UDO SCHULZE: „Peinlicher Zeugenauftritt eines Ex-Ministers – RAF-Prozess gegen Verena Becker (2)“


 

Mit einer Peinlichkeit endete am Freitag der Auftritt des ehemaligen Bundesinnenministers Gerhard Baum beim Prozess gegen die Ex-RAF-Terroristin Verena Becker in Stuttgart  Der 79-jährige FDP-Politiker war als Zeuge vor den Senat des OLG geladen worden. Zur Sache selbst machte er nur unzureichende Angaben.

Was die Gemüter mancher Beobachter in Wallungen brachte, war Baums Antwort auf eine Frage von Michael Buback, der in dem Prozess um die Ermordung seines Vaters als Nebenkläger auftritt. Buback wollte wissen, ob Baum nicht auch der Ansicht sei, Bundeskanzlerin Merkel habe sich nicht nur bei den Angehörigen der NSU-Opfer zu entschuldigen, sondern auch bei den Hinterbliebenen der RAF-Opfer. Daraufhin reagierte Baum unwirsch. Er weise, so der Ex-Minister, eine Gleichsetzung beider Komplexe entschieden von sich. Offenbar unterscheidet Baum (und nicht nur er) zwischen Terroropfern und Terroropfern, kennt demnach Betroffene und „Oberbetroffene“.

Auch die sonstigen Aussagen Baums trugen nicht gerade zur Aufklärung bei. Immerhin gewährte er einen Einblick in die Arbeitsweise des von ihm einst geführten Bundesinnenministeriums bezüglich des Verfassungsschutzes, dessen vorgesetzte Behörde das Ministerium ist. „Wir vom Innenministerium“, so Baum, „haben uns beim Verfassungsschutz nicht sehr eingemischt, nur in wenigen, bestimmten Fällen. In der Regel waren wir nur an Ergebnissen interessiert.“ Wie diese zustande kamen, war dem Liberalen offenbar gleichgültig. Lediglich philosophische Fragen bewegten den Mann im Zeugenstand. So fragte er zwischendurch, wo denn das Wohl der Bundesrepublik und dessen Gefährdung beginne und spielte damit auf seine beschränkte Aussagegenehmigung an, die ihm – ausgestellt von der aktuellen Bundesregierung – u. a. untersagte, über Kabinettssitzungen zu berichten. Nur in der Kantine zeigte Baum sich offener und plauderte an einem Tisch angeregt mit der Bundesanwaltschaft und einer Vertreterin des Nachrichtenmagazins Spiegel. Wenige Minuten später saß er wieder wirkungslos vor dem Senat und meinte zum Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback 1977: „Ich weiß nicht, wer geschossen hat.“

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Neue Enthüllungen Natascha Kampusch (14): „Versteckt, vertuscht, perfekt vermarktet“


Der Fall Natascha Kampusch hat für weltweite Schlagzeilen gesorgt.

Bei der Aufklärungsarbeit allerdings, halten sich viele Medien merkwürdigerweise zurück. Nur wenige berichten darüber. Erst jetzt, nach Veröffentlichung unserer Recherchen – zusammen mit den Kollegen von „20 Minuten“ – wird das Thema „Widersprüche“ zaghaft angegangen.

Vor allem in Österreich gibt es in diesem Zusammenhang eine große Zurückhaltung.

Lesen Sie dies und weiteres im letzten Teil der großen Natascha Kampusch-Enthüllungsreihe.

Natürlich werden wir weiter an diesem Fall dranbleiben und berichten.

Nachfolgend der Link:

http://www.20min.ch/kampusch/story/Versteckt–vertuscht–perfekt-vermarktet-12619417

Neue Enthüllungen Natascha Kampusch (13): „Die Bombe liegt im Parlamentskeller“


Schon längst ist der Fall Natascha Kampusch nicht nur mehr ein Kriminalfall, sondern auch ein Politikum.

Fest scheint zu stehen, so äußern sich inzwischen auch Poiltiker offiziell und inoffiziell, dass die Ermittlungsbehörden (Polizei und Staatsanwaltschaft), versagt haben. Der ehemalige Sokoleiter Franz Kröll, der die Causa akribisch ermittelte und sich nicht scheute auch über Dinge zu sprechen, die politisch nicht korrekt sind, ist tot.

Aufgrund der neuen Erkenntnisse und auch des medialen Drucks, überwiegend aus dem Ausland, ist die Politik gezwungen nun Farbe zu bekennen. Wird es einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss geben oder nicht?

Zu wünschen wäre ein solcher mit Nachdruck. Nur so könnte verhindert werden, dass der Fall Natascha Kampusch mit all seinen Widrigkeiten, Widersprüchen und Vertuschungen wieder in der Versenkung verschwindet.

Lesen Sie Teil 13 der großen Enthüllungsreihe bei den Kollegen von „20 Minuten“:

http://www.20min.ch/kampusch/story/Die-Bombe-liegt-im-Parlamentskeller-31903855

UDO SCHULZE: „Phantome, Geister und Kobolde – RAF-Prozess gegen Verena Becker (1)“


1977, im sogenannten Deutschen Herbst, zitterte die Republik vor der Roten Armee Fraktion, heute steht die letzte Ex_Terroristin dieser Gruppe, inzwischen Heilpraktikerin,  vor Gericht. Doch so wirklich scheinen die meisten der Beteiligten an einer Aufarbeitung der mörderischen Vergangenheit nicht interessiert zu sein. Vergangenen Donnerstag hatte ein weiterer Zeuge seinen Auftritt im Gebäude des Stuttgarter Landgerichts, in dem das Verfahren gegen Frau Becker läuft. Im Zeugenstand saß Burkhard U., Chefreporter einer nicht unbedeutenden deutschen Wochenzeitung. Er soll Professor Michael Buback, Sohn des ermordeten Spitzenjuristen Siegfried Buback, über geheimnisvolle Akten berichtet haben, die ein ehemaliger Mitarbeiter des deutschen Auslandsgeheimdienstes Bundesnachrichtendienst (BND) dem Reporter angeboten haben soll. Der Inhalt: Aussagen darüber, Verena Becker habe Buback 1977 von einem Motorrad aus erschossen. Seit spätestens 1981 war die ehemalige Terroristin dann Tipp-Geberin für den Verfassungsschutz. Doch vor Gericht wollte der wackere Journalist plötzlich von all dem nichts berichten und bezog sich auf sein  Zeugnisverweigerungsrecht. Er könne zu der ganzen Sache keine Angaben machen, ließ er über eine Anwältin, die ihm als Zeugenbeistand diente, wissen. Somit blieb auch im Dunkeln, ob es den BND-Informanten überhaupt gibt. War der scheinbar clevere Chefreporter einem Betrüger auf den Leim gegangen? Warum hat er seine brandheißen Rechercheergebnisse zum Mord an Siegfried Buback nicht schon längst veröffentlicht? Konnte oder wollte er sie nicht auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen? Hatte ein Phantom am entstehen der Papiere mitgewirkt? Der 49-jährige Redakteur jedenfalls bezog sich immer wieder auf sein Zeugnisverweigerungsrecht – und kam beim Gericht damit durch.

Ähnlich mysteriöse Erlebnisse verkündete der dem Journalisten folgende Zeuge, ehemaliger leitender Mitarbeiter einer Karlsruher Verwaltungsbehörde, deren Gebäude direkt am Tatort von 1977 liegt. Bernd K. (73) hielt sich am 7. April 1977 zur Tatzeit in einem der Büros auf, hörte von draußen die Schüsse auf Buback und eilte zum Fenster. Auf der Kreuzung will er den zuckenden Körper eines sterbenden Menschen neben dem stehenden Dienstwagen des Generalbundesanwalts gesehen haben. „Der Wagen war ausgerollt“, so der Zeuge. Doch sämtliche Fotos, die kurz nach dem Attentat entstanden, zeigen den Mercedes nicht auf der Kreuzung stehend, sondern über sie hinaus gerollt von einem Bordstein gestoppt. Demnach muss das Auto ohne Fahrer – er war nämlich der sterbende Mensch mitten auf der Kreuzung – wie von Geisterhand zunächst gestoppt und dann wieder gestartet worden sein. Doch wenn es so war, wer hat den Wagen wieder in Bewegung gesetzt und aus welchem Grund? Der Zeuge, glaubwürdig und von gutem Erinnerungsvermögen, blieb bei seiner Version.

So wie im Frühwinter ein gewisser Herr „Meerfeld“, früher Mitarbeiter des in Köln beheimateten Bundesamtes für Verfassungsschutz und eingesetzt in der Auswertungsabteilung „Linksextremismus“. Meerfeld war es, der einen Auswertungsbericht zu den Aussagen einer geheimen Quelle (die Vermutungen gehen in Richtung Verena Becker) zum Karlsruher Attentat angefertigt hatte. Und plötzlich tauchten in seinem eigenen Bericht, den zunächst niemand sonst in den Händen gehabt habe, die Namen Knut Folkerts, Günter Sonnenberg und Stefan Wisniewski als Täter von Karlsruhe auf. Nur: „Meerfeld“ weiß eigenen Angaben zufolge nicht, wie die Namen in den Bericht kamen. Er habe sie jedenfalls nicht hineingeschrieben, aber es habe auch kein anderer Zugang zu dem Schriftstück gehabt. Seit Jahren suche dass gesamte Amt nach der Ursache – bislang vergeblich. Der Ex-Verfassungsschützer, der derart gebeugt geht, als trage er die gesamte Last der unausgesprochenen Geheimdienstwahrheiten auf seinen Schultern, hinterließ übrigens auch inhaltlich keine gute Figur vor Gericht  – und musste deswegen zwei Mal als Zeuge auftreten. Beim ersten Mal hatte er sich offenbar in keiner Weise vorbereitet und wurde vom Vorsitzenden Richter Hermann Wieland prompt wie ein Schuljunge nach Hause geschickt.

Am nächsten Verhandlungstag, dem 24. Februar, soll der ehemalige Bundesinnenminister Gerhard Baum (FDP) als Zeuge aussagen.

Neue Enthüllungen Natascha Kampusch (12): „Der Fall kostete den Chefermittler das Leben“


Der Fall Natascha Kampusch hat viele verschiedene Facetten. Wir haben — zusammen mit den Schweizer Kollegen – bislang Widersprüche und Vertuschungen dokumentiert.

Die gab und gibt es auch innerhalb der Ermittlungsbehörden. Doch nicht alle wollten diese mittragen.

Der Leiter der Soko Kampusch, Franz Kröll, war der Lösung des Falles offenbar ganz nahe. Doch seine Ermittlungen wurden von ganz oben torpediert. Das trieb ihn in schwere Gewissensnöte. Kurz darauf war er tot. Selbstmord, wie es offiziell heißt.

Sein Bruder Karl Kröll ist davon überzeugt, dass der Sokoleiter ermordet wurde! Er erhebt schwere Vorwürfe gegen Politik und Justiz und kämpft seit Jahren für die Wahrheit.

Lesen Sie bei unseren Schweizer Kollegen von „20 Minuten“ nach, welche das sind, im 12. Teil der großen Natascha Kampusch Enthüllungsreihe.

Hier der Link: http://www.20min.ch/kampusch/story/Der-Fall-kostete-den-Chefermittler-das-Leben-31245140

Neue Enthüllungen Natascha Kampusch (11): „Mit der Pornohändlerin im Dauerkontakt“


Seit Jahren hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Vorkommnisse um die Causa Kampusch mit einem Kinderpornoring zu tun haben.

Hochrangige Persönlichkeiten sollen sich über verschiedene Wege Kinder für ihre sexuellen Abartigkeiten besorgen. Auch Natascha Kampusch soll eines dieser Opfer gewesen sein. Tatsächlich macht sie in ihrem Buch „3096 Tage“ verschiedene Andeutungen auf weitere Täter. Auch das Verhalten ihres Entführers Priklopil deutet darauf hin, der zudem selbst Kinderpornos konsumiert haben soll.

Die Ermittlungen hinsichtlich eines hohen Offiziers gerieten schnell zur Farce, niemand hatte offenbar großes Interesse daran, diese weiter zu betreiben.

Lesen Sie die ganze Geschichte im 11. Teil der großen Enthüllungsreihe bei unseren Schweizer Kollegen von „20 Minuten“, mit denen Udo Schulze und ich die Causa Kampusch neu aufrollen.

http://www.20min.ch/kampusch/story/Mit-der-Pornohaendlerin-im-Dauerkontakt-17779941

Neue Enthüllungen Natascha Kampusch (10): „Bibi, Wolfi und das Kind“


Es gibt weitere Ungereimtheiten im Fall Natascha Kampusch, über die wenig geredet und meist nur hinter vorgehaltener Hand spekuliert wurde.

Uns liegen Dokumente und Tonbandaufnahmen vor, die wir erstmals mit den Kollegen von „20 Minuten“ veröffentlichen.

Dabei geht es um die Fragen, ob Natascha Kampusch eine Beziehung mit dem Entführer Wolfgang Priklopil entwickelte, gar eine „Liebesbeziehung“ aus der sogar ein Kind entstand? Lebten die beiden wie ein Paar zusammen?

Hinweise darauf gibt es. Lesen Sie erstmals unter diesem Link:

http://www.20min.ch/kampusch/story/Bibi–Wolfi-und-das-Kind-11744042

Neue Enthüllungen Natascha Kampusch (9): „Margit W., die große Unbekannte“


Margit W., die Schwester Ernst H.s, des besten Freundes des Kampusch-Entführers Priklopil, der selbst in Verdacht stand an der Tat beteiligt gewesen zu sein, spielt in der Causa eine undurchsichtige Rolle.

Obwohl sie die Familie des Entführers kaum kannte organisierte sie die Beerdigung von Wolfgang Priklopil im Grab ihrer eigenen Familie (unter anderem Namen).

Zudem sorgte sie dafür, dass zwei Wohnungen den Entführers auf ihren Bruder Ernst H. übergingen.

Doch lesen Sie selbst im 9. Teil der großen Enthüllungsreihe bei unseren Schweizer Kollegen von „20 Minuten“, mit denen wir (Udo Schulze und ich) neue Fakten, Infos und Dokumente veröffentlichen.

LinK.

http://www.20min.ch/kampusch/story/Margit-W—die-grosse-Unbekannte-10962997

Neue Enthüllungen Natascha Kampusch (8): „Dem kann man kein Wort glauben“


Die neuen Enthüllungen im Fall Natascha Kampusch gehen weiter!

Der Freund von Entführer Priklopil und zeitweise auch Tatverdächtiger im Entführungsfall Kampusch, Ernst H., wurde mehrmals polizeilich vernommen. In der letzten Aussage drei Jahre später widersprach er seinen ersten Aussagen  komplett. Zudem ist Ernst H.s Geschichte allgemein sehr widersprüchlich. Auch von der Justiz ist er nie vernommen worden.

Zusammen mit den Kollegen von „20 Minuten“ veröffentlichen wir auf deren Onlinesite z.T. erstmals Auszüge aus den Vernehmungsakten und zeigen auch eine Tonbandaufnahme eines Gespräches zwischen Ernst H. und einem Medienvertreter.

Hier der Link:

http://www.20min.ch/kampusch/story/-Dem-kann-man-kein-Wort-glauben–13479738

Neue Enthüllungen Natascha Kampusch (7): „Natascha hauste längst nicht mehr im Verlies“


Laut eigener Aussage verbrachte Natascha Kampusch „3096 Tage“ in einem fensterlosen Verlies im Keller (so auch der Titel ihres Buches, der zum Besteller wurde). Dort wurde sie gefangengehalten und gepeinigt. So die offizielle Version, die auch von den Medien international verbreitet wurde.

Doch dies scheint nicht die Wahrheit zu sein! Unterlagen von Ermittlungsbehörden, die uns vorliegen, erzählen eine andere Geschichte. Erstmals werden diese im 7. Teil unserer großen Enthüllungsreihe über Natascha Kampusch bei den Schweizer Kollegen von „20 Minuten“ veröffentlicht.

Lesen Sie selbst!

Hier der Link:

http://www.20min.ch/kampusch/story/14271390