Sündenpfuhl Olympia: „Schmutziger Sex, Rassismus und wilde Partys“

Von heute an bis zum 12. August 2012 finden die XXX. Olympischen Sommerspiele in London statt – zum dritten Mal nach 1908 und 1948 . 302 Wettbewerbe werden in 26 Sportarten ausgetragen. Die Sportwelt freut sich darauf.

Diese Freude ist der griechischen Dreispringerin Voula Papachristou allerdings gründlich vergangen. Denn vor zwei Tagen ist sie von den Olympischen Spielen in London ausgeschlossen worden, nachdem sie twitterte: „Mit so vielen Afrikanern in Griechenland werden die Mücken aus dem West-Nil zumindest Essen von zu Hause bekommen.“ Hintergrund dieses rassistischen Satz ist, dass in den letzten Monaten mehrere Menschen in Griechenland nach Mückenstichen an West-Nil-Fieber erkrankt sind.

So bekommt sie auch nichts vom olympischen „Sündenpfuhl“ mit, abseits der Spielfelder, Pisten und Rennbahnen, im olympischen Dorf, in dem rund 10.000 Athleten mit gut gebauten Körpern weit abseits ihrer Heimatländer und ohne geschlechtliche Trennung wohnen.

Der amerikanische Rückenschwimmer Ryan Lochte, der 2008 in Peking drei Goldmedaillen geholt hat, packt nun aus, wenn er über die Vergangenheit resümiert: Im olympischen Dorf gebe es sehr viel Sex. Er  schätzt, dass 70 bis 75 Prozent der Sportler ihren Trieben freien Lauf lassen.

Die amerikanische Fußballtorhüterin Hope Solo spricht in Bezug auf Olympia (in China) von einem „modernen Sodom und Gomorrha“, von einem „Sündenpfuhl“. Sie habe „Leute gesehen, die draußen Sex hatten. Auf dem Gras, zwischen den Gebäuden, die Leute waren schmutzig und verdorben.“

Von wilden Partys ist die Rede und von Saufgelagen mit anschließendem „Abschleppen“.

Greg Louganis, einer der berühmtsten Wasserspringer der Sportgeschichte und Idol der US-Schwulenbewegung, weiß von sexuell freien, auch gleichgeschlechtlichen Partys der sowjetischen Springer bei Kaviar, Wodka und Champagner 1976 in Montreal. Er selbst war damals erst 16.

Unter den Sportlern herrscht wohl auch ein „Sexy-Body-Ranking“: Blonde Skandinavierinnen, Beachvolleyballerinnen, Wasserballer und Kunstspringer liegen auf den vorderen Plätzen.

So werden wohl nicht nur die unbedarften Olympia-Fans auf ihre Kosten kommen, sondern auch die Sportler abseits der Stadien in ihrem kleinen „Sündenpfuhl“.

Quellen:

„Olympische Bewegung“ in: Financial Times Deutschland v. 26.07.12

Griechische Athletin twittert rassistisch“ in: Financial Times Deutschland v. 26.07.12

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