchen These durchaus offen gegenüber. Meines Wissens rechtfertigen die Knochenfunde bis zu einem gewissen Grade sogar diese These (Stichwort Grazilisierung). Nur sollten Sie sich dann im Klaren darüber sein, dass der Darwinismus mit seinen beiden Grundprinzipien der zufälligen Veränderung und des Überlebens der Angepassten dann gestorben ist. Denn wenn eine kontinuierliche Evolution des Menschen in der historischen Zeit stattgefunden hat und immer noch stattfindet, dann müssen wir ihren Antrieb durch den Zufall (via zufälligen genetischen Veränderungen) ausschließen. Denn ein solcher Zufall hätte natürlich unübersehbar viele unangepasste Formen des Menschen hervorbringen müssen, die dann ausgestorben sind, so dass das menschliche Leben eine gigantische Freak-Show wäre. Davon kann aber keine Rede sein.

      Deshalb dürfte auch die Mehrheit der Evolutionsbiologen den Darwinismus (und indirekt einen dogmatischen Materialismus) dadurch zu retten versuchen, dass sie von einem weitgehend unveränderten homo sapiens sapiens seit 30000 Jahren (die Zahl spielt natürlich keine große Rolle) ausgeht. Ich persönlich habe kein gesteigertes Interesse, den Darwinismus und den damit einhergehenden dogmatischen Materialismus zu stützen, weshalb ich die These von einer kontinuierlichen Evolution nicht unattraktiv finde. Dann käme auf jeden Fall wieder Lamarck ins Spiel, der ja auch durch die medizinische Diskussion rund um die sogenannte Epigenetik heraufbeschworen wird. Und nicht nur Lamarck sondern auch die gute alte Teleologie des Aristoteles käme meiner Ansicht nach durch eine kontinuierliche Evolution ins Blickfeld des Theoretikers. Und damit auch die Frage, wer für die Zielgerichtetheit der Evolution verantwortlich ist. Sie als Neokonvertit zu den Naturwissenschaften (Konvertiten sind natürlich immer die schlimmsten Dogmatiker) werden solche Konsequenzen sicherlich nicht gerne ins Auge sehen. Ich als Agnostiker und Skeptiker beschränke mich nur darauf, auf die Probleme des Darwinismus hinzuweisen (es gibt da natürlich noch ein paar andere), ohne selbst eine alternative Theorie aufzustellen.

      In den nächsten Tage habe ich nur sehr wenig Zeit. Meine Antworten würden also nur sehr tröpfeln, wenn Sie diese Diskussion fortsetzen wollen. Meinetwegen können wir diese aber auch beenden, da ja unsere Meinungsverschiedenheiten eh zu groß sind, um zu einem einvernehmlichen Schluss zu gelangen.

      MfG

  5. den okkulten wahn der eliten soll niemand unterschätzen.

    wenn es stimmt, dass nur 10.000 menschen die welt beherrschen und mit ihren schätzen die welt kaufen könnten (oder andere, die es verwalten), dann bleibt eigentlich nur noch eine etage nach oben; gott.

    das mag man als verschwörungstheorie abtun, aber es gibt zuviele indizien die darauf hindeuten, dass esoterik in hohen, höheren und den höchsten kreisen eine gewaltige rolle spielt. abergläubische rituale machen weltfremd, sie schweißen zusammen, man gleitet ab in eine totale geisteskrankheit.
    und wie sonst würde ich die welt als extremst gestört!

    sicher, kriege, not, hunger und intrigen gab es schon immer, da bracht es nicht an bilderbergern, club of rome, illuminaten und area 51 etc.. aaber! wenn ich in meinem umfeld die menschen mir so anschaue und -was die psychische gesundheit angeht- mit sagen wir 10 oder 15 jahren vergleiche, dann stelle ich eine zunahme an narzistischen, blöden, oberflächlichen und irrationalen verhaltensweisen fest; viele davon verursacht durch psychopharmaka, berieselung und durch befehle von oben.

    warum? damit ein krankes system gehalten wird.
    wären wir das römische reich, stünden schon längst die barbaren vor der tür, aber wir haben barbaren an der spitze die sich für antike götter halten. die spinnen, die — wer auch immer!

    • Die Rahmenbedingungen für ein mediales »Opium für das Volk« gibt es schon längst, wie die Journalisten Hans-Peter Martin und Harald Schumann wissen: »Vielmehr macht der Ausdruck ‚tittytainment‘ Karriere, den der alte Haudegen Zbigniew Brzezinski ins Spiel bringt. Der gebürtige Pole war vier Jahre lang Nationaler Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter (…) ‚Tittytainment‘, so Brzezinski, sei eine Kombination von ‚entertainment‘ und ‚tits‘, dem Slangwort für Busen«. Martin und Schumann weiter: »Brzezinski denkt dabei weniger an Sex als an die Milch, die aus der Brust einer stillenden Mutter strömt. Mit einer Mischung aus betäubender Unterhaltung und ausreichender Ernährung könne die frustrierte Bevölkerung der Welt schon bei Laune gehalten werden«. Und für wahr: »Disney, McDonald’s und MTV appellieren alle ans Leichte, Schnelle und Einfache«. Schon der US-amerikanische Zukunftsdenker Nathan Gardels sagte, dass das »Trillern von Madonna und Michael Jackson« der »Muezzin der neuen Weltordnung« ist.

  6. Nur dumm, passende die _;meisten „Nostradamus-Prophezeiungen“ und „Interpretationen“ seit den 80er-Jahren nicht mehr eingetroffen sind… oder vielleicht auch When gut so… !!! Wir hatten einen „Time-Shift“, den Nostradamus nicht kennen könnte … ! 😉 :-)/

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