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Das Griechenland-Desaster: “Leute kämpft, sie trinken euer Blut!” (2)


GUIDO-KOLUMNE-MIX

♦ No.  498 (36/2015) ♦



Die Not der “normalen” Menschen ist groß in Griechenland. Größer, als wir es uns vorstellen können. Die Sparpakete und Strafregulierungen, die ihnen die Troika (bestehend aus IWF, EZB und EU) auferlegt haben, hat ein ganzes Volk ausgeblutet! Erst in jüngster Zeit wagen sich auch die ansonsten so EU-gläubigen Mainstream-Medien an dieses Thema heran. In meinem unzensierten Wirtschafts-Thriller 2018 – Deutschland NACH dem Crash – Was Politiker NICHT erzählen habe ich bereits im Mai 2013 über sämtliche Hintergründe, die zu diesem beispiellosen Desaster nach Ende des Zweiten Weltkriegs geführt haben, ausführlich berichtet. Vor allem von der Not der Menschen und der korrupten Oberklasse samt Politiker. Nachfolgend Auszüge aus meinem Buch. Es ist schwerer Tobak und doch Realität. So also sieht es aus, wenn sich ein Staat dem Strafdiktat der Eurokraten beugen muss. Es ist einfach unglaublich! Vergessen wir dabei auch nicht, dass der größte Teil der Hilfsgelder niemals beim griechischen Volk landete – sondern bei den Banken. Währenddessen ging die Verelendung der Bürger weiter. Bis heute.


Insgesamt beläuft sich die Gesamtverschuldung Griechenlands auf rund 345 Milliarden Euro und ist damit fünfmal größer als das Volumen der Staatsinsolvenz Argentiniens im Jahr 2003. Seit Beginn der Finanzkrise im Herbst 2008 ist das griechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) um über 20 Prozent gesunken, die Importe sind um ein Drittel eingebrochen und die Investitionen haben sich halbiert. Allein die Banken haben während der Krise annähernd 80 Milliarden Euro Einlagen verloren. Kein anderes Land in der EU hat seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine solche Depression durchgemacht. Der britische Princeton-Ökonom und Historiker Harold James vergleicht Griechenlands Wirtschaftskrise mit der Krise in den USA der 1930er-Jahre[1] oder der »Rezession in den post-sowjetischen Transformationsökonomien der 1990er Jahre«.[2]

Um zu verstehen, wie sehr das griechische Volk tatsächlich leidet, müssen wir noch einmal zurückblicken in den Spätherbst und Winteranfang 2012:

Ministerpräsident Antonis Samaras bezeichnete damals seinen »Job« als den »schwierigsten der Welt«; er selbst führe den »Kampf« seines Lebens. »Wir sind nichts, Griechenland ist alles (…)«, verkündete er pathetisch. »Wenn wir scheitern, wartet auf uns das Chaos (…) Wir müssen die Zähne zusammenbeißen.« Er gab zu, dass sein Land »blutet (…) Die bisherigen Einschnitte gehen bereits bis auf die Knochen. Wir sind an der Grenze dessen, was wir unserer Bevölkerung zumuten können.«[3]

Schon damals gab der Volkszorn gegen die verhassten Reformen einen Vorgeschmack auf das, was Samaras wohl mit »Chaos« bezeichnete. Denn ein neues umstrittenes und schmerzhaftes Sparprogramm sollte 2014 und 2015 den Haushalt um 18,5 Milliarden[4] Euro entlasten und insgesamt 89 Strukturmaßnahmen durchsetzen.

Vor der Abstimmung über dieses Sparpaket im November 2012, das durchzusetzen notwendig war, damit die Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission, die nächste Tranche von 31,5 Milliarden Euro aus dem zweiten Hilfspaket freigeben konnte, warnte Premier Samaras die politischen Reformgegner, dass es nun darum gehe, dass Griechenland »nicht ins Chaos« stürze.[5] Sollte das Reformpaket im Parlament scheitern, »verlieren wir in wenigen Monaten 80 Prozent unseres Lebensstandards, unsere Gesellschaft würde daran zerbrechen, unsere Wirtschaft zerstört, unsere Demokratie explodieren«.[6] Finanzminister Giannis Stournaras ergänzte düster, dass »wir« dann »hungern« müssten.[7] Schon im Sommer 2012 hatte dieser erklärt: »Entweder wir ergreifen die notwendigen Maßnahmen, oder wir kehren in zwei Monaten zur Drachme zurück.«[8]

Natürlich war der konservativen Regierung klar, dass wenn sie mit dem Sparprogramm scheiterte, auch ihre eigene letzte politische Stunde geschlagen hätte. Samaras erwies sich dabei als politischer »Wendehals«: Als Mitglied der »alten« Politgarde war er für das Desaster Griechenlands mitverantwortlich. Als die Vorgänger-Regierung unter Giorgos Papandreou 2010/2011 Reformen durchsetzen wollte, torpedierte Samaras diese. Nun wiederum setzt er solche selbst durch – gegen den Willen des Volkes. Dabei hatte er noch im Wahlkampf getönt, Sozialkürzungen zurückzunehmen, Bürokratie abzubauen und den Umbau der maroden Steuerverwaltung schneller umzusetzen. Griechenland hätte ein »enormes wirtschaftliches Potential« erklärte er sogar Mitte August einer großen deutschen Tageszeitung.[9] Worte, die allesamt als »Wahllügen« abgetan werden können, wie so oft in der Politik.

So stand vor der Abstimmung zum Sparpaket im November 2012 viel auf dem Spiel: die Zukunft des Landes, die Demokratie, die Zahlungsfähigkeit des Staats und Griechenlands Euro-Mitgliedschaft insgesamt. Doch vor allem würden die sozial schwachen Schichten der Gesellschaft leiden. Das ahnten die mehr als hunderttausend Menschen, als sie sich am Abend der Abstimmung vor dem griechischen Parlament versammelten, das von tausenden Polizisten bewacht wurde. Wieder kam es dabei zu schweren Ausschreitungen, die den Syntagma-Platz in eine Kampfzone verwandelten.

Die deutschen Medien reagierten mit Unverständnis, sprachen von »Krawallen« und fragten empört: »Hört das denn nie auf?«[10] Gleich so, als ob die Bürger und Gewerkschaften Griechenlands zu Unrecht gegen diese politische Willkür demonstrieren und dadurch nicht noch weiter in die Armut getrieben würden.

Doch aller Unmut, alle Proteste und Demonstrationen der Hellenen nützen schließlich nichts: Das griechische Parlament verabschiedete das neue Sparpaket. Dabei blieben die vollmundigen Verkündungen der drei Regierungsparteien, dass sie sich »jede Mühe« gegeben hätten, damit es »keine zusätzliche Belastung der schwächeren Schichten der Bevölkerung« geben würde, nichts als bloße Lippenbekenntnisse. Tatsächlich bedeuten die Reformen tiefe Einschnitte bei den Gehältern und den Renten ab 1.000 Euro von bis zu 15 Prozent, obwohl der griechische Rechnungshof bereits festgestellt hatte, dass die Rentenkürzung, die fünfte seit 2010, verfassungswidrig sei. Doch für die Regierung ist dieses Urteil nicht bindend. So gehören die Ruheständler zu den Verlieren, die vom Staat mit am schlimmsten geschröpft werden – in den letzten 24 Monaten bereits dreimal. Sie verlieren jährlich etwa 2.000 Euro, bislang ein Fünftel ihres Einkommens. Seit 2013 werden Rentenbezieher vom Finanzministerium stichprobenartig überprüft. Auch den Pensionären werden die monatlichen Bezüge um bis zu 10 Prozent gekürzt, Urlaubs- und Weihnachtsgratifikationen gestrichen.

Dagegen steigen die Versicherungsbeiträge (wobei die Krankenversicherungsbeiträge bereits verdoppelt wurden) und genauso die Steuer auf Sparguthaben von 10 auf 15 Prozent. Die Preise der Verkehrsunternehmen werden um wenigstens 25 Prozent angehoben, ebenso schrittweise die Tarife der öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft. Der Preisindex für selbst erzeugte Waren (BIP-Deflator) ist seit dem Jahr 2000 um 14 Prozent gestiegen, das Preisniveau der Waren und Dienstleistungen stieg im gleichen Zeitraum um 40 Prozent! Dagegen sind nach Berechnungen der OECD[11] die Realeinkommen seit 2010 um 25 Prozent gesunken.

Auch Einsparungen bei den Sozialleistungen werden festgelegt. Weitere Reformen werden diskutiert: So soll die Fünf-Tage-Woche abgeschafft, durch eine Sechs-Tage-Woche ersetzt und der 13-Stunden-Tag eingeführt werden. Kündigungsfristen und Abfindungen sollen empfindlich beschnitten und das Rentenalter von 65 auf 67 Jahre angehoben werden.

Auch die Kürzungen im öffentlichen Dienst gehen weiter: Richter, Polizisten, Krankenhausärzte verlieren nicht nur ihren bisherigen Anspruch auf Kinder-, Weihnachts-, Oster- und Urlaubsgeld sowie Prämien für die Erreichung von Zielvorgaben, sondern verdienen seit dem 1. Januar 2013 auch noch bis zu 30 Prozent weniger. Somit erhalten Gesetzeshüter im Monat gerade mal noch 610 Euro. Für diesen »Hungerlohn« wiederum sollen sie die Volksvertreter bei Protestaktionen und Streiks vor Demonstranten schützen. Ob diese Rechnung zukünftig aufgeht, ist die Frage. Bis 2015 sollen außerdem 150.000 Stellen der insgesamt 700.000 Staatsbediensteten im öffentlichen Dienst gestrichen werden. Aus Protest gegen diese geplanten Massenentlassungen besetzten Gewerkschaftsmitglieder aus Kommunalbehörden zahlreiche Rathäuser und andere Kommunalgebäude sowie Kindergärten. Die Müllabfuhr blockierte Lastwagenfuhrparks. Doch alles umsonst. Immer mehr Firmen schließen. Allein 2012 gingen rund 700.000 Handwerks- und Handelsunternehmen Pleite.

Ende Februar 2013 stieg die Arbeitslosigkeit mit rund 1,3 Millionen Menschen auf ein Rekordhoch. Sie lag bei 26 Prozent.[12] Im Vergleich zum Vorjahr hatte sich die Quote um über 43 Prozent erhöht. Inzwischen sind fast 60 Prozent der Griechen zwischen 15 und 24 auf Arbeitssuche. Diese Horrorzahlen werden sich auch in Zukunft nicht ändern, sagt Savas Robolis, Uniprofessor für Volkswirtschaft und Direktor des Instituts der Arbeit des griechischen Gewerkschaftsverbands GSEE. Schon vor Jahren war er als Schwarzmaler kritisiert worden, weil er 25 Prozent Arbeitslosigkeit vorausgesagt hatte. Schließlich hatte er Recht behalten. Robolis schätzt, dass die Zahl der Erwerbslosen auf 29 Prozent und die reale Arbeitslosigkeit, mit allen Unter- und Minimalbeschäftigten, auf 35 Prozent steigen werden.[13] Im Februar 2013 beträgt sie bereits fast 27 Prozent.[14] Dabei erhalten Arbeitslose magere 360 Euro an finanzieller Unterstützung und das auch nur ein Jahr lang. Bereits 2012 wurde der Mindestlohn von 751 auf 586 Euro brutto gekürzt. Das Durchschnittsgehalt beträgt gerade mal 950 Euro im Monat. Doch hunderttausende Angestellte und Arbeiter warten manchmal Wochen oder Monate auf ihre Gehälter.

FORTSETZUNG FOLGT …

 

Quellen:

[1] »Der Einbruch der Bankeinlagen sieht noch schlimmer aus als in den USA in der Großen Depression.« Vgl. »Vergleichbar mit den 30er-Jahren« in: Financial Times Deutschland v. 22.10.12

[2] Vgl. »Vergleichbar mit den 30er-Jahren« in: Financial Times Deutschland v. 22.10.12

[3] Vgl. »Antonis Samaras: ‚Wenn wir scheitern, wartet das Chaos’« in: Handelsblatt v. 05.-07.10.12

[4] Zuvor waren es 11,5 dann 13,5 und dann 18,5 Milliarden Euro.

[5] Vgl. »Regierungschef Samaras warnt die Griechen vor dem Chaos« in: Handelsblatt v. 31.10.12

[6] Vgl. »Die nächste Zitterpartie für Samaras« in: Handelsblatt v. 05.11.12

[7] Vgl. »Berliner Abfuhr für Griechen« in: Financial Times Deutschland v. 25.10.12

[8] Vgl. »Athen dreht wieder Ehrenrunde« in: derstandard.at v. 31.07.12 (http://derstandard.at/1343743498059/Athen-dreht-wieder-Ehrenrunde-Griechenland-Krise-Euro-Troika)/Zugriff: 10.12.12

[9] Vgl. »Antonis Samaras: ‚Ich verspreche, dass wir unsere Schulden zurückzahlen’« in: Bild v. 23.08.12

[10] Vgl. beispielsweise Bild v. 08.11.12, die titelte: »Krawalle in Athen – Hört das denn nie auf?«

[11] Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development)

[12] »Euro-Zone: Arbeitslosigkeit im Euro-Raum auf Rekordhoch« in: manager-magazin.de v. 02.04.13 (http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,892025,00.html)/Zugriff: 02.04.13

[13] Vgl. »Ein Land macht dicht« in: Financial Times Deutschland v. 09.11.12

[14] »23 Prozent der Griechen sind arm« in: tagesspiegel.de v. 11.02.13 (http://www.tagesspiegel.de/politik/euro-krise-23-prozent-der-griechen-sind-arm/7762414.html)/Zugriff: 11.02.13

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Das Griechenland-Desaster: “Leute kämpft, sie trinken euer Blut!” (1)


GUIDO-KOLUMNE-MIX

♦ No.  497 (35/2015) ♦



Die Not der “normalen” Menschen ist groß in Griechenland. Größer, als wir es uns vorstellen können. Die Sparpakete und Strafregulierungen, die ihnen die Troika (bestehend aus IWF, EZB und EU) auferlegt haben, hat ein ganzes Volk ausgeblutet! Erst in jüngster Zeit wagen sich auch die ansonsten so EU-gläubigen Mainstream-Medien an dieses Thema heran. In meinem unzensierten Wirtschafts-Thriller 2018 – Deutschland NACH dem Crash – Was Politiker NICHT erzählen habe ich bereits im Mai 2013 über sämtliche Hintergründe, die zu diesem beispiellosen Desaster nach Ende des Zweiten Weltkriegs geführt haben, ausführlich berichtet. Vor allem von der Not der Menschen und der korrupten Oberklasse samt Politiker. Nachfolgend Auszüge aus meinem Buch. Es ist schwerer Tobak und doch Realität. So also sieht es aus, wenn sich ein Staat dem Strafdiktat der Eurokraten beugen muss. Es ist einfach unglaublich! Vergessen wir dabei auch nicht, dass der größte Teil der Hilfsgelder niemals beim griechischen Volk landete – sondern bei den Banken. Währenddessen ging die Verelendung derBürger weiter. Bis heute.


Das grandiose Feuerwerk über der Akropolis zur Einführung des Euro am 1. Januar 2002 ist längst verblasste Erinnerung. Denn auch in Griechenland bestimmen in den letzten Monaten ganz andere Geschehnisse den bitteren Alltag, die, zeitgleich wie in Spanien, Resteuropa aufschrecken.

Athen, September 2012: Straßenschlachten zwischen Sicherheitskräften und hundertausenden Demonstranten, von denen einige das Parlament stürmen wollten. Zurückgedrängt von Polizisten mit Gasmasken, Schilden und Schlagstöcken, die mit äußerster Brutalität die »Domäne der Demokratie« verteidigten. Pflastersteine, Flaschen und Molotowcocktails gegen Tränengas, Blendgranaten und Pfefferspray. Brennende Autos und Rauchschwaden, Schreie und Tränen – auch hier Szenen wie aus einem Bürgerkrieg. »Ein Land in Flammen« schrieb die größte deutsche Boulevardzeitung einen Tag später.[1] Ansonsten gutwillige Ladenbesitzer, Apotheker, Lehrer und Automechaniker schrien ihre Wut über die erneuten Sparmaßnahmen und Rentenkürzungen hinaus, bezeichneten Politiker als Diebe und skandierten: »Leute kämpft, sie trinken euer Blut!«[2] Eine Mutter von vier Kindern klagte: »Die Steuererhöhungen und Lohnkürzungen bringen uns um. Wir können es nicht mehr ertragen. Wir können doch so nicht unsere Kinder großziehen.«[3] Gleichzeitig legte ein Generalstreik das Land weitgehend lahm. Arbeiter der Werft Hellenic Skaramagas versuchten das Verteidigungsministerium zu stürmen, um die Auszahlung ihrer seit sechs Monaten ausstehenden Löhne zu erzwingen. Aber auch sie wurden von Sicherheitskräften daran gehindert.

Einen Monat später, im Oktober 2012, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel das erste Mal während der Eurokrise einen Besuch in Athen angesagt. Sie wollte damit ihre Unterstützung für den harten griechischen Reformkurs ausdrücken und die Chancen für deutsche Investitionen diskutieren. Ein Solidaritätsbesuch sollte es werden – mitten hinein in die griechische Tragödie und Auge in Auge mit dem Chaos, das auch noch auf Deutschland zukommen kann.

Schon vorher verkündete das griechische Bündnis der radikalen Linken Syriza unter dem jungen, charismatischen und eloquenten Oppositionsführer Alexis Tsipras, dass die Stippvisite der deutschen Regierungschefin eine »weitere Demonstration der Unterwerfung Griechenlands unter die Interessen der Banker und des Kapitals« sei.[4] Tsipras will große Teile der griechischen Wirtschaft verstaatlichen und aus dem Euro austreten. Seine Worte fielen bei den Griechen auf fruchtbaren Boden: Eine überwiegende Mehrheit von 84 Prozent machte Merkel für die harten Sparauflagen, den wirtschaftlichen Niedergang und die horrende Arbeitslosigkeit (mit-)verantwortlich. So sank ihr Ansehen bei den Hellenen auf einen Tiefpunkt. An den Wänden der griechischen Zentralbank prangte ein rot-schwarzes Graffito, das vielen Menschen in dieser Zeit wohl aus den Herzen sprach: »Ihr Reichtum, unser Blut«.[5] Vergessen hatten die Griechen auch keinesfalls die Worte, die die »eiserne Kanzlerin« 2012 im Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen für sie gefunden hatte: »Ihr müsst sparen, ihr müsst redlich werden, ihr müsst euch ehrlich machen!«[6] CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder legte noch nach und verkündete vor der Reise der Kanzlerin, dass diese »keine Geschenke« mitbringen würde.[7] Doch da täuschte er sich oder sagte die Unwahrheit, wie noch zu berichten sein wird.

So glich Athen bei Merkels Staatsbesuch auch eher der antiken Stadt Troja mit ihren Befestigungen, Wehrmauern und Wällen: Eine halbe Armee von 7.000 Polizisten, herangekarrt aus allen Teilen des Landes, riegelte ganze Innenstadtbereiche sowie das Regierungsviertel für den siebenstündigen Kanzlerbesuch ab. Kurioserweise wurden diesen Polizisten in den Wochen zuvor selbst die Bezüge gekürzt, und sie hatten dagegen demonstriert! Zudem wurden Scharfschützen, Wasserwerfer und Hubschrauber in Stellung gebracht. Die Fahrtroute der Kanzlerin vom Flughafen in die Stadt wurde komplett abgesperrt, ebenso die vier U-Bahn-Stationen in der Umgebung des griechischen Parlaments. Die eigenen Personenschützer der Kanzlerin wachten mit Argusaugen über ihr.

Empfangen wurde Merkel von den Demonstranten jedoch völlig unangemessen: mit Hitlerfotos, Naziflaggen, Spruchbändern und Plakaten, auf denen auf Deutsch Parolen standen wie: »Angela, weine nicht. Da ist nichts im Schrank, was zu holen wäre«, »Merkel raus, Griechenland ist nicht Deine Kolonie”[8], »Raus aus unserem Land, du Schlampe« und noch schlimmer: »Merkel, Hitlers Tochter«.[9]

Die Kanzlerin ließ sich von der aufgeheizten Stimmung nicht aus der Ruhe bringen und sagte dem konservativen griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras eine Finanzhilfe für Reformen in Verwaltung und Gesundheitswesen in Höhe von 30 Millionen Euro zu. Auch fand sie dieses Mal versöhnliche Worte: »Ich wünsche mir, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt.«[10]

Trotz dieser Gesten konnte sie die Massenproteste nicht besänftigen. Während sie sich im griechischen Parlament zu Gesprächen mit Politikern und Wirtschaftsfunktionären zurückzog, wurden draußen Hakenkreuzfahnen verbrannt und weiter in Naziuniformen skandiert. Zehntausende Demonstranten zogen durch Athen, verwandelten die griechische Hauptstadt in einen brodelnden Kessel. Einige Straßen erinnerten geradezu an ein Schachtfeld. Protestierende versuchten, die Absperrgitter vor dem Parlament zu stürmen. Dasselbe Bild wie einen Monat zuvor: Gasmasken, Tränengas, Blendgranaten, Wasserwerfer, Schlagstöcke, Molotowcocktails, Knallkörper, Steine, Vermummte, Verletzte und Verhaftete. Merkel gelang es, unbeschadet und ohne Zwischenfälle aus dem Hexenkessel nach Berlin zurückzufliegen.

Weniger Glück hatte der deutsche Konsul Wolfgang Hoelscher-Obermaier im November 2012. Er musste unfreiwillig und unschuldig für das büßen, was Hans-Joachim Fuchtel, Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium und Beauftragter der Bundeskanzlerin für die Deutsch-Griechische Versammlung, zuvor griechischen Journalisten an den Kopf geworfen hatte: Ein deutscher Beamter würde die gleiche Arbeit wie drei in Griechenland erledigen. Mit dieser unbedachten Äußerung brachte er nicht nur die Massen gegen sich selbst, sondern auch gegen alles Deutsche auf. So war Generalkonsul Hoelscher-Obermaier zur falschen Zeit am falschen Ort: Am 15. November hielt er sich am Rande eines Treffens deutscher und griechischer Bürgermeister in Thessaloniki auf. Die Stimmung war explosiv. Rund 250 Demonstranten hatten sich vor dem Gebäude versammelt. Anti-Nazi-Parolen wurden skandiert, über Lautsprecher Nazi-Lieder und Radioaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg abgespielt. Dann stürmten die Protestierenden den Treffpunkt, wobei im anschließenden Handgemenge volle Kaffeebecher und Wasserflaschen auf den deutschen Generalkonsul geworfen wurden. Nur mit Mühe konnte die Polizei Hoelscher-Obermaier vor dem wütenden Mob schützen. Kurz darauf wurden drei der Angreifer wegen versuchter Körperverletzung, tätlicher Beleidigung und Störung des öffentlichen Friedens verhaftet – sehr zum Unwillen der Bevölkerung. Wenige Tage später wurden sie jedoch von einem Gericht wieder freigesprochen.

Im März 2013 sollte es eine deutsch-griechische »National-Ikone« richten: Auf Bitten Angela Merkels reiste Otto Rehhagel mit einer deutschen Delegation nach Griechenland. »Rehakles« oder »König Otto«, wie der Fußballtrainer hier genannt wird, seit er 2004 die Hellenen zum Sieg der Fußball-Europameisterschaft geführt hatte, sollte nun für die deutsch-griechische Freundschaft werben.[11] Peinlicher geht es wohl nicht mehr…

Soweit ist die Bundesregierung also schon, um das Pulverfass Griechenland wieder zu »befrieden«. Es wird nicht viel nützen, denn das Land verkommt immer mehr zu einem Bürgerkriegsschauplatz.

Thales, Pythagoras, Heraklit, Sokrates, Platon und Aristoteles, um nur einige der klügsten hellenischen Köpfe aus der Antike zu nennen, würden sich schamvoll von dem abwenden, was sie heute hier vorfinden: Politiker gegen das Volk – das Volk gegen die Politiker. Die Worte eines anonym gebliebenen Atheners kommen wieder in Erinnerung, der in seiner Athenaion Politeia aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. über jene schrieb, die »nicht aus dem Volke stammen«, die Politiker also, dass diese »ihre eigene Schurkerei in einer demokratischen Umgebung besser verstecken können als in einer oligarchischen«.[12] Vielleicht ist tatsächlich etwas dran an diesen Worten – die griechische Regierung betreffend. Doch sie verklingen ungehört hinter einem Sturm aus schmerzhaften Spar- und Reformprogrammen, die die Wiege der europäischen Zivilisation, der westlichen Philosophie und des wissenschaftlichen Fortschritts wie ein Odem aus der hellenischen Unterwelt überzieht. Ein Land in Not. Ein Volk unter der Knute eines schamlosen, unberechenbaren und gierigen »Leviathans«.

Da Griechenland keine neuen Schulden mehr an den Kapitalmärkten aufnehmen kann, ist es von der Europäischen Zentralbank, der Euro-Gruppe und dem Internationalen Währungsfonds abhängig. Im Mai 2010 wurde ein erstes Hilfspaket von 110 Milliarden Euro beschlossen, von dem etwa 77 Milliarden ausgezahlt wurden. Im Oktober 2011 einigten sich die Euro-Länder zusammen mit den Banken auf eine Entschuldung Athens: Sie mussten mehr als 50 Prozent ihrer Forderungen abschreiben. Griechenlands Verbindlichkeiten sanken damit um 100 Milliarden Euro. Im Februar 2012 wurde ein zweites Kreditpaket in Höhe von 130 Milliarden Euro verabschiedet. Voraussetzung dafür: Das Land sollte eine rigide Sparpolitik und Strukturreformen einhalten. Doch Athen benötigte weiteres Geld. Nach langem Hin und her einigten sich Ende November 2012 die Euro-Finanzminister und der IWF schließlich darauf, weitere 43,7 Milliarden Euro nach Hellas zu überweisen, die zwei Wochen später freigegeben wurden. Das bescherte Griechenland kurz darauf auch eine Heraufstufung der Ratingagentur Standard & Poor’s von »CCC« auf »B-«. Der Ausblick wurde als »stabil« gewertet, weil die EU-Staaten entschlossen seien, Athen in der Euro-Zone zu halten, obwohl die drei größten Banken immer mehr Verluste melden. Allein die griechische Nationalbank machte in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 stolze 2,45 Milliarden Euro Miese. Im selben Zeitraum 2011 waren es 1,35 Milliarden gewesen. Insgesamt 50 Milliarden Euro sollen die griechischen Banken für ihre Rekapitalisierung erhalten.

So wird also der größte Teil der Hilfsgelder nicht zum Nutzen der griechischen Bevölkerung eingesetzt, sondern zur Bankenrettung. Zu allem Übel dienen über 70 Prozent davon lediglich dazu, fällige Kredite und Zinsen zu bezahlen![13] Wieder einmal also verdienen sich die Banken eine goldene Nase, während das Volk – im wahrsten Sinne des Wortes – »ausblutet«, wie ich noch aufzeigen werde.

Auch der Bundestag winkte das Sparpaket durch. Damit erhielt das EU-Krisenland insgesamt 190 Milliarden Euro an Krediten und Garantien,[14] zusätzlich zwei Jahre mehr Zeit (statt 2014 nun bis 2016), seine Sparauflagen umzusetzen, die allerdings bis zu 20 Milliarden Euro mehr kosten werden.[15] So sollte die Verschuldung des Landes 2012 auf 167 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gedrückt werden, 2020 dann auf 120 Prozent. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass bereits 2013 die Verschuldung mit 181 Prozent einen Höchststand erreichen und 2020 um 20 Prozent höher ausfallen würde als geplant.[16]

FORTSETZUNG FOLGT …

 

Quellen:

[1] Vgl. »Ein Land in Flammen« in: Bild v. 27.09.12

[2] Vgl. »Krawalle überschatten Generalstreik« in: 20MinutenOnline v. 26.09.12 (http://www.20min.ch/ausland/news/story/15616491)/Zugriff: 26.09.12

[3] Vgl. »Griechen streiken gegen Einschnitte« in: FrankfurterRundschauOnline v. 27.09.12 (http://www.fr-online.de/schuldenkrise/eurokrise-griechen-streiken-gegen-einschnitte,1471908,19079940.html)/Zugriff: 27.09.12

[4] Vgl. »Griechenland hofft und bangt« in: Handelsblatt v. 09.10.12

[5] Vgl. »Merkels Bankhaus« in: Financial Times Deutschland v. 28.09.12

[6] Vgl. »Berliner Wendemanöver« in: Financial Times Deutschland v. 09.10.12

[7] Vgl. »Griechenland hofft und bangt« in: Handelsblatt v. 09.10.12

[8] Vgl. »Zwei Freunde ganz unter sich« in: Financial Times Deutschland v. 10.10.12

[9] Vgl. »Griechen wüten gegen Kanzlerin Merkel: ‚Raus aus unserem Land’« in: Bild v. 10.10.12

[10] Vgl. »Ein Zeichen der Solidarität« in: Handelsblatt v. 10.10.12

[11] »Im Auftrag von Merkel: Rehhagel reist nach Griechenland« in: hamburgerabendblatt.de v. 25.03.13 (http://www.abendblatt.de/politik/article114764009/Im-Auftrag-von-Merkel-Rehhagel-reist-nach-Griechenland.html)/Zugriff: 26.03.13

[12] Vgl. Luciano De Crescenzo: »Geschichte der griechischen Philosophie – Die Vorsokratiker«, Zürich 1990, S. 26

[13] Im Jahr 2017 soll die Rückzahlung der Hilfskredite beginnen; dabei werden 62,4 Milliarden Euro an Zinsen und Tilgung fällig.

[14] Der deutsche Anteil an den Kreditgarantien beträgt 27 Prozent.

[15] Diese zusätzliche Finanzlücke soll voraussichtlich mit Mitteln des Euro-Rettungsfonds ESM geschlossen werden. Andere Hilfen werden ebenfalls diskutiert, beispielsweise ein neuer Schuldenschnitt, den die Bundesregierung und die öffentlichen Gläubiger jedoch kategorisch ablehnen (auch andere EU-Staaten wie Finnland oder die Niederlande verweigern einen solchen (vgl. dazu: »Troika sieht Fortschritte in Athen« in: Handelsblatt v. 13.11.12). Hintergrund: Private Gläubiger hatten bereits 70 Prozent ihrer nominalen Forderungen abgeschrieben. Diskutiert wurde darüber, ob die 53 Milliarden Euro aus dem ersten Hilfsprogramm nicht abgeschrieben werden sollten, um die Tragfähigkeit der Schulden wieder herzustellen. Davon wäre allerdings nicht der Rettungsfonds betroffen, sondern die Euro-Länder. Möglich wäre ein solcher Schuldenschnitt nur mit einer Information des Haushaltsausschusses, theoretisch sogar ohne die Zustimmung des Bundestags, der im Mai 2010 zusammen mit dem Bundesrat eine Griechenland-Hilfe von 22,4 Milliarden Euro an Gewährleistungen im Eilverfahren durchgepeitscht hatte. Daraufhin verlieh die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Auftrag des Bundes 15,5 Milliarden Euro an die Hellenen. Würden diese (oder ein Teil davon) schließlich abgeschrieben, müsste der Bund diesen Schaden ersetzen. Auf gut Deutsch: Der deutsche Steuerzahler müsste wieder einmal dafür geradestehen, und zwar mit mindestens 8 Milliarden Euro. Ein 50-prozentiger Schnitt würde ihn sogar 23 Milliarden Euro kosten (vgl. dazu: »Deutschland will Griechen 44 Milliarden Euro überweisen« in: Bild v. 14.11.12 / »Die Politik der teuren Schritte« in: Handelsblatt v. 19.11.12). Der IWF hingegen fordert vehement einen »Haircut« oder einen Rückkauf alter griechischer Staatsanleihen zum viel niedrigeren Marktwert durch Athen, dass Berlin seine Zinsgewinne nach Griechenland überweist, die EZB auf ihre Bonddepots-Gewinne verzichtet, Athen Zinszahlungen erlassen werden oder die umlaufende griechische Staatsschuld komplett entwertet wird. Im Dezember 2012 schließlich kaufte Athen mit Mitteln des ESFS von Privatinvestoren gehaltene Anleihen im Wert von rund 10 Milliarden Euro zurück, um seinen Schuldenstand zu senken (vgl. dazu: »Griechenland buhlt um Gunst der Investoren« in: Financial Times Deutschland v. 03.12.12 / »Athen hofft auf Spekulanten« in: Handelsblatt v. 03.12.12).

[16] Laut EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen. Vgl. dazu: »Euro-Staaten zwingen EZB zu Griechen-Hilfe« in: Financial Times Deutschland v. 12.11.12

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Nemzow-Auftragsmord: Was weiß die Geliebte wirklich?


GUIDO-KOLUMNE-MIX

♦ No.  496 (34/2015) ♦



Der hinterhältige Mord an Boris Nemzow erschüttert die Welt.

Vor allem in der angespannten Situation im Ukraine-Krieg ist diese abscheuliche Tat hochexplosiv.

Dabei gibt es einige Komponenten und Mitspieler, die mehr als nachdenklich machen.

Sie heißt Anna Duritskaya, ist 23 und bildhübsch: Die Rede ist von dem ukrainischen Model, das den 55-jährigen Oppositionspolitiker in der Mordnacht begleitete. Es war ein offenes Geheimnis, dass die beiden seit Jahren ein Verhältnis hatten, sich in Kiew und Moskau trafen. Trotz der zweiunddreißig Jahre Altersunterschied …

Der Politiker soll seine junge Geliebte für ihre Liebesdienste mit teuren Geschenken (Schmuck, exklusiver Kleidung etc.) “bezahlt” haben. So jedenfalls eine Freundin von Anna.

Die Frage ist, welche Rolle sie bei dem vermutlichen Auftragsmord spielt, dem Nemzsow am 27. Februar rund 200 Meter vom Kreml entfernt zum Opfer fiel?

Fakt scheint jedenfalls zu sein: Annas Eltern waren gegen die Beziehung zu dem Politiker, versuchten sie sogar von dieser Beziehung abzubringen. Ebenso der als sehr eifersüchtig geltende Ex-Freund.

Weitere Details tauchen auf – nicht unbedingt in der Mainstream-Presse, die bereits den Mörder Nemzows ausgemacht zu haben scheint: Wladimir Putin.

Demnach soll Boris Nemzow seine junge Geliebte gezwungen haben, eine Abtreibung in der Schweiz vornehmen zu lassen. Dem Vernehmen nach in einer Klinik in Zürich. Den medizinischen Eingriff soll der Politiker bezahlt haben.

Das Schweiz Magazin berichtet weiter:

Videoaufnahmen kurz vor dem Tod von Nemzow, zeigen offenbar ein zerstrittenes Paar. Während er fast allein im russischen Kaufhaus GUM umherlief und mit seinem Handy telefonierte, ging seine Geliebte viele Meter hinter ihm. Sie sind zu keinem Zeitpunkt gemeinsam auf den Aufnahmen zu sehen und für ein Paar immer sehr weit auseinander. Anna Duritskaya gilt aber derzeit bei den Ermittlungsbehörden nicht als Tatverdächtige. Warum sie als direkte Zeugin, die den oder die Täter mit eigenen Augen gesehen hat, nicht auch getötet wurde, bleibt jedoch rätselhaft.#

Quelle: http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/22352-Nemzow-Mord-aus-Eifersucht.html

So stellt sich tatsächlich die Frage, welche Rolle Anna Duritskaya bei diesem Auftragsmord spielt? Ist sie nur ein Opfer, das Glück hatte und zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war?

Oder weiß sie mehr über die Hintergründe? Oder warum sonst, sollte eine Augenzeugin nicht auch beseitigt werden?

Wenn dies aufgeklärt ist, dann kommen die Ermittler gewiss einen großen Schritt weiter.

Dass jedenfalls der russische Präsident Wladimir Putin – im wahrsten Sinne des Wortes – so “blöd” ist, einen Regimekritiker direkt vor seiner Haustür, dem Kreml, ermorden zu lassen, erscheint doch mehr als hanebüchen!

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Causa Natascha Kampusch: Aufklärer Johann Rzeszut von Gericht freigesprochen!


GUIDO-KOLUMNE-MIX

♦ No.  495 (33/2015) ♦



 

Einer der ersten und engagiertesten Aufklärer in der Causa Kampusch, der die zahlreichen Ungereimtheiten erst auf den Tisch brachte, ist der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofs in Wien, Johann Rzeszut.  Er war auch zeitweise Mitglied der eingesetzten Evaluierungskommission.

Von Anfang an zweifelte der ehemals oberste Richter Österreichs die offizielle Darstellung des Falles an und lieferte Fakten.

Kein Wunder, dass er dadurch selbst ins Visier derjenigen geriet, die seit Jahren versuchen, den sprichwörtlichen Deckel zuzumachen.

Der Vorwurf gegen Johann Rzeszut lautet auf den Verdacht einer Falschaussage:  “Im März 2012, also fast sechs Jahre nachdem Natascha Kampusch die Flucht gelungen war, hatte ein niederösterreichischer Polizist auf eigene Faust so etwas ähnliches wie stark verspätete Nachforschungen in einer niederösterreichischen Volksschule durchgeführt. Als die Sache aufflog, wurden Erhebungen gegen den Beamten geführt. Dabei wurde auch Rzeszut befragt, weil sich herausgestellt hatte, dass es telefonische Kontakte zwischen dem Beamten und Rzeszut gegeben hatte. Nach dieser Befragung hatte die Staatsanwaltschaft Linz den Verdacht, dass Rzeszut falsche Angaben gemacht haben könnte. Rzeszut bestreitet dies entschieden.”

Quelle: Die Presse v. 03.04.14

Auf meinem Blog schrieb ich diesbezüglich bereits:

Ob es diese “telefonischen Kontakte” allerdings je gab und/oder nicht “inszeniert” wurden, bleibt weiterhin sehr fraglich für mich. Auch der Richter selbst bestreitet die Vorwürfe entschieden.

Strafandrohung: bis zu drei Jahren Haft. Damit wäre einer der profiliertesten Kritiker kalt gestellt. Und das ist letztlich das Ziel derjenigen, die hinter dem Entführungsfall stecken!

Dennoch geben sich viele Kenner und Insider – des weltweit einzigartigen Entführungsfalles – aus Politik, Justiz und Medien keineswegs mit den abschließenden Ermittlungsergebnissen zufrieden, die eine Mehrtäter-Theorie und ein elitäres Pädäophilennetzwerk ausschließen.

Ganz im Gegenteil. Der durch (scheinbaren) Selbstmord umgekommene Ermittlungsleiter Oberst Franz Kröll jedenfalls hat viele Hinweise gefunden, die genau in diese Richtung gehen.

Genauso wie ich selbst bei meinen monatelangen Recherchen, die ich verschiedenen Büchern zusammengefasst habe.

Das elitäre Netzwerk, von dem Kröll sprach, existiert weiter. Und momentan schlägt es zurück, um Kritiker mundtot zu machen und seine Verbrechen zu vertuschen!

Natascha Kampusch ist damit kein gewöhnlicher Kriminalfall – nein, er ist zur Staatsräson geworden!

siehe beispielsweise: https://guidograndt.wordpress.com/2014/04/12/fall-natascha-kampusch-das-imperium-schlagt-zuruck-2/

Doch die Hintermänner in der Causa Kampusch haben sich verschätzt!

Gestern wurde Johann Rzeszut vor dem Wiener Straflandesgericht von den Vorwürfen freigesprochen!

Mit einem Freispruch ist am Freitag im Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen den pensionierten Präsidenten des Obersten Gerichtshofs (OGH), Johann Rzeszut, zu Ende gegangen. Ihm war falsche Zeugenaussage vorgeworfen worden. Richterin Claudia Geiler sagte in ihrer Begründung, im Zweifel liege keine “subjektive Tatseite” vor.

Die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab, weshalb der Freispruch vorerst nicht rechtskräftig ist. Der ehemalige Spitzenjurist, dem im Fall eines Schuldspruchs bis zu drei Jahre Haft gedroht hätten, wollte nach der Verhandlung gegenüber den Medien keine Erklärung abgeben…

Quelle: http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/4673196/Fall-Kampusch_ExOGHPraesident-Rzeszut-freigesprochen

Damit sind die hanebüchenen Vorwürfe gegen den einstigen Präsidenten des Obersten Gerichtshofs ad absurdum geführt worden.

Der Versuch, den völlig integren Juristen mundtot zu machen, sind gescheitert. Vorerst jedenfalls.

Man darf gespannt sein, was als nächstes kommt.

Denn die “Staatsaffäre” Natascha Kampusch ist längst noch nicht geklärt.

Das elitäre Netzwerk, von dem der (meines Erachtens) ermordete Chefermittler berichtete, ist nach wie vor aktiv und wird alles tun, um die schmutzigen Geheimnisse zu bewahren, die schon einige Tote gefordert haben!

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“Pro-russische Putinversteherin” – Wie die Mainstreampresse eine Systemkritikerin diskreditiert!


GUIDO-KOLUMNE-MIX

♦ No.  494 (32/2015) ♦



Das Vorgehen ist so alt, wie es Regierungsformen in der Welt gibt: kritisiert jemand das bestehende System, dann diffamiere ihn!

Vor allem seit dem Maidan-Putsch in der Ukraine und der Unterstützung des Westens (der USA, der EU, vor allem Deutschlands) für die teilweise rechtsgerichtete Regierung in Kiew kam und kommt die Mainstreampresse dabei auf Hochtouren.

Jüngstes Opfer: Gabriele Krone-Schmalz, Ex-Moskau-Korrespondentin der ARD und Autorin mehrerer Russland-Bücher.

Am vergangenen Montag war sie u.a. Gast beim TV-Talk Maischberger zum Thema – schon der Titel ist bezeichnend! – “Zar Wladimir I. – Was will Putin wirklich?” Genauso wie der unsägliche Grünen-Politiker Werner Schulz, der “Kriegstreiber per se”, der weiter seine Halbwahrheiten verbreiten darf und Waffenlieferungen für die ukrainische Armee befürwortet, zu kritischen Nachfragen jedoch – die u.a. auch ich ihm gestellt habe – lieber schweigt.

Siehe hier: https://guidograndt.wordpress.com/2014/05/13/kritische-ukraine-fragen-grunen-eu-politiker-kneift/

Die Maischerberger-Sendung lief dann dahingehend aus dem Ruder, dass weder die Moderatorin, noch die übrigen Gäste der faktenreichen Argumentation von Krone-Schmalz gewachsen waren. Dies führte dazu, dass Gäste wie der Historiker Arnulf Baring, vor allem aber Grünen-Schulz die “Putin-Versteherin” unter der Gürtellinie angriffen.

Siehe hier:

Doch was macht die Mainstream-Presse daraus? Kaum anders zu erwarten – sie diffamiert natürlich die “Putin-Versteherin” Gabriele Krone-Schmalz!

So schreibt beispielsweise die BILD, dass sie “die Maischberger-Runde zum Krawall-Talk” macht, “provoziert mit Sätzen wie, sie halte es für einen Irrglauben, „dass sich die kämpfenden Milizen aus Moskau beziehungsweise Kiew etwas diktieren lassen“.

Dem Grünen-Politiker und ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Werner Schulz (65) wirft sie die Worte an den Kopf: „Können wir Ihren Intellekt einmal aktivieren?“ und drohte, sie werde andernfalls die Sendung verlassen. Historiker Arnulf Baring (82) bringt sie mir ihren Pro-Putin-Äußerungen so auf die Palme, dass der sie mit den Worten unterbricht: „Sie haben eine solche schulmeisterliche Art und wollen alle belehren. Sie haben doch keine Ahnung.“

Aber das ist erst der Anfang, zu dem Europas größte Boulevardzeitung aufläuft, eine missliebige Systemkritikerin zu diskreditieren.

Weiter heißt es:

Es ist nicht das erste Mal, dass Krone-Schmalz mit ihren Russland-Äußerungen für Furore sorgt. Immer wenn in den vergangenen Wochen und Monaten in den Talkshows zur Ukraine-Krise der Russland-Versteher fehlte, schien die Redaktion die Nummer von Krone-Schmalz zu wählen…Und auf ihre klare Pro-Putin-Kante war stets Verlass…

Vor allem nimmt BILD Bezug auf eine Günther Jauch-Sendung, in der Krone-Schmalz einmal erklärte: „Fakt ist: Wenn die EU und Brüssel vor dem EU-Assoziierungsabkommen dialogbereit gewesen wären, dann wären vermutlich viele tausend Menschen noch am Leben.“

Natürlich hat sie mit dieser Einschätzung vollkommen recht, aber das scheint nicht ins BILD-Konzept zu passen, deshalb geht es munter weiter, wenn beispielsweise auf ihre “Mephisto-Frisur” hingewiesen wird, oder dass sie mit einem zwanzig Jahre älteren Mann zusammenlebt.

In einem weiteren BILD-Text ist es Krone-Schmalz, die offenbar in der Diskussion “angreift” (statt umgekehrt). Dieses Vokabular passt wohl besser zu einer “Putin-Versteherin” (Russland ist ja nach herkömmlicher Geschichtsschreibung auch der Aggressor) als beispielsweise zu einem Grünen.

Allerdings geben die Boulevardjournalisten auch zu:

Demokratieverständnis, Drohgebärden – auch sie betrachtet Russland sowohl innen- als auch außenpolitisch kritisch, das liest man auch immer wieder ihre BüchernDoch: Kritik mit Russland sei stets mit Häme verbunden; die russische Meinung werde schlicht als Propaganda abgetan und nicht Ernst genommen. Aus diesem Grund lande sie immer in der Position, die russische Position zu erklären. Sie habe kein Verständnis, dass diese „immer sofort als Propaganda weggewischt“ wird.

Und gleich danach heißt es wieder:

Dabei verstört sie allerdings mit Sätzen wie: „Die Menschen in Russland sind frei.“ Auch dass sie etwa das Vorgehen Putins gegen seine Kritiker Michail Chodorkowski und „Pussy Riot“ teilweise rechtfertigt, stößt auf Unverständnis.

So zieht die BILD das Fazit:

Ein Schlagabtausch von vielschichtigen Argumenten für das Verhalten Russlands mit zu vielen Emotionen, die teilweise in Beleidigungen ausarteten.

Während die Diskussion vor allem durch die persönliche Abneigung von Krone-Schmalz und Schulz polarisierte, kamen leider die Eindrücke von Marina Weisband und Ivan Radionov zu kurz.

Hinsichtlich der oben genannten Günther Jauch-Sendung schwadroniert BILD:

Die Runde ist gut zusammengestellt. Kornblum als Anti-Russland-Vertreter steht im absoluten Gegensatz zur pro-russischen Krone-Schmalz.

“Putin-Versteherin” Gabriele Krone-Schmalz wird also als “pro-russisch” abgestempelt. Und damit gehört sie automatisch zu den “Bösen”, wie uns die Mainstream-Medien ja täglich um die Ohren hauen.

So machen Worte Krieg, statt Frieden.

Danke, BILD!

 

Quellen:

http://www.bild.de/politik/inland/menschen-bei-maischberger/wer-ist-die-putin-versteherin-39917844.bild.html

http://www.bild.de/politik/inland/menschen-bei-maischberger/menschen-bei-maischberger-lautstarker-krach-um-putins-ukraine-politik-39913976.bild.html

http://www.bild.de/politik/inland/talkshow/jauch-talk-zu-putin-und-ukraine-krach-um-merkels-mission-bei-putin-39689962.bild.html

http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/index.html

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Erstmals öffentlich: Bayrischer Innenminister redet Klartext über die Vertuschung von Ausländerkriminalität in der Mainstream-Presse!


GUIDO-KOLUMNE-MIX

♦ No.  493 (31/2015) ♦




 

Flüchtlinge in Deutschland – wie willkommen sind sie wirklich?

So hieß die Hart aber Fair-Sendung vom 23. Februar 2015, die einige journalistische Selbstzensuren der Mainstream-Presse in Frage stellte.

Und darum ging es: Familien auf der Flucht vor Gewalt und Krieg – die sind bei uns willkommen. Aber gilt das auch, wenn Menschen vor der Armut fliehen, aus Afrika, dem Kosovo? Und wer findet es noch gut, wenn ein Asylbewerberheim direkt in der Nachbarschaft gebaut wird?

 Gäste der Sendung:

- Joachim Herrmann, CSU (Bayrischer Innenminister)

- Zohre Esmaeli  (Model, Flüchtling aus Afghanistan)

- Uschi Glas (Schauspielerin)

- Walter Wüllenweber (Stern-Autor)

- Luise Amtsberg, B‘90/Grüne (Flüchtlingspolitische Sprecherin)

- Frank Quandel (Sprecher einer Bürgerinitiative)

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=J_2H-kFKwD0

Neben dem allgemein bekannten thematischen Blabla von Stern-Autor Wüllenweber und Grünenpolitikerin Amtsberg enthüllte Frank Plasberg ein zugespieltes internes Polizeidossier,  aus dem dann auch zitiert wurde. Mit seltener Offenheit, was Ausländerkriminalität in Deutschland anbelangt!

Plasberg teasert an, dass es in deutschen Großstädten ein “spezielles Problem” gibt, über das die Behörden, die Polizei offiziell gar nicht gerne redet (ab Minute 1:08:00):

14.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollen aktuell in Deutschland leben. Auch die Zahl der Neuankömmlinge steigt. Im vergangenen Jahr um plus 50 Prozent. Alleine in Hamburg leben 1.300 junge Flüchtlinge. Offiziell wird stets betont, nur ein sehr kleiner Teil davon mache als Intensivtäter Probleme. In Hamburger Brennpunkten ist die Lage aber offenbar ernst. Hart aber Fair liegt ein internes Polizeidossier vor. Hier heißt es über diese kriminellen jungen Flüchtlinge unter anderem: “Sie signalisieren, dass ihnen die polizeilichen Maßnahmen gleichgültig sind … Sehr oft verhalten sie sich aggressiv und versuchen, die Polizei zu kratzen, zu beißen und zu treten.” Und die Ermittler schreiben ihnen zahlreiche Straftaten zu, etwa: “… Taschendiebstähle, hinzu kommen vermehrt Raube und Körperverletzungen.” Die Beamten stellen fest, dass die Jugendlichen “… griffbereit Messer und Pfefferspray mit sich führen … die Tatausführungen werden aggressiver, d.h. sie setzen Waffen oder ihren Körper gegen Geschädigte ein.” Vorfälle, die zu Schlagzeilen wie diesen führen: “Übergriffe, Diebstahl, Erpressung: Gewaltige Probleme mit jungen Flüchtlingen!”, “Ehepaar klagt: Wir werden von kriminellen Kids terrorisiert!”, “Polizei kapituliert vor kriminellen Flüchtlingskindern!”

Plasberg fragt: Was steckt dahinter, dass Behörden so etwas nicht veröffentlichen?

Joachim Herrmann, der bayrische Innenminister spricht wohl erstmals öffentlich darüber, wie hierzulande die Medien ihre Berichterstattung bei der Ausländerkriminalität manipulieren!

(Ab Minute 1:11:38):

Herrmann: Man muss thematisieren, dass auch Gewalt von Flüchtlingen auch von solchen die anerkannt werden, die bleiben dürfen … auch schwere Straftaten begangen werden. Das muss offen angesprochen werden, es nützt nichts, wenn man diese Dinge unter den Tisch kehrt. Ich respektiere, wie Zeitungsredaktionen damit umgehen, aber es gibt in der Tat auch Zeitungsredaktionen, bei denen der Grundsatz herrscht, es wird in der Tat darüber berichtet, wenn ein Ausländer Opfer von Gewalt ist, es wird aber nicht benannt, wenn der Ausländer ein Täter ist. Da wird es nur allgemein … ein 23jähriger hat aber da wird nicht dazugeschrieben, woher er kommt. Das kann man alles aus Gründen so machen, aber auf die Dauer werden dann schon die Bürger etwas unwirsch und fragen, wird da noch die Realität abgebildet.

Damit verpasst der CSU-Politiker den deutschen Mainstream-Medien eine schallende Ohrfeige! So also werden Informationen über Ausländerkriminalität “beschönigt” oder “bereinigt”, damit die Fakten nicht auf den Tisch kommen!

Hat PEGIDA eventuell doch recht mit ihrer “Lügenpresse”-Beschimpfung?

Die aktuellste Hart aber Fair-Sendung hat damit gleich zweimal ein Tabu gebrochen: Offen wird die zunehmende Kriminalität der Flüchtlingskinder thematisiert. Und ein Politiker rechnet beim Thema Ausländerkriminalität mit der Mainstream-Presse ab.

 

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“False Flag Ukraine”: Desinformationen über Terroranschläge & Schüsse auf Demonstranten gehen weiter!


GuidosKolumneNEU2

♦ No.  492 (30/2015) ♦



 

Die Desinformationen um die dramatischen Geschehnisse in der Ukraine gehen weiter. Vor allem von westlichen – und damit deutschen – Politikern und Medien forciert.

So wurde auch schnell die Schuld am gestrigen Terror-Anschlag in Charkiw den sogenannten Partisanen in die Schuhe geschoben. Diese wehren sich nun in einer Videobotschaft.

Hier:

Nachfolgend der Text dazu:

Dies ist eine Eilmeldung der Charkower Partisanen. Wir die Charkower Partisanen, die einen Partisanenkrieg auf dem Territorium Charkows sowie der Region Charkow gegen die Kiewer Junta führen sind in keinster Weise an dem Anschlag vom 22.02.2015 gegen den Demonstrationszug der Anhänger der ATO (Anti-Terror-Operation) beteiligt. Wir die Charkower Partisanen haben weder in der Vergangenheit derartige Aktionen an Orten mit hoher Konzentration von Zivilisten -unabhängig von ihrer politischen Orientierung- geplant, genauso wenig gedenken wir dies, in Zukunft zu tun. Wir sind der Meinung, dass viele Einwohner der Ukraine durch die Massenmedien der Kiewer Junta hereingelegt worden sind. Wie bereits mehrfach von uns erklärt, werden wir daher das Leben dieser fehlinformierten Menschen keiner bedrohenden Gefahr aussetzen. Darüberhinaus haben wir gesicherte Informationen, nach denen der Demonstrationszug der friedlichen Demonstranten am 22.02.2015 auf Befehl Avakovs (Innenminister d. Ukraine) einem Anschlag zum Opfer fiel. Das Ziel des Anschlages war es eine Legitimationsgrundlage für die Durchführung der ATO (Anti-Terror-Operation) in der Region Charkow zu schaffen. Werte Charkower vor einem Jahr sind Scheusale,Sadisten und Mörder an die Macht der Ukraine gekommen. Diese opfern das Leben von einfachen Ukrainern zur Erreichung eigener egoistischer Ziele. Wir mit ihnen sind lediglich eine Wechselmünze in ihrem grausamen Spiel. Wir werden siegen.Dies war eine Eilmeldung der Charkower Partisanen.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=xABx95Ze_9E&feature=youtu.be

In diesem Zusammenhang erinnere ich auch an den grauenvollen Terroranschlag auf das Gewerkschaftshaus in Odessa, bei dem unschuldige prorussische Menschen von sogenannten Patrioten gejagt und umgebracht wurden.

Ich habe ausführlich darüber berichtet.

Hier:

https://guidograndt.wordpress.com/2014/09/12/vertuscht-und-manipuliert-der-massenbrandmord-von-odessa-und-die-ukrainischen-nazis/

https://guidograndt.wordpress.com/2014/05/07/die-bildbeweise-der-massenbrandmord-von-odessa-eine-false-flag-action/

https://guidograndt.wordpress.com/2014/05/06/die-wahrheit-uber-den-massenbrandmord-in-odessa/

https://guidograndt.wordpress.com/2014/05/03/burgerkrieg-in-odessa-und-medienvertuschung-nationalisten-und-patrioten-verbrennen-prorussische-menschen/

Währenddessen geht die Scheinheiligkeit der EU weiter, deren Vertreter sich bei der gestrigen Demonstration zum Gedenken an den Maidan bei dem “Schlächter” Petro Poroschenko, den Ministerpräsident der Ukraine, untergehakt hatten. Ganz vorne mit dabei Bundespräsident Gauck.

Neben dem Schwenken der ukrainischen Staatsflagge wurden auch Plakate hochgehalten, mit der Aufschrift: “Wir sind Europa” und “Tod den Feinden”.

In Bezug auf die bei den Maidan-Aufständen getöteten Demonstranten berichten die Deutschen Wirtschafts Nachrichten:

Die Morde wurden nie aufgeklärt, obwohl Angela Merkel versprochen hatte, dass es eine unabhängige Untersuchung geben werde. Ebenso unaufgeklärt ist bis heute der Abschuss von Flug MH17.

Erst vor wenigen Tagen hat die BBC aufgedeckt, dass die Scharfschützen aus dem Gebäude der Opposition auf die Polizei geschossen haben dürften und damit die Eskalation ausgelöst wurde.

…An dem Gedenkmarsch marschierte neben Gauck, Poroschenko, Tusk und Klitschko auch die umstrittenen Oligarchin Julia Timoschenko. Sie hatte zu Beginn der Maidan-Proteste angeregt, man solle dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Kugel in Kopf jagen.

Der Machtwechsel am Maidan war ganz wesentlich von den Amerikanern inszeniert worden (siehe im zweiten Video das gespenstische Telefonat von Victoria Nuland mit dem US-Botschafter, in dem die Posten der künftigen Regierung verteilt wurden.

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/02/22/kiew-demonstration-der-regierung-zum-maidan-mit-gauck-und-Timoschenko/

Inzwischen pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass der gewaltsame Umsturz, der Putsch in der Ukraine vom Westen initiiert wurde:

Ein Jahr nach dem von Berlin geförderten Umsturz in der Ukraine werfen aktuelle Berichte ein neues Licht auf das Kiewer Massaker vom 20. Februar 2014. Das Blutbad, bei dem mehr als 50 Menschen zu Tode kamen, forcierte den Sturz von Staatspräsident Wiktor Janukowitsch und wurde zugleich genutzt – auch in Deutschland -, um ihn zu legitimieren. Wie Zeugen nun bestätigen, begann es mit tödlichen Schüssen bewaffneter Demonstranten auf Polizisten; die Repressionskräfte hätten das Feuer demnach erst erwidert, als sie beim Rückzug erneut in einen Kugelhagel geraten seien. Trifft dies zu, dann kann von einem von der Regierung gezielt geplanten Massaker keine Rede sein. Zudem deuten Indizien nach wie vor darauf hin, dass auch die Scharfschützen, die anschließend gezielte Todesschüsse abgaben, der damaligen Opposition zuzurechnen waren.

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59060

Ich erinnere noch einmal daran, dass dieses Blutbad bis heute nicht aufgeklärt ist.

German Foreign Policy weiter:

Das Massaker vom 20. Februar 2014
Ein Jahr nach dem Umsturz in der Ukraine werfen zwei voneinander unabhängige Berichte führender westlicher Medien ein neues Licht auf die Kiewer Todesschüsse vom 20. Februar 2014. An jenem Tag wurden im Zentrum Kiews mehr als 50 Menschen erschossen. Das Blutbad forcierte den Sturz von Staatspräsident Wiktor Janukowitsch und wurde auch in Berlin zur Legitimation des Umsturzes angeführt: Ein Präsident, der Demonstranten gezielt massakrieren lasse, habe das Recht auf sein Amt verwirkt, hieß es.
Die ersten Schüsse
Seit einigen Tagen liegen nun neue Zeugenaussagen zu dem Massaker vor. Demnach setzten bewaffnete Regierungsgegner am 20. Februar die tödliche Eskalationsstrategie fort, die sie kurz zuvor gestartet hatten. Bereits am 18. Februar hatten sich gewalttätige Faschisten aus einem als “Friedensoffensive” angekündigten Protestmarsch gelöst, Polizisten mit Molotow-Cocktails attackiert, ein Büro der “Partei der Regionen” von Staatspräsident Wiktor Janukowitsch gestürmt und dort einen Wachposten sowie zwei Parteimitarbeiter umgebracht. Die Polizei schlug brutal zurück. Am Abend des 18. Februar wurde von rund 25 Todesopfern berichtet, darunter etwa ein Drittel Polizisten, von denen wiederum einige mit Schusswaffen getötet worden waren. Am 19. Februar wurden die Vorbereitungen für eine weitere Eskalation getroffen. Gegenüber der BBC hat ein Majdan-Demonstrant jetzt bestätigt, er habe am Abend des 19. Februar ein Saiga-Jagdgewehr erhalten und sich am 20. Februar in das Gebäude des Kiewer Konservatoriums direkt am Majdan begeben, das von den Demonstranten gehalten wurde. Von dort aus ist, wie Fotos nahelegen und auch der damalige Demonstrant und ein Bericht eines damaligen Oppositionspolitikers bestätigen, auf Polizisten geschossen worden. Dabei wurden die ersten drei Polizisten getötet.
Im Kugelhagel
Den weiteren Verlauf der Eskalation hat Wolodymyr Parasjuk, heute ein Parlamentsabgeordneter, zuvor ein Kämpfer des Bataillons “Dnipro”, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geschildert. Parasjuk, damals Anführer einer der “Hundertschaften” des Majdan, beschreibt, wie die Polizei nach ihren ersten Todesopfern den Rückzug antrat – “den Petschersker Berg über dem Majdan hinauf, die Institutska-Straße entlang”, wie die Zeitung schreibt. Parasjuk berichtet, seine Hundertschaft habe die Polizisten sofort verfolgt: “Alle, die auf den Barrikaden waren, begannen die Institutska-Straße zu stürmen”. “Viele” seien zu diesem Zeitpunkt längst bewaffnet gewesen; sie hätten ihre Gewehre, “als sie stürmten”, denn auch “eingesetzt”. Polizisten in besserer Deckung als die Abziehenden hätten ihren im Kugelhagel abziehenden Kollegen “Feuerschutz” gegeben und zahlreiche angreifende Demonstranten tödlich getroffen. Trifft die Darstellung zu, dann kann von einem von Präsident Janukowitsch gezielt geplanten Massaker an der Opposition keine Rede sein.
Von der Opposition kontrolliert
Nach wie vor unklar ist, in wessen Auftrag die offenbar professionellen Scharfschützen handelten, die anschließend noch zahlreiche Menschen auf dem Majdan erschossen. Bereits im Frühjahr 2014 ergaben Recherchen eines deutschen TV-Teams, dass gezielte Schüsse aus den obersten Etagen des Hotels “Ukraina” am Majdan abgefeuert wurden. In einem hochgelegenen Fenster des Hotels hatte schon ein BBC-Korrespondent, der die Ereignisse am 20. Februar persönlich miterlebte, einen Scharfschützen ausgemacht. Das Hotel wurde in der fraglichen Zeit von der damaligen Opposition kontrolliert; der Zutritt war strikt reglementiert. Den Verdacht, “dass nicht Janukowitsch hinter den Scharfschützen stand, sondern dass es jemand aus der neuen Koalition war”, hatte der estnische Außenminister Urmas Paet schon Anfang März gegenüber der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton geäußert – unter Berufung auf Janukowitsch-Gegner. Das Ziel wäre demnach gewesen, die Gewalt eskalieren zu lassen und damit den endgültigen Sturz der Regierung zu provozieren. Opferanwälte beklagen bis heute, die offizielle Untersuchung des Massakers werde verschleppt und nicht ernsthaft geführt. Eine Aufklärung des Blutbads durch internationale Experten wurde anfangs gefordert, kam jedoch nie zustande.
Ich war der erste Journalist in Deutschland, der bereits vor einem Jahr mit einem Buch über all die Widersprüche, False Flag-Aktionen und Hintergründe aufmerksam gemacht hat (und der selbst in der Ukraine war).
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Skandal: Ukrainischer Politiker gibt zu, dass “Nazi-Verbände” für Kiew kämpfen!


 GuidosKolumneNEU2

♦ No.  491 (29/2015) ♦



Mit der Verschärfung des Ukraine-Krieges geht auch hierzulande das Putin-Bashing weiter.

Wirft man denen vor, die Russland nicht als das Reich des Bösen und Putin nicht als den Leibhaftigen sehen, sie wären nichts weiter als “Putin-Versteher”, hecheln die anderen allem nach, was die teilfaschistische Regierung in der Ukraine zum Besten gibt.

So auch CDU-Röttgen, der gestern, neben andern, wieder sein Halbwissen streute, durchsetzt von Putin-Bashing und USA-Briefing.

In GÜNTHER JAUCHS Talk zum Thema “Merkel Mission – wie groß ist die Hoffnung auf Frieden” vom 15.02.15 ging es darum:

“Tage zwischen Krieg und Frieden – Nach einem dramatischen Verhandlungsmarathon sorgt der vereinbarte Waffenstillstand bei allen Beteiligten für ein kurzes Aufatmen. Doch es bleiben Zweifel, ob das Abkommen für die Ukraine dieses Mal tatsächlich hält.”

Gäste der Sendung:

– Wladimir M. Grinin (Russischer Botschafter in Berlin)

– Andrij Melnyk (Ukrainischer Botschafter in Berlin)

– Norbert Röttgen CDU, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag).

 

Hier der Link zur Sendung:

https://daserste.ndr.de/guentherjauch/Merkels-Mission-wie-gross-ist-die-Hoffnung-auf-Frieden,guentherjauch486.html

 

Ein Skandal folgt,  der von Günther Jauch öffentlich gemacht wurde, von der Mainstream-Presse aber wieder einmal übergangen wird. Als der Talk-Master den ukrainischen Botschafter fragt, ob er immer weiß, wer mit der ukrainischen Armee kämpft, nimmt das Unheil für die Kiew-Treuen seinen Anfang.

Jauch nimmt beispielsweise Bezug auf das rechtsextreme Battaillon Asow beziehungsweise den “Rechten Sektor” mit tausenden von Kämpfern, der offen mit Hakenkreuzfahnen posiert und fragt konkret nach rechtsradikalen Verbänden in den Reihen der ukrainischen Armee.

Bei etwa Minute 17:00.

Botschafter Melnyk kommt bei seiner Antwort sehr ins Schwimmen. Und er gibt zu: “Diese Verbände kämpfen zusammen mit der Armee, mit der Nationalgarde, mit anderen Verbänden, die werden auch koordiniert und von Kiew kontrolliert. Deshalb besteht keinerlei Gefahr, dass sie etwas alleine tun, außer, dass sie das mit der Armee-Führung nicht koordiniert hätten.”

Auf Jauchs Frage: “Also die werden von ihnen kontrolliert und Sie können für das, was die machen, Ihre Hand ins Feuer legen?”, antwortet Melnyk: “Ich habe das Foto schon gesehen und man kann auch nicht nachprüfen inwieweit es auch dem entspricht, ob das wirklich ist mit diesen Fahnen … Aber ich möchte noch einmal klar stellen, dass es die Verbände, die es gibt, die werden von der Kiewer Armee, vom Generalstab koordiniert, die sind auch ein Bestandteil unserer Verteidigungskräfte. Ohne sie wäre das Vorrücken der russischen Armee ganz weit gewesen … ohne diese Einheiten wäre die Verteidigung viel schwieriger gewesen.”

Die Antworten des ukrainischen Botschafters sind ein politischer Skandal!

Zum einen stellt er die Situation in der Ukraine so – und damit völlig falsch dar – als hätten die Russen bereits eine Invasion auf Kiew gestartet und die Ukrainer müssten sich verteidigen. Zum anderen übergeht er, dass die teilfaschistische Regierung eigentlich einen Feldzug gegen den Osten des Landes durchführt, nachdem die Menschen sich dort nicht ihrem Diktat unterwerfen wollten.

Und der ukrainische Botschafter gibt erstmals öffentlich zu, dass NAZI-VERBÄNDE des RECHTEN SEKTORS nicht nur mit der ukrainischen Armee kämpfen, sondern auch noch vom Kiewer Generalstab koordiniert werden!

Das ist wirklich unglaublich!

Denken Sie daran: Jeder Euro, den der deutsche Steuerzahler nach Kiew bezahlt, unterstützt auch die Nazi-Verbände, die in ihrer Großoffensive die Menschen im Osten geradezu abschlachten! Und das nur, weil jene sich den Faschisten nicht beugen wollen.

Das ist die Wahrheit! Deutsche Steuerzahler werden für die Finanzierung der Nazi-Verbände in der Ukraine in die Pflicht genommen.

Wo ist die Mainstream-Presse, die doch noch bei PEGIDA so empört war, über ein paar rechte Hanswurste, die bei den zigtausenden demokratisch gesinnten Bürgern mitliefen? Wo?

Anstatt wieder einmal falsch und manipulativ zu berichten, wie beispielsweise hier:

Erneut hantiert das ZDF mit Bildern von angeblich russischen Panzern in der Ukraine. In dem am 12. Februar erschienen Artikel „Suche nach Frieden für die Ukraine“ verwendet der Fernsehsender offenkundig falsche Bilder, bei denen weder die Orts- noch die Zeitangabe stimmen. Tatsächlich stammen die Photos von 2009 und zeigen nicht etwa russische sondern georgische Panzer.

Quelle: http://www.rtdeutsch.com/12053/inland/zdf-belegt-mal-wieder-russische-invasion-mit-bildern-von-georgischen-panzern-aus-dem-jahr-2009/

Über all diese Medienmanipulationen, politischen Verstrickungen des Westens mit den ukrainischen Rechtsextremen habe ich bereits vor einem Jahr in meinem Buch

Maidan-Faschismus-Cover

ausführlich berichtet! Ich wurde damals von vielen Kollegen als “Verschwörungstheoretiker” bezeichnet und behielt doch wieder einmal recht!

Nach der Vorstellung der Mainstream-Presse  müssten nun der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, ebenfalls ein “Verschwörer” sein, denn er gibt das Undenkbare zu:

Nazi-Verbände des “Rechten Sektors” werden vom ukrainischen Generalstab und damit von der ukrainischen Regierung koordiniert, die gegen die eigene Bevölkerung im Osten kämpft.

Das ist ein Kriegsverbrechen, Frau Merkel und Herr Röttgen!

Wie mächtig die Rechten sind, zeigt diese Nachricht, die nicht hoch genug einzuschätzen ist:

Nach Berichten mehrerer ukrainischer und russischer Zeitungen, hat angeblich die gesamte Familie des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko die Ukraine verlassen. Hintergrund soll ein Ultimatum des Rechten Sektors an Poroschenko sein, dass ihm das “gleiche Schicksal ereilen wird wie Gaddafi”, wenn sich nicht bis zum 23. Februar die Lage im Kessel von Debaltsevo für die ukrainischen Kämpfer verbessert hat. Derzeit befinden sich über 6.000 ukrainische Soldaten und Freiwilligenverbände in dem Kessel.

Quelle: http://www.rtdeutsch.com/12083/headline/poroschenkos-familie-aus-kiew-geflohen-hintergrund-ultimatum-des-rechten-sektors-wegen-kessel-von-debaltsevo/

 

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“Das Volk muss weg!” – Wie bezahlte Antifaschisten gegen Bürgerbewegungen hetzen!


GUIDO-KOLUMNE-MIX

♦ No.  490 (28/2015) ♦



 

PEGIDA, LEGIDA – die Bürgerbewegungen, in denen sich zum Leidwesen aller demokratisch Gesinnten auch Rechtsextreme mischen, sind nach wie vor der reinste Horror für die Politik. Auch wenn ihre Aktivitäten aufgrund des Ukraine-Krieges, der Griechenland-Krise und des ISIS-Terrors in den Hintergrund geraten.

Politiker und Linksextreme machen gegen die Bürgerbewegungen in Dresden und Leipzig mobil, um der Welt zu zeigen, wie “bunt” die Republik ist. Gegenbewegungen, Gegendemonstrationen wurden veranstaltet, als Mahnmal gegen PEGIDA, LEGIDA & Co., die in der Anzahl der Demonstranten die der Gegenseite sogar noch übertrumpften (außer in Dresden).

Doch nun wurden mir Unterlagen zugespielt, die belegen sollen, dass diese Gegendemonstrationen mitnichten auf “freiwilliger” Basis zustande kamen.

Ganz im Gegenteil: Sie wurden vom Staat finanziert, Demonstranten von der Antifa bezahlt!

Aus dem nachfolgenden “Mitgliedsrundschreiben der Antifa” geht hervor, dass die Linksextremen einen “versprochenen” Stundenlohn von 25 Euro bekommen haben. Dass dieses “Demonstranten-Entgelt” sogar noch “nachträglich” eingefordert werden kann. Und natürlich gab es Freibier für die Aktivisten!

Siehe hier:

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So also “muss das Volk weg”: Mit einem Stundenlohn von 25 Euro und Freibier! Unglaublich!

Ein weiteres Dokument belegt, dass dem Freistaat Sachsen für die Anti-PEGIDA-Demonstration (“Für Dresden, für Sachsen – für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander”) Gesamtkosten von über 105.000 Euro entstanden sind. Davon wurden alleine 30.000 Euro aus dem Budget der Oberbürgermeisterin verwendet!

Siehe hier:

kosten für jubelperser

So also “funktionieren” diese Demonstranten “gegen das Volk”.

Mit Geld und Freibier.

Wenn das keine Schande ist, dann weiß ich auch nicht!

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UKRAINE-KRIEG: “Die NATO und die Destabilisierung und Einverleibung Osteuropas!”


GuidosKolumneNEU2

♦ No.  489 (27/2015) ♦



 

 “Lügen können Kriege in Bewegung setzen, Wahrheiten hingegen können ganze Armeen aufhalten.”

Otto von Bismarck (Deutscher Politiker und Staatsmann)

 

 

Bereits im Frühjahr 2014 warnte ich eindringlich in meinem Buch

Maidan-Faschismus-Cover

vor der katastrophalen Politik des Westens in der Ukraine, die ganz Europa vor den Abgrund eines neues Krieges führt.

So schrieb ich:

Anfang April 2014 warf der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow der NATO (North Atlantic Treaty Organization) vor, mit allen Kräften zu versuchen, einen Keil zwischen Kiew und Moskau zu treiben. Geführt würde ein “harter und kompromissloser Informationskrieg.”

Und nicht nur das: Blickt man auf 1991 zurück, wird die Militärpolitik des atlantischen Verteidigungsbündnisses deutlich. In jenem Jahr löste sich nicht nur der Warschauer Pakt auf, der militärische Beistandspakt des Ostblocks, sondern zerfiel auch die UdSSR (Union der sozialistischen Sowjetrepubliken) in fünfzehn einzelne Staaten. Dies nutzte der Westen mit der NATO, allen voran die USA, um Osteuropa zu destabilisieren und verschiedene Länder “einzuverleiben”.

Beispielsweise zerstörten Ende des 20. Jahrhunderts Kriege die jugoslawische Föderation. Kräftig dabei mitgemischt hatte auch der Westen. Sogar die rot-grüne Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder schickte 1999 Kampfflugzeuge in die Bundesrepublik Jugoslawien, die damals noch aus Serbien und Montenegro bestand. Slowenien, Kroatien, Bosnien und Mazedonien hatten sich bereits vorher mit aktiver Unterstützung Deutschlands und der USA in teilweise blutigen Konflikten von Jugoslawien abgespalten. Fast drei Monate lang führte die NATO unter Einsatz von über tausend Kampfflugzeugen eine der massivsten Luftkriegsoperationen der Militärgeschichte durch. Dabei wurde auch die serbische Hauptstadt Belgrad bombardiert.

Der Krieg war – wie Gerhard Schröder Anfang 2014 eingestand – völkerrechtswidrig und damit ein Verbrechen. Denn er erfolgte ohne Zustimmung der Vereinten Nationen, da Russland damals im Sicherheitsrat sein Veto eingelegt hatte.

Gleich darauf wurden Polen, Tschechien und Ungarn als die ersten Länder aus dem ehemaligen Warschauer-Pakt von der NATO einverleibt. 2004 und 2009 folgten Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Kroatien und Albanien.

Die Ukraine blieb zunächst verschont. Doch schon 2002 verkündete der damalige Präsident Leonid Kutschma, der NATO beitreten zu wollen. Und auch sein Nachfolger Viktor Juschtschenko wollte den Beitritt in das atlantische Militärbündnis. Erst als 2010 der als Moskautreu geltende Wiktor Janukowitsch neuer Präsident wurde, änderte sich dies.

Damit war der “NATO-Expanisonsplan” zunächst einmal gestoppt. Zum Leidwesen des Westens. Doch durch die Madian-Revolution 2013/2014 rückte für die US-Amerikaner und die Europäer der Osten wieder in greifbare Nähe. Sozusagen direkt an Russlands Grenzen.

Dieser geostrategische Plan wird weiterverfolgt werden. Zulasten der friedliebenden Menschen in Ost und West.

Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass die Sicherung der westlichen – und damit der US-amerikanischen Hegemonie – für Washington oberste Priorität hat.

So dämmert im Zuge der Maidan-Revolution nicht nur ein neuer Kalter Krieg, sondern weitaus Schlimmeres herauf.

 

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Brisante Hintergrundinfos, die Sie sonst nirgends lesen, finden Sie hier:

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http://www.alaria.de/home/3240-maidan-faschismus.html

 

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