Deutsche glauben den Politikern nicht!/German politicians do not believe!


Exklusiv-Umfrage in HÖRZU: 72 Prozent der Deutschen sind politikverdrossen, 89 Prozent glauben nicht an die Versprechen der Politiker

Es ist eine alarmierende Zahl: 72 Prozent der Deutschen haben kein Vertrauen mehr in unsere Politiker. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid für HÖRZU (1004 Befragte, Befragungszeitraum 27.3. bis 28.3.2012). Verblüffend: 62 Prozent der Deutschen interessieren sich für Politik – sie halten jedoch nichts mehr von Politikern. Mit einer Ausnahme: Kanzlerin Angela Merkel steht glänzend da: 70 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass sie ihren Job gut macht.

Ein Grund für die Politikverdrossenheit sind gebrochene Wahlversprechen: 89 Prozent der Deutschen sind davon enttäuscht, dass Parteien und Politiker vor Wahlen etwas ankündigen, das sie hinterher nicht tun. Besonders auffällig: Je gebildeter der Wähler, desto kleiner sein Vertrauen in Wahlversprechen: 93 Prozent der Abiturienten und Universitätsabsolventen gehören zu dieser Gruppe der enttäuschten Wähler. Den Spitzenwert erreicht die Altersklasse der 40- bis 49-Jährigen (95 Prozent). Der Grund dafür ist offensichtlich: Auch bei der Frage „Vertrauen Sie Politikern?“ sticht dieselbe Altersgruppe mit 84 Prozent Nein-Abstimmern deutlich hervor. Je älter man wird, desto häufiger wurde man schon von Politikern enttäuscht.

Und die Exklusiv-Umfrage offenbart noch eine Überraschung: 44 Prozent der Deutschen finden, dass Frauen die besseren Politiker sind. In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen antworteten sogar 50 Prozent so.

Quelle: HÖRZU, 20. April 2012) (http://www.presseportal.de/pm/51874/2236939/exklusiv-umfrage-in-hoerzu-72-prozent-der-deutschen-sind-politikverdrossen-89-prozent-glauben-nicht)

 

German politicians do not believe!

Exclusive HÖRZU survey: 72 percent of Germans are disenchanted with politics, 89 percent do not believe in the promises of politicians

There is an alarming figure: 72 percent of Germans have lost confidence in our politicians. This is the result of a representative survey conducted by TNS Emnid for HÖRZU (1004 respondents, survey period 27.3. To 28/03/2012). Astonishingly, 62 percent of Germans are interested in politics – but they think nothing of politicians. With one exception: Chancellor Angela Merkel is thriving: 70 percent of Germans believe that she does her job well.

One reason for the disenchantment with politics broken campaign promises are as follows: 89 percent of Germans felt disappointed that parties and politicians before announcing elections something they do not afterwards. Particularly striking: the more educated the voter, the less confidence in his promise that includes 93 percent of high school graduates and university graduates in this group of disenchanted voters. The peak value reaches the age of 40 – to 49-year-olds (95 percent). The reason is obvious: When asked „Do you trust politicians?“ same age group stands at 84 percent no-Abstimmern prominent. The older you get, the more likely it was already disappointed by politicians.

And the exclusive survey revealed another surprise: 44 percent of Germans think that women are better leaders. In the age group of 14 – to 29-year-olds and 50 percent answered Sun

Source: HÖRZU 20 April 2012

Respektjournalismus: „Spiegel-TV und die Salafisten“


Wieder einmal haben sich die Kollegen von „Spiegel-TV“ nicht einschüchtern lassen: Bei ihren Recherchen um das Salafisten-Netzwerk um Mohamed Mahmoud haben sie in Deutschland recherchiert und einen bemerkenswerten Beitrag produziert.

Nachfolgend der Link dazu:

http://www.youtube.com/watch?v=X5nzDcW5fkM

“Bitte, gib mir meine Kinder zurück!” (2)/“Please, give me back my children!“ (2)


Schon vor einiger Zeit habe ich auf diesem Blog von Doreen berichtet, die sich 2001 im Urlaub in den Tunesier Ali verliebte und ihn kurz darauf heiratete. Drei Kinder folgten aus der Ehe. Doch in Deutschland entpuppte sich Ali immer mehr als Haustyrann, behielt in einem Tunesienurlaub die drei gemeinsamen Kinder dort; Doreen wurde gezwungen alleine nach Deutschland zurückzureisen. Seit dem kämpft sie um ihre Kinder.

Die ganze Geschichte ist hier nachzulesen:

https://guidograndt.wordpress.com/2012/02/12/bitte-gib-mir-meine-kinder-zuruck-1/

Nun gibt es eine Fortsetzungsgeschichte, die mir der Verein CiB e.V. (siehe Blogroll) zur Verfügung gestellt hat, die ich um die Ereignisse, über die weiter oben berichtet wird, gekürzt wiedergeben möchte:

Ende 2010 wendet sich Doreen über das Internetforum 1001Geschichte.de an CiB e.V. Seither steht der gemeinnützige Verein ihr zur Seite. Vereinsanwältin Ursula Mrosk-Froede kümmert sich um diesen Fall, kämpft um das Recht der leidgeprüften Frau und Mutter. Die Familienanwältin weiß aus vielen anderen Fällen bi-nationaler Schwierigkeiten, wie sie den Fall anzupacken hat, hat sich mit den Gesetzen, Sitten und Gebräuchen Tunesiens vertraut gemacht.

Doreen erhält von deutschen Gerichten das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder und kann Strafanzeige gegen ihren Mann stellen. Ein internationaler Haftbefehl wird erlassen. Da Deutschland jedoch kein Auslieferungsabkommen mit Tunesien hat, ist eine staatlich geordnete Rückführung der Kinder nicht möglich.

Im Frühjahr 2011 reist Ali nach Paris, dort wird er festgenommen und später nach Deutschland in Untersuchungshaft verbracht. Anfang November 2011 beginnt der Prozess gegen ihn vor dem Mannheimer Landgericht. 15 Verhandlungstage lang werden Zeugen vernommen und Aussagen überprüft.

Im Laufe des Verfahrens wird mehr als einmal deutlich, dass der Kindsvater versucht, alle Schuld von sich zu weisen und auch u. a. nicht davor zurückschreckt, Doreen als psychisch krank hinzustellen. Misshandlungen und Vergewaltigung streitet er ab. Der Richter schenkt jedoch den ärztlichen Attesten und Zeugenaussagen Glauben.

Am 09.02.2012 wird das Urteil verkündet. 10 Jahre Haft wegen Entziehung Minderjähriger, gefährlicher Körperverletzung, Nötigung, Freiheitsberaubung, zweifacher Vergewaltigung und Betrugs. Jetzt, sechs Wochen später wäre es eigentlich rechtskräftig, doch die Gegenseite geht in die Revision. Die Staatsanwaltschaft und auch CiB-Anwältin Mrosk-Froede sind sich einig, dass dies angesichts der Beweislage und des Urteils nicht erfolgsversprechend für Mohamed ist, jedoch wird dadurch alles nochmals in die Länge gezogen.

Nun aber ist es amtlich: Der Entführer bleibt im Gefängnis.

Ob Doreen ihre Kinder jemals wiedersehen wird, ist allerdings noch immer fraglich. Hier müssen auch die tunesischen Behörden tätig werden. Seit Prozessbeginn durfte Doreen nicht mit ihren Kindern telefonieren. Die Familie ihres mittlerweile geschiedenen Mannes verweigert ihr dies. Sie weiß nicht, wie es den Kleinen geht. Ein tunesischer Anwalt kümmert sich nun darum, dass Doreen das ihr in Tunesien unter Zwang abverlangte Sorgerecht wieder zuerkannt wird und die Kinder mit ihrer Mutter ausreisen dürfen.

Erstmals also wurde ein moslemischer Vater wegen Kindesentführung, Nötigung, Freiheitsberaubung, Vergewaltigung und Betrugs nach 15 nervenaufreibenden Verhandlungstagen vor einem Deutschen Gericht zu 10 Jahren Haft verurteilt. Gerechtigkeit? Ja. Eine Genugtuung für die Mutter? Nein. Doreen hat weiterhin keinen Kontakt zu ihren Kindern, die sich immer noch in Tunesien befinden. Die Aussichten, sie wieder zu bekommen, sind wage.

CiB e.V. wird Doreen weiterhin begleiten und alles versuchen, damit sie ihre Kinder bald wieder in die Arme schließen kann. Da CiB e.V. keinerlei öffentliche Mittel erhält, wäre es toll, wenn hier der eine oder andere Leser in Form einer Spende mithelfen könnte, damit weitere Hilfe, die leider auch finanzielle Mittel erfordert, geleistet werden kann.

Hier das Spendenkonto: http://www.cibev.de/spendenkonto/

Auf Wunsch stellen wir eine abzugsfähige Spendenquittung aus.

Wir danken Ihnen herzlich!

 

 

„Please, give me back my children!“ (2)

Some time ago I reported on this blog by Doreen, who fell in 2001 on holiday in Tunisia Ali and married him shortly thereafter. Three children were followed from the marriage. But in Germany, Ali turned more and more as a domestic tyrant, kept in a Tunisia holiday where their three children, Doreen was forced to return to Germany alone. Since she fights for her children.

The whole story is read:

https://guidograndt.wordpress.com/2012/02/12/bitte-gib-mir-meine-kinder-zuruck-1/

Now there is a continuing story, to me the club CiB eV (see blogroll) has made available, which I order the events will be reported on the top like that reflect reduced:

End of 2010, Doreen turns over the Internet forum 1001Geschichte.de at CiB eV Since then, the nonprofit organization is at her side. Association lawyer Ursula Mrosk-Froede takes care of this case, is fighting for the rights of long-suffering wife and mother. The family lawyer knows of many other cases, bi-national problems, as the case has to tackle, has become familiar with the laws, customs and traditions of Tunisia.

Doreen received from the German courts to determine the whereabouts of the children and can provide criminal complaint against her husband. An international arrest warrant is issued. Since Germany, however, has no extradition treaty with Tunisia, a government-ordered return of the children is not possible.

In the spring of 2011, Ali traveled to Paris, where he was arrested and later taken to Germany in custody. Beginning of November 2011 will start the process against him before the District Court of Mannheim. 15 days trial witnesses are questioned and verified statements.

Throughout the process, more than once clear that the child’s father tries to assign all blame from himself and others do not shy away from Doreen to represent the mentally ill. Abuse and rape he denies. The judge, however, gives the medical certificates and testimonies faith.

On 02/09/2012, the judgment is announced. 10 years imprisonment for abduction of minors, aggravated assault, assault, false imprisonment, rape and fraud twice. Now, six weeks later, it would actually be legally binding, but the other side goes into the revision. The prosecutor and attorney-CiB Mrosk-Froede agree that this is the face of the evidence and the judgment is not promising for Mohamed, but once everything becomes protracted.

But now it’s official: The hijackers remains in prison.

Doreen whether their children will ever see again, however, is still questionable. Here, the Tunisian authorities must also act. Since the beginning of the trial could not talk for Doreen and her children. The family of her husband divorced her now denied this. You do not know what happens to the kids. A Tunisian lawyer takes care of now is that Doreen is awarded to her in Tunisia is forced to leave again and demanded custody of the children with her mother allowed.

So for the first time a Muslim father was convicted of kidnapping, coercion, false imprisonment, rape and fraud after 15 grueling days of negotiations before a German court to 10 years in prison. Justice? Yes. Satisfaction for the mother? No. Doreen still has no contact with their children who are still in Tunisia. The prospects of getting it back are vague.

CiB Association will continue to support Doreen and try everything, so their children may soon close in his arms. As CiB Association receives no public funding, it would be great if this could help one or the other readers in the form of a donation so that more help, which unfortunately also requires financial resources that can be done.

Here is the account for donations: http://www.cibev.de/spendenkonto/

Upon request, we will issue a deductible donation receipt.

Thank you so much!

Mitt Romney: “US-Präsidentschaftswahl, Mormonen und Freimaurer” (2)/Mitt Romney: “U.S. presidential election, Mormons and Masons” (2)


In Hinblick auf die US-Präsidentschaftswahl 2012 habe ich gestern über die Zusammenhänge zwischen den Freimaurern und den Mormonen berichtet, denn der aussichtsreichste Republikaner-Kandidat, Mitt Romney, ist selbst Mormone.
 
Dies wird von vielen kritisiert, die keinen Mormonen-Präsident an der Machtzentrale der USA haben wollen.
 
Einer davon ist der Ex-Mormone Holger Rudolph, der über die Gefahren, die Persönlichkeitsveränderung und den Bezug zu geheimen Zeichen und Ritualen der Freimaurer Bescheid weiß.
 
Nachfolgend das Interview, das die Kollegen von n-tv mit ihm geführt haben:
 
 
 
 

Ex-Mormone über Romneys Religion

  „Sie sind nicht mehr frei“

Die USA werden womöglich bald von einem Mormonen regiert, Mitt Romney dominiert in fünf Vorwahlen tritt aller Voraussicht nach für die Republikaner an. Über seinen Glauben wissen die wenigsten Bescheid. Einer, der das Innenleben der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage kennt, ist Holger Rudolph, der die Gemeinschaft nach 14 Jahren verlassen hat. Er warnt im n-tv.de Interview: „Wer Mormone werden will, muss einen Teil seiner Persönlichkeit aufgeben.“

n-tv.de: Ein Mormone, Mitt Romney, könnte bald Präsident der USA sein. Halten Sie das für problematisch?

Holger Rudolph: Nein, nicht problematischer als wenn einer der strikten Evangelikalen Präsidentschaftskandidat ist.

Könnte Romneys Glaube sein Wirken beeinflussen?

Das wird sicherlich so sein, weil er gewisse Werte hat, die durch seinen Glauben geprägt sind und er ein spezielles Weltbild verinnerlicht hat. Aber so wie ich ihn einschätze, wird er versuchen, nicht den Anschein zu erwecken, dass die Religion einen zu großen Einfluss auf sein Handeln hat. Das könnte ihm nämlich mehr schaden, als nutzen.

Hat die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage einen Einflussanspruch auf seine Mitglieder? Im Sinne von: Mitt Romney ist unser Präsident und erfüllt unsere Vorgaben.

Nein. Offiziell sicherlich nicht. Die Kirche wird sich da sehr bedeckt halten. Sie weiß genau: Wenn das passieren würde, würde das ein schlechtes Licht auf die Gemeinschaft werfen.

Sie sind aus der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage ausgetreten. Warum?

Ich habe mit 30 angefangen, nochmal über mein Leben und meinen Glauben nachzudenken. Dabei bin ich auf viele Ungereimtheiten und Probleme gestoßen und mit 33 Jahren zu dem Schluss gekommen, dass diese Gemeinschaft nicht das ist, was sie behauptet zu sein.

Die Mormonen

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage existiert seit 1838. Sie geht zurück auf den ersten Propheten der Glaubensgemeinschaft, Joseph Smith. Smith erschienen nach eigener Aussage 1820 in einem Wald bei New York Gott und Jesus, um ihm mitzuteilen, dass alle bestehenden christlichen Kirchen im Unrecht seien. Er solle damit beginnen, eine wahre, neue Kirche aufzubauen. In der Folge soll Smith ein Engel erschienen sein, der ihm den Weg wies zu einer Stelle, an der vier goldene Schrifttafeln versteckt gelegen haben sollen, das Buch Mormon, das die Grundlage für die neue Religionsgemeinschaft darstellt.

Das Buch Mormon soll ein lange verlorenes, in der Bibel nicht enthaltenes Evangelium sein, das Berichte enthält über Hebräer, die nach dem Turmbau zu Babel nach Amerika kamen – die Ureinwohner der Neuen Welt. Nach seiner Auferstehung sei Jesus den Menschen in Amerika erschienen und habe ihnen das Buch Mormon hinterlassen. In der Folge soll es zu einem Kampf zwischen Gottesgläubigen und Ungläubigen gekommen sein, die Gläubigen unterlagen. Die Überlebenden hätten als Strafe Gottes eine dunkle Hautfarbe angenommen, die Indianer. An Smith und seinen Weggefährten sei es nun, eine reine christliche Kirchengemeinde zu restaurieren.

Die Mormonen wurden zu einer rasch anwachsenden und von vielen verhasste Glaubensgruppe in den USA. Die Mormonen zogen sich immer weiter Richtung Westen zurück, spielten bei der Eroberung der Neuen Welt eine bedeutende Rolle. Nach dem Tod ihres Gründers Smith 1844 schlossen sich die meisten Brigham Young an, der zum zweiten Propheten der Mormonen werden sollte. Er führte die Mitglieder der Kirche von Illinois über die Rocky Mountains und gründete Salt Lake City, die Stadt, die bis heute das Zentrum der Kirche ist.

Durch den starken Missionierungsdrang der Mormonen hat sich die Religion auch im Rest der Welt verbreitet, auch in Europa. Heute gibt es laut Angaben der Kirche über 14 Millionen Mormonen, in Deutschland sind es fast 40.000. Der Kirche steht seit 2008 Thomas S. Monson als 16. Präsident und „Prophet, Seher und Offenbarer“ vor.

Als Reaktion auf Ihren Austrittsantrag sind Sie exkommuniziert worden.

Das ist richtig. Bei mir wurde ein Kirchengericht angesetzt, weil ich eine Führungsposition innerhalb der Gemeinschaft innehatte und im Internet bereits Recherchen und kritische Informationen über die Mormonen veröffentlicht hatte.

Diese Aufklärungswebsite besteht fort. Sie wollen damit Mormonen den Austritt erleichtern. Ist das nötig? Kann man nicht einfach sagen: Ich will austreten?

Doch, das geht schon. Aber das Problem ist, dass die Mitglieder indoktriniert sind, in ihrem Weltbild gefangen. Es ist ganz schwer, zu erkennen, dass man an die falsche Religion glaubt oder in einer Gemeinschaft ist, die nicht den Wahrheitsanspruch erfüllt, den man erwartet hatte. Die Webseite soll helfen, über die Geschichte und die Lehre der Mormonen aufzuklären, um Mitgliedern zu helfen, den Schritt nach außen zu wagen. Es geht mir aber auch darum, Menschen zu informieren, die sich mit dem Gedanken tragen, Mitglied zu werden.

Wie sind Sie denn selbst zum Mormonen geworden?

Ich war damals 19 Jahre alt und auf der Suche nach etwas. Viele Mormonen kommen in dieser jungen Erwachsenenphase in die Kirche, oft auch, weil sie in ihrem bisherigen Leben Defiziten erfahren haben. Die Mormonen haben sehr interessante Antworten auf das Leben gehabt, die mich damals angesprochen haben. So bin ich relativ schnell und unkritisch, innerhalb von vier Wochen, Mitglied geworden.

Wie lief denn der erste Kontakt?

Ich bin in der Fußgängerzone in Freiburg von Missionaren der Mormonen angesprochen worden. Die haben dann mit mir Termine vereinbart, um mich in ihr Belehrungssystems zu integrieren. Es gibt sechs Lektionen, die ein sogenannter Untersucher, also ein Interessent der Mormonen, durchlaufen muss, bevor er Mitglied werden kann.

Oberflächlich betrachtet vertreten Mormonen recht akzeptable Grundsätze: Sie haben einen hohen moralischen Anspruch, wenden sich von ungesunden Genüssen ab, ihr Auftreten in der Öffentlichkeit ist positiv und freundlich. Wo liegen die Gefahren?

Die Gefahr liegt in der starken Indoktrinierung. Sie lassen Ihr altes Leben völlig hinter sich und übernehmen ein Glaubens- und Weltbild, das ausschließlich von den Mormonen geprägt wird und alle Bereiche Ihres Lebens beeinflusst. Sie müssen einen Teil Ihrer Persönlichkeit aufgeben, um Mitglied bei den Mormonen werden zu können. Und das ist der kritische Punkt: Sie sind nicht mehr frei, weder in ihrem Denken, noch in ihrem Handeln. Das führt schließlich zu Abhängigkeiten.

In Ihrer Zeit bei den Mormonen haben Sie auch bestimmte Funktionen ausgeübt. Wie kommt man da hin?

Die gesamte Gemeinschaft ist durch ein Laienpriestertum organisiert. Jeder Mann erhält, wenn er „würdig“ ist, das Priestertum. Darin gibt es verschiedene Ämter, zu denen man berufen wird. Vorgesetzte, in der Regel der Bischof oder die sogenannte Pfahlpräsidentschaft, entscheiden, dass ein Mann – oder eine Frau außerhalb des Priestertums – ein bestimmtes Amt oder Aufgabe empfangen soll. Je nachdem, wie sehr Sie sich anstrengen oder wie gut Sie da mitmachen, steigen Sie relativ schnell auf.

Generell ist die Kirche streng hierarchisch aufgebaut. Ziel ist die Gottwerdung der Mitglieder.

Die Mormonen glauben tatsächlich, dass sie selbst einst zu Göttern werden können und dass es nicht nur einen Gott gibt, der selbst einst Mensch war, sondern viele Götter. Das bedeutet: Es kommt irgendwann ein Erlöser auf eine Erde wie diese, der den sogenannten Geistkindern Gottes die Rückkehr in sein Reich ermöglicht. Aber dazu muss man Mormone sein und deren Tempelriten empfangen haben. Dadurch entsteht ein großer psychologischer Druck, der auf den Mitgliedern lastet. Denn die Anforderungen, Gott zu werden, sind sehr hoch. Zudem sind Sie zu Verschwiegenheit verpflichtet, etwa was das Tempelritual anbetrifft. Das macht die Mormonen zu einer stark religiös-elitären Gruppierung. Sie nennen sich ja auch selbst „Heilige der letzten Tage“.

Kein Nicht-Mormone darf die Tempel betreten. Was geht da drin vor sich?

Erst nach einem Jahr Mitgliedschaft dürfen Sie in diesen Tempel gehen. Dazu brauchen Sie einen Tempelempfehlungsschein, den nur ausgestellt bekommt, wer „würdig“ ist. Ein Bischof interviewt Sie und prüft, ob Sie sich moralisch rein halten und andere wichtige Kriterien erfüllen. Im Tempel werden dann zum einen stellvertretende Taufen für Verstorbene vollzogen. Die Mormonen glauben ja, dass auch Menschen, die sterben und in die sogenannte Geisterwelt kommen, das mormonische Evangelium gepredigt wird und sie posthum die Möglichkeit haben, es anzunehmen. Zum anderen erhält im Tempel jedes Mitglied seine sogenannte Begabung, auch „Endowment“ genannt. Dieser Ritus ist zurückzuführen auf die Freimaurer, gemischt mit Ideen von Joseph Smith [Gründer der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage]. Sie empfangen eine Belehrung sowie Zeichen und Kennzeichen, die sie eines Tages brauchen werden, um in den Himmel zu kommen.

Was sind das für Zeichen?

Das sind Griffe und Handzeichen, die von den Ritualen der Freimaurer des 19. Jahrhunderts abgekupfert sind. Smith war Freimaurer und hat damals diese Tempelzeremonie geschaffen. Bis 1990 hat es auch noch Strafzeichen gegeben. Ich habe das selbst noch erlebt.

Wie sah das aus?

Den Mitgliedern wurde gedroht, dass sie auf eine bestimmte Art und Weise umkommen könnten, wenn sie ihre Zeichen öffentlich preisgeben. Da wurde die Hand über den Hals gezogen, über die Brust oder über den Bauch, um zu symbolisieren, wie man zu Tode kommen könnte. Dadurch wurde ein starker psychischer Druck auf die Mitglieder ausgeübt, um Geheimhaltung zu gewährleisten.

Sie sprechen sehr offen über diese eigentlich geheimen Tempelriten, sind in den Augen der Mormonen ein Verräter. Gibt es Reaktionen auf Ihre Offenbarungen?

Die Mormonen sind keine Psychosekte wie die Scientologen, das muss man unbedingt unterscheiden. Es gibt keine Repressalien, keine Drohungen oder Verfolgungen. Das Einzige ist, dass immer mal wieder Mitglieder versuchen, mich per Mail oder Telefon zu erreichen, um mir klarzumachen, dass ich auf dem Irrweg bin. Doch das beeindruckt mich nicht mehr. Ich habe nach meinem Austritt ein neues Leben begonnen: neue Freunde, ein neues Weltbild, die Aufarbeitung meiner Vergangenheit. Das war kein einfacher Weg. Aber die Mormonen spielen jetzt, nach 13 Jahren, keine Rolle mehr in meinem Leben.

Mit Holger Rudolph sprach Johannes Graf

 

Quelle:


http://www.n-tv.de/politik/Sie-sind-nicht-mehr-frei-article6103501.html

In view of the U.S. presidential election of 2012, I reported yesterday about the relationship between the Masons and the Mormons, because the most likely Republican candidate, Mitt Romney is a Mormon himself.

This is criticized by many who are not Mormon president will have the power center of the United States.

One of them is the ex-Mormon Holger Rudolph, who knows about the dangers of personality change and the reference to secret signs and rituals of the Freemasons know.

Below the interview, the colleagues of n-tv out with him:

Ex-Mormon than Romney’s religion

„You are no longer free“
The U.S. may soon be ruled by a Mormon, Mitt Romney dominates in five primaries is likely to occur for the Republicans. About his faith to know the least about it. One who knows the inner workings of the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, is Holger Rudolph, who left the community after 14 years. He warns in the n-tv.de interview: „Who wants to be a Mormon, must give up part of his personality.“

n-tv.de: A Mormon, Mitt Romney, could soon be President of the United States. Do you consider this a problem?

Holger Rudolph: No, no more problematic than if a strict evangelicals is a presidential candidate.

Romney’s faith might affect his work?

That will certainly be so, because he has certain values that are influenced by his faith and he has internalized a particular world view. But as I einschätze him, he will try to avoid giving the impression that religion has too much influence over his actions. The fact he could do more harm than good.

Does the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints claim an influence on its members? For the purposes of: Mitt Romney is our President and meets our requirements.

No. Certainly not official. The church will keep a low profile since. She knows: if that happened, would that reflects poorly on the community.

You have left the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints. Why?

I started with 30, again about my life and my faith thinking. Here I found many inconsistencies and problems, and come with 33 years to the conclusion that this community is not what it claims to be.

The Mormons
The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints existed since 1838. It goes back to the first prophet of the faith community, Joseph Smith. Smith appeared in his own words in 1820 in a forest near New York, God and Jesus to tell him that all the existing Christian churches were wrong. He should begin to establish a true, new church. As a result, an angel appeared to Smith, who showed him the way have lain hidden in a place where four golden tablets to the Book of Mormon, which is the basis for the new religious community.

The Book of Mormon is a long-lost, be included in the Bible is not gospel that contains reports of Hebrews, who came to the Tower of Babel to America – the original inhabitants of the New World. After his resurrection Jesus appeared to be the American people and gave them the Book of Mormon left. As a result, it should have come to a battle between believers and unbelievers of God, the faithful subject. The survivors were taken as a punishment from God, a dark color, the Indians. To Smith and his companions whether it be to restore a pure Christian church.

The Mormons have become a rapidly growing and hated by many religious groups in the United States. The Mormons retreated further and further back towards the west, played in the conquest of the New World an important role. After the death of its founder in 1844 Smith joined the majority of Brigham Young, who was to become the second prophet of the Mormons. He introduced the members of the Church of Illinois over the Rocky Mountains and founded Salt Lake City, the city that is still the center of the church.

The strong missionary impulse of the Mormon religion has spread in the rest of the world, including Europe. Today there are, according to the church over 14 million Mormons, in Germany there are nearly 40,000. The church has since 2008, Thomas S. Monson as the 16th President and „prophet, seer and revelator“ in front.

In response to your request, you are leaving have been excommunicated.

That is correct. With me, a church court was set, because I have a leading position within the community and was held on the internet already published research and critical information about the Mormons.

This educational website continues. They want to facilitate the exit of Mormons. Is that necessary? Can you not just say: I want to leave?

But that’s fine. But the problem is that the members are indoctrinated, trapped in their world view. It is very hard to see that you believe in the wrong religion, or in a community that does not meet the claim of truth that had been expected. The website is designed to help the teaching of the history and explain the Mormons to help members who dare to step outside. My concern but also aims to inform people who are toying with the idea of becoming a member.

How did you even to become Mormons?

I was 19 years old and looking for something. Many Mormons come in this young adulthood in the church, often because they have learned in their previous life deficits. The Mormons have had a very interesting answers to life, which I have addressed at that time. So I’m relatively quickly and uncritically become within four weeks, a member.

How then was the first contact?

I am in the pedestrian area in Freiburg by the Mormon missionaries have been addressed. Then they have agreed with me appointments for me to integrate into their teaching system. There are six lessons that a so-called investigators, an interested party through the Mormons, before he can become a member.

On the surface, represented quite acceptable Mormon Principles: They have high moral standards, are turning away from unhealthy pleasures, their appearance in public is a positive and friendly. What are the dangers?

The danger lies in the strong indoctrination. You leave your old life completely behind him and accept a faith and world view that is always shaped by the Mormons and affects all areas of your life. You have to give up part of your personality in order to become a member of the Mormons can. And that’s the critical point: They are not free, neither in thought nor in their actions. This eventually leads to dependence.

In your time at the Mormons have exercised certain functions. How to get there?

The entire community is organized by a lay priesthood. Each man receives when he is „worthy“ is the priesthood. In it there are various offices to which they are appointed. Supervisors who usually decide the bishop or stake president called, that a man – or woman outside of the priesthood – receive a particular office or job is. Depending on how hard you try or how well you participate there, get off relatively quickly.

In general, the church is a strictly hierarchical structure. The goal is the deification of the members.

The Mormons actually believe that they themselves may one day become gods and that there is not only one God, who himself was once a man, but many gods. This means that it eventually comes a savior in a world like this that makes the so-called spirit children of God to return to his kingdom. But it must be a Mormon and they have received their temple rites. This creates a great psychological pressure exerted on the members. Because of the requirements, God will be very high. In addition, you are sworn to secrecy, such as for the temple ritual. The Mormons make a strong religious-elitist grouping. They call themselves, too, „Latter Day Saints.“

No non-Mormon is allowed to enter the temple. What goes in there right?

Only after one year membership you can go into this temple. You need a temple recommend, which only gets issued, who is „worthy“. One bishop interviewed consider and, if you hold themselves morally pure and meet other important criteria. The temple will be completed on a deputy baptisms for the dead. The Mormons believe so, that even people who die in the so-called spirit world to come, the Mormon gospel is preached, and they have the posthumous chance to accept it. On the other hand, each member of the temple called his talent, also known as „endowment“. This rite is due to the Masons, mixed with ideas of Joseph Smith [founder of the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints]. You will receive a teaching as well as signs and flags that they need one day to go to heaven.

What are these characters?

These are hand grips and signs of the rituals of the Freemasons of the 19th Century are plagiarized. Smith was a Freemason, and has then created this temple ceremony. Until 1990, it has also given criminal character. I’ve seen that for myself.

What was that?

The members were threatened that they would perish in a certain way when they reveal their characters in public. Because the hand was drawn across the neck, the chest or the abdomen, to symbolize how one might come to death. This is a strong psychological pressure was exerted on the members to ensure confidentiality.

They talk very openly about this fact secret temple rites, in the eyes of the Mormons is a traitor. Are there any reactions to your revelations?

The Mormons are not a psycho-sect like the Scientologists, the distinction must not be missed. There are no reprisals, no threats or persecution. The only thing is that every now and try again members to contact me via email or phone to make it clear to me that I’m on the wrong track. But that does not impress me more. I’ve started a new life after my departure: new friends, a new world view, the processing of my past. This was no easy way. But the Mormons are playing now, after 13 years, no more role in my life.

John Rudolph spoke with Holger Graf
 

 
 
 
 
 

Mitt Romney: „US-Präsidentschaftswahl, Mormonen und Freimaurer“ (1)/Mitt Romney: „U.S. presidential election, Mormons and Masons“ (1)


Mitt Romney gilt als der aussichtsreichste US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Er hat sogar die Chance am 6. November 2012 gegen den amtierenden  Präsidenten Barack Obama zu gewinnen.
 
Doch viele Wähler wissen wenig über Romneys Glauben. Er ist Mormone, also Anhänger der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage“. Diese Glaubensgemeinschaft wurde 1839 von Josef Smith im US-Bundesstaat Illinois gegründet und protegierte u.a. die Vielweiberrei.
 
Die Mormonen waren eng mit der Freimaurerei verquickt, wie ein Blick ins „Internationale Freimaurer Lexikon“ verrät, verfasst von den beiden Freimaurern Eugen Lennhoff, Oskar Posner und dem „Nichtmaurer“ Dieter A. Binder. Da heißt es u.a.: „Unter den führenden Anhängern des neuen Evangeliums war eine ganze Anzahl Freimaurer, unter ihnen Brigham Young und Hyrum Smith, der Bruder des ‚Propheten‘ (Josef Smith/GG), die in der Nauvoo Lodge emsige Tätigkeit entfalteten. Bei der Einsetzungsfeier wurde auch der ‚Prophet‘ selbst vom Großmeister aufgenommen…(später wieder ausgeschlossen (GG))“
 
1844 erklärte die Großloge die Bauhütten der Mormonen als Winkellogen. „Kurze Zeit später kam es infolge der Gründung eines oppositionellen Blattes in Nauvoo zu dem Aufruhr, in dessen Verlauf Josef und Hyrum Smith eingekerkert und dann vom Pöbel ermordet wurden. Unter der Führung von Brigham Young wanderte die Sekte dann aus und gründete den Staat Utah am Großen Salzsee, mit Salt Lake City als Hauptstadt. Brigham Young wurde Gouverneur. Die Vielweiberei, die schon unter Josef Smith eingesetzt hatte, wurde zur staatlichen Institution.“
 
Die Großloge von Utah sperrte ihre Logen für die Mormonen. Dennoch haben die „Heiligen der letzten Tage“ viel von der Freimaurerei übernommen: so werden bei Aufnahmekulthandlungen, die in mehreren Graden vor sich gehen, eine ganze Reihe freimaurerischer Symbole und Ritualistik übernommen. „Die Kleidung, die während des Gottesdienstes angelegt wird, zeigt Zirkel und Winkelmaß. Dazu tragen Männer und Frauen Schurze. An einer Stelle der Kulthandlung erscheint der ‚Teufel‘ in Zylinder und Maurerschurz, der mit zwei Säulen und Schlangen geschmückt ist. Die Einweihung in den Kult der Heiligen, Zeichen und Griffe weisen ebenfalls Analogien mit der Königlichen Kunst (der Freimaurerei/GG) auf…Die Ähnlichkeiten im Gebrauchtum werden von den Mormonen damit erklärt, daß auch ‚Prophet‘ Smith die Wiedererrichtung des Salomonischen Tempels beabsichtigt habe…Schließlich haben die Mormonen selbst die Freimaurerei mit dem Bann belegt, sie erklären sie als ‚eine Einrichtung desTeufels selbst’…“
 
Übrigens: Brigham „Brian“ Young, Smith Nachfolger bei den Mormonen, wurde 1857 von US-Präsident James Buchanan abgesetzt. Dieser selbst wurde 1816 in die Freimaurerloge „Lancaster Lodge“ (Pennsylvania) aufgenommen und war Deputy Grand Master of the Grand Lodge of Pennsylvania. „Unter seiner Präsidentschaft fand die maurerische Weihe des Reiterstandbildes George Washingtons im Bundeskapitol der Vereinigten Staaten statt.“ Und: Auch George Washington, der die amerikanische Unabhängigkeit miterkämpft hatte, war nicht nur erster Präsident der USA, sondern auch Hochgradfreimaurer (General-Großmeister). Eingeführt 1752 in die „Fredericksburg Lodge No. 1“ in Virginia, 1788 Stuhlmeister der Loge „Alexandria“ . „Den Eid bei der Übernahme des Präsidentenamtes der USA 1789 leistete Washington auf die Bibel der ‚St. John’s Lodge No. 1‘, New York.“
 
 
Die Freimaurer selbst bezeichnen die Mormonen also als „Sekte“. Wenn dies zutrifft, dann sind sie wohl eine Abspaltung der Freimaurer, die nach wie vor maurerische Ritualistik und Smybole (und sicher auch einiges Gedankengut) von ihnen übernommen haben.
 
Mitt Romney, aussichtsreichster US-Präsidentschaftskandidat, gehört also diesen Mormonen an. Deshalb warnen nicht wenige vor ihm, wie ich im 2. Teil erläutern werde.
 
 

Quelle: Eugen Lennhoff/Oskar Posner/Dieter A. Binder: „Internationales Freimaurerlexikon“, München 2006, S. 157, 579, 580, 889, 919
 
 
 
Mitt Romney: „U.S. presidential election, Mormons and Masons“ (1)
 
Mitt Romney is considered the most promising U.S. Republican presidential candidate. He even has a chance on 6 November 2012 compared to winning the current president Barack Obama.

But many voters know little about Romney’s faith. He is a Mormon, so supporters of the „Church of Jesus Christ of Latter-day Saints.“ This denomination was founded in 1839 by Joseph Smith in the U.S. state of Illinois and proteges include the Vielweiberrei.

The Mormons were closely intertwined with Freemasonry, as a look into the „International Masonic Encyclopedia“ tells prepared by two Masons Eugene Lennhoff, Oskar Posner and the „non-Masons“ Dieter A. Binder. As it states: „Among the leading supporters of the new gospel was a whole number Freemasons, including Brigham Young and Hyrum Smith, brother of the ‚prophets‘ (Joseph Smith / GG), which unfolded in the Nauvoo Lodge diligent work in. the establishment ceremony was also the ‚prophet‘ self absorbed … by the Grand Master (later excluded (GG)) “

In 1844 the Grand Lodge of the masons Mormons declared as the angle boxes. „A short time later, it came as a result of the establishment of an opposition sheet in Nauvoo to the riots, during which Joseph and Hyrum Smith, imprisoned, and then the mob murdered. Under the leadership of Brigham Young walked the sect from it and founded the state of Utah on Great Salt Lake, Salt Lake City with a capital. Brigham Young was governor. Polygamy, which had been used by Joseph Smith, the state institution. “

The Grand Lodge of Utah shut their lodges for the Mormons. Nevertheless, the „Latter-day Saints“ adopted much of the Freemasons: so when recording acts of worship that goes on in several degrees forward, picked up many masonic symbols and ritualism. „The clothing that is created during the service, shows square and compass. These men and women wear kilts. At one point, the cult of action will cause the ‚devil‘ in the cylinder and masons apron, adorned with two columns and snakes. Initiation into the cult of saints, signs and grips also have analogies with the Royal Art (Freemasonry / GG) on … The similarities in Gebrauchtum be explained by the Mormons so that even a „prophet“ Smith intended the rebuilding of Solomon’s temple was. Finally .. have proven themselves the Mormons, Freemasonry under the ban, they will declare it as ‚an institution desTeufels self‘ … “

By the way: Brigham „Brian“ Young, Smith’s successor at the Mormons, was deposed in 1857 by U.S. President James Buchanan. This was even included in the 1816 Masonic „Lancaster Lodge“ (Pennsylvania) and was Deputy Grand Master of the Grand Lodge of Pennsylvania. „Under his presidency was held the Masonic dedication of the equestrian statue of George Washington at the Federal Capitol of the United States.“ And: Even George Washington, who had miterkämpft American independence, not only the first president of the United States, but also high-level Masons (General Grand Master) was. Introduced in 1752 in the „Fredericksburg Lodge No.. 1“ in Virginia, in 1788 master of the lodge „Alexandria“. „The oath by taking over the presidency of the United States in 1789 in Washington contributed to the Bible of the ‚St. John’s Lodge No.. 1‘, New York.“

The Freemasons call themselves Mormons so as a „sect“. If so, then they are probably an offshoot of the Freemasons, who have still Masonic ritualism and Smybole (and certainly a lot of thought) taken from them.

Mitt Romney, the most promising U.S. presidential candidate is, therefore, in these Mormons. Hence not a few warn him, as I in the second Part will explain.

Source: Eugene Lennhoff / Oskar Posner / Dieter A. Binder, „International Encyclopedia of Freemasonry“, Munich 2006, pp. 157, 579, 580, 889, 919

 
 
 
 
 

Skandal-Videos: „Babywerfen“ in Indien/Scandal videos: „Baby tossing“ in India


 
Alljährlich wird in Indien ein barbarisches Ritual mit Kindern veranstaltet: so genanntes „Babywerfen“!
Priester werfen Kleinkinder aus zirka zehn Metern Höhe  (im Alter von vier Monaten bis zu einem Jahr) vom Dach eines Tempels zu Boden. Aufgefangen werden die Babys von einer Decke, gehalten von mehreren Personen. Dieses Ritual soll den Kindern Glück, Gesundheit und Wohlstand bringen.
 
Kritiker hingegen sprechen davon, dass dieses „Babywerfen“ zu Traumatisierungen bei den Kindern führt. 2011 haben lokale Akivisten das Ritual des „Babywerfens“ gestoppt, doch Anfang April 2012 wurde es wieder durchgeführt.
 
Nachfolgend der Originalartikel der „Dailymail“ und verschiedene Videos (die meines Wissens von 2009 stammen):
 
 
 
Every year in India organized a barbaric ritual with children: so-called „Baby throw“!
Priest throw babies from about ten meters high (at the age of four months to one year) from the roof of a temple ground. Catch up the baby from a ceiling, held by several people. This ritual is meant to bring happiness to children, health and prosperity.

Critics however say that this „Baby throw“ leads to trauma in children. 2011 local Akivisten have stopped the ritual of „throwing a baby“, but in early April 2012 was again performed.

The following is the original article in the „Daily Mail“ and various videos (to my knowledge comes from 2009):

 
 
 
 
MailOnline - news, sport, celebrity, science and health stories
 
 

The barbaric tradition of ritual baby tossing: Priests hurl children 30ft from temple balcony for ‚good luck‘

 

By Ian Garland

PUBLISHED:16:22 GMT, 8 April 2012 |

 

Terrified toddlers scream and sob as they’re shaken by men in robes and tossed from a balcony 30ft above the ground.

It’s not the plot of horror film – but an ages-old annual ritual carried in southern India, meant to bring participating infants good luck, health and prosperity.

Hard-to-watch footage of the ceremony, held each year in the state of Karnataka, has horrified children’s rights groups, who have labeled it ‚barbaric‘ and want it banned by the Indian government.

Scroll down for video

 
A scene from a baby throwing ceremony in 2009. Toddlers are annually tossed from the roof of a temple to bring them good luckA scene from a baby throwing ceremony in 2009. Toddlers are annually tossed from the roof of a temple to bring them good luck
 
A frightened child is hung over the edge of the temple roofA frightened child is hung over the edge of the temple roof
 
The child is caught safely below by locals brandishing a blanketThe child is caught safely below by locals brandishing a blanket
 
A scared child sobs after undergoing the ritualA scared child sobs after undergoing the ritual

The practice is believed to date back centuries and takes place across India – involving both Hindus and Muslims.

Video of a ceremony in 2009 shows robed priests shaking frightened babies, before dropping them to the ground below, where locals are waiting with a blanket to catch the traumatised tots.

When the children land safely, the crowd celebrates wildly, passing each infant around before returning them to their mothers.

Local campaigners managed to get the practice banned in 2011, but it returned to Digambeshwara temple in Nagrala village last week – much to the frustration of Lov Verma, from the National Commission for Protection of Child Rights.

 
Mr Verma said: ‚I’m absolutely shocked by this. It’s not simply the government’s job. We need to educate all those who take part in this barbaric practice – the temple priests and the community.‘

But participants argue it’s their religious duty to attend the ceremonies.

One temple-goer told the Sunday Times: ‚Our religious beliefs pull many of us to this ceremony every year.‘

 
Priests prepare to drop a terrified toddler into the temple square belowPriests prepare to drop a terrified toddler into the temple square below

Campaigners managed to get the ritual banned in 2011, but it returned this year

 

Campaigners managed to get the ritual banned in 2011, but it returned this year

Quelle: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2126845/Baby-tossing-ritual-Karnataka-India-Priests-hurl-children-30ft-good-luck.html?printingPage=true

 

Und nachfolgend die Links zu den entsprechenden Videos:

 

And following the links to the videos:

 

http://www.youtube.com/watch?v=WbOsEmHzq1c

http://www.youtube.com/watch?v=ZYzCcxF2IzE

 
 

 

Die scheinheilige Republik: „Hassprediger vs. Günter Grass“/The hypocritical Republic: „Preachers of hate vs. Grass.“


Wochenlang wurde und wird Günter Grass wegen seines umstrittenen Gedichtes „Was gesagt werden muss“ diffamiert, gescholten, verunglimpft und beschimpft (siehe meine Artikel „Gespaltene Republik – Günter Grass und sein ‚irres‘ Gedicht (1 – 4)“ auf diesem Blog) . Was ist geschehen? Der Literatur-Nobelpreisträger hat Israels (kriegstreibende) Politik (gegen den Iran) kritisiert, auch Atomkontrollen in diesem Land gefordert (wie im Iran), gleichzeitig aber seine Verbundenheit mit Israel postuliert und zugegeben als Deutscher einer Nation anzugehören, das ureigene Verbrechen ohne Vergleich begangen hat (gemeint ist der Holocaust).

Eine Welle der Empörung ging durch die Welt, die Israelis verhängen für den Schriftsteller ein Einreiseverbot. Vor allem auch hierzulande wurde und wird Grass von den Medien als Antisemit abgestempelt, sein Gedicht als „irre“ bezeichnet. Politiker aller Parteien sind erbost und empört. Talkshows und Sondersendungen beschäftigen sich damit.

Alles zu Recht – wenn Grass tatsächlich Antisemit wäre. Aber das ist er nicht, wie fast alle Erbosten eingestehen müssen. Also geht es lediglich darum, ob man Israels Politik kritisieren darf oder nicht…

Manch einer wünscht sich, dass es dieselbe Reaktion auch auf tatsächliche Antisemiten geben würde, die sich in Deutschland tummeln. So wie beispielsweise Ibrahim Abou-Nagie, einem „Hass-Prediger“. Er hetzt öffentlich gegen Juden und Christen („Christen und Juden kommen in die Hölle!“ (BILD v. 23.04.12)), gehört den Salafisten an, einer fundamentalistischen Strömung des Islam, die einen Gottesstaat anstreben.

Doch während Grass medial „gekreuzigt“ wird, erhält Juden- und Christenfeind Abou Nagie sogar noch Geld vom Staat! Fast 2000 Euro monatlich muss der Steuerzahler für ihn bezahlen.

Wo ist da die Verhältnismäßigkeit? Fällt die „Scheinheiligkeit“ dieser Republik, dieser Politik nicht mit diesem Beispiel, diesem Vergleich von Grass‘ Worten und der Juden- und Christenhetze Nagies auf?

Was unsere Herren und Damen Politiker(innen) dazu wohl sagen?

Nachfolgend der BILD-Artikel zu Ibrahim Abou-Nagie:

Hass-Prediger kriegt 1860 Euro vom Staat

Er hetzt gegen Christen und Juden und wird vom Verfassungsschutz beobachtet!

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Von M. WEGERHOFF

Köln – Islam-Hassprediger Ibrahim Abou-Nagie (47), gebürtiger Palästinenser, hetzt in unerträglicher Weise gegen unsere Werte – aber Geld vom deutschen Staat nimmt er mit offenen Händen! Abou-Nagie ist Initiator der radikalislamischen, salafistischen „Lies!“-Aktion und – man fasst es nicht: Hartz–IV–Empfänger!

Sein Islam–Netzwerk „Die wahre Religion“ verteilte an Ostern Koran-Ausgaben in ganz Deutschland, will Millionen weitere Exemplare unters Volk bringen. Der Hassprediger kassiert vom Staat Stütze satt – und hetzt gegen Andersgläubige: „Wer nicht dem Koran folgt, kommt ewig in die Hölle“!

Laut „Stuttgarter Nachrichten“ kommt Abou-Nagie, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird, auf 2300 bis 2500 Euro inklusive Kindergeld (zwei Töchter, ein Sohn). Ermittler, so berichten die „Stuttgarter Nachrichten“, seien verwundert, wie der Palästinenser seine „teilweise sehr, sehr hohen Handyrechnungen bezahlt“.

BILD-Reporter trafen Abou-Nagie gestern vor seinem schmucken Reihenhaus im Kölner Norden – eine gutbürgerliche Gegend, in der auch der frühere NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) wohnt: saubere Vorgärten, gehobene Mittelklasse-Autos.

Von hier hetzt Abou-Nagie im Internet, ruft zur Scharia (islamische Rechtsordnung) auf: „Christen, Juden kommen in die Hölle, wenn sie den Islam nicht annehmen! Wenn wir uns am Jüngsten Tag treffen, werden Sie sehen, dass ich recht habe. Wenn jemand verheiratet ist und Unzucht begeht, der muss gesteinigt werden. Das sind Allahs Gesetze!“

Entgegen den Grundsätzen unserer freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung fordert er eine Regierungsform auf Grundlage von Koran und Scharia!

Auf Nachfrage bestätigt der Hetzer, dass er Geld vom deutschen Staat erhält – wenn auch angeblich nicht in der berichteten Höhe: „Ich bekomme 1860 Euro pro Monat.1200 Euro gehen direkt für die Miete drauf.“ Vor dem Haus steht eine Mercedes Limousine (C–Klasse, Neupreis: 35 000 Euro) – „aber die bezahlt jemand anders für mich.“

Besonders dreist: Der deutsche Staat sei schuld, dass er von Stütze leben müsse. Der Palästinenser, der bis 2007 eine Firma für selbstklebende Folien gehabt haben will, sagt: „Damals sollte ich 70 000 Euro nachzahlen. Das habe ich aber aus Prinzip nicht gemacht. Danach hat der Staat meine Firma bankrott gehen lassen.“

Quelle:

http://www.bild.de/politik/inland/islamismus/warum-kriegt-der-hass-prediger-geld-vom-staat-23795520.bild.html

The hypocritical Republic: „Preachers of hate vs. Grass.“

For weeks and Günter Grass scolded for his controversial poem „What must be said“ defamed, slandered and insulted (see my article „Divided Republic – Günter Grass and his ‚crazy‘ poem (1-4)“ on this blog). What has happened? The Nobel laureate has Israel (warmongering) policy (against Iran) criticizes, also called for nuclear inspections in that country (like Iran), postulated the same time but his ties with Israel and added as a German, a nation to belong to commit the very own crime without comparison has (referring to the Holocaust).

A wave of indignation went through the world, the Israelis imposed a travel ban for the writer. Especially in this country was and is Grass by the media labeled as anti-Semite, his poem as „misleading“ means. Politicians of all parties are angry and outraged. Talk shows and special broadcasts deal with it.

Everything correctly – if grass would actually an anti-Semite. But he is not, as almost all furious must admit. So it’s only a matter of whether one is allowed to criticize Israel’s policies or not …

Some people wish that it would give the same response on actual anti-Semites who cavort in Germany. As example, Ibrahim Abou-Nagie, a „hate preachers“. He publicly incited against Jews and Christians („Christians and Jews go to hell!“ (V. PICTURE 23:04:12)), belongs to the Salafists, a fundamentalist branch of Islam, seeking a theocracy.

But while Grass „crucified“ the media will receive Jews and Christians enemy Abou Nagie even money from the government! Nearly 2,000 € per month, the taxpayer must pay for it.

Where’s the proportionality? If the „hypocrisy“ of the republic, this policy is not with this example, this comparison of Grass’s words and the Jews and Christians rush to Nagies?

What our men and women politicians (inside) probably say?

Below the BILD article about Ibrahim Abou-Nagie:

Hate-preacher gets 1860 € from the State

He rails against Christians and Jews and is observed by the intelligence!

from M. Hoff WEGER

Cologne – Islamic hate preacher Ibrahim Abou-Nagie (47), a native Palestinian who rushes in an intolerable manner against our values – but he takes money from the German government with open hands! Abou-Nagie is the initiator of the radical Islamist, Salafi „Lies!“ Action and – you have not understood: Hartz IV recipients!

His Islam-network „True religion“ Quran distributed at Easter spending in all of Germany wants to bring millions more copies to the people. The hate preachers from the state collects enough support – and rails against dissenters: „Whoever does not follow the Koran is, forever in hell!“

According to the „Stuttgarter Nachrichten“ is Abou-Nagie, which is observed by the intelligence, at 2300 to 2500 euros including family allowances (two daughters, one son). Investigators, so the report „Stuttgarter Nachrichten“, were astonished, as the Palestinian’s „some very, very high mobile phone bills paid.“

BILD reporter met Abou-Nagie yesterday in front of his neat terraced house in the north of Cologne – a middle class area where even the former Prime Minister of North Rhine-Westphalia, Jürgen Rüttgers (CDU) lives: clean front yards, upper middle-class cars.

From here, Abou-Nagie rushes on the Internet, calls for Sharia (Islamic law) on: „Christians, Jews go to hell if they do not embrace Islam! When we meet on the last day, you will see that I’m right. If someone is married and commits adultery, which must be stoned. These are laws of Allah! “

Contrary to the principles of our liberal-democratic legal system he calls a form of government based on the Koran and Sharia law!

On demand of the agitators confirmed that he receives money from the German government – although allegedly not reported in the height: „I get € 1860 € per Monat.1200 go right at it for the rent.“ Before the house is a Mercedes sedan (C class, original price: 35 000 €) – „but someone else paid for me.“

Particularly bold: The German government’s fault that he had to live off post. The Palestinians, who claims to have had until 2007 a company of self-adhesive films, says: „At that time I should pay extra € 70 000. I have not done out of principle. After that, the state has made my company go bankrupt. “

 
 
 
 
 

„Ekel-Jagden des Hochadels“/“Disgust-hunts of the nobility“


Der Adel und die Großwildjagd – zwei Komponenten, die nicht von einander zu trennen sind. Leider. Schon immer mussten Tiere den Jagdgelüsten des blauen Adels zum Opfer fallen, ob in heimischen Gefilden oder in fernen Ländern.

Pikant wird die Tierschlächterei noch mehr, wenn scheinbare Tierfreunde und Tierschützer Jagd auf eben jene machen, die sie eigentlich Kraft ihres Amtes schützen sollten.

So wie der spanische König Juan Carlos, Ehrenpräsident des „World Wide Fund For Nature (WWF)“ (mit rund 5 Millionen Förderer eine der größten Naturschutzorganisationen der Welt, der in mehr als 100 Ländern aktiv ist) der vor wenigen Tagen in Botswana einen Elefanten erlegte, während in seinem Heimatland die Eurokrise weiter wütet. So viel denken „die da oben“ (die Reichen, Mächtigen, Regierenden) also an „die da unten“ (das Volk). Es scheint ihnen einfach egal, hautpsache sie haben Spaß und Zerstreuung bei exotischen Jagden. Da nützt auch die Entschuldigung des Monarchen an das spanische Volk reichlich wenig. Zudem: der WWF setzt sich auch für den Schutz der Elefanten ein!

Einer, der seinen „Jagdkumpan“ Juan Carlos verteidigt, ist Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, Prinzgemahl von Königin Elisabeth II. Er meint, dass durch die Jagd das „Gleichgewicht zwischen den Arten“ hergestellt werden muss, das könne man nicht der Natur überlassen. „Indem man Raubtiere dezimiert, schützt man die Tiere.“  (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/wwf-ehrenpraesident-koenig-juan-carlos-die-rache-des-elefantengottes-1.1332975)

So ist das also, wenn zwei Adelskollegen über die Jagd sinnieren. Dabei war Prinz Philip einmal ebenfalls Präsident des WWF und sollte – wie bereits erwähnt  – für den Tier- und Artenschutz einstehen. Doch er selbst beteiligte sich wohl lieber an der Großwildjagd – fernab der Heimat, in Indien. Seine Beute: ein Tiger, wie ein Artikel des „Spiegel“ aus dem Jahr 1961 verrät.

Quelle: DER SPIEGEL 6/1961 (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43159568.html)

INDIEN / TIGERJAGD

Mit Ekel

 

Vergiß nicht, dich anzuschnallen“, ulkte Prinz Philip, als seine Gemahlin, Ihre Majestät Königin Elizabeth II. von Großbritannien,den zu ihren Ehren mit Wasserfarbe bemalten und mit Gold- und Silberzierat behängten Elefanten „Beauty“ aus dem Stall des Maharadschas von Dschaipur bestieg.

Mit einer Stadtbesichtigung, begann wenige Augenblicke später der umstrittenste Teil der königlichen Reise durch das ehemals britische Indien: Dem Empfang beim Maharadscha folgte

eine wohlvorbereitete Tigerjagd, im Dschungel von Dschaipur, an der sich jedoch die Gemüter der Untertanen Ihrer Majestät erhitzten.

Zwar entsprach eine solche Hatz den Traditionen – Elizabeths Großvater, König Georg V., hat 1911 in wenigen Tagen vier Tiger, vier Bären und 18 Rhinozerosse erlegt -, aber die heutigen Bewohner der britischen Insel sahen in dieser Jagd eher ein Relikt aus einer längst entschwundenen Kolonialepoche.

„Eine Tigerjagd ist das Symbol des ehemaligen Kolonialregimes“, zürnte denn auch der sozialistische „New Statesman“. „Nichts wird mit solcher Sicherheit satirische Kommentare in der indischen Presse auslösen wie diese Jagd.“

Die englische Öffentlichkeit erregte sich allerdings nicht so sehr über den vermeintlichen Rückfall ins Kolonialzeitalter als vielmehr über die Grausamkeit gegenüber der Kreatur. Als bekannt wurde, daß man 14 Tage lang Kälber an hohe Bäume binden wolle, die für den „König der Streifen“ – so lautet in, Indien der poetische Name für das Dschungel-Raubtier – als Lockspeise dienen sollten, äußerten Englands Tierfreunde grimmige Empörung.

In Indien schließlich forderte die Ahimsak-Partei („Partei der Gewaltlosigkeit“), man solle die Tigerjagd vom Besuchsprogramm absetzen. Anderenfalls würden die Führer der Partei in einen Hungerstreik treten.

Konservative Briten hingegen waren außer sich, in welch respektloser Weise an Plänen und Taten Ihrer Majestät Kritik geübt wurde. Der konservative „Sunday Dispatch“ echauffierte sich darüber, daß man. „Krokodilstränen wegen Grausamkeiten gegen Tiger“ vergieße. „Ich bewundere eine Frau“, schwärmte eine „Dispatch“-Redakteurin, „die zwei Stünden in einem Baum sitzt und dort auf ein fürchterliches Raubtier wartet, von dem es heißt, daß es mit einer Kuh im Maul über eine viereinhalb Meter hohe Mauer springen kann.“

Indiens Premier Nehru, von ergrimmten Tierfreunden in England und Indien um Unterstützung gebeten, erwies sich auch diesmal als kluger Diplomat. „Das ist eine Sache, die Ihre Majestät die Königin und der Prinz selbst entscheiden müssen“, sagte er. „Ich gehe nicht mit Ihnen jagene.“

Als Gastgeber fungierte daher der Maharadscha von Dschaipur, Sproß eines alten Fürstengeschlechts, Herr über sechs Paläste und Eigentümer eines auf 800 Millionen Mark geschätzten Vermögens,

Auf sein Geheiß traf Indiens berühmtester Tigerjäger, Oberst Keschari Singh, die Jagdvorbereitungen. 200 indische Treiber setzte er ein, die – gegen ein Entgelt von 2,70 Mark täglich – schreiend durch den Dschungel laufen und den Schützen das Wild zuführen sollten.

Zur festgesetzten Stunde erklomm Königin Erizabeth – in engen schwarzen Hosen“ Ende mit einer khakifarbenien Buschjacke – den „Machan“, einen mit persischen Teppichen ausgelegten Schießstand, der sich acht Meter über den Boden erhebt. Auf einem anderen Machan bezog Philip Posten.

In diesem für Commonwealth und

Tierliebe kritischen Augenblick versuchte indes auch Elizabeth, den diplomatischen Anforderungen der Stunde gewachsen zu sein: Sie vertauschte in letzter Minute ihre Büchse mit einer Filmkamera und überließ ihrem Gemahl den tödlichen Schuß. Damit hoffte die Königin, dem Kummer der Tierfreunde ebenso gerecht zu werden wie der Jagdleidenschaft ihres Mannes.

Kaum aber waren britische Zeitungsleser des fast drei Meter langen Tigers, den Prinz Philip mit einem einzigen Schuß zur Strecke gebracht hatte, auf Bildern ansichtig geworden, da zeigten die erneuten Proteste auf der Insel, wie wenig sich die Tierfreunde von ihrer Monarchin düpieren ließen. Daß zudem der in England umstrittene Prinz den Schuß abgegeben hatte, verhärtete noch den insularen Zorn.

Erregte sich das Londoner Massenblatt „Daily Mirror“: „Was für eine übelklingende Episode am Beginn einer wichtigen Commonwealth-Tour! Die königliche Familie sollte einsehen, daß-Millionen von Engländern dieses Töten von Tieren nicht als sportlich betrachten. Sie betrachten es mit Ekel.“

Königin Elizabeth, Elefant Kamera statt Büchse.

 
 
„Disgust-hunts of the nobility“
 
 
The nobility and big game hunting – two components that can not be separated from each other. Unfortunately. Animals have always had to chase the desires of the blue nobility fall victim, in local clubs or in distant lands.

The spicy Tierschlächterei is even more apparent when animal lovers and animal rights activists hunt for those very people who they should protect virtue of their functions.

Just as the Spanish King Juan Carlos, Honorary President of the „World Wide Fund For Nature (WWF)“ (with around 5 million supporters one of the largest conservation organizations in the world, which is active in over 100 countries) of a few days in Botswana, a elephant killed while in his home country for € crisis rages on. So much to think „those above“ (the rich, powerful, rulers) so on „down there“ (the people). It seems they just do not care, they have fun and hautpsache dispersal of exotic hunts. As well as the benefits of apology to the Spanish monarch precious little people. Besides: the WWF is also working to protect the elephants!

One who has his „Jagdkumpan“ Juan Carlos defended, Prince Philip, Duke of Edinburgh, Prince Consort of Queen Elizabeth II says he is, that are produced by hunting the „balance between the species‘ needs, which could not be left to nature . „By decimating predators, protect the animals.“ (Source:

So that’s where two noble colleagues reminisce about hunting. While Prince Philip was once also the President of WWF and should – as already mentioned – stand up for wildlife and species protection. But he himself probably contributed to the better big-game hunting – far away from home in India. His prey: a tiger, as an article of the „mirror“ of the 1961 reveals.

Source: THE MIRROR 6/1961 (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43159568.html)

INDIA / TIGER HUNTING

With disgust

Do not forget to strap not you, „ulkte Prince Philip, as his wife, Her Majesty Queen Elizabeth II of Great Britain, in her honor with watercolors painted with gold and Silberzierat bedecked elephants“ ascended Beauty „from the stables of the Maharajah of Dschaipur .

With a city tour, a few moments later began the most controversial part of the royal tour of the former British India: The reception followed at the Maharaja

a well-prepared tiger hunt in the jungles of Dschaipur, at the heated, however, the minds of the subjects of Her Majesty.

Although such a chase corresponded to the traditions – Elizabeth’s grandfather, King George V in 1911 killed four tigers in a few days, four bears, and 18 rhinos have – but the present inhabitants of the British Isles saw in this hunt more like a relic from a long-vanished colonial era.

„A tiger hunt is the symbol of the former colonial regime,“ was angry because even the socialist „New Statesman“. „Nothing is so certain trigger satirical comments in the Indian press as they hunt.“

The English public was excited but not so much about the alleged relapse into colonial era rather than the ferocity of the creature. When it became known that they wanted to retain for 14 days calves on tall trees, for the „King of the Strip“ – this is in India, the poetic name for the jungle predators – serve as bait should voiced Britain’s animal lovers furious indignation.

In India, eventually called the Ahimsak Party („Party of Non-Violence“), he should sell the tiger hunt by visiting program. Otherwise, the leader of the party would go on a hunger strike.

British conservatives were outraged, however, has been practiced in what a disrespectful way of plans and actions of Her Majesty’s criticism. The conservative „Sunday Dispatch“ echauffierte about it, that one. „Crocodile tears over atrocities against Tiger“ shed. „I admire a woman,“ gushed a „Dispatch“ editor, „which sits two were in a tree, where a terrible predator waits, which is said to jump it with a cow in its mouth over a fifteen-foot-high wall can. “

Indian Prime Minister Nehru, enraged by animal friends in England and India asked for help, turned out well this time as a shrewd diplomat. „That’s one thing that must decide Her Majesty the Queen and the Prince himself,“ he said. „I’m not with you jagene.“

Therefore, the Maharaja acted as host of Dschaipur, scion of an ancient princely family, Mr. and owner of one of six palaces estimated at 800 million marks capital,

At his behest met India’s most famous tiger hunter Col. Keschari Singh, the hunt preparations. Should run screaming through the jungle and make the shooter the game – 200 Indian drivers, it began, the – every day for a fee of 2.70 marks.

At the appointed hour climbed Königin Erizabeth – in tight black pants „end with a khakifarbenien bush jacket – the“ Machan „, one lined with Persian carpets, shooting range, which rises eight feet above the ground on another Machan Philip moved items..

In this Commonwealth and for

Love for animals trying juncture, however, also Elizabeth, the diplomatic demands of the hour has grown to be: She swapped her rifle at the last minute with a film camera and gave her husband the fatal shot. So hoping the queen, the grief of pet lovers to be as fair as the hunting passion of her husband.

But no sooner were British newspaper readers of almost three feet long tiger, the Prince Philip made a single shot to the track, had caught sight of images because the renewed protests were on the island, how little did the animal lovers duped by their sovereign. That had also made the controversial shot in England, the Prince, nor the insular hardened anger.

Are attracted to the London tabloid „Daily Mirror“: „What a bad-sounding episode at the beginning of a major Commonwealth tour, the royal family should understand that, millions of Englishmen this killing of animals regarded not as sporty you look at it with disgust!.. “

Queen Elizabeth, elephant gun camera instead.

 

Gedanken gegen den (bevorstehenden) Krieg (2)/Thoughts against the (imminent) war (2)


Literaturnobel-Preisträger Hermann Hesse (1877 – 1962) war schon früh ein Mahner gegen den Krieg. In seinem 1927 erschienenen Roman „Der Steppenwolf“ deutete er bereits die Möglichkeit (nach dem 1. Weltkrieg) für ein neues Massenschlachten an, das sich zwölf Jahre später dann auch realisierte.

Hermann Hesse ist einer der meistgelesenen deutschen Autoren, vor allem auch im Ausland.

Nachfolgend die Fortsetzung seiner mahnenden Worte gegen den Krieg, zitiert aus dem „Steppenwolf“, die heute leider an ihrer Aktualität nichts verloren haben:

„Die Führer arbeiten stramm und erfolgreich auf den nächsten Krieg los, wir anderen tanzen unterdessen Foxtrott, verdienen Geld und essen Pralinés…“

„Immer so wie heute? Immer nur eine Welt für Politiker, Schieber, Kellner und Lebemänner und keine Luft für Menschen?“

(ANMERKUNG: Im sogenannten „Magischen Theater“ erlebt der Hauptprotagonist in „Der Steppenwolf“ eine Welt, in der Menschen gegen die Maschinen (Automobile) kämpfen und gegen jene, die sie besitzen (die Reichen, die Politiker). In diesem Sinne sollen nachfolgende Zitate verstanden werden)

„Es ist aber in der Tat gleichgültig, wie die Leute heißen, die wir da umbringen. Sie sind arme Teufel wie wir, auf die Namen kommt es nicht an.“

„Nur töten wir nicht aus Pflicht, sondern zum Vergnügen, oder vielmehr: aus Mißvergnügen, aus Verzweiflung an der Welt. Darum macht das Töten uns einen gewissen Spaß. Hat Ihnen das Töten nie Spaß gemacht?“

„Indem meine Mutter mich geboren hat, bin ich schuldig, bin ich verurteilt zu leben, bin verpflichtet, einem Staat anzugehören, Soldat zu sein, zu töten, Steuern für Rüstungen zu bezahlen. Und jetzt, in diesem Augenblick, hat die Lebensschuld mich wieder, wie einst im Kriege, dazu geführt, töten zu müssen. Und diesesmal töte ich nicht mit Widerwillen, ich habe mich in die Schuld ergeben, ich habe nichts dagegen, daß diese dumme, vestropfte Welt in Scherben geht, ich helfe gerne mit und gehe selber gerne mit zugrunde.“

„‚Komisch‘, sagte ich, ‚daß das Schießen so viel Spaß machen kann! Dabei war ich früher Kriegsgegner!'“

„Kaum hatten wir einen Menschen zu Gesicht bekommen, der noch harmlos, friedlich und kindlich sich benahm, der noch im Stand der Unschuld lebte, da schien uns unser ganzes so löbliches und notwendiges Tun auf einmal dumm und widerlich. Pfui Teufel, all das Blut! Wir schämten uns. Aber es sollen im Kriege sogar Generäle zuweilen so empfunden haben.“

„…mit Entsetzen erinnerte ich mich an jene scheußlichen Photographien von der Front, die man während des Krieges zuweilen zu Gesicht bekommen hatte, an jene Haufen ineinander verknäulter Leichname, deren Gesichter durch Gasmasken in grinsende Teufelsfratzen verwandelt waren. Wie war ich damals noch dumm und kindlich gewesen, als ich mich, ein menschenfreundlich gesinnter Kriegsgegner, über diese Bilder entsetzt hatte!“

Quelle: Hermann Hesse: “Der Steppenwolf”, Frankfurt am Main, 2005, S. 194, 233 – 236, 239, 241, 249, 250

 

Thoughts against the (imminent) war (2)

Nobel Prize winner Hermann Hesse (1877 – 1962) was an early warning voice against the war. In his 1927 novel „Steppenwolf“, he already indicated the possibility (after the first world war) for a new mass slaughter, which is twelve years later realized then.

Hermann Hesse is one of the most widely read German authors, especially abroad.

Here is the continuation of his words of warning against the war, quoting from the „Steppenwolf“, which today has unfortunately lost its actuality nothing:

„The leaders are working successfully at attention and go to the next war, dance the rest of us, meanwhile, foxtrot, earning money and eat chocolates …“

„Always like today? Nothing but a world of politicians, sliders, waiters and men about town, and no air to people?“

(NOTE: In the so-called „magic theater“ of the main character experienced in „Der Steppenwolf“ a world struggle in which humans against the machines (cars) and against those who own them (the rich, the politicians) in this sense are below. Quotations are understood)

„There is but indifferent, in fact, the names of the people we kill there. You are poor devils like us, is not the name of it.“

„Only we do not kill out of duty but for pleasure, or rather. Of displeasure, from despair to the world why does killing us some fun If you made the killing never fun.“

„By my mother bore me, I am guilty, I am condemned to live, am obliged to belong to a country to be a soldier to kill, to pay taxes for armaments. And now, at this moment, the survivor guilt me back , as before the war, led to kill to have. And this time I do not kill with reluctance, I have resigned myself to blame, I have nothing against this stupid, vestropfte world goes to pieces, I can help with you and go themselves with like basis. “

„‚Strange,‘ said I, ‚that the shooting could be so much fun! And I used to be opponents of the war!'“

„We had no sooner get a man to face, who acted harmless, peaceful and childish to still lived in the state of innocence, as we all our Sun laudable and necessary actions seemed at once stupid and disgusting. Ugh, all the blood ! We were ashamed. But it should have in the war even generals sometimes felt that way. “

„… With horror I remembered those awful photographs from the front, which had during the war sometimes get to see, were transformed to those clusters together tangled bodies, their faces with gas masks grinning devil masks. As I was still been stupid and childish, as I am, a philanthropic-minded opponents of the war, was appalled at these pictures! “

Source: Hermann Hesse, „Steppenwolf“, Frankfurt am Main, 2005, pp. 194, 233 – 236, 239, 241, 249, 250

Gedanken gegen den (bevorstehenden) Krieg (1)/ Thoughts against the (imminent) war (1)


Deutschland ist schon seit vielen Jahren wieder in einem neuen Krieg: in Afghanistan. Nun steht ein neuer bevor, das Säbelrasseln wird immer lauter, von dem noch nicht klar ist, wie die Bundesregierung sich daran beteiligen wird: Iran.

Doch fast alle Menschen auf dieser Welt wollen keinen Krieg, wollen keine toten Menschen, toten Kinder, die unsere Zukunft sind, keine zerstörte Erde, keinen nuklearen „Erst- oder Zweitschlag“. In diesem Sinne hatte der Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass ganz sicher recht. Ein anderer deutscher Literatur-Nobelpreisträger, der damals eingehend vor einem neuen Krieg warnte (dem 2. Weltkrieg) war Hermann Hesse (1877 – 1962), der uns  wunderbarere Literatur geschenkt hat aber auch einer der wenigen Mahner gegen ein neues Menschenschlachten war.

Nachfolgend möchte ich einige seiner diesbezüglichen Gedanken wiedergeben. Sie sind heute genauso aktuell wie damals. Allein dies ist mehr als erschreckend und sollte uns unsere eigene Ohmacht vor Augen führen, mit dem wir von den Regierungen überall auf der Welt gegängelt und für ihre Kriegstreiberei eingespannt werden.

Hermann Hesse:

„…es stünde besser um unser Land und um die Welt, wenn wenigstens die paar denkfähigen Menschen sich zu Vernunft und Friedensliebe bekennen, statt blind und besessen auf einen neuen Krieg loszusteuern.“

„…natürlich sind sie selber vollkommen unschuldig: der Kaiser, die Generäle, die Großindustriellen, die Politiker, die Zeitungen – niemand hat sich das geringste vorzuwerfen, niemand hat irgendeine Schuld! Man könnte meinen, es stehe herrlich in der Welt, nur liegen ein Dutzend Millionen totgeschlagener Menschen in der Erde.“

„Zwei Drittel von meinen Landsleuten lesen diese Art von Zeitungen, lesen jeden Morgen und Abend diese Töne, werden jeden Tag bearbeitet, ermahnt, verhetzt, unzufrieden und böse gemacht, und das Ziel und Ende von dem allem ist wieder der Krieg, ist der nächste, kommende Krieg, der wohl noch scheußlicher sein wird, als dieser es war.“

„Aber keiner will das, keiner will den nächsten Krieg vermeiden, keiner will sich und seinen Kindern die nächste Millionenschlächterei ersparen, wenn er es nicht billiger haben kann. Eine Stunde nachdenken, eine Weile in sich gehen und sich fragen, wieweit man selber an der Unordnung und Bosheit in der Welt teilhat und mitschuldig ist – sieh, das will niemand! Und so wird es also weitergehen, und der nächste Krieg wird von vielen tausend Menschen Tag für Tag mit Eifer vorbereitet. Es hat mich, seit ich es weiß, gelähmt und zur Verzweiflung gebracht, es gibt für mich kein ‚Vaterland‘ und keine Ideale mehr, das ist alles ja bloß Dekoration für die Herren, die das nächste Schlachten vorbereiten.“

„Ja solle wir denn also alles wegwerfen, auf allen Geist, auf alles Streben, auf alle Menschlichkeit verzichten, den Ehrgeiz und das Geld weiterregieren lassen und bei einem Glas Bier die nächste Mobilmachung abwarten?“

Quelle: Hermann Hesse: „Der Steppenwolf“, Frankfurt am Main, 2005, S. 110, 152 – 154

 

Thoughts against the (imminent) war (1)

Germany has for many years back in a new war in Afghanistan. Now stands before a new, saber rattling is getting louder by the still not clear how the federal government will participate in Iran.

But almost all people in this world do not want war, do not want dead people, dead children, who are our future, not destroying the earth, no nuclear „first or second strike.“ In this sense, the Nobel laureate Guenter Grass was certainly right. Another German Nobel laureate, warned at the time of the depth of a new war (World War 2) was Hermann Hesse (1877 – 1962), which are more wonderful literature but has also paid a few reminders of the battles against a new man was.

Below I would like to play some of his thoughts in this regard. They are as pressing today as then. This alone is more than frightening, and we should bear in mind our own powerlessness with which we patronized by the governments around the world and for their war-mongering clamped.

Hermann Hesse:

„… It would be better for our country and around the world, if at least the few sentient people are committed to reason and peace, love, and instead blindly obsessed loszusteuern for a new war.“

„… Of course they themselves are completely innocent of the emperors, generals, industrialists, politicians, newspapers – no one has the slightest reproach, no one has any guilt! You might think it stands splendid in the world, only a dozen million people are totgeschlagener in the earth. “

„Two thirds of my countrymen read this kind of newspapers to read every morning and evening, these sounds are every day worked, admonished harried, unhappy and evil done, and the aim and end of all this back to the war, the next , coming war that will probably be even more hideous than this was. “

„But nobody wants it, nobody wants to avoid the next war, no one wants to save himself and his children the next Millionenschlächterei if he can not get them cheaper. Wants to see that no one – think an hour, go for a while and ask themselves how far they themselves partaking of the disorder and wickedness in the world and is complicit! And it will continue so, and the next war will be prepared by many thousands of people every day with enthusiasm. It has taken me, since I know it, paralyzed and brought to despair, for me there is no ‚fatherland‘ and no longer ideals, so that’s all just decoration for the men who are preparing for the next battle. “

„Yes, we should throw away everything because that is where all spirit, all striving to renounce all humanity continue to govern, have the ambition and the money and wait for a beer the next mobilization?“

Source: Hermann Hesse, „Steppenwolf“, Frankfurt am Main, 2005, pp. 110, 152-154