Die „Banken-Verführung“

Schon seit geraumer Zeit geht der Ruf der Banken – im wahrsten Sinne des Wortes – den „Bach hinunter“. Schuld daran sind Gierbanker, die den Hals nicht voll bekommen, kriminelle Bankster, die sich mit allen illegalen Mitteln bereichern, sowie horrende Bonis und Gehälter, die an die Top-Banker bezahlt werden. Hinzu kommt ihre unrühmliche Rolle in der Finanz-, der Banken- und der Eurokrise der letzten Jahre.

Das Bankenansehen ist einfach „heruntergekommen“ – zumindest nach Ansicht des „normalen“ Kunden. Oder etwa nicht?

Nicht ganz, denn schnell lässt sich die Kundschaft vom schönen Schein der Geldhäuser und ihren kompetenten oder inkompetenten Beratern verführen, berieseln, in die Irre führen.

Das zumindest zeigt eine Studie des „Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF)“: „Banken und Sparkassen, die sich mit exzellenten Leistungen profilieren möchten, investieren möglicherweise an falscher Stelle“.

Der Kunde nämlich honoriert, welch Schreck, wenn die Bank symphatisch, flexibel und unkompliziert wirkt.

Doch eigentlich sollte die wichtigste Eigenschaft die „Kompetenz“ sein. Aber diese landet nur ganz knapp unter den ersten zehn Eigenschaften, die gute Banken vermitteln sollten.

Und die „Seriosität“ sogar nur auf Platz 12!

Vielleicht sollten die Bankkunden nochmals über das Barometer der wichtigsten Eigenschaften eines Geldhauses nachdenken. Ganz bestimmt kommen sie dann zu einem anderen Ergebnis.

siehe auch:

Handelsblatt v. 25.07.12

2 Gedanken zu “Die „Banken-Verführung“

  1. Das es so extrem schlecht bestellt ist, liegt auch mit daran, dass das Wissen, was „Geld“ und „ein Geldzeichen“ ist, vollkommen vernachlässigt wird. Auch sogenannte Fachleute, sind viel zu oft in komplizierter Begriffswelt gefangen.

    Dieses Drama beginnt schon in unserer Schulzeit.

    Oder sollen wir sagen, dass unser Unwissen über „Geld“ bewußt von der politischen Schiene so gewollt ist?

    Meines Erachtens müßten die Briefe des Bankdirektors „Argentarius“ (Alfred Landsburgh), die er anfangs der zwanziger Jahre an seinen Sohn als Anleitung schrieb, und die es heute in Buchform („Vom Gelde“) wieder zu kaufen gibt, als Schulbuch eingeführt werden.

    Getreu dem Grundsatz: „Lasst uns von den Besten lernen!“

    Ich glaube, dass ich das Buch bis heute 8 Mal gelesen habe… die Aussagen darin klingen unglaublich aktuell.

    mit freundlichem Gruß
    B.K.Bechert

    • Danke für die Info!’n

      Von meinem iPhone gesendet: Guido Grandt (TV-Redakteur/Produzent und Publizist) Journalistenblog: guidograndt.wordpress.com

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