Jetzt lieferbar: „Hinter dem Dorf die Hölle – Die vergessenen Konzentrationslager auf der Schwäbischen Alb“


Gestern kam die DVD zu meinem neuen Film frisch aus dem Presswerk und ist  nun lieferbar:

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HINTER DEM DORF DIE HÖLLE

Die vergessenen Konzentrationslager auf der Schwäbischen Alb

Ein Film von Guido Grandt

„Dein Auge sei wach, gleich hinter deinem Dorf findest du die Höllen.“

Gerhard Lempp (Initiative Gedenkstätte Eckerwald e.V.)

Auschwitz, Treblinka, Buchenwald, Dachau – unauslöschlich und für immer haben sich diese Namen als Symbole für die Terrorherrschaft und Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten in das Menschengedächtnis eingeprägt.

Weitgehend vergessen hingegen ist das „Unternehmen Wüste“, das Ölschieferprogramm der Nazis auf der Schwäbischen Alb mit den letzten Konzentrationslagern des Dritten Reiches: in Bisingen, Frommern, Erzingen, Schömberg, Schörzingen, Dormettingen, und Dautmergen. 12.000 KZ-Häftlinge mussten unter katastrophalen Zuständen in den Ölschieferwerken arbeiten, wurden in den dazu gehörenden Zwangsarbeitslagern der SS eingesperrt. Dabei starben 3500 Menschen einen grausamen, einen sinnlosen Tod.

Guido Grandt beleuchtet in seinem Film „Hinter dem Dorf die Hölle“ Hitlers letzte Hoffnung: das „Unternehmen Wüste“. Gedreht an Originalschauplätzen lässt er Zeitzeugen und die letzten Überlebenden der „Wüste-Konzentrationslager“ zu Wort kommen, vergisst dabei  keineswegs die jüngere Generation, sondern bindet sie mit ein.

Eine aufwühlende Dokumentation – ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.

„Das KZ Dautmergen war eine Hölle, eine Knochenmühle, schlimmer als Auschwitz.“

Jacek Zieliniewicz (Überlebender KZ Auschwitz-Birkenau und KZ Dautmergen)

„DAS DORF HINTER DER HÖLLE“ ist ein Film der Reihe „gugra-media History“

Sprache            Bildformat          Tonformat       Disc-Typ      Ländercode        Laufzeit

Deutsch               16:9                    Stereo             DVD-5            0 PAL           ca. 44 Min.

ISBN             978-3-9813329-5-7

EUR 12,95

(inkl. gesetzl. Mwst)

 + Versandkosten)

Bestellungen an: guido.grandt@wirsind.tv

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Michael Jackson – “Die dunkle Seite des King of Pop” (2)


Vor kurzem jährte sich der 3. Todestag des “King of Pop”, Michael Jackson. Schon vor drei Jahren habe ich mit zwei Artikeln über seine “dunkle” Seite für viel Furore gesorgt. MJ-Fans beschimpften danach mich, obwohl ich lediglich Fakten über MJ “anderes” Leben zusammengetragen habe. Nachfolgend möchte ich diese beiden Contents wiedergeben. Einige angegebene Quellenlinks wurden zwischenzeitlich gelöscht. Es war nicht die Absicht, mit diesen Artikeln den größten Popstar aller Zeiten oder gar seine Fans zu verunglimpfen. Es sollte lediglich seine »dunkle Seite« dargestellt werden, die es neben der »hellen« auch gab, und über die die Welt, ohnehin nach seinem Tode, ausführlich informiert worden ist.

2. Viele Diskussionen um »Die wahre Michael Jackson-Story«

Guido Grandt

Der Artikel »Schwarze Magie und Kindesmissbrauch – Die wahre Michael Jackson-Story« hat für viele Diskussionen gesorgt. Für all diejenigen, die zu den dargestellten Sachverhalten und Hintergründen selbst weiterrecherchieren wollen, möchten wir nachfolgend einige Quellen, Anmerkungen und zusätzliche Infos geben.

Die Aussage von Bob Jones, Jacksons Ex-Manager, dass der Pop-Star sehr einfallsreich im Erfinden war und sein ganzes Leben darauf angelegt wäre, »ein Image aufzubauen, das nicht unbedingt stimmen muss«, stammt aus der Dokumentation Michael Jackson – Was wirklich passierte (GB 2007) (http://www.youtube.com/watch?v=sY350Bj-iEE&feature=PlayList&p=B1F9FE3600410BC5&index=0; http://www.youtube.com/watch?v=DwJDFMec398&feature=related;

http://www.youtube.com/watch?v=_v8YkDA6K0M&feature=related; http://www.youtube.com/watch?v=KeKLEyLZqzI&feature=related), die kurz nach Jacksons Tod bei ORF 1 ausgestrahlt wurde. Ebenso Jacksons Aussage, sie könnten die Presse kontrollieren.

Über Jacksons »fragwürdigen und von der Jury lediglich wegen letzten Zweifel erfolgten Freispruches« beim Prozess 2005 berichteten sehr viele Medien. Wir greifen nur einige wenige heraus:

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte dazu am 3. Juni 2005 die Artikel »Der Jackson-Prozess – Sexualstraftäter oder Philanthrop« sowie »Ein pädophiles Raubtier auf der Lauer«, in denen ausführlich auf den Ausgang der Jackson-Gerichtsverhandlung eingegangen wird. So beispielsweise auch, dass (lt. Staatsanwalt) Jackson seine Berühmtheit ausgenutzt habe, um kleine Jungen »zu manipulieren und zu missbrauchen«, dass Jackson ein »pädophiles Raubtier« sei, das »auf der Lauer liege« und »Kinder auf seiner Neverland-Ranch gezielt für seine sexuellen Bedürfnisse gefügig« gemacht habe. Im Artikel »Urteil in Santa Maria – ›Herr Jackson, Sie sind entlastet und können gehen‹«, der am 14. Juni 2005 ebenfalls in der Frankfurter Allgemeine Zeitung erschien, wird aufgezeigt, dass mehrere Geschworene nach Jacksons Freispruch durchblicken ließen, dass sie NICHT von dessen Unschuld überzeugt seien (»Michael Jackson wahrscheinlich Jungen belästigt hat«), es aber für eine Verurteilung nicht genügend Beweise gegeben habe. In dem Artikel »Zeugenaussage im Jackson-Prozess: ›Er legte seine Hand auf meine Hose und rieb‹«, publiziert in Spiegel.de am 14. Januar 2005, wird näher auf die sexuellen Übergriffe des Pop-Stars auf Kinder eingegangen; ebenso in: »Jackson Prozess: ›Er hat an mir masturbiert‹« in Stern.de vom 14. Januar 2005 (http://www.stern.de/lifestyle/leute/:Jackson-Prozess-Er/535143.html).

Zu Jackson und Kindesmissbrauch stehen viele Infos auch in »Der tiefe Sturz eines Kindmenschen«  in sueddeutsche.de vom 21. November 2003 (www.sueddeutsche.de/panorama/928/374738/text/).

Das Faksimilie der Anklageschrift gegen Jackson wegen siebenfachen Kindesmissbrauchs und zweifachen Verabreichens von Rauschmitteln an einem Kind ist einsehbar in »Michael Jackson: 9 Anklagepunkte, davon 7-facher Kindesmissbrauch!« in News.at (www.news.at/articles/0350/40/71137/michael-jackson-9-anklagepunkte-7-facher-kindesmissbrauch#). Die ganzen Vorwürfe und Prozesse werden auch eindringlich im Film Michael Jackson – Was wirklich passierte behandelt.

Über Jacksons »Kinder(liebe)« berichtet u.a. ausführlich die Times am 27. September 2009 in ihrem Artikel »Michael Jackson: the child abuse cases that showed star’s dark side« (http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/music/article6586830.ece). Ebenso der Telegraph vom 26. Juni 2009 in »Michael Jackson: the child abuse allegations« (www.telegraph.co.uk/culture/music/michael-jackson/5650959/Michael-Jackson-the-child-abuse-allegations.html) und ebenfalls ausführlich CNN.com vom 1. April 2005 in »The Michael Jackson case« (http://edition.cnn.com/2005/LAW/03/31/spilbor.jackson/index.html?iref=newssearch). Die Springer-Blätter, die bekanntlich nicht »gegen« den Pop-Star eingestellt sind, berichteten dennoch auch kritisch. Neben den Missbrauchsvorwürfen und Prozessen (»50 Jahre Einsamkeit – Die Michael-Jackson-Story« in: Bild am Sonntag vom 28. Juni 2009) wird an gleicher Stelle auch auf »Kinderpartys« auf der Neverland-Ranch eingegangen, ebenso auf die »vielen Kinder, die er sich dort als Spielkameraden hielt«, auf seine »Farce-Ehe« mit Lisa Marie Presley und Jacksons »posthume Vermählung« mit dem »King«, also Elvis, weil er dessen »Gene küssen wollte«, auf seinen »Kindheitswahn«, und auch auf die Vorwürfe, Kinder mit Alkohol und/oder Betäubungsmittel gefügig und dann missbraucht zu haben (Protokolle, die über die Aussagen der Kinder gemacht wurden). Man erfährt zudem etwas über Jacksons Aussagen, dass er mit vielen Kindern im Bett geschlafen habe, »die berührt und angefasst werden wollen«. Anzumerken ist, dass in jener Zeit Pepsi als auch Walt Disney millionenschwere Werbeverträge und die Zusammenarbeit mit Jackson kündigte. Informationen darüber, dass Jackson Kinder »verführte« und »Schweigegeld« bezahlte, sowie Pornomagazine las und am liebsten in Spielzeugläden schlief, sich das Sorgerecht seiner Kinder »erkaufte«, dass ein Junge ein erschreckendes genaues Bild von den Pigmentflecken auf Jacksons Penis zeichnete (beispielsweise in gala.de: »Michael Jackson litt unter dem Strip vor der Polizei« (http://www.gala.de/stars/ticker/BSBS69000/Michael-Jackson-litt-unter-dem-Strip-vor-der-Polizei.html), er über die Flure eines Krankenhauses in Santa Monica schlich, um sich neugeborene Babys anzusehen, weil er glaubte in ihre Seelen schauen zu können, »hunderte Nächte mit Kindern in seinem Bett verbracht« hatte, die Polizei »Bildbände mit nackten, zwölfjährigen Jungs« fand und er ein »krankes Verlangen nach kindlicher Nähe« hatte, dass Jackson glaubte, er wäre Peter Pan und er sich eine identische Kopie der Gruft von Tutanchamun mit einem Sarkophag aus Gold gekauft hatte, berichtete unter anderem Bild in den Artikeln: »Einer, der nie von dieser Welt war, hat sie für immer verlassen« (27. Juni 2009), »Der King of Pop – Das war sein bizarres Leben« (27. Juni 2009) und »Einsamer König, ewiges Kind« (29. Juni 2009).

Über die vielen kleinen Jungen auf Jacksons Ranch, und ob seine Kinder tatsächlich von ihm sind, berichtete die taz am 27. Juni 2009 unter der Überschrift »Vom Mars in den Himmel« (www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel1/vom-mars-in-den-himmel/). Die Informationen über den Journalisten Martin Bashir, Produzent der TV-Dokumentation Living with Michael Jackson, der Jackson acht Monate lang begleitete und ihm danach »indirekt Pädophilie« vorgeworfen hatte, sind nachzulesen in »Michael Jacksons Video-Krieg« vom 11. Februar 2003 (http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=784&item=226342).

Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrem Artikel »Ex-Schwager: ›Er ist ein klassischer Pädophiler‹« (www.sueddeutsche.de/panorama/409377216/text/) davon, dass Jacksons-Ex-Manager und Ehemann von Jacksons Schwester LaToya bereits 1996 sagte, der Pop-Star hätte sich schon vor vielen Jahren immer wieder an Kindern vergangen. Er holte sich immer wieder Kinder, manchmal drei bis vier Tage; die Eltern seien dafür bezahlt worden. Von Summen zwischen 250.000 und einer Million Dollar ist die Rede.

Der Journalist Victor Gutiérrez recherchierte Ende der 1980er-Jahre ausführlich über Jackson und kam zu dem Schluss, dass der Popstar »ohne Zweifel« ein »Pädophiler« wäre. Daraufhin, so meinte er, hatte ihn Jacksons gefürchteter privater Ermittler, Anthony Pellicano, mit dem Tod bedroht, sodass er lange Jahre außerhalb der USA verbringen musste. Er schrieb ein Buch, das in weiten Teilen auf das Tagebuch des damals 13-jährigen Jordie Chandler basierte, das der während seiner Beziehung zu dem Popstar verfasste. Michael Jackson und Jordie Chandler, heißt es, waren von Februar bis Juli 1993 ein Paar. Und sie hatten Sex. Weitere Namen von Jacksons früheren Freundschaften tauchten auf – alles kleine, hübsche Jungen zwischen zehn und 13 Jahren –, wie beispielsweise Emmanuel Lewis, Jonathan Spence, Sean Lennon, Wade Robson, Albert von Thurn und Taxis, Jimmy Safechuck, Macaulay Culkin, Brett Barnes, Cory Feldman, Edward und Frank Casico. Sie alle waren Jackson sehr nahe. Gutiérrez berichtete weiter, dass er auf einem Kongress der North American Man Boy Love Association (NAMBLA) hörte, dass Michael einer von »ihnen« war. Ein Pädophiler: »Jackson wurde dort als Idol gehandelt, als Hoffnung auf gesellschaftliche Akzeptanz.« Das alles ist nachzulesen in der taz vom 5. April 2005 (»Es war Liebe«; http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2005/04/05/a0170).

Auch deutsche Pädophile huldigen dem »King of Pop«. So heißt es nach seinem Tod auf der Homepage von »Krumme 13«, einem »Pädophilen-Verein«, der seit Jahren für eine Legalisierung für »Sex mit Kindern« kämpft (dazu siehe z.B. »Krumme 13 wieder aktiv« in Hamburger Abendblatt vom 27. September 2003 (http://www.abendblatt.de/hamburg/article210725/Krumme-13-wieder-aktiv.html): »Der weltweit prominenteste und beliebteste Boylover (Pädophile/Päderast) ist gestern im jungenhaften Alter von nur 50 Jahren in Los Angeles verstorben. Die Weltöffentlichkeit trauert um einen Menschen, der mit seiner pädophilen Liebe zu den Jungs nicht wirklich glücklich gelebt hat … Auch wir trauern um Jacko. Das Idol der Popmusik & Knabenliebe wird in die pädophile Weltgeschichte eingehen …« (http://k13-online.krumme13.org/news.php?s=read&id=1351).

Im bereits erwähnten Film Michael Jackson – Was wirklich passierte, in dem Menschen im Umfeld des Pop-Stars, die ihm wohlwollend aber auch kritisch gegenüberstanden, interviewt werden, erfährt man beispielsweise noch mehr: wie Jackson bei der Preisverleihung der World Music Awards, bei denen er acht Preise erhielt, neben dem Prinzen von Monaco saß und den damals 13-jährigen Jordan Chandler auf seinem Schoss auf und ab schaukelte und immer wieder seinen Kosenamen »Rubber«, also Gummi, flüsterte, nachdem er stundenlang alleine mit ihm in einer Hotelsuite verbracht hatte. Sogar Jacksons Manager griff damals ein und sagte ihm: »Hör auf! Das ist falsch!« Und weiter: »Wenn Sie sehen, dass jemand etwas falsches tut, dann können Sie ihm auch nur sagen, dass er dies nicht tun sollte!« Auf die Frage des Filmproduzenten, was er der Welt damit denn sagen wollte, antwortet der Ex-Manager: »Ich (Michael Jackson) kann tun, was ich will!« Auch hatte Jordan Chandler Jacksons Freundschaftsschwüre auswendig gelernt: »Keine Frauenzimmer und Miststücke; lebe mit mir auf Neverland; besser als die besten Freunde.« Als Jordans Vater später seinen Sohn fragte, ob es in der Beziehung zu Jackson auch ein sexuelles Element gäbe, bejahte dieser das.

Es wird immer wieder angeführt, dass Zeugen, die einst gegen Jackson ausgesagt hätten, erklärten, sie seien zu einer Lüge gezwungen worden, oder ihre Aussagen zurücknahmen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass dies zumeist geschah, nachdem diese Zeugen teilweise mit Millionen von Dollars (wie beispielsweise im Fall Jordie Chandler) von Jackson abgefunden worden waren und sich vertraglich verpflichten mussten, das Geld zurückzubezahlen, wenn sie ihr Schweigen brechen sollten.

Dass Jackson an Schwarze Magie glaubte und seine Feinde verhexen ließ, einen Voodoo-Priester mit 150.000 Dollar bezahlte, der 42 Kühe in einem Ritual schlachtete, um mit dem Opferblut der Tiere einen Todesfluch über Jacksons persönlichen Feinde sprechen zu lassen (darunter Steven Spielberg), steht u.a. in folgenden amerikanischen Quellen: »Vanity Fair writers recounts Jackos voodoo story« in CNN.com/Entertainment vom 5. März 2003 (http://edition.cnn.com/2003/SHOWBIZ/Music/03/05/orth.cnna/index.html), »Report: Jackson put ›curse‹ on Spielberg« in CNN.com vom 4. März 2003 (http://edition.cnn.com/2003/SHOWBIZ/Music/03/04/leisure.jackson.reut/index.html), »Michael Jackson Is Gone, but the Sad Facts Remain« in VanityFair.com vom 26. Juni 2009 (http://www.vanityfair.com/online/politics/2009/06/michael-jackson-is-gone-but-the-sad-facts-remain.html).

Deutsche Quellen berichteten ebenfalls: »Promi-Krieg – Jacko wollte Spielberg mit Voodoo belegen« in Stern.de vom 4. März 2003 (http://www.stern.de/lifestyle/leute/:Promi-Krieg-Jacko-Spielberg-Voodoo/504688.html), »Jackson und der Voodoozauber: Rache an Steven Spielberg?« in: Spiegel online vom 4. März 2003 (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,238649,00.html), »Jackson wollte Spielberg mit Voodoo belegen« in netzeitung.de vom 4. März 2003 (http://www.netzeitung.de/entertainment/people/229227.html).

In einigen dieser Artikel wird auch erwähnt, dass Jackson in Tierblut gebadet haben soll! Die im Content angegebenen Videos dazu wurden inzwischen, wie es heißt, »vom Nutzer entfernt« …

Bei der Aufzählung dieser Quellen haben wir uns auf einige wenige beschränkt, die stellvertretend für die anderen stehen sollen – es gibt noch zahllose weitere. Es war nicht die Absicht, mit dem Artikel »Schwarze Magie und Kindesmissbrauch – Die wahre Michael Jackson-Story« den größten Popstar aller Zeiten oder gar seine Fans zu verunglimpfen. Es sollte lediglich seine »dunkle Seite« dargestellt werden, die es neben der »hellen« auch gab, und über die die Welt, ohnehin jetzt nach seinem Tode, ausführlich informiert worden ist.

 

 

Quelle Artikel:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/guido-grandt/viele-diskussionen-um-die-wahre-michael-jackson-s.html

Michael Jackson – „Die dunkle Seite des King of Pop“ (1)


Vor kurzem jährte sich der 3. Todestag des „King of Pop“, Michael Jackson. Schon vor drei Jahren habe ich mit zwei Artikeln über seine „dunkle“ Seite für viel Furore gesorgt. MJ-Fans beschimpften danach mich, obwohl ich lediglich Fakten über MJ „anderes“ Leben zusammengetragen habe. Nachfolgend möchte ich diese beiden Contents wiedergeben. Einige angegebene Quellenlinks wurden zwischenzeitlich gelöscht. Es war nicht die Absicht, mit diesen Artikeln den größten Popstar aller Zeiten oder gar seine Fans zu verunglimpfen. Es sollte lediglich seine »dunkle Seite« dargestellt werden, die es neben der »hellen« auch gab, und über die die Welt, ohnehin nach seinem Tode, ausführlich informiert worden ist.

1. Schwarze Magie und Kindesmissbrauch – Die wahre Michael Jackson-Story

Guido Grandt

25. Juni 2009: Michael Jackson, das größte Pop-Idol aller Zeiten ist tot! Millionen Menschen rund um den Erdball trauern um den King of Pop, dem »Barack Obama der Musik«, Medien rund um den Globus huldigen dem 50-jährigen Amerikaner, der sogar zweimal zum Friedensnobelpreis nominiert wurde. Aber (fast) niemand berichtet in diesen Zeiten über das »wahre Gesicht« Michael Jacksons, seiner dunklen Seele, seiner Obsession zu Schwarzer Magie und Pädophilie.

US-Präsident Barack Obama, der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger,  der deutsche Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg – nur drei Beispiele von Politikern, die nach dem Tod Michael Jacksons kondolieren. Sogar das Plenum des amerikanischen Repräsentantenhauses legt eine Schweigeminute ein und auch der Vatikan würdigt den verstorbenen Popstar. Schlagerstar Udo Jürgens erklärt: »Es hat mir immer unendlich leid getan, wie er niedergemacht wurde. Ich habe oft viel Mitleid mit diesem wahnsinnig begabten und sensiblen Menschen gehabt.« Und Sänger Lenny Kravitz bezeichnet Jackson als »süßer Michael«. Doch Jackson, der nicht schwarz, sondern weiß und einzigartig sein wollte, war alles andere als das: hinter seiner exzentrischen Maskerade verbarg sich ein dunkle Seele. Bob Jones, sein ehemaliger Manager, meinte, dass er sehr einfallsreich beim Erfinden war. »Sein ganzes Leben ist darauf angelegt ein Image aufzubauen, das nicht unbedingt stimmen muss.«

Jackson erklärte sogar einmal: »Wir können tatsächlich die Presse kontrollieren, das ist ein wichtiger Durchbruch für uns.« Einst war der Pop-Star ein Milliardär, aber am Schluss pleite und hoch verschuldet. Von 355 Millionen Euro ist die Rede. Über fünfzig mal hatte er sich plastischen Eingriffen unterzogen (Hauttransplantationen im Gesicht, Nasenverkleinerung, aufgespritzte Lippen, Silikon in den Wangen, künstliche Haare, weibliche Hormone gegen Bartwuchs und für eine hohe Stimme). Zudem war er  medikamentenabhängig.

 »Scheinehen« und »Sorgerechts-Kauf«

Jacksons erste Ehe mit Lisa Marie Presley, der Tochter von Elvis, hielt nur eineinhalb Jahre. Ohnehin wurde sie von Anfang an als Farce  bezeichnet. Jackson sah darin seine Vermählung mit Elvis(-Genen), also eine posthume Vermählung des »King of Pop« mit dem »King«!

Die britische Krankenschwester Debbie Rowe, Mutter der beiden älteren Kinder Prince Michael I. (12) und Paris (11), mit der Jackson von 1996 bis 1999 verheiratet war,  verpflichtete sich 2005, nicht öffentlich über ihre Kinder oder der Ehe mit ihrem Ex-Mann zu sprechen. Ebenso erkaufte sich Jackson überraschend das alleinige Sorgerecht. Gemunkelt wurde von einer Million Dollar pro Jahr. Das dritte Kind, Prince Michael II. (7 Jahre alt) wurde von einer unbekannten europäischen »Leihmutter« ausgetragen. Jackson verschwieg vehement den Namen der Mutter. Zu einem Eklat kam es 2002 bei Jacksons Deutschland-Tour: In einem Berliner Hotel hielt er seinen kleinen, vermummten Sohn Prince Michael II. über eine Balkonbrüstung, bei der das Baby beinahe aus dem Fenster gefallen wäre!

»Schwarze Magie« und »Todesfluch«

Schon Mutter Katherine Jackson sah ihren Sohn als Erleuchteten. Dem machte Jackson auch alle Ehre: er kaufte sich eine Kopie der Gruft von Tutanchamun mit einem goldenen Sarkophag. Jacksons  Motto, das auch seine 50-Millionen-Dollar-Neverland-Ranch zierte, war »Gott und mein Recht«. Wohlbemerkt sein Recht! Zudem ging er nicht gerade zimperlich mit seinen Feinden um – er verhexte und verfluchte sie mehrmals, denn offensichtlich glaubte er an Schwarze Magie! 2003 drang an die Öffentlichkeit, dass er für 150.000 Dollar einen Voodoo-Priester angeheuert hatte, der 25 seiner persönlichen Feinde mit einem Todesfluch belegen sollte! Bei diesem Voodoo-Ritual wurden 42 Kühe geschlachtet und Jackson selbst soll dabei in Tierblut gebadet haben. Mit dem Opferblut soll der Priester dann den Voodoo-Fluch gesprochen haben. Einer von Jacksons prominentesten Feinden war der Kult-Regisseur Steven Spielberg, der ihn in seinem Film »Hook« nicht den Peter Pan spielen ließ, für dessen Verkörperung sich Jackson hielt. Seine offensichtliche gestörte Psyche ging sogar so weit, dass er über Krankenhausflure in Santa Monica schlich, um sich neugeborene Babys anzusehen. Er glaubte in ihre »Seelen schauen« zu können…

»Kindheitswahn«

Jackson war einem »Kindheitswahn« verfallen und schlief am liebsten in Spielzeugläden. Er las Kinderbücher und Comics genauso wie Pornomagazine und besaß Bildbände mit nackten zwölfjährigen Jungen. In seiner riesigen  Neverland-Ranch, eigentlich ein Vergnügungspark mit Riesenrad, Kino und Privatzoo, hängt ein Ölgemälde, das den bis zu den Hüften nackten Jackson zeigt, umgeben von nackten Engeln. Wenn man genauer hinsieht, dann erkennt man, dass es nackte Kinder mit Flügeln sind! Seine Neverland-Ranch lockte Kinder geradezu an, trieb sie ihm geradezu in die Arme, wie die US-amerikanische Journalistin Di Dimond berichtet. Dabei interessierte er sich immer nur für Jungs. Manche bekamen sogar einen Auftritt in einem seiner Musikvideos. Auf Neverland wurden Kinderpartys gefeiert, manche sprachen sogar davon, dass Jackson sich hier die Kinder als »Spielkameraden« geradezu hielt.  Und hier lag er hunderte von Nächten lang mit ihnen im Bett. Kein Wunder, dass es irgendwann einmal zu Kindesmissbrauch-Skandalen kam.

»Kindesmissbrauch-Skandale«

1993 bezichtigte ihn der damals 13-jährige Jordan Chandler, dem später nachgesagt wurde, er sei in Jackson »verliebt« gewesen,  auf dessen Neverland-Ranch mit Beruhigungsmitteln gefügig gemacht und dann missbraucht worden zu sein: Jackson sollte vor dem Jungen masturbiert und schließlich auf dem Bett auch ihn bis zum Orgasmus gebracht haben. Bizarre Details über Jacksons Intimzone, genauer über einen Pigmentfleck auf seinem Geschlecht, wurden bekannt, von dem Jordan nur gewusst haben konnte, wenn er Jackson auch nackt gesehen hatte. Doch zu einem Prozess kam es nicht, denn im letzten Moment soll Jackson den Eltern ein Schweigegeld von 23 Millionen Dollar bezahlt haben! Daraufhin wurde die Klage zurückgezogen. Jackson ließ sich schriftlich festhalten, dass diese Zahlung kein Schuld-Eingeständnis sei. Natürlich fragte sich jeder, warum ein scheinbar »Unschuldiger« eine derartig astronomische Summe zahlte? Der Fall blieb bei der Polizei von Los Angeles »offen aber unaktiv«. Die US-Enthüllungsjournalisten Victor Gutierrez und Di Diamond wollen sogar herausgefunden haben, dass Jackson früher einen Monat ins Haus der Chandlers, in Jordans Kinderzimmer, eingezogen sei. Während Jordans Eltern bei der Arbeit waren, hätte Jackson für ihn die Wäsche gemacht und gekocht. Doch eines Abends hätte Vater Chandler Jackson im Kinderbett mit Jordan vorgefunden, »aneinandergeschmiegt wie Mann und Frau«. Jackson bekannte in jenen Tagen des ersten Kindesmissbrauchs-Skandals: »Ich bin unschuldig. Aber ich liebe Kinder allen Alters und aller Rassen.« 2003 wurde in Großbritannien die Dokumentation »Living with Michael Jackson« des Journalisten Martin Bashir ausgestrahlt, der ihn acht Monate lang begleitet hatte und ihm später indirekt Pädophilie vorwarf. Tatsächlich wurde Jackson im selben Jahr verhaftet; erneut wegen des Verdachts auf Kindesmissbrauch (dieses Mal in vier Fällen) und wegen versuchter Kindesentführung. Der damals 14-jährige nierenkrebskranke Gavin Arvizo, dessen acht Operationen und Chemotherapien Jackson bezahlte, verklagte den »King of Pop«. Mit Schlaftabletten und Rotwein sollte der Junge von ihm gefügig gemacht und dann mehrmals missbraucht worden sein. 2005 begann der Prozess, bei dem Jackson einmal im Schlafanzug erschien: »Das hat nichts mit Sex zu tun, ich decke sie (die Kinder/d.A.) zu, gebe ihnen Kekse und heiße Milch. Das ist doch süß,« meinte er. Der Staatsanwalt sprach hingegen von einem »pädophilen Raubtier«, das auf der Lauer liege. Jackson hätte Kinder auf seiner Ranch gezielt für seine sexuellen Bedürfnisse gefügig gemacht. Doch der Pop-Star wurde freigesprochen. Dennoch ließen mehrere Geschworene durchblicken, dass sie nicht von Jacksons Unschuld überzeugt seien, aber für einen Schuldspruch hätten letztlich die Beweise gefehlt. Letztlich ein fragwürdiger Freispruch also. Lassen wir Jackson noch einmal selbst zu seinen Lebzeiten zu Wort kommen, als er erklärte: »Ich schlief mit vielen Kindern im Bett. Es ist bezaubernd, süß, Kinder wollen berührt, angefasst werden. Aber es ist nichts Sexuelles.« Selbst Jacksons Schwester LaToya erklärte 1993 öffentlich, dass die Vorwürfe gegen ihren Bruder wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern wahr wären (wovon sie sich später wieder distanzierte/GG)! Allein dies müsste mehr als nachdenklich machen! Was bleibt? Eine weltweite Verehrung, Würdigung und Huldigung eines mutmaßlichen Kinderschänders, der sich von den Vorwürfen immer wieder freikaufen konnte. Ein unerträglicher Zustand in Anbetracht der Opfer!
Quellen zu Jacksons »Voodoo-Fluch«:

http://www.youtube.com/watch?v=_MOndOi-_cs http://edition.cnn.com/2003/SHOWBIZ/Music/03/04/leisure.jackson.reut/index.html

Quelle Artikel:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/guido-grandt/schwarze-magie-und-kindesmissbrauch-die-wahre-mi.html

Schweizer Politiker: „Niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat, will in die EU!“


Die Europäische Union vor der Zerreißprobe: die anhaltende Finanzkrise, die nichts anderes ist als die erweiterte Bankenkrise von 2007, das Milliardengeschacher um den europäischen Rettungsschirm ESM, der zunehmende Unmut über den (T)Euro, das undemokratische Verhalten der Politiker in Sachen Fiskalpakt, die verzweifelten Bemühungen zur Rettungs des Euros, die gewaltsame Niederschlagung von demokratischen Protesten in den einzelnen EU-Ländern, das politische „Sand in die Augen streuen“ der Bürger durch die Volksvertreter, Lügen um jeden Preis, um den Bestand des europäischen Staatenbundes nicht zu gefährden – all das und noch vieles mehr zeichnet heute die EU aus.

Die Bürger der 27 Mitgliedsstaaten sind unzufrieden, empört, wütend – langsam wird ihnen bewußt, dass sich vieles, was ihnen in Sachen Europäische Union als Vorteil – im wahrsten Sinne des Wortes – „verkauft“ wurde, ins Gegenteil gewandelt hat, wie zum Beispiel steigende Lebenshaltungskosten, immense Jugendarbeitslosigkeit, Aufgabe nationaler Souveränität…

Das sieht aber nicht nur der „kleine Mann“ auf der Straße so, sondern auch Politiker, freilich nicht aus den Reihen der EU, da traut sich keiner, das auszusprechen.

Doch jüngst hat der Schweizer Verteidigungsminister Ueli Maurer wahre Worte gefunden: In der Schweiz wolle niemand mehr, „der noch alle Tassen im Schrank“ hat, in die EU! Die Schweiz hätte die beste Volkswirtschaft der Welt, „die Leute bewundern unsere Demokratie, wir sind ein Land mit vielen Tugenden.“ Die EU dagegen hätte ihren „Höhepunkt überschritten“ und „stark an Glaubwürdigkeit verloren!“ Und dann fügt Maurer noch etwas hinzu, was absolut zutrifft und den Bürger erst langsam klar wird: Die EU sei in einem „schlechten Zustand, weil man meinte, die Verantwortung nach oben abgeben zu können“ (Quelle: „Handelsblatt“ v. 22./23.24.Juni 2012).

Mit „nach oben“ meint Ueli Maurer sicher die obersten Entscheidungsträger in der EU und damit weg vom Volk, weg vom Souverän, weg von uns. So liegen die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten in den Händen einiger weniger, die schon oftmals gezeigt haben, wie korrupt ´sie sind und wie sie versagt haben. Und jetzt soll auch noch die „politische Union“ innheralb der EU kommen, politische Entscheidungen nicht mehr national gefällt werden. Da kann ich nur sagen: „Gute Nacht Europa, Gute Nacht Deutschland!“

Vor EM-Viertelfinale: „Griechen hetzen gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel“


Nachdem gestern bei der Fussball-Europameisterschaft Portugal 1:0 gegen Tschechien gewonnen und damit als erstes Team das Halbfinale erreicht hat, steht heute die zweite Viertelfinalbegegnung an: Deutschland  gegen Griechenland.

Wohl nie zuvor in der Geschichte des Fussballs wurde ein Spiel so „politisiert“, wie dieses, denn Schuldenkrise und Sparprogramm haben einen Keil zwischen die Länder getrieben. Die Hellenen machen die deutsche Bundesregierung für die harten Sparauflagen verantwortlich, die Griechenland in die schwerste Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges getrieben und Hunderttausende arbeitslos gemacht haben.

Die heutige Viertelfinalbegegnung soll endlich der Tag der Revanche, der Abrechnung sein. Es geht um Stolz und Ehre und darum zu beweisen, dass die Griechen nicht die Komplett-Versager Europas sind. Zudem sehen (lt. „Tagesspiegel“) fast acht von zehn Griechen Deutschlands Rolle in Europa „negativ“. Jeder dritte Befragte assoziiert mit Deutschland spontan Begriffe wie „Hitler“, „Nazis“ und „Drittes Reich“.

Nachdem die „Eiserne Kanzlerin“ Angela Merkel also auch weiterhin streng am europäischen Sparkurs festhält, haben die Hellas-Medien nun eine wahre Hetze gegen sie eröffnet.

TV- und Radiomoderator Georgios Trangas: „Merkel ist vielleicht kein neuer Hitler, aber es sind die gleichen Methoden, die gleiche Psychologie. Merkel will Europa beherrschen, wie es ihr beliebt. Es ist respektlos. Ich glaube, Europa wird sich bald Frau Merkels entledigen…Kanzlerin Merkel führt einen ökonomischen Krieg gegen uns, der Millionen Menschen in Griechenland und Europa hungern lässt. Das ist eine Situation, die man mit dem Zweiten Weltkrieg vergleichen kann.“

Lt. „Bild“ beginnt Trangas Sendung regelmäßig mit den Worten: „Willkommen in der deutschen Besatzungszone Griechenland“ und lässt deutsche Wehrmachtssoldaten durchs Bild marschieren und das obwohl er von einem griechischen Gericht wegen Beleidigung der deutschen Kanzlerin zu 25.000 Euro verurteilt worden war.

Weitere griechische Medien:

„Sportday“: „Merkel, komm wie du bist – wir werden dich schlagen!“ Und: „So qualifizieren sich deine Schuldner Angela, mach dich bereit!“

„GolNews“: „Bringt uns Merkel!“

Radiosender „Sport FM“: „Unser Team spielt GEGEN Merkel: Kommt und holt sie euch!“

Vergessen bei dieser unangebrachten Hetze sollten die griechischen Medien jedoch nicht, dass Deutschland der Hauptgeldgeber des maroden, vor dem Staatsbankrott stehenden Griechenlands ist.

Quellen:

http://www.tagesspiegel.de/medien/der-ball-ist-eckig-griechische-medien-angela-mach-dich-bereit/6782162.html

http://www.bild.de/politik/ausland/griechenland-krise/dieser-moderator-hetzt-jeden-abend-im-griechischen-tv-24789192.bild.html

Verschwörung oder Fakt? – “Freimaurer und die Französische Revolution (2)”


In jener Zeit gewannen auch politische Clubs immer mehr Bedeutung, in denen sich Gebildete trafen, um über Reformen zu diskutieren, Informationen und Meinungen auszutauschen und politische Debatten aufzuarbeiten. Der bekannteste und wirkungsmächtigste war die 1790 gegründete „Gesellschaft der Freunde der Verfassung“, die sich im Kloster der Jakobiner in Paris traf und später besser bekannt wurde als der „Jakobinerclub“. Hier kamen vor allem pro-revolutionäre Mitglieder der Nationalversammlung zusammen, die bald „Jakobiner“ genannt wurden. Ein weiterer, eine Volksgesellschaft, war der Klub der „Cordeliers“. Hier traten weitere Freimaurer auf die politische Bühne, die das Geschehen der Revolution nachhaltig beeinflussten: Camille Desmoulins, Jean-Paul Marat und Georges Danton. Neben Desmoulins gehörte auch Jean-Paul Marat (1744 – 1793) zu den Freimaurern. Der Arzt und spätere Journalist war Mitglied der Londoner Loge „At the King’s Head, Gerard Street, Soho“ (sein Meisterdiplom war datiert vom 15. Juli 1774, also viele Jahre vor der Revolution) und stand im selben Jahr auch in Beziehungen zur Amsterdamer Loge „La bien Aimée“. Im „Internationalen Freimaurer Lexikon“ wird Marat als „Führer in der Französischen Revolution“ bezeichnet (S. 545), ebenso wie sein Journalistenkollege Georges Jacques Danton (1759 – 1794) (S. 203)! Danton war Mitglied einer Pariser Loge, avancierte später zum Justizminister, Gründer des Revolutionstribunals, Mitglied des Wohlfahrtsausschusses, dessen Außenpolitik er bestimmte.

Diese „Brüder im Geiste“, Desmoulins, Marat und Danton, inszenierten sich also als Sprecher des Volkes, gossen reichlich Öl ins Feuer und predigten den Hass auf die Kirche und die Reichen! Zudem kam, dass sich nach dem Vorbild der „Cordeliers“ auch andere ähnliche „Volksgesellschaften“ bildeten, die zu einem wichtigen Aspekt der Politisierung der Volksbewegung wurden.

Aber noch etwas anderes bildete sich heraus, das später die Gedanken und Handlungen der sogenannten „Schreckensherrschaft“ bestimmen sollte: Misstrauen gegen den Adel und den König, Verdacht gegen alle Feinde des Volkes und der Revolution. 1790 spaltete sich die Nation immer mehr in Revolutionsgegner und Revolutionsanhänger. Schließlich erregte auch die Flucht des Königs und seiner Familie die Gemüter, der allerdings im Juni 1791 wieder ergriffen und verhaftet wurde.  Jetzt waren es radikale Publizisten wie der Freimaurer Jean-Paul Marat, die das Ende der Monarchie und die Einführung einer Republik forderten. Doch die Nationalversammlung hielt zunächst als Zentralgewalt an der Monarchie fest. Doch die „Cordeliers“, zu dem die Freimaurer Marat, Desmoulins und Danton gehörten, ließen nicht locker: sie veranstalteten am 14. Juli 1791 eine antimonarchische Kundgebung. „Die gewaltsame Auflösung einer weiteren Versammlung, bei der die Wahl einer neuen konstituierenden Nationalversammlung gefordert wurde, durch die Nationalgarde, bei der es vermutlich mehr als zwei Dutzend Tote gab, führte an den Rand des Bürgerkriegs; auf jeden Fall entstand damit ein tiefer Riß zwischen der Nationalversammlung und den Volksgesellschaften. Der Dritte Stand war endgültig gespalten und mit ihm der Jakobinerklub,“ hält der Historiker Hans-Ulrich Thamer fest.[1] Im Gegensatz zu den „Cordeliers“ entstanden so die „Feuillants“, zu denen auch Maximilien Francois Isidore de Robespierre (1758 – 1794) gehörte. Verschwörungsanhänger, aber auch andere, behaupten immer wieder, dass der Jakobiner Robespierre zu den Freimaurern gehörte, er gar in den dritten Grad der (illuminierten) Freimaurerei eingeweiht sei. Das ist allerdings ungewiss. Das „Internationale Freimaurer Lexikon“ erklärt, dass „entgegen anders lautenden Behauptungen,“ Robespierre „nicht Freimaurer“ war. Und weiter: „Der Name kommt im Jahre 1745 in einem alten Patent für ein Rosenkreuzerkapitel vor, das einer Loge in Arras ausgestellt wurde. Es handelt sich dabei aber um den Großvater des Jakobiners.“[2] Wie dem auch sei, ob nun Robespierre selbst oder sein Großvater Freimaurer oder rosenkreuzerischer Geheimbündler war – die „diskrete Gesellschaft“ hätte mit ihm wohl kein Aushängeschild, schließlich war er der Mentor der blutigen Schreckensherrschaft, wie noch aufzuzeigen sein wird.

Im Oktober 1791 wurde die zuvor neu gewählte Legislative zusammengerufen. Die „Feuillants“ bildeten dabei die stärkste Gruppe und fanden sich auf dem rechten politischen Spektrum wieder, während sich links eine Gruppe aus dem einstigen „Jakobinerklub“ um Brissot, Condorcet, Guadet und Vergniaud wiederfanden.

Der Journalist Jacques-Pierre Brissot (1754 – 1793) war auch Freimaurer und hatte einst am 14. Juli 1789 die Schlüssel der Bastille entgegengenommen. Er war Jakobinerführer, von 1791 bis 1793 der eigentliche Leiter der auswärtigen Angelegenheiten. Brissot gab den „Kriegen der Republik den Charakter einer revolutionären Propaganda“ („Internationales Freimaurer Lexikon“, S. 153) und eröffnete am 20. Oktober 1791 seine Propaganda für den Krieg gegen Österreich und Preußen!

Und auch Marie Jean Antoine Condorcet (1743 – 1794), Mathematiker und Enzyklopädist, war ebenfalls Logenbruder. Er war ein Verfechter der „unbeschränkten Vervollkommnungsmöglichkeit des Menschen“.

Die Jakobiner um den Freimaurer Brissot ließen nicht locker und forderten entgegen der pazifistischen Tradition der Aufklärung einen Krieg! Sie erhofften von ihm nicht nur eine Schwächung oder gar Vernichtung der äußeren Gegenrevolution, sondern die Stärkung der (inneren) Revolution und auch die endgültige Niederlage Ludwigs XVI. So gewann Logenbruder Brissot die Mehrheit der Legislative zu einem „Kreuzzug für die Freiheit“. Dem schloß sich der König nur zum Schein an, erklärte am 20. April 1791 Österreich und damit auch dem verbündeten Preußen den Krieg.

So mobilisierte der Krieg tatsächlich die städtische Volksrevolution. Revolutionäre drangen gar in die Königsgemächer ein und setzten Ludwig XVI. die rote Freiheitsmütze auf, die sogenannte rote „Jakobinermütze“. Sie soll gar eine „freimaurerische“ sein. „Das war die sorgsam vorbereite Reaktion auf die Entlassung ‚patriotischer’ Minister aus dem Umkreis von Brissot und war das erste Auftreten der mittlerweile organisierten Volksbewegung, deren Aktivisten sich in deutlich anti-aristrokatischem Ton nun Sansculotten nannten…“(Thamer)[3]

Schon mehrmals hatten Förderierte wie Robespierre die Absetzung des Königs gefordert, doch die Nationalversammlung hatte dies jedes Mal abgelehnt. Ab dem 9. August 1792 kam es zum gewaltsamen Aufstand gegen Ludwig XVI., bei dem vierhundert Aufständische getötet und hunderte von Soldaten niedergemetzelt wurden. Schließlich wurde der König gestürzt und gefangen genommen.

„Wurde Ludwig XVI. nicht von den Jakobinern in den Turm des Tempels zu Paris verschleppt, um genau dort auf seine Hinrichtung zu warten, wo Jacques de Molay, der letzte Großmeister des Tempelordens (in dem viele Freimaurer ihre historische Herkunft sehen/d. Autor), 500 Jahre zuvor seinen letzten Gang angetreten hatte?“ fragt Klaus-Rüdiger Mai in seinem Buch „Geheimbünde“. Und weiter: „War das nicht ein Triumph für die Freimaurer, die sich doch als Erben der Templer verstanden und auf Rache sannen für den Verrat des Königs von Frankreich an den Tempelrittern?“[4]

Nun besaß der Generalrat der revolutionären Commune die Macht, fungierte mit seinen annähernd dreihundert Delegierten wie ein Gegenparlament.  Hier standen nun Robespierre und die Freimaurer Danton und Marat an der Spitze ihrer Macht und verkündeten, sie alleine würden den „wahren Geist der Revolution“ vertreten. So wurde Danton am 11. August 1792 Justizminister eines provisorischen Exekutivausschusses. Er, sein Logenbruder Marat und Robespierre riefen gar zur Volksjustiz auf! „So muß alles, was die Nation schädigen könnte, aus ihrer Mitte ausgestoßen werden!“ verkündete Danton. „Gesetze gegen Verdächtige“ wurden verabschiedet. Damit wurde geradezu zur Gewalt aufgestachelt. In dieser Zeit von Psychose, Angst und Haß und bis zur Zusammenkunft des Nationalkonvents, kam es neben dem „äußeren“ Krieg gegen Österreich und Preußen zu „inneren“ Morden und Greueltaten. Auch zu den sogenannten „Septembermorden“ in Pariser Gefängnissen, in denen 1130 Häftlinge  von Nationalgardisten und Förderierten ermordet wurden. Geopfert sozusagen der „nationalen Rache“ an allen Verrätern und Gegenrevolutionären. Aber die revolutionären „Rächer“ machten nicht halt, wüteten weiter und schlachteten Tausende ab.

Im September 1792 wurden Wahlen zum Konvent durchgeführt. Freimaurer Brissots Anhänger auf dem rechten Flügel nannten sich  nun „Girondisten“, die radikale Linke um Robespierre die „Bergpartei“ oder „Montagnards“. Die beiden Parteien sollten sich zukünftig erbitterte politische Machtkämpfe liefern.

Vergessen wir dabei nicht, dass beide, die „Girondisten“ und die „Montagnards“, eigentlich aus einem politischen Klub stammten: dem der Jakobiner. Dazwischen gab es in der Mitte noch die „Plaine“ oder „Marais“.

Zum Verfassungsauschuß gehörte auch der Logenbruder Jean Antoine Condorcet, der zeitweilig der Präsident der Nationalversammlung war. Am 21. September 1792 schließlich wurde das Königtum abgeschafft und die Republik proklamiert. Jetzt kamen die „Septembermorde“ auf den Tisch. Die „Girondisten“ um den Freimaurer Brissot sahen in den „Blutsäufern“ um Robespierre und den Freimaurern Marat und Danton die eigentlichen Schuldigen und verlangten gar ihre Verurteilung! Die „Montagnards“ wiesen jedoch jegliche Mitschuld zurück und Robespierre rechtfertigte sogar die Morde; forderte vehement die Hinrichtung des Königs: „Ludwig muß sterben, weil es Not tut, dass das Vaterland lebe.“[5] Die „Girondisten“ widersetzten sich und wurden aus dem „Jakobinerklub“ ausgeschlossen. Die „Montagnards“ und die Mehrheit des Konvents leiteten schließlich einen Prozess gegen den König ein und sprachen ihn der „Verschwörung gegen die Freiheit“ für schuldig.

Am 21. Januar 1793 wurde der „physische Leib“ König Ludwig XVI. und das „politisch-mystische des sakralen Königtums“ auf dem Schafott mit dem Fallbeil hingerichtet. Die Guillotine, die das erste Mal überhaupt am 25. April 1792 zum Einsatz kam, sollte in der Folge der Zeit zu einem „Instrument der Sühne und der Gerechtigkeit des Volkes“ und zum „Instrument der Politik“, zur „Sichel der Gleichheit“ werden. Bezeichnenderweise – und das weiß fast niemand – war Dr. Joseph Ignace Guillotin (1738 – 1814), Arzt, Lehrer am Jesuitenkollegium in Bordeaux, dann Professor an der medizinischen Universität in Paris, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, ab 1789 Abgeordneter des Dritten Standes, der diese vermeintlich humanere Hinrichtungsmaschinerie erfunden hatte, ebenfalls Freimaurer! Ein hochrangiger Logenbruder und sogar Mitstifter des „Grand Orient de France“, Stuhlmeister der Loge „La Concorde Fraternelle“ und Mitglied der berühmten Loge „Neuf Soeurs“!

Am 1. Februar 1793 erklärte der Konvent im Zuge des „Kreuzzuges für die Freiheit“ England und den Niederlanden den Krieg. Die Abgeordneten hofften unter anderem dadurch die innere Zerrissenheit der Republik zu kitten. Auch der Freimaurer Danton spielte wieder kräftig mit, in dem er proklamierte, Frankreichs Grenzen seien durch das Meer, den Rhein und die Alpen bestimmt. Dadurch wurde die Eroberungspolitik des hingerichteten Königs mit einer „nationalen Befreiungsrhetorik“ fortgesetzt.

Doch alles sollte sich ins Gegenteil wenden; es gab Streitereien um die Wehrpflicht, ökonomische Schwierigkeiten, die Steuerlasten des jungen Staates waren höher als die des einstigen Königs. Daraus resultierte ein neuer Aufstand, mehr noch: eine Gegenrevolution! Adlige übernahmen im März 1793 die aufständische Armee, die sich nun „christliche und königliche Armee“ nannte. Mehr als fünfhundert Tote waren in den ersten vier Wochen der Gegenrevolution zu beklagen. Eine Spirale der Gewalt wurde ausgelöst: Nationalgardisten überfallen, konstitutionelle Priester hingerichtet. Ganz Frankreich versank in den neuen revolutionären Wirren. Lokale Jakobiner und Volksbewegungsaktivisten waren jetzt die Zielscheiben. Mehr als 200 000 Opfer sollte dieser Bürgerkrieg auf beiden Seiten kosten. Diese „Dritte Revolution“ schließlich stürzte auch die „Girondisten“, die eigentlich die neue Verfassung der Republik unter ihrer Federführung erarbeitet hatten und die nun unter anderem gegen die „Volksfreunde“ wie Marat wetterten. Die Zeit der „Sansculotten“ (Handwerker, Kleinhändler und ihre Gesellen, kleine Eigentümer) war angebrochen. Eines ihrer Symbole war wiederum die rote Freiheitsmütze der „jakobinischen Revolution“. Sie agitierten gegen die Aristrokatie, die Reichen und Kapitalisten.

Damit war die „Schreckensherrschaft“, der „Terreur“ begründet: ein Sondergericht wurde geschaffen, das alle „Anschläge gegen Freiheit, Gleichheit, Einheit und Unteilbarkeit der Republik“ verfolgte, in den Klubs wurden Überwachungs- und Revolutionsausschüsse errichtet, ein „Wohlfahrtsausschuß“ unter der Leitung des Logenbruders Danton gegründet, der später nicht mehr bestätigt wurde und vorerst aus der Politik ausschied, ein Koventausschuss zur Überwachung der Staatsverwaltung geschaffen. So wurden vom Sondergericht gleich in den Anfängen Abgeordnete und Minister der Girondisten verurteilt und hingerichtet. Das war das Ende der Partei. Nun beherrschten die „Montagnards“ um Robespierre den Konvent. Am 14. Juli 1793 wurde Revolutionsführer und Freimaurer Jean-Paul Marat ermordet. Robespierre übernahm den jakobinisch bestimmten Wohlfahrtsauschuß, Gesetze und Kontrollmechanismen sollten den Notstand überwinden, um die Republik zu sichern, bis die Verfassung vom Juni 1793 schließlich in Kraft treten konnte. Niemand wusste zu diesem Zeitpunkt, dass sie das niemals tun würde.

Mit der Macht von Robespierre begann nun auch der sogenannte „Terreur“, die „Schreckensherrschaft“, die allerdings nie unkontrolliert, sondern eine „Diktatur mit parlamentarischer Legitimation“ war. Nichts anderes also als eine zentralistische revolutionäre Regierung. Und der Wohlfahrtsausschuß legalisierte sie. So wurde im März 1793 ein Revolutionstribunal eingerichtet und im September desselben Jahres ein „Gesetz gegen die Verdächtigen“ geschaffen. Robespierre wollte mit seiner Institutionalisierung der Revolutionsdiktatur die Republik begründen, sowie alle „guten“ Bürger schützen und die „Feinde des Volkes“ vernichten. Ein „Krieg der Freiheit“ also gegen ihre Feinde, der eine Zeit der Verfassung als die „Herrschaft der siegreichen und friedlichen Freiheit“ folgen sollte. In den Kirchen wurden Heiligenfiguren von ihren Podesten gestürzt und durch Büsten atheistischer Philosophen ersetzt, wie beispielsweise dem Freimaurer (!) Voltaire. Alle anderen, wie Priester oder Adelige, die anderer Meinung waren, machten Bekanntschaft mit dem Fallbeil der Guillotine.

Ein weiteres Gemetzel folgte, wie beispielsweise Massenhinrichtungen und Ertränkungen nach der Rückeroberung der abtrünnigen Städte Lyon und Toulon durch das Strafgericht der Revolutionskommissare oder die Vernichtung der Aufständischen in der Vendée. Agitationen gegen die „Volksbewegung“ wurden ebenfalls durch die Revolutionsregierung eingeleitet.

Im Mai 1794 wurde auf Robespierre ein Attentat verübt, allerdings ohne Erfolg. Daraufhin verschärfte er die Verfolgung der Revolutionsfeinde und schaffte eine gesetzliche Handhabe, um die politischen Gegner systematisch auszulöschen. Doch diese schlugen zurück. Deputierte des Konvents inszenierten schließlich die Verhaftung Robespierres, der am 28. Juli 1794 ebenfalls unter dem Fallbeil landete. Er und seine anarchistische Revolutionsregierung, speziell die „Montagnards“ und die „Jakobiner“, hinterließen am Ende Zehntausende Tote, die einem wahren „Staatsterror“ zum Opfer gefallen waren. Die meisten waren Handwerker und Bauern. Das war also der Preis für den Versuch eine neue Gesellschaft und einen neuen Menschen zu schaffen und alle Lebensformen der christlichen Traditionen zu beseitigen, ja geradezu eine „Entchristlichung“ durchzuführen, um eine  „Verweltlichung“ zu erreichen. So wurden kirchliche und monarchische Elemente mit neuen Inhalten versehen. Ein neuer Kalender war geschaffen worden, der sogenannte „Revolutionskalender“, der mit dem Jahr Eins der französischen Republik im September 1792 begann. Sonn- und Feiertage waren darin verschoben worden und griffen somit tief in das traditionelle Brauchtum ein.

Doch was wurde aus den übrigen Freimaurern, die in der ersten Phase der Revolution eine bedeutende Rolle gespielten hatten?

Marie Joseph La Fayette kritisierte seinen Logenbruder Marat und meinte, dass er die Philosophie der Freimaurer verriet. 1791 wurde La Fayette zum Befehlshaber einer der drei Armeen ernannt, floh aber dann vor den Jakobinern.  Später kehrte er in sein Heimatland zurück, beteiligte sich 1830 an der Julirevolution und  wurde erneut Oberkommandant der Nationalgarde.

Jean Paul Marat wurde am 13. Juli 1793 durch Charlotte Corday ermordet.

Camille Desmoulins wurde später Mitglied des Convents, bekämpfte dann die Schreckensherrschaft und wurde als „Gemäßigter“ hingerichtet.

Jean Sylvain Bailly wurde später wegen seiner konstitutionellen Gesinnung und seiner energischen Maßnahmen gegen die Aufrührer als „Königsfreund und gewalttätiger Unterdrücker der Volksfreiheit“ hingerichtet.

Jacques Pierre Brissot  zerfiel mit Robespierre und endete im April 1794 auf dem Schafott.

Georges Danton betrachtete den Terror als „Aushilfsmittel“ und Robespierre schickte ihn und seine Anhänger ebenfalls im April 1794 auf das Schafott. Den Rat abschlagend, ins Ausland zu flüchten, sagte er zuvor den berühmten Satz: „Nimmt man denn das Vaterland an den Schuhsohlen mit?“

So ist die Argumentation der Freimaurer freilich einsichtig, dass sich die Revolutionäre in keiner Weise der Maurerei erkenntlich gezeigt hätten, weil zahlreiche Logenbrüder während der „Schreckensherrschaft“ auf dem Schafott endeten. Aber: Freimauer waren es, die diese Revolution erst mit ausgelöst und eine ganze Zeit lang in führenden Positionen unterstützt und durchgeführt hatten, also selbst „Revolutionäre“ waren! Der „fanatische Parteiführer“ Robespierre und Marat galten zusammen auch als „Schreckensmänner“ in der Französischen Revolution und zusammen mit Danton, dem „zügellosen Volksredner“ und Desmoulins hatten sie ein „Regime des Terrors“ errichtet.[6]

Ein österreichischer Regierungsbeamter verfasste noch im August 1790 ein Schreiben an Kaiser Leopold II., in dem er behauptete, dass „das Rad der gegenwärtigen Irrungen und Revolutionen Europas“ von der „Bruderschaft der Freymaurer getrieben“ werde.

Weniger bekannt ist, dass an diesen „Gerüchten“ auch die Freimaurer selbst schuld waren. Die Rede ist von „Logenbruder“ John Robison (1739 – 1805), hochangesehener Wissenschaftsautor, renommierter Mathematiker und Professor für Naturphilosophie an der Universität Edinburgh, der unter anderem auch für die „Encyclopaedia Brittanica“ schrieb. Er veröffentlichte 1798 einen „Enthüllungsbericht“ mit dem umständlichen Titel: „Proofs of a Conspiracy Against All the Religions and Governments of Europe, Carried on in the Secret Meetings of Freemasons, Illuminati and Reading Societies“ („Beweise für eine Verschörung gegen alle Religionen und Regierungen Europas, die betrieben wird in geheimen Treffen von Freimaurern, Illuminati und Lesegesellschaften”). Das Buch wurde binnen kurzer Zeit höchst populär und stellte die These auf, dass die Bayrischen Illuminaten die französischen Freimaurerlogen unterwandert und die Französische Revolution entfacht hatten. Sie, die geheimbündlerischen Drahtzieher, wollten somit die französische Monarchie, wie auch die katholische Kirche vernichten, um dann die Macht über Europa und schließlich die ganze Welt zu erlangen. Der „Jakobinerklub“ selbst soll eine Freimaurerloge gewesen sein, Adam Weishaupt, der Begründer der Illuminaten der „Patriarch der Jakobiner“! „Proof of Conspiracy“ des Freimaurers Robison löste eigentlich die Anti-Illuminati-Hysterie in Europa aus. „Das Buch…zeugt nicht von einer Denkweise, die ich als paranoid ansehe,“ erklärt dazu „Illuminati-Kenner“ Robert Anton Wilson. „Sogar für mich klingt das, was er schreibt, recht vernünftig…Außerdem scheint seine Behauptung, dass die Illuminati sich in der Zeit von ungefähr 1776 bis 1800 einen großen Teils der europäischen Freimaurerlogen bemächtigt hätten durch – als ‚zuverlässig’ geltende – Werke…und sogar durch die Enyclopaedia Britannica bestätigt zu werden.“ Damit trifft Wilson den Nagel auf den Kopf. Die Verbindungen zwischen Illuminaten und Freimaurern habe ich bereits im Kapitel „1.11. Freimaurer und Illuminaten“ ausführlich erläutert.

Léon de Poncins schrieb in seinem 1929 erschienenen Buch „Hinter den Kulissen der Revolution“: „Heute gibt das Freimaurertum die Französische Revolution ganz offen als sein Werk zu…In der Sitzung der französischen Abgeordnetenkammer vom 1. Juli 1904  sprach der Marquis de Rosanbo folgendes unverhüllt aus: ‚Das Freimaurertum hat im geheimen, aber beharrlich, an der Vorbereitung der Revolution gearbeitet.’“ Weiterhin zitiert er den Abgeordneten Jumel: „In der Tat, dessen rühmen wir uns.“ Abgeordneter Alexandre Zvaés: „Das ist das höchste Lob, das Sie uns zollen können.“ Abgeordneter de Rosanbo: „Wir sind also vollständig einig darüber, dass das Maurertum allein der Urheber der Revolution gewesen ist, und der mir jetzt gespendete, sonst selten zuteil werdende Beifall der Linken beweist ihre Übereinstimmung mit mir darin, dass das Freimaurertum die Revolution gemacht hat.“ Abgeordneter Jumel: „Wir geben es nicht nur zu, wir verkünden es ganz offen.“[7]

Freimaurer also „nur“ als „geistige Brandstifter“ der Revolution? Aber reicht das nicht schon? Auch das ist höchste politische Betätigung, die doch eigentlich nach maurerischen Prinzipien verboten sein sollte! Dennoch haben sich Freimaurer nicht nur „geistig“ an der Revolution beteiligt, sondern auch höchst aktiv. Die „Brüder im Geiste“ sollen in der Französischen Revolution einen Sieg über Altar und Thron erreicht haben, deshalb versinnbildlicht ein Gemälde aus dem „Grand Orient de France“ die Prinzipien von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

Das „Freimaurer Politiker Lexikon“ fasst zusammen: „…im Laufe des 19. Jahrhunderts identifizierten sich französische und auch italienische Freimaurer mehr und mehr mit den Prinzipien dieser Revolution. Als entschiedene Republikaner und Antiklerikale fühlten sich französische Freimaurer nicht nur beleidigt, sondern gar geschmeichelt, wenn Reaktionäre sie für den Sturz des ‚Ancient Regime’ verantwortlich machten.“[8]

Auch zu diesem Sachverhalt habe ich bei den Großlogen von Deutschland, Österreich und der Schweiz nachgefragt:[9] „Wie stehen Sie dazu, dass maßgeblich auch Freimaurer (La Fayette, Marat, Danton, Desmoulins, Bailly, Brisot etc.) es waren, die die Französischen Revolutionen in Gang gesetzt haben, mit vielen tausenden von Toten, die leider zumeist in ‚Vergessenheit’ geraten und dadurch auch erst die ‚Schreckensherrschaft’ eines Robespierre möglich gemacht haben? Verschiedentlich wird Robespierre als Logenbruder bezeichnet. War er Freimaurer?“

Aber wiederum ist es nur der österreichische „Großmeister“, der mir antwortet: „Immer wieder erscheint in Ihren Fragen die Vermutung, die Freimaurerei wäre oder züchte irgendeine Weltanschauung. Diese Annahme ist grundfalsch und entbehrt auch jeglicher Grundlage. Es ist auch wirklich nicht zulässig, Rückschlüsse auf die Organisation aus dem Umstand zu ziehen, dass bekannte Freimaurer für Aktionen oder Taten verantwortlich sind, die mit menschlichen Prinzipien (und nur solche sind Gegenstand eines freimaurerischen Wertekatalogs) nicht vereinbar sind. Auch Katholiken, Protestanten, Juden etc. haben Taten begangen, die man rückschließend nicht ihrer Konfession anlasten kann, jedenfalls zum Glück nicht immer. Also auch wenn die von Ihnen genannten Freimaurer Untaten begangen haben, dann heißt das nicht, dass sie von der Organisation dazu legitimiert oder aufgerufen wurden. Wenn Sie die Geschichte der Französischen Revolution genau studieren, dann werden Sie auch feststellen, dass die Freimaurerei selber sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, wenngleich es unbestritten ist, dass vieles an dem ursprünglichen Gedankengut mit freimaurerischen Ideen in einem positiven Einklang steht.“[10]

Doch, daß die Freimaurer bei der „Französischen Revolution“ ihre „Hände in Unschuld“ gewaschen haben kann man angesichts der oben genannten Fakten nicht gerade behaupten. Ganz im Gegenteil: Sie waren die treibende Kraft, der Motor dieser politischen Umwälzung, die ganz Europa erfassen sollte.

Quellen:


[1] vgl. Hans-Ulrich Thamer: „Die Französische Revolution“, München 2004, S. 52

[2] vgl. Eugen Lennhoff/Oskar Posner/Dieter A. Binder: „Internationales Freimaurer Lexikon“, München 2006 (5. überarbeitete und aktualisierte Ausgabe), S. 712

[3] vgl. Hans-Ulrich Thamer: „Die Französische Revolution“, München 2004, S. 58

[4] vgl. Klaus-Rüdiger Mai: „Geheimbünde – Mythos, Macht und Wirklichkeit“, Bergisch Gladbach 2006, S. 16

[5] vgl. Hans-Ulrich Thamer: „Die Französische Revolution“, München 2004, S. 64

[6] vgl. Hans-Peter Schwarz: „Das Gesicht des Jahrhunderts“, München 2001, S. 15, 772/Hans Bankl: „Wie oft fluchte der Pharao – Von Leuten, die Geschichte machten“, München 2005, S. 137, 138

[7] vgl. Leon de Poncins: „Hinter den Kulissen der Revolution“, zitiert aus: Ekkehard Franke-Gricksch (Hrsg.): „Der namenlose Krieg“, Leonberg 1989, S. 237, 238

[8] vgl. Robert A. Minder: „Freimaurer Politiker Lexikon“, Innsbruck 2004, S. 58

[9] vgl. E-Mail des Autors v. 30.06.07 + 24.07.07/Archiv Grandt

[10] vgl. E-Mail v. 04.07.07 von Dr. Michael Kraus (Großmeister der „Großloge von Österreich“) an den Autor/Archiv Grandt

Verschwörung oder Fakt? – „Freimaurer und die Französische Revolution (1)“



Die Französische Revolution, genauer gesagt die Französischen Revolutionen, die am 14. Juli 1789 mit dem berühmten Sturm auf die Bastille begannen und annährend zehn Jahre andauerten, veränderten nicht nur Frankreich, sondern ganz Europa. Zum ersten Mal wurde eine demokratische politische Kultur entfaltet, die die Moderne prägte. Aber zu welch schrecklichem Preis, über den oft hinweggesehen wird. Denn die Revolution, die die Monarchie beseitigte, glitt ab in eine Schreckensherrschaft, die durch politische Gewalt, durch regelrechten „Staatsterror“ geprägt war. Die bedeutendste Monarchie der Alten Welt, nämlich die französische, die in Absolutismus und Verwaltung schwelgte, wurde fast gar in einem Streich beseitigt, damit die neuen Werte der Aufklärung an ihren Platz rückten: „Liberté“, Freiheit. „Ègalite“, Gleichheit. „Fraternité“, Brüderlichkeit. Und genau diese Devise, so der Freimaurer Tom Goeller, „ist unbestritten der geistige Anteil der Freimaurer an dem Aufstand. Die Freiheit braucht die Brüderlichkeit, da nur so jeder freie Mensch die Freiheit des anderen anerkennen kann.“[1] Dennoch wollen Freimaurer nichts davon wissen, dass sie aktiv an der Revolution beteiligt, sie organisiert, beziehungsweise sie gar geschürt haben sollen, wie Verschwörungstheoretiker ihnen unterstellen. Und in diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmals die Worte des Logenbruders Mino Pecorelli ins Gedächtnis rufen: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind die drei Begriffe des genialsten Betrugs, der je organisiert wurde, um die Demokratie zu betrügen…In der Regel versammeln sich die Freimaurer, um die zu betrügen, die selbst am meisten betrügen.“[2]

Ich möchte in diesem Kapitel versuchen, die Rolle der Freimaurer bei dieser bedeutendsten europäischen Revolution zu hinterfragen und aufzuzeigen. Dazu möchte ich zunächst auf die Revolution selbst, ihre Ursprünge und ihren Verlauf näher eingehen, damit der Leser die Beteiligung der Logenbrüder besser einschätzen und einordnen kann.

Die französische Monarchie, das sogenannte „Ancien Régime“ war zu jener Zeit am Ende. Wachsende Staatsverschuldung (auch hervorgerufen durch erhebliche Geldbeträge zur Unterstützung der amerikanischen Revolution), innenpolitische Dauerkonflikte, Bevölkerungswachstum und damit einhergehende Knappheit an Erwerbsstellen, steigende Preise und stagnierende Löhne, Steuerbelastungen und Sonderabgaben, eine reformunfähige Monarchie – all das führte zu einer sozialen Unzufriedenheit. Und zu neuen Denkweisen, der Bürgerlichen etwa, die dadurch den traditionellen adligen Status unterminierten. In Akademien und Freimaurerlogen wurden aufgeklärte Lebens- und Denkformen propagiert, die, im Gegensatz zur herrschenden Monarchie, die Grundsätze von Gerechtigkeit, Wahrheit, Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit vertraten und predigten, die Emanzipation der Menschheit in diesem Sinne genauso forderten wie die Beseitigung der ungerechten Privilegien des verhassten „Ancien Régime“. „Aber das heißt nicht, dass die sich vorbereitende Französische Revolution einer freimaurerischen Verschwörung entsprang,“ versucht das „Internationale Freimaurer Lexikon“ (S. 297) zu erklären. Und ergänzend wird hinzugefügt: „Die Arbeit, die die französischen Freimaurer leisteten, war geistiger Natur. Man dachte daran, neuen schöneren Grundsätzen zum Durchbruch zu verhelfen. Aber es war in den Logen keine Rede davon das Regime beseitigen zu wollen…Nichts ist törichter als zu glauben, dass man an die Tötung des Königs auch nur zu denken gewagt hätte.“

Dennoch, das maurerische „Geheimnis“ zu jener Zeit war die Idee der Demokratie, eine Republik gleicher und freier Bürger. In der berühmten Pariser Loge „Les Neuf Soers“ kamen auch viele der späteren Akteure der Revolution zusammen. „Wahr ist,“ erklärt der Politikwissenschaftler Andreas Gößling, „dass einige der folgenreichsten Ideen und Grundsätze der Französischen Revolution in den Pariser Logen vorausgedacht und vorformuliert worden waren. So hatte sich die französische Freimaurerei schon 1773 eine ‚republikanische’ Verfassung gegeben, die die demokratische Wahl des Großmeisters vorsah und ‚Freiheit und Gleichheit’ der Brüder proklamierte.“ Und weiter: „Auch die Deklaration der Menschen- und Bürgerrechte wurde von französischen Brüdern verfasst, die sich selbst als ‚Bürger der Freimaurer-Demokratie’ bezeichneten.“[3]

Aber auch noch ein anderer Aspekt führt zu der Behauptung der „aktiven“ Beteiligung der Logenbrüder an der Revolution: über die Illuminaten.

Nicht ganz ohne Grund wurde den „Illuminaten“, die zur damaligen Zeit mit der Freimaurern in einen Topf geworfen wurden, eine Beteiligung an der Französischen Revolution angehängt, meint Ferdinand Runkel in seinem Standardwerk der „Geschichte der Freimaurerei“ (Band 2, S. 64). Hintergrund dieses Verschwörungsvorwurfes war, dass zwei bedeutende Illuminaten (der bekannte Schriftsteller Johann Joachim Christoph Bode (1730-1793), der auch Freimaurer war (1761 aufgenommen in die Loge „Absalon“ in Hamburg, und Major von der Busche) 1788 nach Paris gereist waren, um über eine enge Zusammenarbeit der Illuminaten mit den franösischen Freimaurern zu sprechen, sogar über das Projekt einer „Vereinigung“.

Zur Zeit der Französischen Revolution gab es etwa 629 Logen in ganz Frankreich, 65 davon in Paris, mit etwa 50.000 Mitgliedern. Robert A. Minder erklärt im „Freimaurer Politiker Lexikon“ dazu: „Einer der besten Beweise, dass die Französische Revolution keine freimaurerische war, ist die Tatsache, dass es in Frankreich unmittelbar vor Ausbruch der Revolution 629 Logen gab, ein Jahr später aber nur mehr 16!“[4] Léon de Poncins 1929 publiziertes Buch „Hinter den Kulissen der Revolution“, das zwar von Nazi-Verschwörungstheoretikern später zitiert werden sollte, aber eigentlich einen klerikalen, konservativ-christlichen Ansatz hatte, der wenig Anklang bei den Nazi-Ideologen fand, beschäftigt sich eingehend mit der Rolle des Freimaurertums in der Zeit der Französischen Revolution. Er erklärt dazu: „Zu Beginn der Französischen Revolution schlossen die Freimaurer, um sich zu decken, ihre sämtlichen Logen. Aber dieses gewollt auffällige Verbot war nur eine einfache Vorsichtsmaßnahme, ohne Einfluß auf die Fortsetzung ihrer gesteigerten Tätigkeiten. Die geheimen Logen blieben nach wie vor bestehen, und alle anderen wurden durch Klubs ersetzt. Diese Tatsache wird bestätigt in einem von dem Freimaurer Schaffer verfassten Aufsatz, der 1880 in der Freimaurer-Loge ‚Zum schottischen Symbol’ erschien.“ Und weiter: „Man darf bei all dem nicht vergessen, dass die eigentliche Tätigkeit der Freimaurer mehr darin besteht, die revolutionäre Stimmung zu schaffen, als offen an der Spitze der Bewegung im Kampf hervorzutreten.“[5]

Minder kommt im „Freimaurer Politiker Lexikon“ zum Schluß: „Die revolutionären Ideen kamen von politischen und literarischen Vereinen, Akademien und Gesellschaften, in denen zwar eine gewisse Anzahl von Maurern aktiv waren, aber auch nicht mehr.“[6]

Auf jeden Fall waren die zahlreichen Freimaurerlogen zusammen mit den aufgeklärten Sozietäten der Akademien, Salons und Lesekabinetten ein gefährliches politisches Gegengewicht für die Monarchie, auch wenn, wie Maurerbrüder ja behaupten, nur „geistiger Natur“. Doch ob geistige Ideen, die dann später „materialisiert“, also „praktiziert“ werden, wirklich so harmlos sind, mag bezweifelt, ja mit Ausbruch der Revolution gar ad absurdum geführt worden sein.  Denn die Ideen der Aufklärung, der intellektuellen Herausforderung aller überkommenen Formen des Denkens, des Handelns und Glaubens, wurden während der Revolution ja auch „verwirklicht“.

Es verdichtete sich immer mehr, dass es zu einer Auseinandersetzung zwischen den privilegierten Ständen von Adel und Klerus und dem Dritten Stand, den Bauern und (städtisch) Bürgerlichen, die sich auch „Patrioten“ nannten, kommen würde. Ihre Wortführer forderten die Neuordnung des Gemeinwesens als „souveräne Nation“, eine Abkehr von einer ständisch-korporativen Herrschafts- und Gesellschaftsordnung und damit auch von ihrem König Ludwig XVI. Genau in diese Kerbe schlug im Januar 1789 der katholische Geistliche Abbé Emmanuel Joseph Sièyes (1748 – 1836), der politische Freiheit und Souveränität forderte, und noch mehr, in dem er den Dritten Stand, der bisher „nichts“ gewesen, aber eigentlich „alles“ war, zur Nation erklärte. Denn der Dritte Stand besäße alles, was eine Nation zu ihrer Bildung und Erhaltung bedürfe! Ein wahrhaft revolutionärer Gedanke, den Abbé Sièyes da erfolgreich in seiner berühmt gewordenen Schrift „Qu’est-ce que le tiers état?“ verkündete und damit eine „tiefgehende Wirkung“ ausübte (Internationales Freimaurer Lexikon, S. 783). Sieyès wird als „Denker“ und einer der „bedeutendsten Theoretiker der Revolution“ und „Anwalt des Dritten Standes“ angesehen, war später Mitglied der konstituierenden Nationalversammlung, des Konvents, des Rates der Fünfhundert, des Direktoriums und unter der Diktatur Napoleons Senator. Und Abbé Sieyès war Freimaurer! Mitglied der Pariser Loge „Les Neuf Soeurs“. Damit hatte sich (wohl) das erste Mal ein sehr einflussreicher Freimaurer „aktiv“ in die Wirren der bevorstehenden Revolution eingebracht, ja gar mitpropagiert!

Ein weiterer Logen- und Glaubensbruder, nämlich Charles Maurice Talleyrand (1754 – 1838), der liberale Bischof von Autun, der freilich nicht dem Dritten Stand angehörte, sondern den anderen, 1790 sogar Präsident der Nationalversammlung wurde[7], war, wie Sieyès, Mitglied der Generalstände, deren Versammlung König Ludwig XVI. am 5. Mai 1789 eröffnete, um Reformen zu beschließen. Jim Marrs, einer der erfolgreichsten Enthüllungsjournalisten weltweit, der mit seinem Buch um die wahren Ereignisse um das Kennedy-Attentat wochenlang auf der New-York-Times-Bestellerliste stand, das als Hauptquelle für Oliver Stones Kinoerfolg „JFK“ diente, schreibt hierzu in „Heimliche Herrscher“: „…in den 605 Abgeordnete zählenden Generalständen saßen mittlerweile 447 Logenbrüder. Nach Angaben einiger Rechercheure waren die Logen des Großorient Kernstück und Speerspitze der Illuminaten bei ihrer Einflussnahme auf die Freimaurerei.“[8]

Der vom König einberufenen Versammlung war allerdings wenig Erfolg beschieden. Außer für den Dritten Stand, zu dem auch einige Geistliche „überliefen“, der sich später dann als Nationalversammlung proklamierte. Damit stellte die Nationalversammlung die politischen Rechte des Ersten und Zweiten Standes in Frage, weil sie für sich die Gesamtrepräsentation beanspruchte, die ganze Nation also! Freilich konnten sich Klerus und Adel dem anschließen, was viele dann auch taten. Dies war nichts anderes als eine zunächst verdeckte Kampfansage an den König, an die traditionelle Herrschaftsordnung. Selbst der Cousin/Vetter des Königs, Louis Joseph Philippe Orléans,  Herzog von Chartres, der sich später „Philippe Egalité“ nannte, schloss sich mit 47 Deputierten des Adelstandes unter seiner Führung, der Versammlung an. Er soll später auch zum Großmeister aller Räte, Kapitel und schottischen Logen in Frankreich, zum Nachfolger des Großmeisters der „Grande Loge de France“ erklärt worden sein. Später wurde er „Jakobiner“ und sagte sich aber erst 1793 von der Freimaurerei los. Im selben Jahr noch wurde er hingerichtet. Und es war wieder ein Freimaurer, der berühmte Astronom Jean Sylvain Bailly (1736 – 1793), ebenfalls Mitglied der Pariser Loge „Les Neuf Soeurs“, der erklärte, dass die „versammelte Nation keine Befehle entgegennähme“! Bailly wurde später sogar Präsident der konstituierenden Nationalversammlung. Schließlich gab Ludwig XVI. nach und befahl den anderen beiden Ständen sich ebenfalls der Nationalversammlung anzuschließen.

Im Juli 1789 schaltete sich ein anderer Freimaurerbruder aktiv in das Geschehen ein: der Publizist und Rechtsanwalt Camille Desmoulins (1760 – 1794). Er forderte das Pariser Volk zur Bewaffnung auf. „Das war die Stimmung, in der es zum Ausbruch spontaner Gewalt kam. 40 von insgesamt 45 Zollhäusern wurden niedergerissen, Klöster geplündert; man suchte nach Getreide und nach Waffen,“ hält Ulrich Thamer, Professor für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Münster in seiner Forschungsarbeit „Die Französisiche Revolution“ fest.[9] Schließlich kam es am 14. Juli 1789 zum berühmten Sturm auf die Bastille. Rund 8000 Pariser Bürger belagerten die Festung. Léon de Poncins meint in seinem Buch „Hinter den Kulissen der Revolution“, dass die Aufständischen, die „Verschworenen“ und damit der „Aufstandsausschuß“, vor dem eigentlichen Angriff auf die Bastille, noch vier Abordnungen zum Kommandant der Festung geschickt hatten. Die erste Abordnung hätte aus den Freimaurern Ethis de Cosny, Betlon und Billeford bestanden. Die dritte aus den Freimaurern Abbé Fauche und Chignard und die vierte aus den Freimaurern Poupart de Beaubourg, de Milly und Jasmin.

Nach langen Verhandlungen ließ Gouverneur Marquis de Launay schließlich auf die Menge schießen. Auch den Angriff auf die Bastille sollen Logenbrüder kommandiert haben, unter ihnen Moreton de Chabrillan (Loge „Zur Redlichkeit“) (Poncins)[10]. Im „Internationalen Freimaurer Lexikon“ (S. 212) ist zu lesen, dass der junge
Freimaurer Camille Desmoulins den Sturm angeführt haben soll! 98 Tote und 73 Verwundete waren unter den Belagerern zu beklagen. Die Menge eroberte jedoch die Bastille. Aus Rache lynchten die Eroberer der Bastille sieben Garnisonsleute und den Kommandanten.

Nun bildeten die Pariser Wahlmänner des Dritten  Standes eine provisorische Stadtregierung, darunter auch der hoch angesehene Freimaurer Marquis Marie Josef de La Fayette (1757 – 1834), der das militärische Kommando übernahm und zu einer weiteren Schlüsselfigur der Französischen Revolution wurde.

La Fayette wurde 1777 beziehungsweise 1779 in Gegenwart seines „spiritus rectors“, George Washington, dem ersten Präsidenten der Vereinigsten Staaten von Amerika, in eine militärische Loge in Morristown aufgenommen (bezeichnet in Unterlagen der Großloge von Pennsylvania als „ancient York mason“). In Frankreich war er Mitglied der Loge „Contrat Social“ und des „Supréme Conseil des A. u. A. Schottischen Ritus“. Er genoss vor allem in den USA große Ehren, galt bis heute  sogar als „amerikanischer Nationalheld“. Unter anderem sollen dort die Schlüssel der Bastille, die er einer amerikanischen Loge geschenkt haben soll aufbewahrt werden. 1777 stellte La Fayette sich in den Dienst des amerikanischen Unabhängigkeitskampfes und erhielt 1781 den Oberbefehl in Virginia, ging dann nach Frankreich und kehrte immer wieder in die Staaten zurück. In Frankreich beteiligte er sich als liberaler Royalist an der Revolution, galt  als der verlängerte Arm George Washingtons in Frankreich, ließ gar die berühmte Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte annehmen, war Kommandant der Bürgergarde und Oberbefehlshaber der Nationalgarde.

Doch die Erstürmung der Bastille war nur die Spektakulärste der Revolution: überall im Land gab es lokale revolutionäre Machterhebungen. Sogar Schlösser wurden durch Bauern gestürmt; es kam zu Plünderungen und Zerstörungen. Die Nachwelt würde später von der „Grande Peur“, der „Großen Furcht“ sprechen. Die bäuerliche Revolution vermischte sich so mit der bürgerlichen Revolution, wurde ein Teil des Gesamtphänomens.

König Ludwig XVI. fügte sich scheinbar den neuen Machtverhältnissen. Auch die Abgeordneten der Nationalversammlung des Ersten und des Zweiten Standes reagierten: sie verzichteten zukünftig auf feudale Abgaben, um die Bauern nicht noch mehr aufzubringen; schafften also die Feudalität ab. Im August 1789 erklärte die Nationalversammlung auch die Menschen- und Bürgerrechte. Insgesamt wurden dabei alle „wichtigen Grundsätze der europäischen Verfassungstradition des 19. und 20. Jahrhunderts…entwickelt: die Souveränität der Nation, die Freiheitsrechte des Individuums, die Rechtsgleichheit, das Recht auf freies Eigentum, die Repräsentativverfassung. Der Text wurde zu einem Gründungsdokument des europäischen Liberalismus…Er betonte den Schutz des Bürgers vor Willkür, er sagte aber wenig über Eigentumlose, Sklaven und Frauen (Tahmer).“[11] All das also, was die Freimaurer in ihren Logen gepredigt hatten. In einem Rundschreiben des hohen Rates des Maurerordens an alle Logen zur Vorbereitung der Hundertjahrfeier von 1789 heißt es dazu: „Das Maurertum, das die Revolution von 1789 vorbereitete, hat die Pflicht, sein Werk fortzusetzen. Die augenblickliche Volksstimmung fordert dazu auf.“[12]

Natürlich missfiel dem König dies, weil er die Nationalversammlung zwar anerkannt hatte, aber diese kein Recht haben sollte eine neue Herrschafts- und Verfassungsordnung zu formulieren. Faktisch besaß er so wenig Macht wie noch niemals zuvor: zwar wurden die Minister von ihm gewählt, aber sie waren der Nationalversammlung verantwortlich. Und ohne Gegenzeichnung der Minister konnte Ludwig XVI. nicht entscheiden. Er war damit zu einem König ohne Macht geworden. Im Juni 1790 wurde dann auch noch der Erbadel abgeschafft und im Herbst 1791 die Verfassung verkündet. Zu den Wortführern der „Patrioten“ der Nationalversammlung, die sich bald „Constitutionnels“, also „Konstitutionalisten“ nannten, gehörten angesehene Freimaurer wie Abbé Emmanuel Joseph Sièyes und Alexandre Lameth (1760 – 1829), Mitglied der Loge „La Concorde“, der sich neben anderen noch um eine Verbindung zum König bemühte. Der Freimaurer Marquis Marie Josef de La Fayette versuchte mit weiteren Abgeordneten die Ministerwahl des Königs zu lancieren, so noch mehr Einfluss auf die Regierung zu bekommen. Er, als Kommandeur der Pariser Nationalgarde, nutzte somit seine Kontakte als Vermittler zwischen Nationalversammlung und König, um diesen gleichzeitig auch zu noch beherrschen! Historiker haben deshalb die Zeit zwischen Oktober 1789 und 1790 als das „Jahr von La Fayette“ bezeichnet! Der berühmte Logenbruder war es schließlich auch, der am 14. Juli 1790 beim Fest der Einheit und der nationalen Versöhnung als erster am „Altar des Vaterlandes“ den Eid auf die Nation ablegte! Dazu formulierte der Freimaurer Bonnet, Sprecher im Konvent des Groß-Orients von Frankreich 1904: „Unser Bruder de la Fayette war es, der zuerst den Entwurf einer ‚Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte’ zum Zwecke der Bildung des ersten Kapitels der Konstitution überreichte. Am 25. August 1789 wurde sie endgültig von der Nationalversammlung, der mehr als 300 Freimaurer angehörten, angenommen, fast wörtlich so, wie der Text der unsterblichen Erklärung der Menschenrechte lange vorher in der Loge beraten und dann festgelegt worden war.“ Bonnet bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die sogenannten „Enzyklopädisten“. Dies ist eine Gruppe von Herausgebern und Bearbeitern der großen französischen Enzyklopädie, die 1751 angeregt und bis 1772 erschien. „Aus der Zusammenarbeit an diesem großen Werk ergab sich bei den Mitarbeitern eine Gesinnungsgemeinschaft in Fragen der Religion, Ethik und Staatswissenschaften,“ erklärt das „Internationale Freimaurer Lexikon“ (S. 266) dazu. „Diesem Kreis wurde die Formung einer durch ihre hohen geistigen Leistungen berühmt gewordene Loge in Paris, die Loge ‚Les Neuf Soers’, die man auch die ‚Enzyklopädistenloge’ oder ‚Philosophenloge’ nannte, zugeschrieben.“ Bonnet weiter: „Im 18. Jahrhundert fand der ruhmreiche Stamm der Enzyklopädisten in unseren Tempeln eine begeisterte Zuhörerschaft, der zum ersten Mal den bisher den Massen noch unbekannten Wahlspruch betonte: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.“ Und Bonnet wird noch konkreter: „Die Saat des Umsturzes ist schnell in diesem auserlesenen Kreis emporgeschossen. Unsere berühmten Maurerbrüder d’Alembert, Diderot, Helvetius, d’Holbach, Voltaire, Condorcet haben die geistige Entwicklung vollendet, die neue Zeit vorbereitet. Und als die Bastille in Trümmer ging, da hatte das Freimaurertum die hohe Ehre, der Menschheit die Rechtsverfassung zu geben, die es mit so viel Liebe ausgearbeitet hatte.“[13]

Klare Worte also, die an Deutlichkeit nichts mehr zu wünschen übrig lassen. Tatsächlich sollen die genannten „Enzyklopädisten“ allesamt auch Logenbrüder gewesen sein und zwar eben in der Pariser Loge: „Les Neuf Soers“: Jean Le Rond d’ Alembert (1717 – 1783), Mathematiker und Sekretär der Akademie, Denis Diderot (1713 – 1784), einer der einflussreichsten Schriftsteller der revolutionären Aufklärungsperiode, Claude Adrien Helvetius (1715 – 1771), Philosoph, dessen 1758 erschienenes Hauptwerk „De l’esprit“ als „staats- und religionsgefährlich“ vom Papst und dem Parlament öffentlich verbrannt wurde, Paul Heinrich Dietrich Holbach (1723 – 1789), Materialist und „Menschenfreund“, Francois Marie Arouet Voltaire (1694 – 1778), Schriftsteller, Dichter und Denker der französischen Aufklärung und Marie Jean Antoine Condorcet (1743 – 1794), Mathematiker und Sekretär der Akademie.

Quellen:

vgl. Hans-Ulrich Thamer: „Die Französische Revolution“, München 2004, S. 11ff., 25, 31ff., 42ff., 56, 58, 60ff, 72ff., 80-83, 87ff., 101,102/Robert A. Minder: „Freimaurer Politiker Lexikon“, Innsbruck 2004, S. 56ff./ Hans-Peter Schwarz: „Das Gesicht des Jahrhunderts“, München 2001, S. 15, 772/Hans Bankl: „Wie oft fluchte der Pharao – Von Leuten, die Geschichte machten“, München 2005, S. 137, 138/Dan Burstein: „Die geheime Bruderschaft“, München 2005, Kapitel: „Den Illuminati auf der Spur“, von George Johnson“ (Preisträger des „Journalism Award“ der „American Association for the Advancement of Science“), S. 203 ff., Kapitel: „Die Fröhlichen leben in einem fröhlichen Universum, die Traurigen in einem traurigen“, Ein Gespräch mit Robert Anton Wilson, S. 267/Jim Marrs: „Heimliche Herrscher – Wie verborgene Mächte das Schicksal der Menschheit bestimmen“, Rottenburg 2007, S. 269- 272/Klaus-Rüdiger Mai: „Geheimbünde – Mythos, Macht und Wirklichkeit“, Bergisch Gladbach 2006, S. 16, 205/Daniel Pipes: „Verschwörung – Faszination und Macht des Geheimen“, München 1998, S. 114/Wolfgang Wippermann: „Agenten des Bösen – Verschwörungstheorien von Luther bis heute“, Berlin 2007, S. 48/Tom Goeller: „Freimaurer – Aufklärung eines Mythos“, Berlin-Brandenburg 2006, S. 14, 71-74, 83, 99, 100, 196/Karl-Heinz Zunneck: „Die geheimen Zeichen und Rituale der Freimaurer“, Rottenburg 2002, S. 195, 213/ Dieter A. Binder: „Die Freimaurer – Ursprung, Rituale und Ziele einer diskreten Gesellschaft“, Freiburg i. Br. 1998, S. 210/ Eugen Lennhoff/Oskar Posner/Dieter A. Binder: „Internationales Freimaurer Lexikon“, München 2006 (5. überarbeitete und aktualisierte Ausgabe), S. 62, [84, 101, 152, 153, 191, 203, 212, 227, 266, 280, 297, 300ff., 322,  371, 387ff., 400, 496ff., 544, 545, 600, 631, 632, 704, 712, 782, 783, 828, 887/Leon de Poncins: „Hinter den Kulissen der Revolution“, zitiert aus: Ekkehard Franke-Gricksch (Hrsg.): „Der namenlose Krieg“, Leonberg 1989, S. 237ff., 240, 248, 253/Andreas Gößling: „Die Freimaurer – Weltverschwörer oder Menschenfreunde?“, München 2007, S. 125, 126/Ferdinand Runkel: „Geschichte der Freimaurerei“, Reprint von 1932, o.O. 2006, Zweiter Band, S. 64/Eduard Gugenberger/Franko Petri/Roman Schweidlenka: „Weltverschwörungstheorien – Die neue Gefahr von rechts“, Wien, München 1998, S. 98
WEITERE QUELLEN:

[1] vgl. Tom Goeller: „Freimaurer – Aufklärung eines Mythos“, Berlin-Brandenburg 2006, S. 71

[2] vgl. Regine Igel: „Terrorjahre – Die dunkle Seite der CIA in Italien“, München 2006, S. 304

[3] vgl. Andreas Gößling: „Die Freimaurer – Weltverschwörer oder Menschenfreunde?“, München 2007, S. 125, 126

[4] vgl. Robert A. Minder: „Freimaurer Politiker Lexikon“, Innsbruck 2004, S. 57

[5] vgl. Leon de Poncins: „Hinter den Kulissen der Revolution“, zitiert aus: Ekkehard Franke-Gricksch (Hrsg.): „Der namenlose Krieg“, Leonberg 1989, S. 253

[6] vgl. Robert A. Minder: „Freimaurer Politiker Lexikon“, Innsbruck 2004, S. 56

[7] der allerdings während der Schreckensherrschaft als Royalist verfolgt nach Amerika floh, nach seiner Rückkehr dann Außenminister des Direktoriums wurde, später dann des Konsulats und des Kaiserreichs unter Napoleon.

[8] vgl. Jim Marrs: „Heimliche Herrscher – Wie verborgene Mächte das Schicksal der Menschheit bestimmen“, Rottenburg 2007, S. 270

[9] vgl. Hans-Ulrich Thamer: „Die Französische Revolution“, München 2004, S.34

[10] vgl. vgl. Leon de Poncins: „Hinter den Kulissen der Revolution“, zitiert aus: Ekkehard Franke-Gricksch (Hrsg.): „Der namenlose Krieg“, Leonberg 1989, S. 248

[11] vgl. Hans-Ulrich Thamer: „Die Französische Revolution“, München 2004, S.39

[12] vgl. Leon de Poncins: „Hinter den Kulissen der Revolution“, zitiert aus: Ekkehard Franke-Gricksch (Hrsg.): „Der namenlose Krieg“, Leonberg 1989, S. 238

[13] vgl. Leon de Poncins: „Hinter den Kulissen der Revolution“, zitiert aus: Ekkehard Franke-Gricksch (Hrsg.): „Der namenlose Krieg“, Leonberg 1989, S. 240

Verschwörung oder Fakt? – „Freimaurer und die amerikanische Revolution“


Das Wort hieß „Revolution“. Und zwar gegen England, das nach dem siebenjährigem Krieg (1756 – 1763) gegen Frankreich in Europa, Asien und auf dem Boden der amerikanischen Kolonie siegreich gewonnen hatte aber einen hohen „Blutzoll“ zahlen musste: militärisch und auch finanziell. Deshalb besteuerte das englische Parlament die Kolonien noch mehr. Zum Leidwesen der Kolonialisten, die daraufhin eine Volksbewegung mit dem Namen „Sons of Liberty“ gründeten. Mit dabei auch Freimaurer aus Boston. Es kam zu ersten Gewalttaten gegen die englische Kolonialmacht. Aktivisten der „Sons of Liberty“ und Bostoner Freimaurer verkleideten sich gar als Mohawk-Indianer, stürmten britische Schiffe im Hafen und warfen die gesamten Teeladungen ins Wasser, weiß der Freimaurer Tom Goeller zu berichten. Dieser Akt ging als „Boston Tea Party“ in die Historie ein. Damit war „offiziell“ die Revolution eingeleitet. Aber erst am 4. September 1774 trafen sich in Philadelphia erstmals Delegierte von zwölf der dreizehn Kolonien um mit den „Declaration of Rights“ einen Forderungskatalog an Rechten und Freiheiten der Kolonien zu verabschieden. Dies kam natürlich einer Kriegserklärung an das Mutterland England und König Georg III. gleich.

Rädelsführer des Freiheitskampfes waren der Freimaurer Samuel Adams (1723 – 1803) und John Hancock (1737 – 1793), Mitglied der „Merchants Lodge“ in Quebec und der „St. Andrews Lodge“ in Boston. Mit dabei auch Paul Revere (1735 – 1818), Großmeister der „Großloge von Massachusetts“. Auch Benjamin Franklin (1706 – 1790), Mitglied der „St. John’s Lodge“ in Pennsylvania, später „Provinzial-Großmeister“, kehrte aus England zurück in die Kolonien, wurde Mitglied des zweiten Kongresses der dreizehn Kolonien, später des Komitees, das die Unabhängigkeitserklärung der USA entwarf. Und auch der Freimaurer George Washington (1732 – 1799) griff in das Geschehen ein, wurde mit dem Oberkommando der amerikanischen Truppen betraut. Sieben lange Jahre führte er einen Zermürbungskrieg gegen die Briten, dem sich Frankreich anschloß. Mit Erfolg. 1781 waren die Feinde auf amerikanischem Boden besiegt, zwei Jahre später erkannte England die Kolonien als „unabhängig“ an. 1786 folgte die erste Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika.

Beteiligt an dem Freiheitskampf, der Revolution, waren viele Freimaurer, die verantwortungsvolle Aufgaben und Posten übernommen hatten. So wurden die Logen, noch bevor die Vereinigten Staaten von Amerika gegründet wurden, noch bevor der Unabhängigkeitskampf von der britischen Krone gewonnen wurde, zu Keimzellen eines neuen Staatengebildes![2]

„Wenn bei irgendeiner Art von Freimaurerei das politische Wirken zugegeben wird, was höchst selten der Fall ist, dann im Falle der Gründung der USA im Jahre 1776,“ erklärt der Autor Karl-Heinz Zunneck. „George Washington und andere Präsidenten nach ihm legten ihren Amtseid auf eine noch heute erhaltene Freimaurer-Bibel ab.“ Washington (1732 – 1799) wurde bereits 1752 in die „Fredericksburg Lodge No. 1“ in Virgina aufgenommen, in der er im August 1752 den höchsten Grad erreichte und  hatte sich selbst 1788, also ein Jahr vor seiner Präsidentschaft zum höchsten Amt der Freimaurer-Loge „Alexandria No. 22“ wählen lassen, nämlich zum „Meister vom Stuhl“, das er auch als Präsident der Vereinigten Staaten beibehielt. Den Eid des Präsidenten leistete er auf die Bibel der „St. John’s Lodge No. 1“ von New York, einer Freimaurer-Bibel also, die als „heiligstes Gesetz“ benutzt wurde! Als Washington der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wurde, war er seit fast sechsunddreißig Jahren Freimaurer! In einer Rede zu seiner vierzigjährigen Mitgliedschaft bei den Freimaurern am 27. Dezember 1792 erklärt er unter anderem: „Der Gesellschaft Glück zu schenken ist einer Einrichtung der Freimaurer würdig, und ich hege den glühenden Wunsch, dass die Haltung jedes Mitglieds der Bruderschaft…die Menschheit davon überzeugt, dass das einzige Ziel der Freimaurerei das Glück der Menschen ist.“[3]

Und 1793 bei der Grundsteinlegung zum Capitol in Washington, die nach freimaurerischem Ritus vollzogen wurde, trug er Freimaurerbekleidung. Tausende wurden an diesem Tag Zeuge, wie Freimaurer die amerikanische Hauptstadt gründeten! Bei seiner Beerdigung 1799 trugen sechs Armeeobersten seinen Sarg. Sie alle waren Freimaurer. George Washington zu Ehren, der als der größte amerikanische Freimaurer gilt, wurde am 1. November 1923 ein gewaltiges freimaurerisches Nationaldenkmal errichtet, das „Washington National Masonic Memorial“. Den Grundstein legten der amtierende US-Präsident Coolidge und Ex-Präsident William Howard Taft (1857 – 1930), Mitglied der Freimaurer-Loge „Kilwinning Lodge No. 356“ in Cincinnati, Ohio. Sie bedienten sich derselben Logenkelle, die Washington einst zur Grundsteinlegung des Capitols verwendete. Die Großmeister aller nordamerikanischen Großlogen waren anwesend.

„Die vom Logengeist durchdrungene Verfassung der Vereinigten Staaten galt dem Liberalismus als Muster und wurde immer wieder als anzustrebendes, höchstes Ziel dargestellt,“ erklärt Zunneck weiter. „Schon in der Unabhängigkeitserklärung, von deren 56 Unterzeichnern 53 nachweislich Freimaurer waren, wurden bestimmte Grundsätze freimaurerischen Denkens festgehalten.“ Der Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung Thomas Jefferson war genauso Freimaurer[4] wie 50 von 55 Mitarbeitern der konstituierenden Nationalversammlung, sämtliche Gouverneure der 13 Gründungsstaaten, 20 von 29 Generälen George Washingtons, sowie 104 seiner 106 Offiziere. Das Gedankengut dieser US-Verfassung ist heutzutage in fast allen Nationalversammlungen der freien Welt zu finden. Auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland!

George Washington, Benjamin Franklin, James Otis, Samuel Adams, Alexander Hamilton, John Marshall und James Madison – allesamt Freimaurer – betätigten sich also überwiegend politisch!

Benjamin Franklin, einer der Gründungsväter der USA war zeit seines Lebens ein überzeugter Freimaurer, was auch seine Politik prägte. Erwähnenswert auch der Aspekt, dass er 1734 die erste amerikanische Ausgabe von „Anderson’s Constitution“, also das verbindliche Freimaurer-Regelwerk, als Buchdrucker und Verleger herausgab!

Verschwörungstheoretiker unterstellen den Freimaurern, die Amerikanische Revolution angezettelt zu haben. Kein Wunder angesichts der Prominenz von Freimaurern, die darin verwickelt waren. Dagegen hält natürlich die internationale Forschungsgesellschaft der Freimaurer, „Philalethes“. Sie kommt zu dem Schluß, dass mindestens genauso viele amerikanische Freimaurer loyal zum britischen König Georg III. standen, wie jene, die für die Unabhängigkeit kämpften. Das mag zahlenmäßig vielleicht sein, aber Freimaurer wie Benjamin Franklin oder George Washington übten einen wesentlich größeren Einfluss auf die Revolution oder Unabhängigkeit aus, je nachdem ob man diesen Kampf von amerikanischer oder britischer Seite betrachtet.

„Daß die amerikanische Revolution dennoch zu Recht als eine von Freimaurern direkt beeinflusste Bewegung bezeichnet werden kann, liegt eher an der herausragenden Qualität der (wenigen) Einzelnen als an ihrer vermeintlich großen Zahl,“ bestätigt der Freimaurer und Journalist Tom Goeller. „Sie nahmen Schlüsselpositionen ein und ihr Geist hat andere, die nicht Freimaurer waren oder wurden, mitgerissen. Dies hatte nachhaltige Auswirkungen auf die gesamte amerikanische Nation, so stark, dass die amerikanische Hauptstadt Washington und ihr Vorort Alexandria im benachbarten Virgina auch als ‚Welthauptstadt der Freimaurer’ genannt werden kann, geistig wie architektonisch…Die erste moderne Demokratie, von Freimaurern erdacht und erkämpft – die Vereinigten Staaten von Amerika – war Wirklichkeit geworden.“ [5]

Dies ist freimaurerische Politik in Reinkultur! Heute hat die USA wohl die stärkste Freimaurerei der Welt mit einem stark verbreiteten Hochgradwesen wie die „Royal-Arch-Maurerei“, dem „A. u. A. Schottischen Ritus“ oder die „Knights Templar“.[6] Der berühmte Schriftsteller Gottfried Ephraim Lessing (1729 – 1781), am 14. Oktober 1771 in die Freimaurerei aufgenommen und sofort in alle drei Grade befördert, der auch als der „Apostel“, der eigentliche Begründer der freimaurerischen Humanitätslehre in Deutschland gilt, bemerkte in „Ernst und Falk – Gespräche für Freimaurer“, dass der amerikanische Kongress „eine Loge ist“ und in Amerika „endlich die Freimaurer ihr reich mit gewaffneter Hand gründen“.[7]

Quellen:


[1] vgl. Karl-Heinz Zunneck: „Die geheimen Zeichen und Rituale der Freimaurer“, Rottenburg 2002, S. 77, 78/ Peter Wendling: „Logen, Clubs und Zirkel – Die diskrete Macht geheimer Bünde“, München 2002, S. 28/ Jürgen Holtorf/Karl-Heinz Lock: „Stichwort Freimaurer“, München 1993, S. 18, 29, 30/Tom Goeller: „Freimaurer – Aufklärung eines Mythos“, Berlin-Brandenburg 2006, S. 45, 61-69/Eugen Lennhoff/Oskar Posner/Dieter A. Binder: „Internationales Freimaurer Lexikon“, München 2006 (5. überarbeitete und aktualisierte Ausgabe), S. 49, 293, 378, 506ff., 610, 611, 612, 704, 827, 888, 889/Andreas Gößling: „Die Freimaurer – Weltverschwörer oder Menschenfreunde?“, München 2007, S. 145/Christopher Knight/Robert Lomas: „Unter den Tempeln Jerusalems – Pharaonen, Freimaurer und die Entdeckung der geheimen Schriften Jesu“, Bern, München, Wien, 1997, S.402, 403/Jürgen Holtorf/Karl-Heinz Lock: „Stichwort Freimaurer“, München 1993, S. 73ff./Jürgen Holtorf: „Die Logen der Freimaurer – Geschichte, Bedeutung, Einfluss“, München 1991, S. 139ff./Luigi Ranieri: „Die Loge – Macht und Geheimnis der Freimaurer“, Bergisch Gladbach 2000, S. 84, 85/ Peter Wendling: „Logen, Clubs und Zirkel – Die diskrete Macht Geheimer Bünde“, München 2002, S. 28, 29, 42 ff./ Horst-Rudolf Köneke: „Freimaurerlogen – Die letzten Mysterienbünde“, Delmenhorst 1998, S. 45, 157/Tom Goeller: „Freimaurer – Aufklärung eines Mythos“, Berlin-Brandenburg 2006, S. 194ff., 215 – 221/Andreas Gößling: „Die Freimaurer – Weltverschwörer oder Menschenfreunde?“, München 2007, S. 258

[2] vgl. auch Eugen Lennhoff/Oskar Posner/Dieter A. Binder: „Internationales Freimaurer Lexikon“, München 2006 (5. überarbeitete und aktualisierte Ausgabe), S. 610

[3] vgl. Christopher Knight/Robert Lomas: „Unter den Tempeln Jerusalems – Pharaonen, Freimaurer und die Entdeckung der geheimen Schriften Jesu“, Bern, München, Wien, 1997, S.403

[4] einige Autoren behaupten, dass Jefferson kein Freimaurer war, wie Tom Goeller (S. 66)

[5] vgl. Tom Goeller: „Freimaurer – Aufklärung eines Mythos“, Berlin-Brandenburg 2006, S. 62, 69

[6] vgl. Eugen Lennhoff/Oskar Posner/Dieter A. Binder: „Internationales Freimaurer Lexikon“, München 2006 (5. überarbeitete und aktualisierte Ausgabe), S. 611, 612

[7] vgl. Gottfried Ephraim Lessing: „Ernst und Falk – Gespräche für Freimaurer“, Hamburg 1981, S. 68, zitiert nach: Andreas Gößling: „Die Freimaurer – Weltverschwörer oder Menschenfreunde?“, München 2007, S. 145/Lennhoff/Oskar Posner/Dieter A. Binder: „Internationales Freimaurer Lexikon“, München 2006 (5. überarbeitete und aktualisierte Ausgabe), S. 506ff.

Finanzkrise: „Von gierigen Provinzbankern und anderen die im großen Casino mitspielen wollten“


Fast keiner hat vor der schlimmsten Finanzkrise des Jahrhunderts, 2007, gewarnt: weder Politiker, Banker, Wirtschafts- und Finanzfachleute, noch Journalisten.

Die ZEIT-Kollegen haben sich jüngst selbstkritisch  mit diesem Thema befasst.

Angefangen hat die „Finanzkrise“ mit dem Finanzprodukt der so genannten „Asset Backed Securities«. „Sie sind nur eine mathematisch-juristische Konstruktion, die es den Banken ermöglicht, Kredite zu vergeben, ohne dafür zu haften. Sie trennen den Schuldner vom Gläubiger, das Risiko von der Haftung, den Kredit von der Kreditwürdigkeit (DIE ZEIT).“ Diese Kreditderivate, auf die „gewettet“ wurden,  sollten Wachstumsimpulse  mit einer astronomischen Renditeerwartung (bis zu 25 Prozent und mehr) in einem zügellosen und fast unkontrollierten Markt freisetzen und das in einem „militant-bankenfreundlichen Klima der Bush-Jahre“. Aber auch nach Deutschland schwappte in den Neunzigern diese Welle. „Was hängen bleibt: Asset Backed Securities sind irgendwie modern. Kurz darauf folgt ein Artikel in der FAZ . Erster Satz: ‚Die deutschen Banken ringen derzeit mit dem Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen um die Rahmenbedingungen, mit denen in Deutschland ein Markt für neue Finanzprodukte entstehen soll.‘ (DIE ZEIT).«

Doch anstatt „Wunder“ zu vollbringen erwiesen sich diese ABS als – im wahrsten Sinne des Wortes – „Massenvernichtungswaffen“. „Vom Jahr 2000 an explodiert der Markt. Die FAZ beschreibt strohtrocken, wie spätere Pleitebanken Asset Backed Securities nutzen, um Risiken auszulagern: ‚Dadurch würden Banken wie die IKB von diesen Risiken entlastet, (…) erläuterte KfW-Vorstandssprecher Hans W. Reich die Grundidee.‘ Eine zutiefst problematische Grundidee, ersonnen von gierigen Provinzbankern, die auch mal im großen Casino mitspielen wollten. So würde man später darüber urteilen. Damals kein Grund zur Aufregung‘ (DIE ZEIT)“.

Kaum einer der Wirtschafts- und Finanzjournalisten brachte es vorher fertig Kritik an diesen Finanzprodukten zu üben, weil sie nicht wollten, weil sie nicht konnten und es erst taten, als es zu spät war!

„Und die, die selbst aus dem Detailgewirr der Derivate eine große Erzählung machen könnten? Reporter mit unerschöpflichen Spesenaccounts und erzählerischen Fähigkeiten, die Zahlen zum Leben erwecken können? Wussten nichts davon und wollten es auch nicht wissen. Wirtschaftsthemen galten vor der Finanzkrise in Deutschland als unsexy; eine große Reportage zu schreiben bedeutete bis vor wenigen Jahren, die Welt aus der Perspektive von Machtlosen und Unterprivilegierten zu betrachten, nach unten zu blicken statt nach oben. Auch ist die Dramatik dort meist schneller zu begreifen (DIE ZEIT).“

So wirkten Politiker, Banken, Rating-Agenturen und (schweigsame oder zum schweigen verurteilte Journalisten, deren unkende Rufe nach dem Motto „einer der größten Märkte der Welt ist eine Zeitbombe“ gerade in einer Zeit des Aufbruchs als „Kassengift“ verstanden wurden), sowie ein paar andere Nebenspieler auf dem riesigen Feld des Finanzmarktes jahrelang am „größten Korruptionsskandal des Jahrhunderts“ mit, der Finanzkrise, die die Welt erschütterte und noch immer erschüttert.

Nachfolgend der Link zu dem hochinteressanten Artikel der ZEIT-Kollegen, die nicht nur Kritik an den ABS, sondern auch an den Machern dahinter und dem Versagen der Wirtschafts- und Finanzjournalisten aufzeigt.

Quelle:

http://www.zeit.de/2011/16/Journalismus-Finanzkrise/komplettansicht

Nahost: „Hass-Erziehung gegen Israel im Kindergarten“


Unglaublich aber leider wohl  wahr: In einem palästinensischen Kindergarten werden Kinder zum Hass auf Israel erzogen, zu Selbstmordattentätern und zum Islamischen Dschihad. Das jedenfalls behauptet laut „Israel Netz“ die Tageszeitung „Yediot Aharonot“:
Palästinensischer Kindergarten fördert Hass auf Israel

GAZA (inn) – Gekleidet in Uniformen der „Al-Kuds-Brigaden“,
Spielzeuggewehre in den…

„Es ist unsere Pflicht, die Kinder zu lehren, den Widerstand, Palästina und
Jerusalem zu lieben. So lernen sie die Bedeutung Palästinas kennen und
erfahren, wer ihr Feind ist“, zitiert die Tageszeitung „Yediot Aharonot“
den Direktor der Einrichtung.

Für die Abschlussfeier trugen die Kinder die Uniformen der
„Al-Kuds-Brigaden“, des militärischen Flügels des Islamischen Dschihad.
Viele von ihnen hielten Portraits von Fathi Schakaki hoch, dem Gründer der
Terrorgruppe. Jedes Kind erhielt von der Einrichtung ein Spielzeuggewehr.
Während der Zeremonie mussten sich die Kinder neben Attrappen von Särgen
aufstellen. Diese waren in die Flaggen verschiedener Palästinensergruppen
gehüllt. Auf ihnen befanden sich Fotos von sogenannten „Märtyrern“.

„Wenn ich groß bin werde ich mich dem Islamischen Dschihad und den
‚Al-Kuds-Brigaden‘ anschließen. Ich werde den zionistischen Feind bekämpfen und Raketen auf ihn abfeuern bis ich als Märtyrer sterbe und mich meinem Vater im Himmel anschließe“, erzählt Hamsa.

Der Junge fügt hinzu: „Ich liebe den Widerstand und die Märtyrer und Palästina, und ich
möchte mich bei den Zionisten in die Luft sprengen und sie bei einem
Selbstmordattentat in einem Bus töten.“

Auf der Feier führten die Kinder vor, wie Israel palästinensische Gefangene
behandelt. In einem Theaterstück stellten sie gefesselte Palästinenser in
Käfigen dar, die von Israelis bewacht werden. Eine andere Szene zeigte
einen israelischen Wärter, der einen palästinensischen Häftling mit dem
Kopf in ein Wasserbecken drückt. So sollte demonstriert werden, wie Israel
die Palästinenser foltere.

Ein Lehrer erklärte dazu laut „Yediot Aharonot“: „Bei jeder
Kindergartenabschlussfeier legen wir unseren Schwerpunkt darauf, dass die
Kinder die Rolle des Widerstands im Sinne Allahs präsentieren. So werden
sie aufwachsen und den Widerstand lieben und der Sache Palästinas und dem
Heiligen Krieg dienen. Sie werden außerdem Führer und Kämpfer, um den
heiligen Boden Palästinas zu verteidigen.“

An der Abschlussfeier nahmen Angehörige der Kinder teil. Viele von ihnen sind laut dem Bericht selbst Mitglieder des Islamischen Dschihad, einige gehören anderen Palästinensergruppen an.

Quelle:

http://www.israelnetz.com/themen/arabische-welt/artikel-arabische-welt/datum/2012/06/13/palaestinensischer-kindergarten-foerdert-hass-auf-israel/